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L’Tur-Ticker bei SpOn: “Hellas zu Knaller-Preisen”

Die Startseite von Spiegel Online schmückt derzeit eine Werbeanzeige, die durch ihre aufdringliche Ticker-Optik mehr als nur einen Hauch von 1996 verbreitet. Inhaltlich ist sie im besten Sinne kontextsensitiv ….

Screenshot: Werbeanzeige bei Spiegel Online

Zehn Jahre onlinejournalismus.de

10_jahre_ojour

Am 20. April 2000 um 4.53 Uhr war es soweit, onlinejournalismus.de erblickte als Studienprojekt von Roman Mischel und Jan-Peter Steppat, Journalistik-Studenten an der Universität Dortmund, das Licht der Online-Welt. Statt vieler Worte: Gehen Sie einfach mal auf Zeitreise, stöbern sie auf unserer Seite aus dem Jahr 2000 herum. Sie finden dort viele bekannte aber mittlerweile auch nicht mehr so bekannte Namen, die den Onlinejournalismus hierzulande wohl ein wenig mitprägten.

Ein Höhepunkt war für uns 2003 die Auszeichnung mit dem Grimme Online Award in der Kategorie Medien-Journalismus. Zehn Jahre Onlinejournalismus zelebrierten wir 2004 in einem umfangreichen Dossier. Seit Februar 2006 erscheinen wir im Blog-Format – onlinejournalismus.de 3.0 nannten wir es damals.

Freilich müssten wir noch viele – mitunter mühevoll recherchierte und multimedial aufbereitete – Artikel hervorheben. Wir sagen einfach nur Danke an alle Autoren, die für uns stets ohne Honorar tätig waren. Eure Arbeit hat den Journalismus im Netz auch vorangebracht.

21. April 2010: Die Online-Welt ist bunter und vielfältiger denn je, es gibt einige sehr gute Medienblogs (siehe etwa unser Netvibes-Angebot). Aber hier ist es spürbar ruhiger geworden. Wir sind alle gut beschäftigt. Wir überlegen uns, wie wir unser liebgewonnenes Magazin in Zukunft weiterführen. onlinejournalismus.de 4.0 braucht allerdings in jedem Fall noch ein wenig Zeit. Nichtsdestotrotz sind derweil Themenvorschläge, Ideen und Mitmacher/innen weiterhin herzlich willkommen.

Open-Data-Diskussion gewinnt an Fahrt

Stefan Gehrke vom Open Data Network auf der re:publica | Foto: Fiete Stegers

Auf der re:publica widmeten sich am Freitag mehrere Runden dem Thema “Open Data”. Was das ist, erklärt ein Artikel von mir bei tagesschau.de:

Behörden sollen ihre Daten nicht nur auf ihrer eigenen Homepage anbieten, wie es viele Institutionen mit einzelnen Daten bereits tun, sondern möglichst viele Daten in computerlesbaren Standardformaten zur Verfügung zu stellen. Das soll es nicht nur jedem Bürger ermöglichen, die Daten nach eigenen Kriterien auszuwerten – Programmierer sollen die Daten auch gleich beliebig miteinander verknüpfen und weiterverwerten können.

Noch ausführlicher und wie Journalisten Open Data für ihre Arbeit nutzen können, beschreibt Christiane Schulzki-Haddouti für das ver.di-Journalistenmagazin “M”.

Für Zeit Online liefert sie selbst gleich ein Anwendungsbeispiel, eine Serie zur Analyse und Visualisierung von Parteispenden.. Aus dem Publikum hieß es in einem re:publica-Workshop, die Financial Times Deutschland arbeite etwas ähnliches.

Der Verein Open Data Network, dem unter anderem Stefan Gehrke (Foto) angehört, hat die Website offendaten.de eingerichtet. Sie soll den Zugang zu offenen Behördendaten in Deutschland bündeln. Ergebnisse des von dem Verein im Anschluss an die re:publica ausgerichteten “Hack4Democracy” sind dort leider noch nicht verlinkt (Hinweise gerne in den Kommentaren).

Weitere Links

… bei onlinejournalismus.de:

… im sonstigen Internet:

  • The Guardian Eigene Plattform rund um Datenquellen und was (nicht nur) Journalisten daraus machen können
  • netzpolitik Data Driven Journalism – Versuch einer Definition

Weiterbildungsseminar „Wissenschaft Online“ in Dortmund

Die Initiative Wissenschaftsjournalismus an der Technischen Universität Dortmund weist auf ihr in drei Module gegliedertes Weiterbildungsseminar für Wissenschaftsjournalisten hin. “Das Seminar “Wissenschaft Online” will einen kompetenten Onlinejournalismus fördern”, heißt es in der Beschreibung. Start des ersten Moduls ist bereits am 20./21. Mai.

“Das Seminar richtet sich an feste und freie Online-Wissenschaftsjournalisten aller Mediensparten, die sich beruflich regelmäßig mit wissenschaftlichen Themen beschäftigen. Es sind 12 Plätze zu vergeben. Bis auf einen Eigenanteil von 200,- Euro trägt die Initiative Wissenschaftsjournalismus alle Kosten für das fünftägige Seminar (Übernachtung, Verpflegung).”

Um die Teilnahme am Seminar kann man sich bis zum 10. Mai 2010 schriftlich bewerben, weitere Informationen unter: www.initiative-wissenschaftsjournalismus.de.

Hinter der Paid-Content-Strategie von abendblatt.de steckt System

So scheint es zumindest nach dem Aufmacher von heute Nachmittag bei abendblatt.de.

Screenshot abendblatt.de, 8. April 2010

Amüsanterweise ebenfalls kostenpflichtig: die Startseiten-Artikel “Hafen verzichtet auf Mieterhöhung”, “Quickborner gebeb ihrer Stadt Millionenkredit”, “Wacken-Open-Air vier Monate vor Beginn ausverkauft”, “Lidl wegen angeblich irreführender Werbung ausverkauft”, “Polizeitaucher findet Tresore im Abbenflether Hafen”, “Rocker der ‘Red Devils’ nach Bankraub verhaftet”, “Nach Urteil: Einzelhandel auf Kirchen sauer” …

Mehr zum Hamburger Abendblatt bei onlinejournalismus.de

Eine offene Bibliographie für die Internet-Enquete – bitte ergänzen!

Die Bibliothek des Deutschen Bundestags hat für die Mitglieder der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft eine 137-seitige Bibliographie zusammengestellt, die iRights.info erstmals veröffentlicht – zusammen mit dem Aufruf, sie zu ergänzen.



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