Open-Data-Diskussion gewinnt an Fahrt

Auf der re:publica widmeten sich am Freitag mehrere Runden dem Thema “Open Data”. Was das ist, erklärt ein Artikel von mir bei tagesschau.de:
Behörden sollen ihre Daten nicht nur auf ihrer eigenen Homepage anbieten, wie es viele Institutionen mit einzelnen Daten bereits tun, sondern möglichst viele Daten in computerlesbaren Standardformaten zur Verfügung zu stellen. Das soll es nicht nur jedem Bürger ermöglichen, die Daten nach eigenen Kriterien auszuwerten – Programmierer sollen die Daten auch gleich beliebig miteinander verknüpfen und weiterverwerten können.
Noch ausführlicher und wie Journalisten Open Data für ihre Arbeit nutzen können, beschreibt Christiane Schulzki-Haddouti für das ver.di-Journalistenmagazin “M”.
Für Zeit Online liefert sie selbst gleich ein Anwendungsbeispiel, eine Serie zur Analyse und Visualisierung von Parteispenden.. Aus dem Publikum hieß es in einem re:publica-Workshop, die Financial Times Deutschland arbeite etwas ähnliches.
Der Verein Open Data Network, dem unter anderem Stefan Gehrke (Foto) angehört, hat die Website offendaten.de eingerichtet. Sie soll den Zugang zu offenen Behördendaten in Deutschland bündeln. Ergebnisse des von dem Verein im Anschluss an die re:publica ausgerichteten “Hack4Democracy” sind dort leider noch nicht verlinkt (Hinweise gerne in den Kommentaren).
Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de:
- Direktanbindung an die Verbrecherkartei TampaBay.com veröffentlicht Fotos von Festgenommenen
- 18, 20 oder 24/7 Öffnungszeiten-Überblick beim Tagesspiegel
- Multimedia 2008: Das “Parlameter” des ZDF
… im sonstigen Internet:
- The Guardian Eigene Plattform rund um Datenquellen und was (nicht nur) Journalisten daraus machen können
- netzpolitik Data Driven Journalism – Versuch einer Definition




Auch wenn es etwas spät kommt:
Interessant wären auch Konverter, die mehr oder weniger unstrukturierte Daten vereinheitlichen um gemeinsam abgefragt werden zu können.
Als Privatperson würde man für sowas sicher abgemahnt. So bewegt sich wenigstens ein wenig, auch wenn zu vermuten ist, das die Betreiber Technisch nicht so bewandert sind und es daher unnötig teuer und aufwendig wird und zu wenige Datensätze eingebunden werden. Schade.
Wie gut es gehen kann, zeigt Wolfram Research mit ihrem Projekt (Wolfram Alpha? oder so ähnlich), das man sich dafür als Vorbild nehmen sollte.