Online-Medien zur Katastrophe in Japan – Update

Erst ein Erdbeben, dann ein Tsunami und nun ein drohendes, möglicherweise schon eingetretenes Atom-Desaster: Hinter den Online-Nachrichtenreaktionen liegen ereignisreiche Tage. Seit Freitag laufen die Liveticker quasi durchgehend. Nun ein paar weitere, willkürliche Schlaglichter zur Japan-Berichterstattung
- Zahlreiche Sites griffen das Angebot an Vorher-Nachher-Satellitenbildern auf: die Australian Broadcasting Corporation etwa mit einer einfachen, aber ungeheuer eindrucksvollen Slider-Präsentation. Eine ganz ähnliche, ein paar Stunden später online gegangenen Vorher-Nachher-Präsentation hat auch Spiegel Online. Beide wirken deutlich intensiver als das aus dem gleichen Bildmaterial geschnittene Video bei Zeit Online oder die animierte Variante der BBC. Die Fotos stammen von der Firma Geo Eye und wurden auch über Google vertrieben (dort auch im Zusammenspiel mit KML-Daten).
- FAZ-Infografik Wo sind in der Anlage Fukushima welche Reaktoren? und eine weitere, animierte FAZ-Infografik: Standorte der betroffenen Reaktoren
- Eindrucksvolle Fotos zeigt wie üblich auch The Big Picture beim Boston Globe.
- Die Stuttgarter Zeitung diagnostiziert eine “Mediale Plattenverschiebung” im Zusammenwirken von professionellen Journalisten und Amateur-Berichterstattern.
- Carta präsentiert subjektiv ausgewählte Twitter-Meldungen zur Atomdiskussion in Deutschland, die dort nach den ersten Katastrophenmeldungen aus Japan ihren Lauf nahm.
- Die New York Times über die Japan-Berichterstattung im Citizen-Media-Netzwerk Global Voices.
- Netzwertig.com moniert “Die Unerträglichkeit von Twitter”.
- Das Altpapier fasst weitere Medienbetrachtungen zusammen.
- Kommentierte Linkliste von tagesschau.de zu Blogs, Livestreams und weiteren Informationsquellen im Web.
- Zuletzt etwas leichtere Kost: Die Titanic (“Das endgültige Brennpunktmagazin – Pflichtblatt für Sonderausstrahlungen”) berichtete mit einem “Liveticker-Liveticker” über die mutmaßlich dramatischen Zustände in den livetickernden Onlineredaktionen.
(Dank für Tipps an C.R. und T. K.)




Wir versuchen bei der Berliner Gazette gerade, die Ereignisse in Japan mit einem Text der kollaborativ entsteht aufzuarbeiten. Diese Form von Prozessjournalismus könnte für euch vielleicht interessant sein:
http://berlinergazette.de/7-th.....m-complex/