Die Wahrheit über GMX

Falls Sie – den Montag vor Augen – das Wochenende nutzen, um zu überlegen, ob nicht berufliche Veränderung gut täte: Vielleicht wäre die Arbeit bei einem der reichweitenstärksten und zugleich meist unterschätzten deutschen Nachrichtenportale etwas? Gerhard Henschel verrät in der taz die ungeschminkte Wahrheit darüber, wie es im zentralen GMX-Newsroom in München zugeht (auch wenn es dem von ihm geschilderten Ortstermin natürlich nie gegeben hat).

In der Münchner GMX-Zentrale ergibt sich am Tag der offenen Tür zum ersten Mal die Gelegenheit, den Textern bei der Arbeit zuzuschauen. Sie sitzen, was wohl niemanden überraschen wird, in einem karg möblierten Großraumbüro vor ihren Rechnern und versuchen, die schlüpfrigsten der vorüberhuschenden News mit den im Sekundentakt eintreffenden Hintergrundinformationen der GMX-Außenkorrespondenten abzugleichen.

Denn bevor eine Nachricht über das Liebes-Aus in einem Schauspielerschlafzimmer oder über die Echtheit eines weiblichen Körperteils an die Öffentlichkeit geht, müssen Fakten gecheckt, Alibis überprüft und zahlreiche Augenzeugen befragt werden. Allein auf dem Set des jüngsten James-Bond-Films haben sich fast fünfhundert GMX-Reporter getummelt, um an Nacktfotos des neuesten Bond-Girls zu gelangen und eventuelle amouröse Verwicklungen hautnah miterleben zu können.

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