Neue SZ-Optik: Frische Schönheit, alte Macken

Screenshot Rebrush sueddeutsche.de [M]

Ist es denn nun ein Relaunch, ein Redesign oder nur ein Rebrush bei süddeutsche.de? Chefredakteur Stefan Plöchinger kündigt die Umstellung auf die neue Optik zunächst über Twitter bloß mit einem “Huch, @SZ! http://sz.de sieht plötzlich anders aus!” an.


Wenig später zeichnete er eine spätere Twitternachricht zum Thema dann aber doch mit dem Hashtag #Relaunch aus. In seinem offiziellen Beipackzettel verspricht Plöchinger, die Seite sei “opulenter, innovativer, lesbarer” geworden.

Der wichtigste Unterschied wird auf den ersten Blick deutlich:

Als erstes großes Nachrichtenportal in Deutschland gestalten wir unsere Seite mit den Hausschriften der Zeitung, der SZ Sans und SZ Serif. ” Schön, wie der klassische SZ-Untertitel im modernen Webdesign zur Geltung kommt. Der Text ist breiter gesetzt, links bleibt ein Rand für Marginalien.

Schöner Sharen mit verwirrenden Begriffen

Dort finden sich die – beim Scrollen mit nach unten rutschenden Share-Icons – für Facebook, Twitter und Google-Plus. Und für die SZ-eigenen Interaktionsmöglichkeiten. Auf den ersten Blick wird sich aber wohl den wenigsten Usern erschließen, was hier der Unterschied zwischen “Diskutieren” (Kommentarfunktion) und “Feedback” (via E-Mail) ist. Zumal die kürzlich komplett überarbeitete Kommmentarfunktion am unteren Seitenende auch noch abweichend “Leserbeiträge” heißt.

Ebenfalls am unteren Seitenende findet sich fürs althergebrachte Link-Sharen bei jedem Beitrag eine individuelle Kurz-URL – sehr schön. Außerdem sind die Autorennamen mit Kurzporträts (als Popup) hinterlegt (hier zum Beispiel für Hans Leyendecker und Tanjev Schultz).

Ceterum censeo

Beibehalten hat die SZ am Seitenende auch die eher störenden, plötzlich aus dem Seitenfuß aufpoppenden Verweise auf weitere Geschichten. Ebenfalls erhalten geblieben sind uns die seltsamen, sinnlosen Ein-Wort-SEO-Links (Warum muss in dieser Geschichte ausgerechnet “Brandenburg” als weiterführender Link ausgezeichnet werden?). Vielleicht verschwinden die ja demnächst doch noch – schließlich handelt es sich bei den SZ-Veränderungen um “einen Prozess, der nun schon anderhalb Jahre dauert” und noch nicht abgeschlossen ist, wie Plöchinger in seinem Beipackzettel die eingangs gestellte Frage nach Relaunch oder Rebrush beantwortet.

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