Der lokale Onlinejournalismus ist kaputt …

… könnte man meinen, angesichts der Nachricht vom vorläufigen (?) Ende des Hamburger Stadtteilmagazin altona.info. Diese erreichte mich nämlich ausgerechnet über einen Link auf einen kostenpflichtigen Artikel des großen Hamburger Abendblattes, bei dem das Ressort Lokales schon seit längerem hinter einer Paywall liegt. Und auch der anscheinend letzte Beitrag in eigener Sache auf altona.info ist ausgerechnet nur für zahlende Kunden abrufbar. Betreiber Christoph Zeuch hatte die Bezahlschranke dort im Sommer 2014 heruntergelassen, wie dem in der Mobilversion durchaus gratis abrufbaren Abendblatt-Artikel zu entnehmen ist.

„Zwar habe die Zahl der abgeschlossenen Abonnements die Erwartungen übertroffen. Allerdings wuchs die zahlende Leserschaft nicht schnell genug“, zitiert Zeuch ein nachgeschobener Beitrag des ehemaligen Dschungelcamp-Portals Meedia. Er wolle jetzt einen Investor finden, der seine Seite finanziert. So lange gibt es keine neuen Inhalte auf Altona.info.

Angesichts des Schwungs, ja der Euphorie bei neugegründeten Online-Lokal-Magazinen in den letzten zwei Jahren überrascht ein solcher Dämpfer nicht. Dass es jetzt ausgerechnet Zeuch trifft, der schon etwas länger dabei war und von Anfang an die finanzielle Seite seines journalistischen Projekts im Blick hatte (soweit ich das von außen beurteilen kann), ist schon überraschender.

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