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Crowdsourcing nach dem Original-Bild aus dem Steinbach-Tweet

steinbach
Woher stammt dieses Foto, das ein blondes, hellhäutiges Kind und eine Gruppe indischer Kinder und Jugendlicher zeigt? Versehen mit der Beschriftung „Deutschland 2030 – Woher kommst du denn?“ wurde es von CDU-Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach verbreitet. Die erste war sie allerdings nicht.

Steinbach war weder die Urheberin des eigentlichen Fotos noch die der Angst vor Überfremdung schürenden Kombination aus Foto und Text.

Deshalb habe ich mich auf die Suche nach der Orignal-Quelle des verwendeten Fotos begeben – mit Hilfe der umgekehrten Bildsuche bei Google und Tineye und auf der Suche nach Unterstützung durch Crowdsourcing.
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Wenn „inaktive Nutzer“ mit Eigenwerbung belästigt werden

Screenshot von Süddeutsche.de

Die Funktion heißt „Inactivity layer“, „inactity note“ oder „timedout article“: Lästige Pop-Ups, die den Nutzer, der ein Browserfenster mal kurz allein gelassen hat, darüber informieren, dass die Online-Redaktion nicht ganz untätig sei und eine Menge interessanter Artikel zu bieten habe. Dabei will man doch eigentlich nur genau den Beitrag lesen, den man geöffnet hatte. Auch namhafte Online-Redaktionen pflegen diese Unsitte.

Darüber rege ich mich mal so richtig auf – nebenan bei ZAPP.

Fehlerquellen im schnellen Datenjournalismus

Die 7 Widersacher des tagesaktuellen #ddj

Datenjournalismus und schnell? Das ist nicht nur auf den ersten Blick ein Gegensatz. Daten wollen besorgt (wenn nicht gar erhoben), womöglich erst digitalisiert und bereinigt, auf jeden Fall sorgsam analysiert und vielleicht raffiniert dargestellt werden. In Deutschland beschränkt sich Datenjournalismus deshalb meist auf größere (Leuchtturm-)Projekte, die nicht so unter Zeitdruck stehen. Eine Ausnahme: Christina Elmer und ihre Kollegen bei Spiegel Online, die immer wieder auch in der Aktualität datenjournalistische Herangehensweise ausprobieren. Welche Klippen es dabei zu umschiffen gilt, hat Elmer in einem Vortrag auf der Social Media Week Hamburg erläutert. Weiterlesen…

Der lokale Onlinejournalismus ist kaputt …

… könnte man meinen, angesichts der Nachricht vom vorläufigen (?) Ende des Hamburger Stadtteilmagazin altona.info. Diese erreichte mich nämlich ausgerechnet über einen Link auf einen kostenpflichtigen Artikel des großen Hamburger Abendblattes, bei dem das Ressort Lokales schon seit längerem hinter einer Paywall liegt. Und auch der anscheinend letzte Beitrag in eigener Sache auf altona.info ist ausgerechnet nur für zahlende Kunden abrufbar. Betreiber Christoph Zeuch hatte die Bezahlschranke dort im Sommer 2014 heruntergelassen, wie dem in der Mobilversion durchaus gratis abrufbaren Abendblatt-Artikel zu entnehmen ist.

„Zwar habe die Zahl der abgeschlossenen Abonnements die Erwartungen übertroffen. Allerdings wuchs die zahlende Leserschaft nicht schnell genug“, zitiert Zeuch ein nachgeschobener Beitrag des ehemaligen Dschungelcamp-Portals Meedia. Er wolle jetzt einen Investor finden, der seine Seite finanziert. So lange gibt es keine neuen Inhalte auf Altona.info.

Angesichts des Schwungs, ja der Euphorie bei neugegründeten Online-Lokal-Magazinen in den letzten zwei Jahren überrascht ein solcher Dämpfer nicht. Dass es jetzt ausgerechnet Zeuch trifft, der schon etwas länger dabei war und von Anfang an die finanzielle Seite seines journalistischen Projekts im Blick hatte (soweit ich das von außen beurteilen kann), ist schon überraschender.

Weitere Links

… bei onlinejournalismus.de:

 

Viral dank Bundeswehr

Sehr lange E-Mailadresse

Vor einer Woche habe ich ein Foto getwittert, das inzwischen mehr als 1.000 Retweets und 1.200 Favorites erreicht erreicht. Als Social-Media-Redakteur habe auch schon Medien-Accounts mit großer Reichweite mit Inhalten zu aktuellen Ereignissen bestückt oder über virale Effekte berichtet. Aber das ist das erste Mal, dass ich über ein persönliches Account eine derartige Resonanz erziele. Auch die Halbwertszeit ist erstaunlich – immer noch tröpfeln neue Reaktionen auf den Tweet nach. Für mich also eine neue Perspektive – aus der sich einige Viralitätseffekte geradezu lehrbuchmäßig nachvollziehen lassen. Zu verdanken habe ich das alles der Bundeswehr.
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Chauvi-Favorit auf Welt.de

Die aktuelle Lese-Empfehlung des „Homepage Teams“ von Welt.de: „Sex und viel Geld: Jungfrauen, die ihr erstes Mal versteigern“ …

Screenshot Welt.de

Vorbildlicher Vorreiter: Heute-Nachrichten auf Instagram

"Heute"-Profil auf Instagram (Screenshot [M])

Seit gut einer Woche sind die „Heute“-Nachrichten des ZDF auf Instagram aktiv. Mit Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft startete das „Experiment“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Das Ziel ist klar: „Instagram werde ausschließlich mobil genutzt – und sei somit ein wichtiger Baustein neben der ZDFheute-App, um junge Nutzer zu erreichen, die sich unterwegs informieren möchten.“

Mehrmals täglich postet die Redaktion von heute.de seitdem Videos und Fotos auf Instagram. Sie sind nicht die ersten Nachrichtenredaktion, die das tut (Die BBC und der Guardian zum Beispiel sind, wenig überraschend, schon länger aktiv), aber in Deutschland Vorreiter. Und die ZDF-Leute machen ihren Job ziemlich gut.

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Schock! Das Golden Girl und die goldene Regel

Es ist die goldene Regel des Onlinejournalismus: Wenn die Konkurrenz über irgendwas Spektakuläres berichtet — erst mal abschreiben. Überprüfen kann man das ja später noch. Irgendwann. Vielleicht. Hauptsache, man hat die Geschichte auch.

schreibt Mats Schönauer im Bildblog. Und weil der Satz so schön griffig und einigermaßen plausibel ist, verweisen wir auch gleich ohne Gegenrecherche auf das Beispiel in seinem Artikel. Nur so viel, damit Sie auch klicken: Es geht um Tina Turner, ihren Schlaganfall und den Wörthersee.

„Audio“-Abladestation bei Focus Online

Screenshot Focus Online

Audio-Content und nachweislich der Dachzeile womöglich eine eigene Kategorie „Hörfunk“ bei Focus Online? Ein entsprechender Teaser machte mich neugierig, stehen Audios – wenn man sie mit Textbeiträgen und Videos vergleicht – doch im Allgemeinen ein gehöriges Stück weiter unter auf der Beliebtheitskala der User. Manuskripte von Radio-Beiträgen eigenen sich in manchen Fällen zwar recht gut als Grundlage für einen Online-Artikel, meist aber erst nach eingehender Bearbeitung. Warum sollte Focus Online also hier investieren?

Machen sie natürlich auch nicht. Bei den mit dem Hinweis „(AUDIO)“ in der oft ellenlangen Überschrift gekennzeichneten Inhalten handelt es sich um die Textfassungen von „PR-Material von Kunden der news aktuell GmbH“, ausgeschriebene O-Töne und Hinweise wie „Sprecherin:“ inklusive. Die dpa-Tochter verklappt diese außer über ihr eigenes Presse(mitteilungs)portal eben auch über die Focus-Website.

Die Meldung über die 52.000-Kilometer-Busfahrt findet sich außer im Presseportal beispielsweise auch bei Yahoo.de in der Rubrik „Nachrichten“.

BildPlus: Paid Content = Puff-Beichte

Die FAQ zu den Bezahlangeboten auf Bild.de versprechen:

Welche Vorteile bietet BILDplus?
Mit BILDplus erleben Sie auf BILD.de exklusive Interviews und Reportagen, die besten Fotos, Chats mit Experten, multimediale Infografiken sowie aktuelle Tests und Ratgeber und viele weitere spannende Themen.

Im der Umsetzung lautet ein Homepage-Teaser zum Beispiel aktuell: „Meine 6 skurrilsten Erlebnisse im Puff – ‚Pascha‘-Manager packt aus“.

Wäre Ihnen dieser Listicle ein Test-Abo ab 0,99 Euro wert? Ich rätsele zwar gerne, ob sich dahinter eher ein Ratgeber, eine multimediale Infografik oder ein Expertenchat verbirgt, verzichtete dann aber doch lieber darauf, mein ausgelaufenes Probeabo bei Bild.de zu erneuern.

Aber von der Porno-Industrie lernen, heißt ja angeblich im Internet siegen lernen …

BildPlus-Aritkel über "Meine 6 skurrilsten Erlebnisse im Bordell" (Screenshot)

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