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User-Kommentatoren: Pöbler, Bemühte, Musterschüler

Als Ergänzung zur Storify-Sammlung zur re:publica 2012 aus journalistischer Sicht möchte ich noch auf einen sehr interessanten Vortrag von Sebastian Horn und Max Neufeind von Zeit Online verweisen. Die beiden haben beispielhaft eine ausführliche User-Debatte zu einem Artikel mit rund 1400 Einzelbeiträgen ausgewertet. Im Vordergrund standen zwei Fragestellungen: Wann bekommt ein Kommentar viele Antworten? Lassen sich bestimmte Typen von Nutzern feststellen, die sich an der Kommentierung beteiligen?

Weiteres erklärt Sebastian Horn in einem Interview mit der Drehscheibe. Die Zuhörer auf der re:publica hätten am liebsten noch Antworten auf viele weitere Fragen gehabt, z. B. ob Unterschiede je nach Verwendung von Pseudonymen oder Realnamen festzustellen sind. Da mussten die Vortragen sie jedoch leider enttäuschen.
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Wie kann Pinterest Medien-Websites nutzen?

Pinterest-Logo mit Fragezeichen

Die Foto-Pinnwand-Plattform Pinterest wurde in den letzten Wochen durch die deutschen Netz-Resssorts gereicht. Dadurch angefeuert entwickelte sich das Interesse in Deutschland vom bisher äußerst geringen Niveau nach oben, auch wenn die Userzahlen längst noch nicht an das überraschend große Interesse in den USA herankommen.

Mich persönlich kann die Plattform, deren Funktionen sich auf das Teilen von eigenen und – in erster Linie – im Netz gefundenen Bildern konzentrieren, bisher nicht überzeugen. Sharen funktioniert mit einem Social Netzwork besser, weil ich und meine Freunde dort bereits Mitglied sind. Als Ersatz für Flickr ist Pinterest zum Katalogisieren und Finden von Fotos völlig ungeeignet. Pinterests Stärken: Es ist nicht zu kompliziert und das Design der Foto-Pinnwände sieht in den meisten Fällen ansprechend aus. [Aktualisiert am 03.04.2012]

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Überblick zum zweiten Tag der Datenjournalismus-Konferenz

Nach dem ich gestern via Storify live von der Datenjournalismus-Tagung von Netzwerk Recherche berichtet habe, beschränke ich mich heute auf einen Überblick über das, was andere berichten.

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Live von der Datenjournalismus-Konferenz in Hamburg

An diesem Wochenende findet in Hamburg eine von Netzwerk Recherche organisierte Datenjournalismus-Konferenz statt. Wir begleiten die Konferenz am Samstag live mit einer Storify-Sammlung.

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Mitt Romney goes Eminem

Ein beeindruckendes Video aus dem ansonsten internetmäßig nicht so spannendem US-Wahlkampf:

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Zeit Online: Mit Social Media auf Erfolgskurs

Zeit bei Google Plus (Screenshot [M])

Im Verhältnis zur Zahl seiner Website-Besucher hat Zeit Online besonders viele Twitter-Follower, Facebook-Fans und GooglePlus-Abonnenten. Welche Rolle spielt Social Media für die Redaktion? Darüber und darüber was ausgerechnet Skype damit zu tun hat sprachen wir mit Chefredakteur Wolfgang Blau.

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Guardian wirbt für Projekt “Open Journalism”

Mehr Informationen über die Kampagne bei Werben und Verkaufen, über das Projekt direkt beim Guardian

“Bestialisch hingericht” – “Sexy” – “Guten Start!”

Harte Kontraste? Der oder die Google-Plus-Verantwortliche der Hamburger Morgenpost kennt da heute bei Google Plus nix:

"Guten Morgen Hamburg. Heute beginnt der Prozess gegen Vassilys A. (27), der in der Nacht zum 1. September 2011 in einem Hotel in St. Georg eine amerikanische Studentin bestialisch hingerichtet hat. Außerdem rockt das Elektro-Pop-Duo LMFAO ("Sexy And I know It") heute Abend das Docks. Euch einen guten Start in den Tag!"

P.S.: Auch onlinejournalismus.de informiert via Google+ über neue Beiträge und Linktipps.

Der alte Wolf und die Online-Journalisten

In den letzten Tagen gab es heftige Kritik von netzaffinen Journalisten am “Neuen Handbuch des Journalismus und des Online-Journalismus”, verfasst von Sprachpapst Wolf Schneider und Paul-Josef Raue, dem Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, erschienen bei Rowohlt und in einer derzeit vergriffenen Ausgabe der Bundeszentrale für Politische Bildung.

Statt vieler Worte an dieser Stelle eine kleine Linkschau:

Eitelkeiten scheinen in der gesamten Diskussion in der Tat eine Rolle zu spielen.

* Zu denen sich der Verfasser dieses Blogeintrags zählen kann.

Ohnesorg-Recherche: Glanz im Print, Lücken online

Im gedruckten “Spiegel” findet sich diese Woche eine neue Rekonstruktion des Tods des Berliner Studenten Benno Ohnesorg 1967. Beruhend auf neuen Ermittlungserkenntnissen und eigenen Recherchen, die sich vor allem auf teilweise unveröffentliche Foto-, Film- und Ton-Aufnahmen stützen, kommen die Autoren zu dem Schluss, dass die Berliner Polizei den Täter Kurras, einen Beamten, deutlich stärker gedeckt hat als bisher bekannt und von Notwehr – wie vermutet – überhaupt keine Rede sein kann.

Im “Spiegel” gibt es neben acht Seiten Text eine großformatige Info-Grafik, die anhand der einzelnen Bildindizien den wahrscheinlichen Tathergang aufschlüsselt. Spiegel Online berichtete am Sonntag vorab ausführlich über die neuen Erkenntnisse, was wie nicht anders zu erwarten auf große Interesse stieß (wie z. B. die gesammelten Reaktionen bei Rivva oder Google News zeigen).

Sehr schade allerdings: Die große Geschichte lässt sich derzeit online offensichtlich nur im kostenpflichtigen E-Paper lesen. In der Bilder-Strecke zum Online-Text fehlen die bisher unbekannten Aufnahmen. Zu sehen gibt es die entscheidende Szene nur ganz kurz am Ende dieses im Artikel verlinkten Videos; das zunächst etwas lieblos wenig aufschlussreiches Bilder und bekannte Szenen aneinanderreiht, erst ohne Off-Kommentar, dann von einem O-Ton eines “Spiegel”-Autors erläutert.

Verpasst wurde die Chance, diese Grafik mit Foto, Video- und Audio-Elemente interaktiv für das Netz aufzubereiten, wie es wohl die “New York Times” gemacht hätte. Spannend wäre außerdem ein “Making-Of” der Spiegel-Rechercheure gewesen: Von wem ging der Anstoß für die Recherche aus? Wie bekamen sie Zugriff auf die Ermittlungsergebnisse? Welchen Anteil haben ihre eigenen Rechercheergebnisse?

P.S.: Schön allerdings, dass sich das Video einbetten lässt.

Weitere Links

  • RBB-Abendschau: Der Beitrag über die neuen Erkenntnisse zeigt einen Teil der Foto- und Filmaufnahmen, die neue Hinweise gaben.
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