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New York Times setzt (erneut) auf Bezahlschranke

Arthur Ochs Sulzberger Jr., Herausgeber der The New York Times, kündigt in einem “Brief an unsere Leser” an, dass die Times von heute an wieder hinter einer Bezahlschranke verschwinden wird. Zuerst in Kanada, damit die Times “das Kundenerlebnis feiner abstimmen kann” (“will enable us to fine-tune the customer experience” – auch die NYT ist sich leider längst nicht mehr für dieses Brechreiz hervorrufende PR-Gefasel zu schade), bevor dann am 28. März alle Leser weltweit zur Kasse gebeten bzw. ausgesperrt werden, sobald sie mehr als eine bestimmte Anzahl Artikel gelesen haben. Weiterlesen…

Crossmedia: Website des 9. Jahrgangs der Evangelischen Journalistenschule

Hüte aus Zuckerwatte, ein ehemaliger Boxstar, ein Gentrifizierungs-Multiplikator, Berlins berühmteste Currywurstbude – all das und mehr ist zu bewundern auf der Site Crossmedia.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 9. Jahrgangs der Evangelischen Journalistenschule in Berlin haben in den vergangenen fünf Wochen einiges gelernt und ausprobiert: wie man gute Fotos macht und sie bearbeitet, wie man eine Audio-Slideshow erstellt und Videos dreht. Die Ergebnisse sind jetzt zu sehen, und sie können sich sehen lassen.

Technische Schwierigkeiten gab es genug; da kommt beim Kodieren schon mal ein Seitenverhältnis raus, das so nicht hätte sein sollen, aber die Zeit reicht nicht, es neu zu machen, oder der Ton bei der Slideshow ist nicht richtig gepegelt. Das gehört zum Lernen dazu, und wie immer gilt: Content ist King – was zählt, ist der Inhalt. Davon gibt es genug, und spannend ist er in jedem Fall.

Ich selbst habe in der vergangenen Woche dafür gesorgt, dass die, die noch keinen Eindruck davon hatten, wie man ein CMS installiert, konfiguriert und nutzt, jetzt etwas besser Bescheid wissen (richtig zur Sache geht’s in der dreiwöchigen Online-Lehrredaktion im Spätsommer), und dann mit allen zusammen die Inhalte ins Netz gebracht. Nun kann man sich davon überzeugen, wie’s gelungen ist. Viel Spaß dabei.

Übrigens: Am Donnerstag hat Lorenz Matzat gezeigt, wie Google Fusion Tables funktioniert, so dass es nun auch noch einen kleinen “Datenjournalismus”-Anteil gibt.

Eine offene Bibliographie für die Internet-Enquete – bitte ergänzen!

Die Bibliothek des Deutschen Bundestags hat für die Mitglieder der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft eine 137-seitige Bibliographie zusammengestellt, die iRights.info erstmals veröffentlicht – zusammen mit dem Aufruf, sie zu ergänzen.

5 steps to a successful social media strategy

Wie viele “5 Schritte zu…”-Artikel sieht auch dieser auf den ersten Blick trivial aus, aber zumindest ich finde Amy Sample Wards Text über Strategien für den Einsatz von Social Media sehr gelungen: weil er wirklich sinnvolle Schritte zeigt, mit denen man sich deutlich machen muss, was man erreichen will. Oft hat man den Eindruck, dass gerade die ersten Schritte (Ziele definieren, Ressourcen bewerten) vernachlässigt werden. Und es ist ja nicht so, dass mir das nicht auch selber schon passiert wäre. Umso hilfreicher ist eine Checkliste, an der man sich orientieren kann.

Hut ab: IIJ-Websites zu Social Media in Entwicklungsländern

share-it
Wer sich gefragt hat, was aus den Journalistinnen und Journalisten geworden ist, die ich kürzlich hier vorgestellt habe und mit denen ich auf Tour durch Deutschlands Online-Redaktionen gegangen bin, der kann sich jetzt ein Bild machen:

Share it! | People-Power | Media Ladder

Das sind die Websites, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses “Multimedia- und Online-Journalismus” des Internationalen Instituts für Journalismus von InWEnt aufgebaut haben. Sie sind die Abschlussprojekte eines neunwöchigen Kurses, den ich zusammen mit meinem Kollegen Joachim Vögele konzipiert und geleitet habe.

Neun Wochen, in denen Journalisten aus elf Entwicklungsländern (Bangladesch, Ghana, Indien, Indonesien, Kenia, Pakistan, Philippinen, Simbabwe, Tansania, Uganda, Vietnam) all das gelernt haben, was man für den Online-Journalismus braucht: Schreiben fürs Web (Headlines, Intros, Captions, Subheads, Links etc.), Multimedia-Reporting (Slideshows, Podcasting, Mobile Video etc.), Bildbearbeitung, CMS, Webdesign und Navigation, Internet-Technologie, Datensicherheit, User generated content, Social Media und einiges mehr.

So viel davon wie möglich sollten (konnten, durften) die Kolleginnen und Kollegen dann in einem einwöchigen Projekt umsetzen. Das Thema: What is the impact of social media on developing countries?

Die meisten der TeilnehmerInnen kamen dieses Mal ohne große Vorkenntnisse in den Kurs; die meisten arbeiten (noch) nicht in einer Online-Redaktion. Ich kann nur sagen: Hut ab vor dem, was sie am Ende geleistet haben. Und wenn wir einen Programmierer und einen Designer gehabt hätten, um sie zu unterstützen, hätte das alles noch viel besser ausgesehen.

Good experience, not a lot to show

Mobile reporting can be a frustrating experience. The worst part is lack of connectivity. G3 is just not fast enough to make uploading video files and even audio files a worthwhile experience, and when travelling the signal is to unstable to do anything other than checking email (with a client, no web mail) and Twittering.

Technical difficulties add to the problem: my – very interesting – short Audioboo interview with Thomas H. Kaspar, Executive Editor for Community at Chip, a community with 1.5 million members and outlets in more than 10 European countries and India, vanished from the face of the earth without the option to make a backup before publication. And the Qik videos my colleague Van from Vietnam supposedly live streamed this morning during our visit to jetzt.de never showed up on the website. I have no idea where they went.
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Auf Reisen in Deutschland mit Multimedia- und Online-Journalisten aus 11 Ländern

Ich bin mal wieder zu Gast bei Onlinejournalismus, denn seit heute bin ich mit 15 Journalisten aus 11 Entwicklungsländern unterwegs durch Deutschland. Was genau wir vorhaben, steht unten auf Englisch erklärt. Ich unterrichte derzeit beim Internationalen Institut für Journalismus (IIJ) den Kurs „Multimedia and Online Journalism“, der neun Wochen dauert und auch diese Exkursion mit einschließt. Obwohl ich den Kurs bereits zum dritten Mal unterrichte, ist es meine erste Exkursion, da wir immer zwei Dozenten sind und in der Vergangenheit die Kollegen die Study Tour geleitet haben.

Ich kann nicht verhehlen, dass ich recht stolz auf das Programm bin, das uns zu acht interessanten Online-Redaktionen bringt, wo wir mit den verantwortlichen RedakteurInnen sprechen. Ich denke, dass das eine oder andere auch für meine deutschen Follower interessant sein könnte. Daher habe ich unter Tweetdeck, das ja mehrere Accounts erlaubt, auch einen IIJ-Account eingerichtet und werde das meiste, was ich twittere, auf beide Accounts schicken. Wer sich für mehr Informationen von der Tour interessiert, der sollte Follower von IIJ werden, denn die Tweets, die andere vom IIJ-Account aus schreiben, kommen natürlich nicht über meinen spielkamp-Account.

Bloggen werde ich hier, im IIJ-Blog und bei immateriblog.de. Weiterlesen…

Die taz, Open Access, Web2.0 und Journalismus: Wie peinlich kann es werden?

Man muss aufpassen, nicht als beleidigter Eiferer zu erscheinen, wenn es um die eigenen Texte und Standpunkte geht. Aber was die taz gerade macht, ist so peinlich, dass es kracht. Auf den unsäglichen taz-Artikel von Rudolf Walther hatte ich bereits hingewiesen; und mit mir eine Armada von “Bloggern”, wie die taz sie nennt. Und hier folgt der Perspektivwechsel, denn jetzt geht es nicht mehr um Google Books, Open Access und den Heidelberger Appell. Jetzt geht es um Journalismus im Jahr 2009. Weiterlesen…

Onlinejournalismus-Expertise für den Bundestag

Für Donnerstag (19. Juni) bin ich zu einem nicht-öffentlichen Expertengespräch zum Thema Onlinejournalismus des Unterausschusses Neue Medien des Bundestags eingeladen. Der Unterausschuss hat einen langen Fragenkatalog geschickt, den die Experten im Vorfeld beantworten sollen. Ich war in den letzten Wochen so viel unterwegs, dass ich die Antworten erst jetzt zusammengestellt habe. Wer die Fragen liest, wird feststellen, dass man viele erheblich ausführlicher beantworten müsste. Dazu habe ich zum einen keine Zeit, zum anderen haben sicher auch die Abgeordneten keine Zeit, eine noch ausführlichere Antwort zu lesen.

Was mich nun interessiert, sind Kommentare zu meinen Antworten.

Eine Milliarde SMS- wofür? (Tag 2 der WeMedia-Konferenz in London)

Die Chinesen sind zufrieden mit der Politik ihrer Regierung, die Araber mit ihren Medien. In Indien wird nicht zensiert, und eine Milliarde SMS an die Macher der „Wer wird Millionär“-Show in Indien sind citizen journalism. So könnte man Vormittag des zweiten Tags beim Global Forum zusammenfassen. Falls das für manchen Leser zynisch klingt, so kommt das nicht von ungefähr.
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