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Der große Scrollytelling-Tool-Test

Zum Anlass eines kleinen zehnjährigen Jubiläums habe ich einen großem Scrollreportagen-Tool-Test erstellt: Vor zehn Jahren habe ich den ersten Prototypen einer Scrollreportage in meinem Weblog Rufposten veröffentlicht, zusammen mit einem kurzen Theorietext, warum das vielleicht ein tolles Medium für den Journalismus wäre. Zusammen mit Dirk von Gehlen setzten wir es später bei dem Jugendmagazin jetzt.de ein. Es gab später sogar ein Tutorial für andere Journalisten. Danach habe ich mich aber der Audio-Slideshow zugewendet und es wurde ruhig um die Scrollreportage in Deutschland.

Aber seitdem Scrollytelling 2012 durch Snow Fall populär wurde und es auch in deutschsprachigen Verlagen wieder großartige Scrollreportagen gibt, sind einige neue Tools entstanden, mit denen man Scrollytelling jenseits von Mammutbudgets und 20-Mann-Teams produzieren kann. Es ist also Zeit für einen großen Vergleichstest der Scrollreportagen-Tools!

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Propaganda per Filter und Verstärkung – Die leise Gefahr für Journalismus und Pressefreiheit in Krisenzeiten

Straßenumfrage ade: In den letzten Jahren hat sich die Arbeitsweise von vielen Journalisten radikal geändert: Soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook dienen als Sensor für die Meinung der Bevölkerung, als Gruppenmedium zwischen Kollegen, als Recherchetool und als zusätzlicher Marketingkanal für die eigenen Beiträge. Je stärker ein Journalist in diesen Netzen Informationen aufnimmt und wieder abgibt, desto wichtiger wird die Neutralität dieser Netze, da es sonst zu erheblichen Verzerrungen kommen kann. Nun ist das leider schon länger nicht mehr der Fall: Twitter, Facebook oder Google formen unsere Streams nach unseren Leseinteressen. Der Buchautor Eli Pariser warnte 2012 in “The Filter Bubble” davor, dass wir uns dadurch intellektuell isolieren.

Neutral_density_filter_demonstration.jpg
Größer wäre das Problem nun, wenn die Filter in diesen Netzwerken absichtlich nach politischen Interessen geschaltet wären. Vor kurzem bewies Facebook, dass es die Technologie für eine inhaltliche Filterung der Streams bereits hat: In einem psychologischen Test hatte man bei 100.000 ahnungslosen Nutzern positive oder negative Meldungen herausgefiltert und die Reaktion darauf gemessen. Gemerkt hat anscheinend niemand etwas davon.

Eine politische Filterblase wirkt weiter als Zensur, da sie sich verstärkend in verschiedene Bereiche fortsetzt: Angenommen, regierungskritische Meinungen werden in den persönlichen Streams von Facebook oder Twitter über Algorithmen reduziert, bestätigende Meinungen werden dagegen verstärkt. Für Journalisten würde sich das an drei Stellen auswirken: Unsere Wahrnehmung von Öffentlichkeit wird verzerrt, die Texte, die wir dann schreiben, verstärken diese Sichtweise auch in den ungefilterten Medien. Und schließlich werden die kritischen Journalisten in den Netzen unsichtbarer, was sie möglicherweise auch ökonomisch schwächt. Das perfide an der Methode wäre aber sicherlich, dass bei mäßiger Filterung bzw. Verstärkung niemand etwas von diesem Einfluss merken würde.

“Can we be friends?”

Aus der Sicht einer Regierung ist dieses Vorgehen in einer Krise oder während eines Krieges verlockend. Die innere ethische Perspektive wäre: Warum nicht unauffällig auf die Meinungsbildung im Ausland einwirken, wenn sich dadurch Kriege und Tote vermeiden lassen. Der Twitter-Gründer Biz Stone erzählte bereits 2011 von einem verstärkten Interesse des amerikanischen Außenministeriums an seinem Dienst. Die wollten plötzliche beste Freunde mit ihm sein: “Oh wow, we were trying to get this done with AK-47s and you guys got it done with Tweets. Can we be friends?”

Auch in den letzten Wochen gab es wieder zwei Meldungen, die das Interesse an dieser Form des Einflusses verdeutlichen:

  • Der englische Geheimdienst GCHQ hat ein Tool, um Online-Umfragen gezielt zu ändern und damit in den Prozess der Meinungsbildung einzugreifen
  • Eine russische Firma mit 600 Mitarbeitern hat während der Ukraine-Krise gezielt Diskussionsforen von deutschen Medien mit prorussischen Fake-Beiträgen geflutet

Man kann von Glück reden, dass deutsche Journalisten während der Ukraine-Krise nicht alle bei dem russischen Facebook-Klon vk.com organisiert waren. Erst im Frühjahr war der Gründer des Social-Media-Netzwerks vermutlich aus politischen Gründen aus der Firma geworfen worden und durch putinfreundliche Manager ersetzt worden. Dann hätte Putin zumindest in der Theorie einen leichteren Weg gehabt, um die deutsche Presse zu beeinflussen. Vom chinesischen Weibo gar nicht zu reden, wo politische Zensur und Filterung schon lange üblich ist.

Radio_-_Keep_It_Free.gifUnd die amerikanischen Dienste? Vorerst gibt es ganz klar keine Belege für einen Einfluss der amerikanischen Regierung auf die Filter von Facebook, Twitter und Google. Kritische Journalisten sollten diese mögliche Gefahr jedoch nicht vergessen, wenn sie ihre Werkzeuge für die Zukunft wählen. Je nachdem, wie politisch die eigene Arbeit ist und wie stark man Social-Media als Ideengeber, Recherchetool und Publikationskanal verwendet, wäre ein solcher Filter ein ziemliches Problem für unabhängige Berichterstattung. Eine starke Skepsis gegen die Streamzusammenstellung wäre im Krisenfall sicher angebracht.

100% filterfrei

Zusätzlich sollte man vielleicht doch öfter mal darüber nachdenken, ob es so toll ist, dass wir die Filterung unseres digitalen Lebens zwei bis drei Konzernen anvertraut haben, ohne kontrollieren zu können, wie ihre Algorithmen unser Weltbild und das unserer Leser prägen. Wer wegen der fehlenden Privatsphäre oder der Massenüberwachung ohnehin nach Alternativen sucht, hat nun einen weiteren Grund für den Umstieg: dezentrale Open-Source-Netzwerke sind immer transparent in ihrer Filterung bzw. bilden den Stream in der Grundeinstellung zu 100% ab. Das wäre auch für die journalistische Arbeit besser.

Damit sind wir aber wieder beim alten Diaspora-Problem: Schon bei den letzten Facebook-Kritikwellen gab es dezentrale Netze, die sich aber nicht durchsetzen konnten: Ist auch logisch: Was soll man in einem dünn besiedelten Netzwerk, wenn alle Freunde und Kollegen bei Facebook bleiben? Ich weiß, dass es schwer ist, dagegen ein Argument vorzubringen: Wir hängen nicht an Facebook, sondern an unseren sozialen Kontakten, das ist nur menschlich. Aber ein Argument habe ich: Wer keine Alternativen anbietet, verhindert jede Änderung. Wer Freunden und Kollegen dagegen zusätzlich ein oder zwei alternative Netzwerke anbietet, ermöglicht, dass sich ein besseres System etabliert.

Dezentrale Alternativen gibt es genug: Friendica und Diaspora sind zwar keine Usability-Raketen, aber gut funktionierende Alternativen für Facebook. Für beide gibt es offene Server, auf denen man sich kostenlos anmelden kann (Friendica, Diaspora). Auch für den Twitter-Ersatz Pump.io gibt es offene Server. Ich nutze alle drei Dienste seit über einem Jahr ohne Probleme.

Wer schonmal eine eigene Website per FTP gepflegt hat, kann hingegen in die nächste Wissensstufe vorrücken und mit dieser einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung per SSH einen eigenen Friendica-Server bei dem Hoster Uberspace installieren. Das ist schneller erledigt als eine WordPress-Installation und bietet Platz für mindestens 20 Kollegen. Und eröffnet nebenbei auch die Möglichkeit für eine eigene Cloud. Wer experimentieren will, dem empfehle ich dagegen das neue Red Matrix. Ein Social-Media-Netzwerk, bei dem die eigenen Daten immer nomadisch und verschlüsselt auf verschiedene Server verteilt werden, so dass man nicht von einem Betreiber abhängig ist.

Und auch beim Lesen von Nachrichten kann man sich einfach aus der Filterblase befreien: Im Unterschied zum Konsum von Nachrichten per Facebook-Abonnement sind die guten alten Feedreader 100% filterfrei. Sie sind bereits in den meisten Browsern, Emailprogrammen und auch bei Friendica eingebaut. Und für jedes Handy als App zu bekommen.

Bildrechte: “Neutral density filter demonstration” by Robert Emperley from Strasbourg, Alsace, France – silver falls 21Uploaded by NotFromUtrecht. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons.

Wir basteln uns ein multimediales Scrollformat


Scrollreportagen wie Snow Fall sind aufwändig programmiert und wurden vom Online-Chef der Zeit, Jochen Wegner, deshalb als das Feiertagslayout der Onlinereportage bezeichnet.

Aber das Gute ist: Javascript und HTML5 haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Ein technisch versierter Journalist, der ein wenig Ahnung von HTML und Javascript hat, kann durchaus sein eigenes multimediales Scrollformat basteln.

Um den Einstieg für Experimente zu erleichtern, habe ich ein sehr einfaches Minimal-Template in meinem Weblog veröffentlicht … vom Design ein Montagslayout, aber funktional. Im Quellcode sind alle Details kommentiert. Mit entsprechenden jQuery-Plugins könnte man das Template um Parallax-Scrolling und/oder vollformatige Panels erweitern.

Update: Jetzt auch als Fullpanel-Template mit Fullscreen-Video.

Was wir als Journalisten nach dem NSA-Skandal tun müssen

Enigma

Foto von RubenJ unter CC-Lizenz



Ich bin mir sicher, dass viele Journalisten in Deutschland seit einigen Wochen darüber nachdenken, ob wir uns weiterhin so sorglos wie bisher im Internet bewegen können. Kommunikation ist unser Beruf, deshalb sollten wir eigentlich beim Datenschutz ganz vorne stehen. Folgende Punkte sind für unseren Beruf zentral:
  1. Informantenschutz. Gerade weil wir auf Informanten angewiesen sind, die uns Vertrauen schenken, sollten wir eigentlich wissen, wie wir unsere Informaten schützen können.
  2. Meinungsfreiheit. Selbst wenn gesichert wäre, dass die Überwachung der Geheimdienste für unsere Arbeit keine Konsequenzen hat, beengt das Gefühl, dass ein Dritter mitliest. Wir brauchen einen Raum für kritische Gedanken. Damit es keine Schere im Kopf gibt, ist es wichtig, dass Kommunikation auf Wunsch geheim und geschützt bleibt
  3. Privatsphäre. Als Journalisten können wir uns schnell Feinde machen. Deswegen sollten wir unsere eigene Privatsphäre schützen, um nicht Opfer einer Schmutzkampagne zu werden. Denn das kann im Lokaljournalismus genauso passieren wie im investigativen Journalismus auf internationaler Ebene.
Den staatlichen Schutz dieser Rechte kann man sicher über verbandspolitische Arbeit verbessern, aber wichtiger ist, dass jeder einzelne Journalist selbst dafür sorgt, dass seine Daten nicht in falsche Hände gelangen. Das Problem ist allerdings, dass für sichere Kommunikation mindestens zwei Menschen ihre Gewohnheiten ändern müssen. Die meisten Journalisten wissen, dass es zahlreiche Alternativen zu ungeschützter Email oder problematischen Social-Media-Firmen wie Facebook gibt. Aber wenn man unter seinen Kollegen der einzige mit einer Verschlüsselungssoftware ist, kann das das natürlich frustrierend und sinnlos erscheinen. Ähnliche Situation bei Facebook: Wer will zu Friendica oder Diaspora wechseln, wenn die Freunde oder Arbeitskollegen alle bei Facebook sind.

Weil wir unsere Informanten, Kollegen und Freunde nicht zu einem bestimmten Kommunikationskanal zwingen können, kann die Lösung nur eine sein: Wir müssen von nun an mehrere sichere Alternativen anbieten, auch wenn es zunächst sinnlos erscheint. Und das auch dann, wenn wir unsere momentanen Recherchen nicht für besonders schützenswert halten. Wir müssen Datenschutz in unseren Alltag integrieren, es muss eine Grundtugend der journalistischen Arbeit werden. Anders können wir unsere Unabhängigkeit als vierte Macht im Staat nicht glaubwürdig verteidigen.

Ich wünsche mir die Erfüllung der folgenden Maßnahmen, die jeder Journalist innerhalb von wenigen Stunden umsetzen kann:
  • Zu einem Email-Anbieter seines Vertrauens wechseln
  • Die Verbindung zu diesem Anbieter in Handy und Emailprogramm auf SSL oder StartTSL stellen (für Hilfe dazu diese Begriffe mit Email-Anbieter und Email-Programm goggeln, z.B. “GMX SSL Outlook“)
  • Einen OpenPGP-Key für verschlüsselten Emailverkehr anbieten, z.B. mit dem Paket Gpg4win. Ich habe meinen Key bereits auf meiner Website im Impressum veröffentlicht und verlinke ihn auch in meiner Email-Signatur. Damit kann mir jeder eine verschlüsselte Email schicken. Verschluesselung GnuPG
  • Wissen, wie man eine Datei verschlüsseln kann (diese Option wird meistens mit der Email-Verschlüsselung mitinstalliert). Dokumente mit vertrauensvollen Daten nur verschlüsselt auf der Festplatte lagern, z.B. per Truecrypt in einer Art verschlüsseltem Ordner, der als Festplatte eingebunden wird.
  • Den Schutz der eigenen Privatsphäre erhöhen, zum Beispiel auf Facebook nichts schreiben, was nicht öffentlich ist. Insbesondere für Chat und Nachrichten andere, sichere Dienste verwenden.


Was man zusätzlich machen kann:
  • Wer Social-Media vertraulich nutzen will, sollte seinen Kollegen oder Freunden Alternativen zu Facebook, Skype und Twitter anbieten. Es gibt sehr gute quelloffene Social-Media-Software wie Friendica, den Twitter-Ersatz Identi.ca/Pump.io oder den Skype-Ersatz Jitsi. Friendica lässt sich sogar auf dem eigenen Webspace installieren. Die zusätzlichen Vorteile sind: Kontrolle über die eigenen Daten, Offenheit der Protokolle (daher Austausch mit anderen offenen Diensten), keine Werbung und keine unerwünschten Filtermethoden.
  • Datenträger mit Truecrypt komplett verschlüsseln, um den unberechtigten Zugriff von Behörden zu verhindern
  • Quelloffene Software wie Libre Office, Thunderbird und Firefox verwenden.
  • Quelloffenes Betriebssystem wie Debian verwenden
  • Weitere Empfehlungen auf http://prism-break.org und http://digitalcourage.de in Betracht ziehen, z.B. verschlüsselte Telefongespräche

Zeugnisverweigerungsrecht, Privatsphäre und Datenschutz sind in Deutschland gesetzlich geschützt. Es ist absurd, dass wir in den letzten zehn Jahren diese Rechte im Internet aus Bequemlichkeit und Technikeuphorie abgetreten haben, obwohl andere Wege von Anfang an möglich waren. Jetzt haben wir etwas nachzuholen und das wird für uns alle ein Stück Mühe und Arbeit bedeuten.

Fußball-WM: Zwei junge deutsche Multimedia-Projekte

Die WM scheint traditionell ein Innovationsmotor für den deutschen Multimediajournalismus zu sein: Ich erinnere mich noch, wie ich vor vier Jahren zur Fußball-WM für jetzt.de ein selbstentwickeltes Multimedia-Format ausprobiert habe (Hat leider nie so richtig funktioniert, für die meisten Leser war es zu ungewohnt). Jetzt haben wieder zwei Gruppen von Journalisten zur WM multimediale Experiment gewagt – nicht nur erzählerisch, sondern auch wirtschaftlich.

2470media

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2470media.com ist ein Zusammenschluss von einigen jungen Hannoveraner Foto-Journalisten. Anna Jockisch, Shooresh Fezoni, Michael Hauri und Daniel Nauck stammen alle aus der neuen Talentschmiede für Audio-Slideshows, der Fachhochschule Hannover mit ihrem speziellen Studiengang Fotojournalismus. Die vier haben sich gut vorbereitet, Experten befragt und sowohl Unterstützung durch den Gründercampus Niedersachsen als auch Kapital bei einer Bank beantragt.

Die GmbH erinnert sofort an die amerikanische Produktionsfirma Mediastorm und mein erster Gedanke, als die vier mich vor über einem Jahr in ihre Pläne einweihten war, wie bei Mediastorm: Und mit was wollen die Geld verdienen? Neben dem reglären Verkauf von ihren Produktionen an Verlage (mit vermutlich bescheidenen Honoraren, die ich ungern durch vier teilen wollen würde), sind Auftragsproduktionen etwa für Imagekampagnen von Konzernen sicher nicht unwahrscheinlich und sicher auch ganz lukrativ. Und dann fällt auf der Seite noch der kleine Kachingle-Button auf, ein Unternehmen und eine Idee, das durchaus die Vorstufe zu einem neuen Bezahlmodell für Journalismus sein könnte.

Bei ihrem WM-Projekt Soccer for Life steht dagegen der Charity-Gedanke im Vordergrund. Die hervorragenden Reportagen aus Afrika von Felix Seuffert (der mir bereits mit seiner Übungsreportage an der FH positiv aufgefallen war) werden mit Partnern wie “11 Freunde” und “taz” und einem Spendenaufruf präsentiert. Finanziert wird das Projekt vom Gründercampus und über Honorare von DFB-TV. Jedenfalls ist es eine Freude, diese mit Leidenschaft gemachten Reportagen aus Film und Fotos anzusehen, etwa über einen taxifahrenden Fußballtrainer, der alles macht, damit seine Kunden glücklich sind und seine Jungen Fußball spielen können.

Das Wintermärchen

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Begeisterung für Fußball und für Multimediajournalismus stand auch bei Christian Frey und Kai Schächtele im Vordergrund. Sie berichten in ihrem vor wenigen Tagen gestarteten Projekt wintermaerchen2010.com täglich aus Südafrika. Beide arbeiten als freie Journalisten und haben bereits einige Audio-Slideshows zusammen produziert. Und auch sie setzen auf freiwillige Unterstützung: Bereits 450 Euro kamen über einen einfachen Paypal-Link zusammen, das ist immerhin mehr, als die großen Verlage für einen Multimedia-Beitrag zahlen. Vielleicht ist es irgendwie ein schönes Gefühl für Rezipienten, einen Privat-Korrespondenten dort unten zu haben.

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Was mir auch hier gefällt: Das Geld interessiert die beiden gar nicht so sehr. Sie wollen in erster Linie dabei sein und schöne Geschichten erzählen. Aktuell zum Beispiel über den Ärger der Afrikaner, die in der Nacht auf Montag an den Ticketbuden umsonst gewartet haben.

Egal was aus den Projekten finanziell wird … journalistisch sind sie für mich jetzt schon eine Inspiration.

Die besten Multimedia-Beiträge 2008

Bevor das Jahr zu Ende ist und einige nationale und internationale Glanzstücke des multimedialen Onlinejournalismus endgültig im Archiv verschwinden, wollen wir unsere jeweiligen Favoriten für 2008 herausgreifen:

Fiete Stegers hat sich für das interaktive Flash-Tool Parlameter der ZDF-Mediathek entschieden.

Matthias Eberl hat eine Audio-Slideshow von Bill Cunningham zum Herbst in New York von der New York Times als Favoriten ausgewählt.

Philip Dudek hat per E-Mail einen Link gesendet: ein multimediales Feature der Washington Post über problematische Situation der Schulen in Washington D.C..

Gerne nehmen wir weitere Hinweise entgegen. Onlinejournalismus.de wünscht allen Lesern ein schönes neues Jahr!

Moderne Diashows

Reportagen und Porträts lassen sich im Internet dank Audio-Slideshow besonders emotional und persönlich erzählen. Videos und Bildergalerien waren lange die Favoriten in den Onlineredaktionen. Doch langsam etabliert sich die Audio-Slideshow im journalistischen Alltag – auch wenn sie pro Leser nur einen Klick bringt.
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Videoredakteur gesucht …

… bei der Tomorrow Focus AG.

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Typologie der Audio-Slideshow

Titelbild

Im folgenden Aufsatz werde ich verschiedene Formen der Audio-Slideshow unterscheiden. Dabei werde ich nicht nach verwendeten Formaten gliedern, wie es ewa Fabian Schweyher in seiner Diplomarbeit zur Audio-Slideshow versucht hat. Sondern ich möchte die möglichen Formen der Audio-Slideshow nach ihrer Vermittlungsform kategorisieren. Grundlage sind die verschiedenen Arten des Erzählers, die der französische Literaturwissenschaftler Gérard Genette in seinem Werk “Die Erzählung” unterscheidet. Daraus ergeben sich auch Erkenntnisse für die praktische Umsetzung einer Audio-Slideshow.
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Überblick über die neuen Aufnahmegeräte

Lange Zeit konnte man eher an eine Neuauflage des DAT-Rekorders glauben als daran, dass die großen Firmen der Unterhaltungsindustrie brauchbare, tragbare MP3- und WAV-Recorder herstellen. Dieses Feld wurde lange den kleinen Herstellern von MP3-Sticks überlassen (die niemals vernünftige Qualität erreichten) und natürlich den Profi-Herstellern wie Fostex oder Tascam. Deren Preise waren aber eher für Funkhäuser als für freie Journalisten.
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