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Journalism 2.0, PDF-Download

Unter einer Creative Commons-Lizenz ist das 132-seitige Buch “Journalism 2.0 – How To Survive and Thrive” (PDF-Download, 2 MB) erschienen und scheint sich vor allem an Einsteiger zu wenden.

Beim Überfliegen hatte ich das Gefühl, dass alle möglichen Themen kurz angerissen werden: Was sind RSS-Feeds und wie kann man sie lesen? Wie lassen sich “Tools and Toys” wie der iPod für die journalistische Berichterstattung einsetzen? Wie funktioniert Podcasting und welche Technik braucht man? Und natürlich kommt das Thema Video auch nicht zu kurz.

(Fundstelle: Mindy McAdams)

Video-Starter-Kit für Zeitungs-Redakteure

DV-Kamera mit Laptop für den Videoschnitt

In einigen US-Blogs und Fachpublikationen ist vor kurzem mehrfach diskutiert worden, wie Online-VJs technisch ausgerüstet sein sollten, um ihren Job vernünftig ausüben zu können. Passendes Equipment gibt es in allen Preisklassen. Die Frage ist, was man damit machen will.

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Automatisch generierte Nachrichtensendung

Wenn die Zukunft des Journalismus so aussieht, wird die Luft dünn in den Redaktionen. News at Seven ist eine völlig automatisch zusammengestellte Nachrichtensendung, präsentiert von einem Avatar.

Wie das ganze funktioniert, ist u.a. beim Discovery Channel nachzulesen. Kurz: Ein Computer durchforstet sämtliche Nachrichtenquellen samt Blogs, sucht parallel nach passendem Bewegtbildmaterial und generiert dann einen Text, der passend zu den Bildern vom Avatar vorgetragen wird.

Das Ganze wirkt noch nicht sehr ausgereift, aber wer weiß, wie es in zwei, drei Jahren aussieht.

Fragt sich nur, wer sich von so einer Nachrichtensendung angesprochen fühlt…

(via Chat Atkins in den Blogbar-Kommentaren)

Spiegel Online, Internet-Opfer

Ich weiß nicht, ob es bei Spiegel Online üblich ist, YouTube-Videos direkt in die Artikel einzubetten. Bisher war mir das noch nicht aufgefallen.

Natürlich kann so ein Video die Berichterstattung bereichern, vor allem wenn es nicht nur schmückendes Beiwerk ist, sondern wesentlichen Nutzwert hat und vielleicht sogar den bildlichen Beweis für etwas liefert. Dass die Quelle vorher hinreichend überprüft werden sollte, ist klar.

Aber in diesem Fall? Es geht um eine 18-jährige Schülerin, Stab-Hochspringerin, in ihrer Disziplin und Altersklasse eine der Besten. Irgendwann tauchten Fotos von ihr in einem Weblog auf, das laut SpOn “für seine schlüpfrigen Sportlerinnen-Bilder” bekannt ist. Und jetzt kursieren die Bilder an allen Ecken und Enden im Netz, die vermeintliche Popularität macht der jungen Frau verständlicherweise Angst.

Während die Bildergalerie im SpOn-Artikel offensiv mit den Worten “Sie will lieber wieder anonym sein, will nicht mehr auf der Straße angesprochen werden, sähe es am liebsten, wenn dieses eine Bild von ihr aus dem Internet getilgt würde” angetextet wird, fällt zum eingebetteten YouTube-Video kein Kommentar.

Ich frage mich: Warum ist es eingebunden worden? Und wer ist der Urheber des Videos?

(Auf einen ähnlichen Fall bei Welt Online hatte Fabian Mohr im Dezember 2006 hingewiesen.)

Update (21:05 Uhr): Das Video wurde aus dem Artikel entfernt.

Tagesspiegel, Relaunch

Bei mir ist es häufig der erste Eindruck, der zählt, wenn ich eine Website besuche. Bisher hatte der Tagesspiegel da keine Chance: Die Seite sah im Vergleich zur Konkurrenz langweilig aus. Gelandet bin ich dort nur zufällig über Suchmaschinen.

Der alte Tagesspiegel.

Seit heute Nachmittag ist der neue Tagesspiegel online – und der sieht wirklich gut aus. Auf den ersten Blick erinnert er mich an eine Mischung aus ZEIT und New York Times.

Der alte Tagesspiegel.

Dass sich die Website ein wenig wie Zeitung anfühlt, liegt neben der Farbgebung sicher auch an der Serifenschrift “Georgia”, die fast durchgängig (selbst für die Menüführung) benutzt wird. Und natürlich an den vielen Spalten.

Im Vergleich zur alten Site (den man kaum anstellen kann) ist die Navigationsleiste jetzt nach oben in die Horizontale gewandert – ein Trend, der bei vielen Relaunches der letzten Monate zu beobachten war (außer bei den Machern von Welt Online, die sich bewusst dagegen entschieden haben).

Das Layout ist im Großen und Ganzen zweispaltig, zumindest auf Artikelebene. Hier ist mir persönlich die Hauptextspalte etwas zu breit geraten, durch die langen Zeilen strengt das Lesen auf Dauer schon sehr an. Was auf jeden Fall positiv ist: Die Redaktion will mit ihren Lesern kommunizieren. Die Artikel sind kommentierbar, vorausgesetzt, User überwinden vorher die Registrierungshürde.

Während die rechte Spalte wegen diverser Werbeformen immer gleich groß bleibt, wird die Hauptspalte auf den Centerpages aufgeteilt und macht damit die Teasertexte natürlich wieder viel lesbarer. Klickt man sich in ein beliebiges Ressort (z.B. “Berlin”), öffnet sich in einer mittleren Spalte eine Stichwortsammlung zu aktuellen Themen. Das Ganze funktioniert vermutlich ähnlich wie Tag-Wolken auf diversen anderen Sites, sieht nur eben anders aus.

Multimedia scheint der optischen Gewichtung nach beim Tagesspiegel in Zukunft eine große Rolle zu spielen: Auch hier ist der “Video”-Reiter ganz oben platziert. Außerdem befindet sich auf der Startseite eine große Multimedia-Box mit Teasern zu Videos und Fotostrecken in der Hauptspalte auf der Startseite.

Im Video-Archiv (das in einem POP-Fenster öffnet) befinden sich immerhin schon 20 Produktionen, darunter neben größtenteils redaktionseigenen Stücken auch Episoden des Elektrischen Reporters, die ja auch beim Handelsblatt zu finden sind (wenige Stunden nach dem Relaunch funktionieren die Videos bei mir noch nicht; das wird aber sicher bald behoben sein).

Der neue Tagesspiegel sieht auf jeden Fall gelungen aus und spielt für mich rein optisch in der ersten Liga.

Roanoke Times, multimediale Stellenanzeige

Eine nicht ganz gewöhnliche Stellenausschreibung bei der Roanoke Times, Virginia.

(gefunden beim MultimediaShooter)

sueddeutsche.de, Vanity Fear-Video

Das “Vanity Fear”-Video des neuen Sat.1-Comedy-Formats mit Niels Ruf ist in den letzten Tagen ja auf allen möglichen Videoplattformen gestreut worden.

Unter anderem ist es auch im Kultur-Ressort von sueddeutsche.de gelandet, dort allerdings eingebunden in einen redaktionellen Beitrag, der den User-Kommentaren nach nicht nur mich fragend zurück lässt.

tagesschau.de mit Video-Nachrichtenüberblick

Jetzt gibt es auch bei tagesschau.de einen mehrmals täglich aktualisierten Nachrichtenüberblick als Video direkt auf der Startseite. Die Nachrichtensendung stammt von EinsExtra.

Was mir sofort ins Auge gefallen ist: tagesschau.de verwendet ganz offensichtlich eine angepasste Version des FLV Flash Players von Jeroen Wijering. Dieser Player wird auch von vielen Bloggern eingesetzt.

Das Video selbst ist ca. anderthalb Minuten lang, bringt das Wichtigste also kurz auf den Punkt. Da die Abmessungen des Videos wegen der Randspalte nur 170 x 127 Pixel groß ist, sind einige der Texteinblendungen kaum zu lesen. Dafür gibt es dann die Großansicht, die sich in einem neuen Fenster öffnet.

Gestreamt wird das Video nicht, sondern – ähnlich wie bei Spiegel Online und fast allen anderen, die Videos im Flash-Format anbieten – in einem Rutsch heruntergeladen.

Insgesamt setzt tagesschau.de nun vier verschiedene Player und Verfahren zur Auslieferung von Videos auf seinen Seiten ein: Nach wie vor Real Video und Windows Media mit echtem Streaming (für die Tagesschau-Sendungen), einen Flash-Player mit ebenfalls echtem Streaming (für diverse Specials wie etwa dem Weihnachtskalender 2006) sowie den neuen pseudo-streamenden Flash-Player für den schnellen Nachrichten-Überblick.

Wall Street Journal gibt seine Videos für Blogs frei

Wer die Videos des Wall Street Journal in sein Blog einbinden will, kann das schnell und einfach über die im Player integrierte Funktion “Embed Code” erledigen. Laut Beet.TV ist das WSJ einer der wenigen Nachrichtenanbieter, der seine Videos auf diese Art und Weise auf die Reise schickt.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Werbung, die mit den Videos verbunden ist, wird auf diesem Weg viel breiter gestreut, was die Einnahmen für das WSJ steigen lässt.

Nachteil: Für Werbetreibende ist immer auch der Kontext wichtig, in denen ihre Werbespots erscheinen. Dieser Kontext wird nicht nur durch das Video selbst bestimmt, sondern auch durch die Websites, in die das Video eingebunden wird.

Das WSJ nutzt den Video-Dienstleister Brightcove (mehr dazu im Blog Digitaler Film), der sich von Diensten wie YouTube oder Sevenload (die natürlich auch über eine Embed-Funktion verfügen) vor allem darin unterscheidet, dass er sich hauptsächlich an professionelle Video-Produzenten wendet.

Ob eine Embed-Funktion in absehbarer Zeit wohl eine Rolle für Nachrichtenangebote wie Spiegel Online, Focus Online oder gar die Öffentlich-Rechtlichen spielt?

Und wie sieht es dann mit rechtlichen Fragen aus? Was wenn beispielsweise Musik in einem Clip genutzt wird? Wer zahlt dafür die Lizenzgebühren? Der Urheber des Videos? Oder der Blogger?

In eigener Sache: E-Mails erreichen uns zurzeit nicht

Unser Internet Service Provider hat derzeit ganz offensichtlich erhebliche technische Probleme, die dazu führen, dass E-Mails an onlinejournalismus.de nicht bzw. mit erheblicher Verspätung zugestellt werden. Leider ist auf der Website unseres ISP dazu nichts zu lesen, auch telefonisch konnte ich niemanden erreichen. Lediglich aus den Kommentaren einer Meldung im Heise Newsticker geht hervor, dass das Problem vermutlich noch einige Tage andauern könnte.

Falls Sie uns also geschrieben haben: Bitte etwas Geduld! Wir melden uns, sobald unser ISP die Probleme wieder im Griff hat.

Update (27.1.): Das Problem scheint behoben zu sein.

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