Archivierte Einträge für Ausbildung

Die Sportjournalistin: Stefanie Wahl (Heilbronner Stimme) im Video-Porträt

Sportjournalismus ist immer noch eine Männerdomäne. Gerade mal zehn Prozent der rund 3700 Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) sind Frauen.

Auch deswegen war ich neugierig auf Stefanie Wahl, denn als Chefin des Sportressorts bei der Heilbronner Stimme ist sie eine der wenigen weiblichen Führungspersönlichkeiten im Sportjournalismus.

Für die elfte Folge der Serie ABZV Videoreporter habe ich sie einige Tage bei ihrer Arbeit begleitet, u.a. zu einem Fußball-Bundesligaspiel (VfB Stuttgart vs. Eintracht Braunschweig). In dem rund 13 Minuten langen Porträt geht es um viele Aspekte ihrer Arbeit, vor allem individuelle Arbeitsweisen, Durchsetzungsvermögen, Familienfreundlichkeit und welche Fähigkeiten man mitbringen sollte, um in diesem Job zu bestehen.

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Weitere Links zum Thema:
… bei onlinejournalismus.de

… im übrigen Internet

Stör/Element will Politik auf YouTube erklären

 

Politische Bildung? Klingt für die Jugend von heute öde. Zumindest, wenn es um die politische Bildung klassischer Medien geht. Die erreichen viele Jugendliche und junge Erwachsene gar nicht mehr. Wenn die Leute nicht mehr zu den politischen Bildungsangeboten kommen, dann wollen die politischen Bildungsangebote dahin gehen, wo die Leute sind: zu YouTube. Genauer gesagt: Stör/Element will das. Einen YouTube-Channel, auf dem Politik erklärt wird.

Einmal pro Woche soll es ein sechs bis acht Minuten langes Video geben, in dem  “komplexe politische Zusammenhänge in einem Video plastisch, kompetent, aber auch provokativ aufbereitet werden”, wie es im Konzept heißt.

Die Videos sollen sich aus zwei bis drei Beiträgen durch Community-Redakteure zusammensetzen, eingerahmt durch eine Moderation. Die Beiträge wiederum können bestehen aus Straßenumfragen, Interviews, Animationen. Bei Politiker-Interviews will die Redaktion einen frecheren Stil etablieren:

“Floskeln von Politikernkommen bei uns nicht durch. Wir lassen uns nicht abwimmeln, bevor wir keine klare Antwort bekommen haben”, heißt es im Pitch-Video.

Erstes Thema soll das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU sein. “Knackpunkt dabei wird sein, inwieweit Verhandlungen hinter verschlossenen Türen Auswirkungen auf meine konkrete Lebenswelt haben, von Jobs bis eher problematischen Angleichungen von bsp. Lebensmittelstandards”, sagt Produktionsleiter Arne Fleckenstein. Neben ihm zählen noch Producer & Channel Manager Axel Kersten und Redaktionsleiter & Moderator Julian Frederik Nelting zum engen Stör/Element-Team. Alle drei sind Ende 20 und im Raum Köln zuhause. Die Beiträge sollen aber maßgeblich aus der Community kommen, gefragt sind etwa Politik-Studenten, Journalistenschüler oder Leute mit Erfahrung aus dem Uni-Radio. Die Community soll auf einer Facebook-Seite Themen vorschlagen können, zudem sollen die Recherchen in einem Blog transparent gemacht werden.

Auf Starnext haben die drei Kölner 2774 Euro eingeworben, davon sollen nun die ersten fünf Folgen produziert werden.

Und warum heißt der Kanal Stör/Element? “Der Kanal will junge Leute befähigen, sich einzumischen und die politischen Prozesse zu stören”, sagt Arne. “Mit einem Darf ich stören?”, werden die Redakteure folgerichtig Ihren Straßenumfragen einleiten.

Stör/Element hat sich da eine große Aufgabe vorgenommen, aber es gibt auch Beispiele wie CPG Grey oder Tilo Jungs “Jung&Naiv”, die zeigen, dass man komplexe Politik auch unterhaltsam erklären kann.

Mal das Tempo rausnehmen und Horst Schilling zuhören…

Ein Journalistenporträt auf Onlinejournalismus.de, bei welchem der Netzjournalismus keine Rolle spielt? Ja, das ist in diesem Fall tatsächlich so.

Wir zeigen dieses Video über Horst Schilling, weil wir glauben, dass auch ein Journalist aus der Vor-Internet-Generation uns – und vor allem „den Jüngeren“ – wichtige und letztlich motivierende Botschaften zu vermitteln hat. Ohne eine ethische Grundhaltung, ohne Mut lässt sich nämlich der Medienwandel nicht fundiert gestalten.

Horst Schilling ist 82 Jahre alt und hat sich fast sein gesamtes Berufsleben lang (und auch danach) für die Ausbildung von jungen Journalisten stark gemacht – nicht nur bei der Rhein-Zeitung, wo er später auch als Chefredakteur tätig war.

Das Porträt ist der sechste Teil der Serie ABZV Videoreporter, in der ich hauptsächlich der Frage nachgehe, wie Journalisten heute arbeiten, was sie antreibt und wo ihre Grenzen liegen.

Wie alle anderen Teile des ABZV Videoreporter wurde auch dieses Video unter Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE) veröffentlicht, das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Topfvollgold oder komm mit ins Regenbogenland …

Mats Schönauer (links) und Moritz Tschermak

Mats Schönauer (links) und Moritz Tschermak. Foto: Privat (der Fotograf möchte nicht genannt werden)

… der Eintritt kostet den Verstand. Seit April betreiben die Dortmunder Journalistikstudenten Mats Schönauer und Moritz Tschermak das Watchblog Topfvollgold. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit berichten sie dort über die deutsche Regenbogenpresse. Den Verstand haben sie dabei noch nicht verloren, ganz im Gegenteil: mit Witz und Sachverstand geben sie prägnante Einblicke in ein bislang noch wenig erkundetes Mediensegment und freilich spielt auch das Thema Online hierbei eine Rolle. Wir haben ein E-Mail-Interview mit Mats und Moritz geführt. Weiterlesen…

Online-Frühling: Generationswechsel oder digitale Spaltung in den Redaktionen?

Diskussinosrunde auf der Republica 2013

Moderator mit Jochen Wegner, Katharina Borchert und Stefan Plöchinger (links)

Wie sieht es aus mit der Experimentierfreude bei Formaten und Finanzierungsmodellen? Darüber diskutierten auf der re:publica 2013 drei Vordenker des deutschen Onlinejournalismus, die in vielen einer Meinung waren. Allerdings nicht ganz bei der Frage, ob mit einer neuen Journalisten-Generation (den richtigen Digital Natives) alte Wände zwischen Print- und Online-Redaktionen von selbst wegfallen – oder ob die digitale Spaltung zwischen Papierfesthaltern und digital Denken (unabhängig vom Alter der Journalisten) noch eine Weile bestehen bleibt. Eine Dokumentation der Diskussion.

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Umfrage zum “Laienjournalismus in Deutschland”

Daniel Altmann, Student an der Hochschule Darmstadt im Studiengang Informationswissenschaft, bat uns folgende Anfrage zu veröffentlichen.

Die Umfrage “Laienjournalismus in Deutschland” soll in 12 kurzen Fragen einen Überblick über die Denk- und Arbeitsweise von Laienjournalisten bieten. Sie ist Bestandteil der Bachelorarbeit “Medienkrise in Deutschland – Chancen und Gefahren des Laienjournalismus” an der Hochschule Darmstadt. Durch die Beantwortung der Fragen sollen Thesen und Analysen in dieser Arbeit unterstützt werden. Zur Teilnahme ist keine Anmeldung notwendig. Bei der Umfrage selbst bleiben Sie anoynm. Am Ende der Befragung haben Sie die Möglichkeit einen Gutschein von verschiedenen Anbietern anzunehmen.

Hier der Link zur Umfrage. Über das Ergebnis dieser Arbeit werden wir gerne berichten.

Wie NOZ-Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke auf den digitalen Wandel reagiert

In seiner Rolle als Chefredakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) will Ralf Geisenhanslüke sein Blatt “als erster und bester” der Branche in Deutschland fit machen für das digitale Zeitalter – eine Aufgabe, die so ziemlich jeder Tageszeitung in den vergangenen Jahren Sorgen bereitet hat.

Für den ABZV Videoreporter habe ich Geisenhanslüke im Februar getroffen und einen Tag lang bei seiner Arbeit begleitet.

Im Interview äußert er sich u.a. dazu, wie lange der Umbruch dauern wird und was er für seine Kollegen bedeutet, wie er seine eigene Rolle als Chefredakteur dabei interpretiert und wo die gesamte Branche in etwa zehn Jahren stehen könnte.

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Tschüs, Berlinfolgen. Und danke!

Folge 15 war mein erster Kontakt mit den Berlinfolgen, und ich war von der ersten bis zur letzten Sekunde gefesselt. Ein wirklich berührendes Porträt über Gero, einen Obdachlosen aus Berlin.

“Fotofilm” nennen die Macher von 2470media das Format, im Grunde genommen ein alter Hut: Eine dramaturgisch durchdacht montierte Interviewspur samt Atmo-Tönen, kombiniert mit oft beeindruckenden Reportage-Fotos und immer wieder kurz eingespielten Video-Elementen. Die Idee kann noch so alt sein, das spielt gar keine Rolle. Die Umsetzung ist einfach gelungen.

Insgesamt 100 Folgen haben die Macher in Zusammenarbeit mit der taz produziert, jetzt ist Schluss.

Für den ABZV Videoreporter habe ich das 2470media-Team eine Weile bei ihrer Arbeit an den letzten Berlinfolgen begleitet. Herausgekommen ist dabei dieses etwa 11 Minuten lange Porträt, das für alle interessant sein dürfte, die sich für die Machart solcher Fotofilme interessieren. In dem Video geht es um gute Reportagefotos, den dramaturgischen Aufbau von Fotofilmen und zahlreiche Erfahrungen aus der praktischen Arbeit.

Wie spendabel sind Zeitungsleser im Lokalen?

Zum Stichwort Crowdfunding im Journalismus ist auch in Deutschland seit dem Start von Krautreporter vor wenigen Wochen einiges geschrieben worden, das erste Projekt ist finanziert. Die journalistischen Pläne, für die dort oder auf anderen Crowdsourcing-Plattformen Unterstützer gesucht werden, kommen von freien Journalisten oder Teams.

Wenn sich ein mutmaßlich nicht völlig notleidender Zeitungsverlag auf Unterstützersuche begibt, kommt das erst mal unerwartet – aber andererseits ist das ja genau das, was wir immer einfordern: Nach neuen Geschäftsmodellen suchen und einfach mal ausprobieren. Das tut jetzt der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag: Unter dem Titel “Wie glaubt der Norden?” würde er gerne zwei Volontäre auf eine Reportagereise durch Norddeutschland schicken und das Ergebnis als einer Zeitungsbeilage drucken.

Angestrebt werden mindestens 2500 Euro. Für die Mindestspende von 5 € gibt’s das Magazin per Post. Wer 500 Euro spendet, bekommt neben einer persönlichen Widmung plus Namensnennung im Heft, ein Magazin-Abo, eine Einladung in die SHZ-Druckerei und die persönliche Überreichung von 50 Exemplaren an einem Ort nach Wahl.

Weitere Links
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… im sonstigen Internet

Erfahrungen aus Schreibkursen für Print- und Online-Debütanten

In den vergangenen Jahren habe ich einige Lehraufträge gegeben und Weiterbildungsseminare gehalten, in denen Schreibwerkstätten im Vordergrund standen. Am Anfang der Angebote stand immer eine fachjournalistische Einführung, etwa in die Themengebiete Wissenschaftsjournalismus oder Klimawandel. Doch dann ging es mit den Teilnehmern, die aus der Wissenschaft kamen und Journalisten werden wollten oder sich als Studierende zum ersten Mal dem Schreiben näherten, um handfeste Themen einer Schreibwerkstatt: Stilistik, Textanalysen, Sprachdiskussionen, Einstiege und Ausstiege, Unwörter, Wissenschafts- und Behördensprache.

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