Archivierte Einträge für Beispielhaft

Video Journalism Award von DW-TV

Das deutsche Auslandsfernsehen DW-TV ruft alle Videojournalisten auf, ihre Filme für den 3rd International Video Journalism Award in Berlin einzureichen. Vom 27. bis 29. Oktober 2006 werden die besten Arbeiten im Berliner Kino „Babylon“ gezeigt und prämiert. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 01.09.2006. Das Anmeldeformular und die Wettbewerbsbedingungen gibt es unter www.videoreporter.org. (via Newsletter des Bayerischen Journalisten-Verbands)

jetzt.de, Multimedia-Experimente

Matthias Eberl experimentiert in seinem Blog ja schon seit einiger Zeit mit ganz ungewöhnlichen multimedialen Darstellungsformen. Schön zu sehen, dass es auch Redaktionen gibt, die sich darauf einlassen.

Für jetzt.de hat Matthias eine Multimedia-Reportage mit dem Titel Warum sah Henriette den Elfmeter nicht? entwickelt. Seine ungewöhnliche Technik beschreibt Matthias so:

Seit über zwei Jahren verfolge ich hartnäckig die Idee, ein neues Multimediaformat zu entwickeln, das die erzählerische Stärke des Wortes mit der sinnlichen Erfahrung von Bild und Ton kombiniert, ohne den Leser dabei auf eine Rezeptionsgeschwindigkeit festzulegen, wie es Film und Radioreportage tun.

Der User scrollt dabei die entsprechenden Elemente (sei es Text oder Bild) in eine markierte Fläche. Sobald sie sich darin befinden, läuft zum Beispiel im Hintergrund ein O-Ton ab, der das Gesehene bzw. Gelesene akustisch unterstützt.

Wäre schön, wenn solche Formen öfter zu sehen wären – denn es macht Spaß, auf diese Weise selbst das vom Reporter Erlebte zu erfahren. Auch wenn der Programmieraufwand dahinter offenbar größer ist.

Anmerkungen dazu sind in Matthias Blog sehr willkommen.

“So sehen Sieger aus”

Schöner Hinweis auf schönen Ticker beim Bildschirmtext der taz:

9.31 Uhr: Die halbe Redaktion rennt nochmal aufs Klo. Das dürfen die Klinsmänner jetzt nicht. Die haben ganz andere Sorgen. Klinsmann und Löw reden mit den Jungs. Kahn klopft Lehmann auf die Schulter. Nochmal: Kahn klopft Lehmann auf die Schulter! Köpke kniet bei Lehmann.

Die Redaktion ist sueddeutsche.de. Klingt besser als manche andere Ticker-Versuche, die amüsant sein sollten.

Google in a box

Ein schönes Beispiel für eine Zweitverwertung. Oder sollte ich sagen: Neuverwertung? Das Multimedia-Dossier “Google – die Macht einer Suchmaschine” basiert auf einem Zapp-Spezial, das vor einigen Tagen im NDR lief und nun bei tagesschau.de in eine Media-Mix-Slideshow gepackt wurde; nach dem selben Prinzip, wie die Event-Box von sportschau.de. Ein durch und durch alltagstaugliches Format für die Redaktion, sicherlich nicht in einer Stunde produziert, aber dennoch die Möglichkeit, “mal schnell” mit Videos zu arbeiten und nicht mehr länger nur zu experimentieren (den Video-Giganten im Hintergrund immer vorausgesetzt). Mehr davon!

Übrigens: Die besten Voraussetzungen, den Unterschied zu spüren, den Schritt nach vorn, den diese Art der journalistischen Umsetzung ausmacht, haben wohl die, die sich zuvor haben berieseln lassen, vom Filmbeitrag im Dritten, in voller Länge, spätabends, müde…

FIFA World Cup 2006 / Multimedia

Was tun, wenn man den Sieg der eigenen Mannschaft in Bild und Ton nacherzählen möchte, aber keine Rechte an den Bewegtbildern hat? Die Website der spanischen Tageszeitung Elpais.es baut z.B. aufwändige Infografiken, um die entscheidenden Spielzüge zu visualisieren. Das ganze – höchstemotional – unterlegt mit der Stimme eines enthusiastischen Reporters.

Ein paar Highlights der multimedialen WM-Berichterstattung sind bei Interactive Narratives verlinkt.

Peter Turi meint: Bildblog zu 90 Prozent Schrott

In der Gesprächsreihe Blogtalk bringt der Medienjournalist Peter Turi seine Abneigung gegenüber dem Bildblog auf den Punkt:

“90 Prozent des Inhalts beim Bildblog sind Schrott. Und: Ein Blog ohne Kommentarfunktion ist wie ein Hahn ohne Libido.”

Vorher schildert er freilich, dass er mit dem Bildblogger Stefan Niggemeier ein persönliches Problem hat:

“Vielleicht liegt’s an der Person. (…) So circa 2001/2002 hat Nigge einen sehr, sehr bösen und hämischen Artikel über die Krise beim kressreport geschrieben, der in dem Satz gipfelte. “Der kressreport ist tot.” Das war und ist gelogen und hat den Kollegen, die ums Überleben kämpften, sehr, sehr, sehr geschadet. Es wäre um ein Haar eine Self-Fullfilling-Prophecy geworden. Deshalb möchte ich von Stefan, der meines Erachtens an in dramatischen Situation jedes Verantwortungsgefühl hat vermissen lassen, nicht über Ethik im Journalismus belehrt werden.”

Das Ganze ist für einen Medienjournalisten ziemlich unprofessionell. Selbstverständlich sollen und müssen das Bildblog und seine Macher auch kritisiert werden, aber nicht auf so eine dämliche und primitive Art und Weise.

Nachtrag 24.06.2006

Jürgen Habermas lobte das Bildblog kürzlich bei einer Tagung in Dresden:

Laut Habermas kann die Online-Kommunikation nur dann einen relevanten Beitrag zum politischen Diskurs leisten, wenn sie sich mit der Berichterstattung der etablierten Medien auseinander setzt. Ein positives Beispiel hierfür sei die Webseite von bildblog.de. Die Bildblog-Redakteure haben der Online-Ausgabe des Massenblatts neulich eine Honorarforderung in Höhe von 2088 Euro für ihre ungebetenen Korrekturarbeiten zukommen lassen. Über diesen Gag kann sich der Theoretiker des kommunikativen Handelns köstlich amüsieren.

Nachzulesen im “Tagesspiegel” vom 23.06.2006

BBC lässt sich in die Karten schauen

Was sonst höchstens Redakteure wissen: Bei der BBC kann man sich auf einer Weltkarte anzeigen lassen, welche Artikel die populärsten sind – auch nach Weltregionen getrennt. Weiter hereinzoomen wie beim Nachrichten-Weltatlas von tagesschau.de geht nicht. Ein nettes Spielzeug – und ein Generator für zusätzlichen Traffic?

(via Basicthinking)

Grimme Online Award 2006 – Auszeichnungen

Ausnahmsweise mal keine Preise für die Online-Angebote von ARD und ZDF. Stattdessen äußerte die Jury den Wunsch an die Öffentlich-Rechtlichen, künftig “mehr der interaktiven und hohen kommunikativen Potenziale im Netz” zu nutzen.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr sieben Websites von unabhängigen, nicht-institutionellen Anbietern, die nach Meinung der Jury “auf beeindruckende Weise neue Formen der Informationsvermittlung prägen, einen zeitgemäßen, zukunftsweisenden Beitrag zur Vermittlung relevanter Wissensinhalte liefern oder hochwertige kreative Formen der Unterhaltung entwickeln”:

Herzlichen Glückwunsch!

Journalistenpreis Heureka 2006

Journalistenpreise für Onliner sind immer noch recht selten. Manchmal liegt es aber auch an den Journalisten selbst: Beim Journalistenpreis Heureka, den das Pharma-Unternehmen Sanofi-Aventis vergibt, soll es laut einem Jury-Mitglied an Bewerbern aus dem Online-Bereich mangeln. Vielleicht werde der Preis in dieser Sparte daher bald nicht mehr ausgelobt. Weiterlesen…

Europäischer Zeitungskongress

Deutschlandradio über den Europäischen Zeitungskongress, über Online-Experimente und Strategien, die Krise zu meistern.

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