Archivierte Einträge für Beispielhaft

Audio-Einsatz: Teenager-Tagebücher reloaded

Viel zu selten im Onlinejournalismus eingesetzt, in diesem Fall ein Muss und auch besser als Video: Im Artikel “Liebes Tagebuch, ich bin verliebt. Endgültig!” bei Spiegel Online lesen Studentinnen und Studenten aus ihren einst geheimgehaltenen Pubertätstagebüchern vor und blicken so auf die eigene Jugend zurück.

Etliche der amüsanten wenngleich etwas ungelenkt vorgelesenen Zitate sind als Audio-O-Töne eingebunden: an promimenter Stelle, auch gleich im Teaser beworben (“Mit Hörproben”) und deutlich mehr als die Text-Zitate.

Wolfgang Blau ist Chefredakteur des Jahres

Das Medium Magazin hat Wolfgang Blau von ZEIT ONLINE zum Chefredakteur des Jahres gewählt. Fernsehjournalist und Blogger Richard Gutjahr wurde zum Newcomer des Jahres gekürt. Lobend erwähnt wurde auch das digitale Engagement des Rhein-Zeitung-Chefredakteurs Christian Lindner.

Außerhalb der Web-Sphäre erfreulich: Die Rechercheurinnen Andrea Röpke (frei) und Christine Kröger (Weser-Kurier) wurden in anderen Kategorie ausgezeichnet, ebenso wie Arnd Zeigler (Sportjournalismus).

Gäbe es diese Kategorie, dann hieße es in diesem Jahr “Online” sei der “Journalismus des Jahres”.

stellt angesichts Preisträger 2011 Christian Jakubetz gleich erfreut fest.

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Preisverdächtige Webreportagen

Am 5. Dezember verleiht das Reporter-Forum wieder den Deutschen Reporterpreis. Nominiert ist in der Kategorie Webreportage u. a. eine grandiose halbstündige Dokumentation über Fußball-Fans in Argentinien, gedreht von Studenten mit Spiegelreflexkamera.

Los Cerveceros de Quilmes – Die Bierbrauer aus Quilmes von FirleFranz.

Besonders webspezifisch ist sie allerdings nicht, sieht man mal vom Einsatz von Standbildern wie in Audio-Slideshows ab. Sie hätte auch in einem – guten – Fernsehprogramm laufen könne. Das ist für die Nominierten symptomatisch.

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Mach deinen eigenen Scoop!

Transparent "Scoopcamp 2011" (Foto: Fiete Stegers)

  Bei der Konferenz Scoopcampin Hamburg ging es zum dritten Mal ums “New Storytelling”. Unter der Devise: “Einfach machen”. Weiterlesen…

Wikis im Journalismus: Redaktionsorganisation neu gedacht

Mann und Frau mit Schreibmaschinen

Auch zehn Jahre nach Gründung der Wikipedia stehen viele Journalisten dem Begriff “Wiki” noch ratlos gegenüber: Wikipedia, WikiLeaks, GuttenPlag Wiki? Viel wird geschrieben, und manchmal erschreckend wenig gewusst. Zum Beispiel: dass sich Wikis auch in der Redaktionsorganisation nutzen lassen. Unser Gastautor Florian Siebeck hat sich in seiner Diplomarbeit praxisnah mit dem Thema beschäftigt.

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Schnell mal was eingebaut …

Heddesheimblog / Google-Verkehrsinfos [M]

So geht’s Business: Heute morgen meldete Meedia: “Google startet kostenlose Stauschau”. Heute Nachmittag schrieb Hardy Prothmann via Twitter (@heddesheimblog):

“Experiment: Haben gerade die Verkehrsinfo von Google in die Website eingebaut http://bit.ly/o4o9j

Nix Spektakuläres, aber doch ein schönes Beispiel, wie flexibel und schnell kleine Lokalblogs auf neue, nutzwertige Angebote von Google & Co. reagieren können. Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis Lokalzeitungen ihre Leser vermehrt auf solche praktische Angebote verweisen und sie in ihre Seiten einbauen. Da gibt es bei den einen technische Hürden (CMS & Co., das Layout), bei den anderen vielleicht verlagspolitische Gründe (unsere Leser freiwillig zum Dämon Google schicken – geht gar nicht) und bei manchen ist die Mär, dass man die Leser um Gotteswillen nur in Ausnahmefällen ins Netz schicken soll – und schon gar nicht von der Startseite aus –, weiterhin eine onlinejournalistische Kardinaltugend.

Häufig scheitert die Installation aber auch schlichtweg an langwierigen internen Entscheidungsprozessen. Positive Ausnahmen, etwa beim Einsatz von Google Maps, bestätigen die Regel. Die Leser des Heddesheim-Teils auf der Website des “Mannheimer Morgens” werden wohl in naher Zukunft kaum mit solchen praktischen Zugaben – sofern es sich nicht etwa mit Werbekooperationen verknüpfen lässt – rechnen können.

Kleine Anbieter können mit solcher Netzkompetenz bei den Lesern punkten und sie vielleicht zum Stammkunden machen. Und viele treue Besucher haben sie auch dringend nötig: “Im Schnitt verdiene er um die 1.500 Euro pro Monat”, heißt es etwa in im “taz”-Bericht “Ein Mann, ein Blog” vom Wochenende über Prothmanns mittlerweile auf fünf Lokalblogs angewachsenes Netzwerk. So flexibel in vielfacher Hinsicht und so unabhängig diese Angebote auch agieren können und damit letztlich auch einen positiven Beitrag für die Weiterentwicklung des Journalismus leisten, so fragil ist leider bis dato deren wirtschaftliche Basis.

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Webvideopreis @ onlinejournalismus.de

Einige Zeit nachdem Roman Mischel hier bei onlinejournalismus.de auf die Ausschreibung für den ersten deutschen Webvideopreis hingewiesen hatte, habe ich mit mich ihm darüber unterhalten, ob die Veranstaltung eventuell das Problem haben könnte, dass in dieser relativ kleinen Welt Juroren und Nominierte zu eng miteinander verbandelt sind bzw. die Preise ausschließlich an solche Protagonisten gehen könnten, die Szene-Stars am nächsten kommen. Ein grundsätzliches Problem kann und konnte ich aber nicht erkennen: Schließlich ist es nicht unterwartet, wenn bei der ersten Verleihung eines solchen Preis zunächst einmal unter den Gewinnner eben jene sind, die nicht ohne Grund bereits bekannt sind. Und in der Jury sind ja Namen vertreten, die für Qualität bürgen.

Inzwischen stehen die Preisträger fest. Roman Mischel, der sich nicht nur hier seit Jahren mit dem Thema Webvideo auseinandersetzt, hat selbst in der Kategorie Dokumentation für seine Film Freddy den Publikumspreis gewonnen (herzlichen Glückwunsch!). Unter den Ausgezeichneten sind noch weitere bekannte, über die wir hier bereits berichtet haben – aber ebenso mir bisher unbekannte Perlen. Und die unglaubliche Menge an Einreichungen zeigt, dass sich bei einer Neuauflage des Preises das Bild schnell ändern könnte.

Ältere Beiträge über die Preisträger

Andere über den Webvideopreis

Guttenberg: Gelungene SPON-Visualisierung der Vorwürfe

 

Die Visualisierung auf Spiegel online.

Wie vergleicht man eigentlich ein Plagiat, dass es die Leser einer Zeitung oder eines Online-Magazins gut verstehen? Richtig: Man legt die Texte übereinander. Spiegel online ist auf die Idee gekommen und zeigt, wie man mit den Möglichkeiten des Netzes gut arbeiten kann.

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Mapping a Revolution

Screenshot New York Times

Die New York Times hatte bereits in den ersten Tagen des Protests gegen Ägyptens Präsident Mubaraks Visualisierungen dazu erstellt. Zunächst eine Überblickskarte mit den Schauplätze in Ägypten und der Kairoer Innenstadt (28. Januar), dann eine bei onlinejournalismus.de bereits besprochene, Satellitenfoto-Übersicht von Kairo. Diese wurde nachträglich um eine Auswahlmöglichkeit nach Tagen ergänzt (“Mapping the Protests, day by day”), die aber meiner Meinung nach für den User nicht ganz so deutlich war.

Nach dem Sturz Mubaraks hat man nachgelegt und – wohl auf dieser Basis – eine mit einem Zeitstrahl kombinierte Visualisierung der komplexen Ereignisse erarbeitet. Je nach ausgewählten Tag wechselt die Kartenperspektive. Unterhalb der Karte werden dazu ergänzend passende Inhalte von nytimes.com angeboten – also kein abgeschlossenes Flash-Ghetto.

Die BBC bietet ein interaktives Foto des Tahrir-Platzes, das erläutert, was sich auf dem Zeltplatz der Demonstranten wo befand – vom der provisorischen Apotheke über den Kindergarten bis zum Flaggenshop.

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… im übrigen Internet:

Crossmedia: Website des 9. Jahrgangs der Evangelischen Journalistenschule

Hüte aus Zuckerwatte, ein ehemaliger Boxstar, ein Gentrifizierungs-Multiplikator, Berlins berühmteste Currywurstbude – all das und mehr ist zu bewundern auf der Site Crossmedia.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 9. Jahrgangs der Evangelischen Journalistenschule in Berlin haben in den vergangenen fünf Wochen einiges gelernt und ausprobiert: wie man gute Fotos macht und sie bearbeitet, wie man eine Audio-Slideshow erstellt und Videos dreht. Die Ergebnisse sind jetzt zu sehen, und sie können sich sehen lassen.

Technische Schwierigkeiten gab es genug; da kommt beim Kodieren schon mal ein Seitenverhältnis raus, das so nicht hätte sein sollen, aber die Zeit reicht nicht, es neu zu machen, oder der Ton bei der Slideshow ist nicht richtig gepegelt. Das gehört zum Lernen dazu, und wie immer gilt: Content ist King – was zählt, ist der Inhalt. Davon gibt es genug, und spannend ist er in jedem Fall.

Ich selbst habe in der vergangenen Woche dafür gesorgt, dass die, die noch keinen Eindruck davon hatten, wie man ein CMS installiert, konfiguriert und nutzt, jetzt etwas besser Bescheid wissen (richtig zur Sache geht’s in der dreiwöchigen Online-Lehrredaktion im Spätsommer), und dann mit allen zusammen die Inhalte ins Netz gebracht. Nun kann man sich davon überzeugen, wie’s gelungen ist. Viel Spaß dabei.

Übrigens: Am Donnerstag hat Lorenz Matzat gezeigt, wie Google Fusion Tables funktioniert, so dass es nun auch noch einen kleinen “Datenjournalismus”-Anteil gibt.

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