Archivierte Einträge für Beispielhaft

SZ-Social-Media-Presseschau: Warum, wie, was nicht?

Social-Media-Presseschau der SZ (Screenshot [M])

“Meistgelesene Beiträge” oder “Meistempfohlen” sind Features auf vielen (News-)Websites. Die Süddeutsche Zeitung ist einen Schritt weiter gegangen. Ihre neue “Facebook-Twitter-Presseschau” namens “Leser empfehlen” zeigt auch an, was die Leser bei anderen Online-Medien gerne lesen. Chefredakteur Stefan Plöchinger erläutert im Interview mit onlinejournalismus.de die Technik dahinter, warum er die Grenzen der eigenen Website aufbricht und wieso es bisher auf dem deutschen Markt noch keinen großen erfolgreichen News-Aggregator gibt. Weiterlesen…

QR-Code meets Austastlücke

Wie lassen sich hartnäckige Videotextanhänger ins “neue Medium” Internet lenken? Einen Lösungsansatz präsentiert – natürlich – die BBC.

Teletext von BBC World mit QR-Code

Ohnesorg-Recherche: Glanz im Print, Lücken online

Im gedruckten “Spiegel” findet sich diese Woche eine neue Rekonstruktion des Tods des Berliner Studenten Benno Ohnesorg 1967. Beruhend auf neuen Ermittlungserkenntnissen und eigenen Recherchen, die sich vor allem auf teilweise unveröffentliche Foto-, Film- und Ton-Aufnahmen stützen, kommen die Autoren zu dem Schluss, dass die Berliner Polizei den Täter Kurras, einen Beamten, deutlich stärker gedeckt hat als bisher bekannt und von Notwehr – wie vermutet – überhaupt keine Rede sein kann.

Im “Spiegel” gibt es neben acht Seiten Text eine großformatige Info-Grafik, die anhand der einzelnen Bildindizien den wahrscheinlichen Tathergang aufschlüsselt. Spiegel Online berichtete am Sonntag vorab ausführlich über die neuen Erkenntnisse, was wie nicht anders zu erwarten auf große Interesse stieß (wie z. B. die gesammelten Reaktionen bei Rivva oder Google News zeigen).

Sehr schade allerdings: Die große Geschichte lässt sich derzeit online offensichtlich nur im kostenpflichtigen E-Paper lesen. In der Bilder-Strecke zum Online-Text fehlen die bisher unbekannten Aufnahmen. Zu sehen gibt es die entscheidende Szene nur ganz kurz am Ende dieses im Artikel verlinkten Videos; das zunächst etwas lieblos wenig aufschlussreiches Bilder und bekannte Szenen aneinanderreiht, erst ohne Off-Kommentar, dann von einem O-Ton eines “Spiegel”-Autors erläutert.

Verpasst wurde die Chance, diese Grafik mit Foto, Video- und Audio-Elemente interaktiv für das Netz aufzubereiten, wie es wohl die “New York Times” gemacht hätte. Spannend wäre außerdem ein “Making-Of” der Spiegel-Rechercheure gewesen: Von wem ging der Anstoß für die Recherche aus? Wie bekamen sie Zugriff auf die Ermittlungsergebnisse? Welchen Anteil haben ihre eigenen Rechercheergebnisse?

P.S.: Schön allerdings, dass sich das Video einbetten lässt.

Weitere Links

  • RBB-Abendschau: Der Beitrag über die neuen Erkenntnisse zeigt einen Teil der Foto- und Filmaufnahmen, die neue Hinweise gaben.

Audio-Einsatz: Teenager-Tagebücher reloaded

Viel zu selten im Onlinejournalismus eingesetzt, in diesem Fall ein Muss und auch besser als Video: Im Artikel “Liebes Tagebuch, ich bin verliebt. Endgültig!” bei Spiegel Online lesen Studentinnen und Studenten aus ihren einst geheimgehaltenen Pubertätstagebüchern vor und blicken so auf die eigene Jugend zurück.

Etliche der amüsanten wenngleich etwas ungelenkt vorgelesenen Zitate sind als Audio-O-Töne eingebunden: an promimenter Stelle, auch gleich im Teaser beworben (“Mit Hörproben”) und deutlich mehr als die Text-Zitate.

Wolfgang Blau ist Chefredakteur des Jahres

Das Medium Magazin hat Wolfgang Blau von ZEIT ONLINE zum Chefredakteur des Jahres gewählt. Fernsehjournalist und Blogger Richard Gutjahr wurde zum Newcomer des Jahres gekürt. Lobend erwähnt wurde auch das digitale Engagement des Rhein-Zeitung-Chefredakteurs Christian Lindner.

Außerhalb der Web-Sphäre erfreulich: Die Rechercheurinnen Andrea Röpke (frei) und Christine Kröger (Weser-Kurier) wurden in anderen Kategorie ausgezeichnet, ebenso wie Arnd Zeigler (Sportjournalismus).

Gäbe es diese Kategorie, dann hieße es in diesem Jahr “Online” sei der “Journalismus des Jahres”.

stellt angesichts Preisträger 2011 Christian Jakubetz gleich erfreut fest.

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… bei onlinejournalismus.de

Preisverdächtige Webreportagen

Am 5. Dezember verleiht das Reporter-Forum wieder den Deutschen Reporterpreis. Nominiert ist in der Kategorie Webreportage u. a. eine grandiose halbstündige Dokumentation über Fußball-Fans in Argentinien, gedreht von Studenten mit Spiegelreflexkamera.

Los Cerveceros de Quilmes – Die Bierbrauer aus Quilmes von FirleFranz.

Besonders webspezifisch ist sie allerdings nicht, sieht man mal vom Einsatz von Standbildern wie in Audio-Slideshows ab. Sie hätte auch in einem – guten – Fernsehprogramm laufen könne. Das ist für die Nominierten symptomatisch.

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Mach deinen eigenen Scoop!

Transparent "Scoopcamp 2011" (Foto: Fiete Stegers)

  Bei der Konferenz Scoopcampin Hamburg ging es zum dritten Mal ums “New Storytelling”. Unter der Devise: “Einfach machen”. Weiterlesen…

Wikis im Journalismus: Redaktionsorganisation neu gedacht

Mann und Frau mit Schreibmaschinen

Auch zehn Jahre nach Gründung der Wikipedia stehen viele Journalisten dem Begriff “Wiki” noch ratlos gegenüber: Wikipedia, WikiLeaks, GuttenPlag Wiki? Viel wird geschrieben, und manchmal erschreckend wenig gewusst. Zum Beispiel: dass sich Wikis auch in der Redaktionsorganisation nutzen lassen. Unser Gastautor Florian Siebeck hat sich in seiner Diplomarbeit praxisnah mit dem Thema beschäftigt.

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Schnell mal was eingebaut …

Heddesheimblog / Google-Verkehrsinfos [M]

So geht’s Business: Heute morgen meldete Meedia: “Google startet kostenlose Stauschau”. Heute Nachmittag schrieb Hardy Prothmann via Twitter (@heddesheimblog):

“Experiment: Haben gerade die Verkehrsinfo von Google in die Website eingebaut http://bit.ly/o4o9j

Nix Spektakuläres, aber doch ein schönes Beispiel, wie flexibel und schnell kleine Lokalblogs auf neue, nutzwertige Angebote von Google & Co. reagieren können. Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis Lokalzeitungen ihre Leser vermehrt auf solche praktische Angebote verweisen und sie in ihre Seiten einbauen. Da gibt es bei den einen technische Hürden (CMS & Co., das Layout), bei den anderen vielleicht verlagspolitische Gründe (unsere Leser freiwillig zum Dämon Google schicken – geht gar nicht) und bei manchen ist die Mär, dass man die Leser um Gotteswillen nur in Ausnahmefällen ins Netz schicken soll – und schon gar nicht von der Startseite aus –, weiterhin eine onlinejournalistische Kardinaltugend.

Häufig scheitert die Installation aber auch schlichtweg an langwierigen internen Entscheidungsprozessen. Positive Ausnahmen, etwa beim Einsatz von Google Maps, bestätigen die Regel. Die Leser des Heddesheim-Teils auf der Website des “Mannheimer Morgens” werden wohl in naher Zukunft kaum mit solchen praktischen Zugaben – sofern es sich nicht etwa mit Werbekooperationen verknüpfen lässt – rechnen können.

Kleine Anbieter können mit solcher Netzkompetenz bei den Lesern punkten und sie vielleicht zum Stammkunden machen. Und viele treue Besucher haben sie auch dringend nötig: “Im Schnitt verdiene er um die 1.500 Euro pro Monat”, heißt es etwa in im “taz”-Bericht “Ein Mann, ein Blog” vom Wochenende über Prothmanns mittlerweile auf fünf Lokalblogs angewachsenes Netzwerk. So flexibel in vielfacher Hinsicht und so unabhängig diese Angebote auch agieren können und damit letztlich auch einen positiven Beitrag für die Weiterentwicklung des Journalismus leisten, so fragil ist leider bis dato deren wirtschaftliche Basis.

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… bei onlinejournalismus.de:

Webvideopreis @ onlinejournalismus.de

Einige Zeit nachdem Roman Mischel hier bei onlinejournalismus.de auf die Ausschreibung für den ersten deutschen Webvideopreis hingewiesen hatte, habe ich mit mich ihm darüber unterhalten, ob die Veranstaltung eventuell das Problem haben könnte, dass in dieser relativ kleinen Welt Juroren und Nominierte zu eng miteinander verbandelt sind bzw. die Preise ausschließlich an solche Protagonisten gehen könnten, die Szene-Stars am nächsten kommen. Ein grundsätzliches Problem kann und konnte ich aber nicht erkennen: Schließlich ist es nicht unterwartet, wenn bei der ersten Verleihung eines solchen Preis zunächst einmal unter den Gewinnner eben jene sind, die nicht ohne Grund bereits bekannt sind. Und in der Jury sind ja Namen vertreten, die für Qualität bürgen.

Inzwischen stehen die Preisträger fest. Roman Mischel, der sich nicht nur hier seit Jahren mit dem Thema Webvideo auseinandersetzt, hat selbst in der Kategorie Dokumentation für seine Film Freddy den Publikumspreis gewonnen (herzlichen Glückwunsch!). Unter den Ausgezeichneten sind noch weitere bekannte, über die wir hier bereits berichtet haben – aber ebenso mir bisher unbekannte Perlen. Und die unglaubliche Menge an Einreichungen zeigt, dass sich bei einer Neuauflage des Preises das Bild schnell ändern könnte.

Ältere Beiträge über die Preisträger

Andere über den Webvideopreis

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