Archivierte Einträge für Beispielhaft

Guttenberg: Gelungene SPON-Visualisierung der Vorwürfe

 

Die Visualisierung auf Spiegel online.

Wie vergleicht man eigentlich ein Plagiat, dass es die Leser einer Zeitung oder eines Online-Magazins gut verstehen? Richtig: Man legt die Texte übereinander. Spiegel online ist auf die Idee gekommen und zeigt, wie man mit den Möglichkeiten des Netzes gut arbeiten kann.

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Mapping a Revolution

Screenshot New York Times

Die New York Times hatte bereits in den ersten Tagen des Protests gegen Ägyptens Präsident Mubaraks Visualisierungen dazu erstellt. Zunächst eine Überblickskarte mit den Schauplätze in Ägypten und der Kairoer Innenstadt (28. Januar), dann eine bei onlinejournalismus.de bereits besprochene, Satellitenfoto-Übersicht von Kairo. Diese wurde nachträglich um eine Auswahlmöglichkeit nach Tagen ergänzt (“Mapping the Protests, day by day”), die aber meiner Meinung nach für den User nicht ganz so deutlich war.

Nach dem Sturz Mubaraks hat man nachgelegt und – wohl auf dieser Basis – eine mit einem Zeitstrahl kombinierte Visualisierung der komplexen Ereignisse erarbeitet. Je nach ausgewählten Tag wechselt die Kartenperspektive. Unterhalb der Karte werden dazu ergänzend passende Inhalte von nytimes.com angeboten – also kein abgeschlossenes Flash-Ghetto.

Die BBC bietet ein interaktives Foto des Tahrir-Platzes, das erläutert, was sich auf dem Zeltplatz der Demonstranten wo befand – vom der provisorischen Apotheke über den Kindergarten bis zum Flaggenshop.

Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de:

… im übrigen Internet:

Crossmedia: Website des 9. Jahrgangs der Evangelischen Journalistenschule

Hüte aus Zuckerwatte, ein ehemaliger Boxstar, ein Gentrifizierungs-Multiplikator, Berlins berühmteste Currywurstbude – all das und mehr ist zu bewundern auf der Site Crossmedia.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 9. Jahrgangs der Evangelischen Journalistenschule in Berlin haben in den vergangenen fünf Wochen einiges gelernt und ausprobiert: wie man gute Fotos macht und sie bearbeitet, wie man eine Audio-Slideshow erstellt und Videos dreht. Die Ergebnisse sind jetzt zu sehen, und sie können sich sehen lassen.

Technische Schwierigkeiten gab es genug; da kommt beim Kodieren schon mal ein Seitenverhältnis raus, das so nicht hätte sein sollen, aber die Zeit reicht nicht, es neu zu machen, oder der Ton bei der Slideshow ist nicht richtig gepegelt. Das gehört zum Lernen dazu, und wie immer gilt: Content ist King – was zählt, ist der Inhalt. Davon gibt es genug, und spannend ist er in jedem Fall.

Ich selbst habe in der vergangenen Woche dafür gesorgt, dass die, die noch keinen Eindruck davon hatten, wie man ein CMS installiert, konfiguriert und nutzt, jetzt etwas besser Bescheid wissen (richtig zur Sache geht’s in der dreiwöchigen Online-Lehrredaktion im Spätsommer), und dann mit allen zusammen die Inhalte ins Netz gebracht. Nun kann man sich davon überzeugen, wie’s gelungen ist. Viel Spaß dabei.

Übrigens: Am Donnerstag hat Lorenz Matzat gezeigt, wie Google Fusion Tables funktioniert, so dass es nun auch noch einen kleinen “Datenjournalismus”-Anteil gibt.

Erster Deutscher Webvideopreis

Von den acht Kategorien des Deutschen Webvideopreises finde ich eine besonders spannend: Dokumentation.

Die Jury ist auf der Suche nach Werken, die ausschließlich für das Web und in deutscher Sprache produziert wurden. Bis zum 1. Februar früh morgens können Vorschläge eingereicht werden. Die Verleihung findet dann am 20. Februar um 20 Uhr in Essen statt.

Vorschläge für Grimme Online Award gesucht

Bis zum 15. März können noch Vorschläge für preiswürdige Sites beim Grimme Online Award eingereicht werden, der in diesem Jahr zum elften Mal verliehen wird. Ausgezeichnet werden Websites in den Kategorien “Information”, “Wissen und Bildung”, “Kultur und Unterhaltung” sowie “Spezial”. Aus den Nutzer-Vorschlägen werden in einem zweistufigen Verfahren die Gewinner ausgewählt.

“After The War”: Audioslideshow advanced

Am 6. Dezember wurde der Deutsche Reporterpreis vergeben. In der Kategorie “Beste Web-Reportage” hat Felix Seuffert mit seiner Audio-Slideshow “After The War” gewonnen. Dabei ist es die Reportage, die das Schicksal eines vor dem Bürgerkrieg in Kongo nach Südafrika geflohenen Fußballprofis erzählt, gar keine reine Audioslideshow, sondern enthält mindestens genauso viele Video-Elemente.“After The War”Preiswürdig ist “After The War” aus mehreren Gründen: Weiterlesen…

Die Irak-Protokolle von WikiLeaks

Todesopfer in Bagdad (Screenshot von Guardian.co.uk)
Mit einem Twitter-Gewitter macht sich die parallele Veröffentlichung der Iraq War Logs bemerkbar. Diesmal hat Wikileaks für die Auswertung und Aufbereitung seiner geleakten Dokumente zum Irak-Krieg eine ganze Armada großer Redaktionen ins Boot geholt.
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Do-It-Yourself-Datenjournalismus bei der taz

Die “taz” macht einen Schritt Richtung offenen Datenjournalismus und zeigt, dass tatsächlich funktioniert, wovon andere in Deutschland nur reden: Daten mithilfe von kostenlosen, externen Tools darstellen und auch die Rohdaten verfügbar machen. Einen Bericht über die Schließung von Post-Filialen zugunsten von Post-Service-Agenturen in anderen Geschäften ergänzt die Online-Redaktion mit einer Google-Maps-Karte der verschiedenen Arten von Postvertretungen in Berlin (passt leider nicht in der richtigen Darstellungsgröße ins taz.de-Design), einem Chart zur Fillialentwicklung und zur Flächenabdeckung der Postfilialen. Im Print wird das Ganze abgerundet mit längeren Lesestrecken.

Vor gut einem Jahr hatte Sebastian Heiser für die “taz” schon mal die Standorte von Überwachungskameras auf einer Karte verzeichnet.

Update: Das Blog Datenjournalist hatte gestern schon die Machart des taz-Beitrags seziert.

Best Practice bei Zeit Online: Recherchefleiß meets Datenvisualisierung

Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland, Zeit OnlineEs ist noch keine zwei Monate her, dass die Veröffentlichung der Afghan War Diaries durch Wikileaks für großes Aufsehen sorgte. Dabei wurde auch die Frage aufgeworfen, wie gut die drei beteiligten Medien diese Datenflut aufbereitet hatten, wobei Spiegel Online nicht besonders gut abschnitt. Zeit Online hat nun mit der Veröffentlichung einer interaktiven Karte zu Todesopfern rechter Gewalt selbst Datenjournalismus betrieben und dabei Maßstäbe gesetzt. Weiterlesen…

WDR-Streetview vom A40-Picknick

Die A40, die geliebt-gehasste Verkehrsschlagader quer durchs Ruhrgebiet, ist heute auf 60 Kilometer Länge gesperrt. Zwischen Duisburg und Dortmund findet stattdessen das vermutlich größte Picknick der Welt statt – eine Aktion im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Wer wie ich nicht dabei ist, kann sich die Strecke aber (bereits seit einigen Tagen) in einer Art Streetview-Special auf WDR.de ansehen.

Screenshot “360-Grad-Still-Leben Ruhrschnellweg” bei WDR.de

Das aus 1500 Panorama-Fotos zusammengefügte Special zeigt die Strecke zunächst im Normalzustand. Es lässt sich nach Autobahn-Ausfahrten und den (von den Organisatoren zugeteilten) Nummern der 20.000 Picknicktische durchsuchen. Hotspots markieren interessante Punkte entlang der Strecke, bereits vorhandene WDR-Berichte und externe Links.

Der Mammut-Akt steht der Redaktion aber erst noch bevor: Ab Sonntagabend sollen nach und nach rund 10.000 Fotos vom Tag der Aktion eingebaut – so dass ein Vorher-/Nachher-Vergleich möglich ist.

Hinweise auf weitere interessante Links zum “Still-Leben A40″ gerne in den Kommentaren.

[Ich bin ARD-Mitarbeiter und habe für WDR.de gearbeitet.]

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