Massenbeschäftigung für moderne Mediennutzer
![Screenshots [M]:: NPR, Guardian, ORF Screenshots [M]: NPR, Guardian, ORF](http://www.onlinejournalismus.de/wp-content/images/crowdsourcing.jpg)
Journalisten setzen zu selten auf ihren Publikumsjoker: Ein Plädoyer für mehr Crowdsourcing und gegen Sockelgehabe. Weiterlesen…
![Screenshots [M]:: NPR, Guardian, ORF Screenshots [M]: NPR, Guardian, ORF](http://www.onlinejournalismus.de/wp-content/images/crowdsourcing.jpg)
Journalisten setzen zu selten auf ihren Publikumsjoker: Ein Plädoyer für mehr Crowdsourcing und gegen Sockelgehabe. Weiterlesen…
Der Journalist Hardy Prothmann betreibt seit April das Heddesheimblog. Hardy Prothmann ist überzeugt, dass diese Form des Regionaljournalismus eine Zukunft hat. Wir haben mit ihm gesprochen. Weiterlesen…
… werden heute Abend bei der Preisverleihung in Köln bekanntgegeben. So zumindest der Plan.
Hier ist die Liste der nominierten Websites.
Nachtrag, 22:30 Uhr
Und hier die Preisträger:
Information: Carta, Blog von Jens Weinreich, ZDF Parlameter
Wissen und Bildung: Design Tagebuch
Kultur und Unterhaltung: Krimi-Couch.de, TOM und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig
Spezial: Byte FM
Publikumspreis: Wissen macht Ah!
Die Jury hat eine gute Auswahl getroffen: Parlameter und Jens Weinreich haben wir bei onlinejournalismus.de auch in hohen Tönen gelobt, besonders freut mich darüber hinaus die Ehrung für das häufig von mir zitierte Design Tagebuch. Carta taucht bei uns auch häufiger auf – da ist aber sicher noch Raum nach oben. Und Byte FM kann ich zum Reinhören nur empfehlen. Der unbekannte Rest lohnt sich dann sicher auch zu entdecken.
Ein meines Erachtens leider etwas vernachlässigtes Projekt (nur dann und wann wurde es in der Literatur erwähnt, etwa bei Professor Klaus Meier), das so genannte Meckerblog bei Zeit Online stellte jetzt seinen Dienst ein. Ein unabhängiger Journalist, “Onkel Brumm”, beobachtete in diesem Blog das Web-Angebot der Wochenzeitung und wies auf Fehler und Fehlentwicklungen hin. Dafür erhielt er ein geringes Honorar.
Am Sonntag schrieb Onkel Brumm (richtiger Name ist der Redaktion bekannt): “Mit diesem Posting endet das Meckerblog – mehr als drei Jahre sind man (sic) genug. Findet jedenfalls die Redaktion, und ich stimme dem zu.” Wenigstens ein Ende ohne Knatsch, wie dem Beitrag “Finis Meckerblog” zu entnehmen ist, denn der Autor wird nach eigenen Angaben künftig häufiger für Zeit Online schreiben. Trotzdem ist es natürlich schade, dass diese – meines Wissens in Deutschland einmalige – Institution redaktioneller Selbstkontrolle nun endet.
Dass dieser Job nicht immer einfach war, sagte uns der Meckerblogger im Interview vom 22.12.2006: “Vermutlich bin ich als Kritiker nicht gerade beliebt”. Die mangelnde Aufmerksamkeit für dieses Blog beklagten wir im Beitrag “Miststücke in der ‘Zeit’”.
Das Geo-Multimediafeature über die Region Raja Ampat war 2008 für den Grimme Online Award nominiert. Redakteur Lars Abromeit erzählt im Video über die crossmediale Arbeit für Magazin und Netz.
Und, ja, es gehört eigentlich zum Basiswissen: Man sollte O-Töne aus lichttechnischen Gründen möglichst nicht mit einem Fenster im Hintergrund drehen.
Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de:
… im sonstigen Internet:
Auch wenn der folgende Text aus Zeitgründen nur reinkopiert ist – wir gratulieren herzlich und verweisen gerne auf diese vorbildlichen Internet-Beiträge, die heute mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet wurden. Weitere Informationen und die Preisträger der weiteren Kategorien Fernsehen, Hörfunk und Print finden Sie unter: www.axel-springer-akademie.de/axel-springer-preis.html
1. Preis
Sebastian Christ
„Die Folgen der Entvölkerung“
1. September 2008
stern.de
2. Preis
Team 4 der Axel Springer Akademie
„Machtmaschine“
25. November 2008
macht-maschine.de
3. Preis
Patrick Gensing
„Piratenpartei statt SPD: Die NPD auf dem Weg zur Regionalpartei“
Januar 2008
npd-blog.info
Für “Herausragende Leistungen” werden erwähnt:
Bernhard Böth, faz.net (siehe hierzu Journalismus-Darmstadt.de: “Diplomarbeit mit Axel-Springer-Preis ausgezeichnet”)
Georg Döller, zdf.de
Nachtrag
Über die mißlungene Preisverleihung im Netz berichtet Peer Schader in seinem Blog Medienpiraten.

(Vermutlich ein bisschen neidische) Kollegen machen auf Schweinegrippen-Grafiken bei internationalen Online-Medien aufmerksam:
(Dank an M.S. und C.R.! Weitere Tipps gerne in den Kommentaren)
Dem Blog-Eintrag von John O’Donovan, dem zuständigen Chief Technical Architect der BBC, ist eigentlich nichts hinzuzufügen: “Dass wir damit angefangen haben, Videos auf der BBC-News-Site in den Artikeltext einzubinden, erscheint einem nun schon ziemlich lange her zu sein.” Das ist es nicht, aber inzwischen “käme einem irgendeine andere Darstellungsweise der Videos seltsam vor”, schreibt O’Donovan weiter. “Eine offene Frage war, wann und wie wir Nutzern die Möglichkeit bieten, Videos auch in externe Sites einzubetten.”
Jetzt ist es dank modifiziertem Flash-Player möglich – zunächst mit Videos aus der Technology-Rubrik, weitere sollen folgen. Einige Inhalte könnten allerdings nicht für Nutzer aus dem Ausland zugänglich gemacht werden.
In Deutschland sind Onlinemedien, insbesondere die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, bislang äußerst zurückhaltend mit Embed-Funktionen – obwohl diese es ja erlauben würden, dass ihre Inhalte durch die dezentrale Distriubtion wahrscheinlich ein erheblich größeres Publikum erreichen könnten. Das zeigen beispielsweise Erfahrungen des Elektrischen Reporters.
Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de:
… im übrigen Internet:
Mario Sixtus wundert sich zwar schon, wo die “die ersten hyperventilierenden ‘Über den Amoklauf wurde zuerst auf Twitter berichtet’-Tweets” und die Bildstrecken zu den 100 schlimmsten Amokläufen bei den Online-Medien bleiben. Hervorheben kann man aber mal das Beispiel von Focus Online. Dort hat man neben einem regulären Nachrichten-Ticker auf der Website auch einen Twitter-Feed namens “FOCUSlive” aktiviert, der sich derzeit allein dem Amoklauf in Baden-Württemberg widmet.
Er liefert kurze Newschnipsel, weist auf neue Artikel hin und informiert über das Ausschwärmen der eigenen Reporter zum Ort des Geschehens. Der Twitter-Feed kann später auch für andere Nachrichtenereignisse benutzt werden – deshalb halte ich das generell für eine gute Idee. So gerät der normale Twitterfeed nicht in die Gefahr, überschwemmt zu werden. Auf Kritik an Stil und Inhalt des “Amok-Twitters” reagierte Focus-Online-Chef Jochen Wegner im Blog von Stefan Niggemeier und seinem eigenen Blog (siehe Kommentare).
Nachträge zur Berichterstattung anderer Online-Medien
Wer es bei der Präsidenten-Vereidigung verpasst hat: CNN überträgt heute die erste Rede Obamas zur Lage der Nation noch einmal nach dem gleichen Muster, das heißt, in Kooperation mit Facebook. Die User können mit ihren persönlichen Freunden oder sämtlichen Facebook-Nutzern sowie CNN-Personal chatten. Beginn der eigentlichen Rede ist um 21 Uhr EST (3 Uhr unserer Zeit).
Zur Stunde haben 246.613 Facebook-Nutzer ihre Teilnahme angekündigt, weitere 92.267 haben in ihrem Profil markiert, dass sie vielleicht teilnehmen. Wer keine explizite Einladung bekommen hat: “Gäste dürfen Freunde zu dieser Veranstaltung mitbringen.” Oder einfach den CNN-Livestream auswählen und vorher bei Facebook einloggen.
onlinejournalismus.de beobachtet die Entwicklung des Journalismus im Internet.
onlinejournalismus.de wird mit WordPress betrieben (Theme: Modern Clix von Rodrigo Galindez).