Archivierte Einträge für Beispielhaft

Axel-Springer-Preis für junge Journalisten: Vorbildliches aus dem Netz

Auch wenn der folgende Text aus Zeitgründen nur reinkopiert ist – wir gratulieren herzlich und verweisen gerne auf diese vorbildlichen Internet-Beiträge, die heute mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet wurden. Weitere Informationen und die Preisträger der weiteren Kategorien Fernsehen, Hörfunk und Print finden Sie unter: www.axel-springer-akademie.de/axel-springer-preis.html

1. Preis
Sebastian Christ

„Die Folgen der Entvölkerung“
1. September 2008
stern.de

2. Preis
Team 4 der Axel Springer Akademie

„Machtmaschine“
25. November 2008
macht-maschine.de

3. Preis
Patrick Gensing


„Piratenpartei statt SPD: Die NPD auf dem Weg zur Regionalpartei“

Januar 2008
npd-blog.info

Für “Herausragende Leistungen” werden erwähnt:

Bernhard Böth, faz.net (siehe hierzu Journalismus-Darmstadt.de: “Diplomarbeit mit Axel-Springer-Preis ausgezeichnet”)
Georg Döller, zdf.de

Nachtrag
Über die mißlungene Preisverleihung im Netz berichtet Peer Schader in seinem Blog Medienpiraten.

Schweinegrippe visuell

Sceenshot Infografik El Pais
(Vermutlich ein bisschen neidische) Kollegen machen auf Schweinegrippen-Grafiken bei internationalen Online-Medien aufmerksam:

(Dank an M.S. und C.R.! Weitere Tipps gerne in den Kommentaren)

BBC erlaubt Einbetten von Videos in andere Websites

Dem Blog-Eintrag von John O’Donovan, dem zuständigen Chief Technical Architect der BBC, ist eigentlich nichts hinzuzufügen: “Dass wir damit angefangen haben, Videos auf der BBC-News-Site in den Artikeltext einzubinden, erscheint einem nun schon ziemlich lange her zu sein.” Das ist es nicht, aber inzwischen “käme einem irgendeine andere Darstellungsweise der Videos seltsam vor”, schreibt O’Donovan weiter. “Eine offene Frage war, wann und wie wir Nutzern die Möglichkeit bieten, Videos auch in externe Sites einzubetten.”

Jetzt ist es dank modifiziertem Flash-Player möglich – zunächst mit Videos aus der Technology-Rubrik, weitere sollen folgen. Einige Inhalte könnten allerdings nicht für Nutzer aus dem Ausland zugänglich gemacht werden.



In Deutschland sind Onlinemedien, insbesondere die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, bislang äußerst zurückhaltend mit Embed-Funktionen – obwohl diese es ja erlauben würden, dass ihre Inhalte durch die dezentrale Distriubtion wahrscheinlich ein erheblich größeres Publikum erreichen könnten. Das zeigen beispielsweise Erfahrungen des Elektrischen Reporters.

Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de:

… im übrigen Internet:

Sonder-Twitterfeed für Nachrichtenereignis

Mario Sixtus wundert sich zwar schon, wo die “die ersten hyperventilierenden ‘Über den Amoklauf wurde zuerst auf Twitter berichtet’-Tweets” und die Bildstrecken zu den 100 schlimmsten Amokläufen bei den Online-Medien bleiben. Hervorheben kann man aber mal das Beispiel von Focus Online. Dort hat man neben einem regulären Nachrichten-Ticker auf der Website auch einen Twitter-Feed namens “FOCUSlive” aktiviert, der sich derzeit allein dem Amoklauf in Baden-Württemberg widmet.

Er liefert kurze Newschnipsel, weist auf neue Artikel hin und informiert über das Ausschwärmen der eigenen Reporter zum Ort des Geschehens. Der Twitter-Feed kann später auch für andere Nachrichtenereignisse benutzt werden – deshalb halte ich das generell für eine gute Idee. So gerät der normale Twitterfeed nicht in die Gefahr, überschwemmt zu werden. Auf Kritik an Stil und Inhalt des “Amok-Twitters” reagierte Focus-Online-Chef Jochen Wegner im Blog von Stefan Niggemeier und seinem eigenen Blog (siehe Kommentare).

Nachträge zur Berichterstattung anderer Online-Medien

  • Bild.de hat ebenfalls einen Sonder-Twitterfeed, der auch im Content-Bereich auf der Startseite beworben wird. Außerdem – zu befürchten war es – ein privates Foto des mutmaßlichen minderjährigen Täters.
  • stern.de biete eine Bildstrecke zur betroffenen Realschule an, die menschenleere Schulräume zeigt, offenbar völlig ohne Bezug auf das Ereignis. Als Bildquelle wird “Albertville-Realschule” angegeben. Sind die Fotos tatsächlich von dort freigegeben (an einem Tag wie heute?) oder hat sich stern.de einfach auf der Homepage der Schule bedient?
  • Focus.de bietet einen Bericht über den Amoklauf und Web-Reaktionen bzw. die bisher erfolglose Suche nach privaten Informationen über den Täter im Web in Social Communities etc. an.
  • Spiegel Online bot mit seinem Aufmacher am frühen Abend ein klassisches Beispiel für einen Artikel, der nicht einlöst, was Überschrift und Teaser versprechen: “Tim K. – der Junge ohne Eigenschaften”
  • SWR.de setzte in seinem Artikel eine Karte der Region von Openstreetmap – mit CC-Lizenz ein.

Facebook-Rede: CNN macht’s nochmal

Wer es bei der Präsidenten-Vereidigung verpasst hat: CNN überträgt heute die erste Rede Obamas zur Lage der Nation noch einmal nach dem gleichen Muster, das heißt, in Kooperation mit Facebook. Die User können mit ihren persönlichen Freunden oder sämtlichen Facebook-Nutzern sowie CNN-Personal chatten. Beginn der eigentlichen Rede ist um 21 Uhr EST (3 Uhr unserer Zeit).

Zur Stunde haben 246.613 Facebook-Nutzer ihre Teilnahme angekündigt, weitere 92.267 haben in ihrem Profil markiert, dass sie vielleicht teilnehmen. Wer keine explizite Einladung bekommen hat: “Gäste dürfen Freunde zu dieser Veranstaltung mitbringen.” Oder einfach den CNN-Livestream auswählen und vorher bei Facebook einloggen.

Was mir gefällt: Heute HAZ.de

Hannoversche Allgemeine

So, in einem Weblog darf es ja auch mal etwas subjektiver sein, mal schauen, ob “Was mir gefällt” sich in Zukunft auch mit Inhalten füllen lässt. Freilich soll das Ganze auch relativ kurz und wie gesagt auch mit etwas Bauchgefühl ausgestattet sein. Jetzt aber los: Ja, HAZ.de, der neu gestaltete (um das Wort Relaunch zu vermeiden) Online-Auftritt der “Hannoverschen Allgemeinen” gefällt mir gut. Weiterlesen…

Datenschutz auf die harte Tour: Das “Google-Porträt”

Profil bei StudiVZ (Screenshot [M])

Das französische Magazin “Le Tigre” porträtiert unbekannte Internet-Nutzer und recherchiert dafür in sozialen Netzwerken. So publizierte das Magazin die Lebensgeschichte eines französischen Angestellten nur aufgrund öffentlich zugänglicher Quellen. Mit “Details über seine Reisen und sein Liebesleben”, berichtet die “FAZ”. Der Porträtierte sei “bleich” geworden, als er den Artikel las.

Der Artikel ist Auftakt einer Serie mit dem Namen “Google-Porträt”. Im “FAZ”-Beitrag (mit Hinweis auf weitere Artikel zum Thema) heißt es weiter:

“Von ganz normalen Zeitgenossen werden die Informationen zusammengestellt, die sie selbst dem Internet anvertraut haben. Bei Facebook und anderswo. Die Naivität und der Exhibitionismus vieler Menschen seien grenzenlos, sagt ein Redakteur des “Tigre”. Und will ihnen zeigen, was mit ihren Angaben geschehen kann.”

Aus journalistischer Sicht halte ich diese Herangehensweise für gewagt, aber legitim. Wir haben letztes Jahr im Beitrag “Deckname Moser” über den Mißbrauch von sozialen Netzwerken bei der journalistischen Recherche berichtet.

Nachtrag 23.01.09
Medienrauschen berichtete bereits am 15.01.09 über das Thema: “ergoogelt, erfacebooket und erflickrt – wenn das Internet Dich besser kennt als Deine Mutter”.

Berliner Theatertreffen fördert sechs bloggende Kulturjournalisten

Der ZDF-Theaterkanal berichtet auf seiner Website:

“Das Theatertreffen fördert in diesem Jahr sechs Nachwuchs-Kulturjournalisten bis 35 Jahre sowie einen Fotografen, die vom 1. bis 17. Mai 2009 erste Online-Erfahrung sammeln oder bereits bestehende Kenntnisse ausbauen wollen. (…) Dabei werden sie redaktionell von erfahrenen Mentoren der Berliner Zeitung begleitet. Die Teilnahme der ausgewählten Journalisten wird durch ein Arbeitsstipendium in angemessener Höhe, die Unterbringung in Berlin, die Übernahme der Reisekosten und einen Festivalpass unterstützt.”

Einsendeschluß für Bewerbung ist der 15. Februar 2009; alle weiteren Informationen finden sich auf der Website des ZDF-Theaterkanals. Eine lobenswerte Initiative!

Jens Weinreich Sport- und Onlinejournalist des Jahres

Nachdem er vor wenigen Tagen vom “Medium Magazin” zum Sportjournalisten des Jahres ernannt wurde, gab es gestern beim Goldenen Prometheus des Medienmagazins “VISDP” eine weitere Auszeichnung für Jens Weinreich: Onlinejournalist des Jahres.

Selbstverständlich kannmuss man Journalisten- und Medienpreise kritisch betrachten. “Mit ihren Bewertungskriterien sollen sie handwerkliche Standards festlegen und damit zur Professionalisierung beitragen”, schrieb ich 2002 – ach, was für ein edles Ansinnen, könnte ich in der Rückschau über mich selbst höhnen.

Aber bei Jens Weinreich kann ich guten Gewissens sagen, dass die Juroren mit seiner Wahl allein diesem hehrem Anspruch gerecht werden. Denn sie weisen damit auf die Arbeit eines Journalisten hin, der unter anderem mit beharrlicher und unbequemer Recherche aber auch mit dem vielfältigen und umfangreichen Publizieren auf seinem Weblog nolens volens so etwas wie Vorbildcharakter erlangt hat. Wir gratulieren Jens Weinreich!

Nachtrag 06.02.09

Eine “Inflation der Journalistenpreise” moniert der Evangelische Pressedienst und schlägt zugleich einige neue, eher nicht ernst zu nehmende Journalistenpreise vor.

Leser schreiben Geschichte

Von Zeit zu Zeit-Website (Screenshot)

Auf dem Internet-Portal Von Zeit zu Zeit können Leser der „Stuttgarter Zeitung” seit September ihre Bilder und Erlebnisse aus dem 20. Jahrhundert veröffentlichen. Weiterlesen…

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