Archivierte Einträge für Citizen Journalism

Online News Association in Hamburg

Wie berichtet wollen Ulf Grüner (Medienberater und Trainer) und Daryl Lindsey (SpOn English Edition) die Online News Association (ONA) Germany in Hamburg mit Leben füllen. Am 6. Dezember findet von 17 bis 20 Uhr bei Gruner + Jahr eine Veranstaltung statt, bei der Paul Brannan (BBC News) die neue BBC-Abteilung User Generated Content vorstellt, Katie King von der ONA-Konferenz 2006 und über Online Journalism Awards 2006 berichtet.

Anmeldung per Mail an ona-hamburg at ulfgruener.de.

Readers Edition plant auch Zwonull

Die mit großem Trara und bislang verhaltenem Erfolg gestartete Readers Edition, das Citizen-Journalism-Projekt der Netzeitung, will laut Hugo E. Martin in den nächsten Monaten eine zweite Stufe zünden.

Dazu brauchen wir (mein Auftraggeber und ich) qualifizierte, professionelle MitarbeiterInnen (und solche die das werden wollen!) aus den Bereichen:

- Social Media & Software Technologie
- Citizen Journalismus (Text, Audio und Video)
- Community Management, Communication und Marketing Profis
- Webdeveloper, Programmierer, Grafik & Layout

schreibt Medienberater Martin, der seinem Blog den griffigen Namen “HEM on C-Journalismus & Social Media” verpasst hat. Die Netzeitung, auf deren Seiten bisher noch nichts dergleichen zu finden ist, biete deshalb “ab sofort 5 Volontär- bzw. Praxisstellen”, für die die Bewerber gleichwohl neben Engagement auch entsprechende Erfahrung mitbringen sollen.

Über Ausbaupläne von sueddeutsche.de und Focus Online berichtete gestern die Berliner Zeitung.

BBC mag das C-Wort nicht

“We don’t call it citizen journalism. ”

Ein starker Eröffnungsatz, besonders wenn er von einem BBC-Vertreter kommt – ist die BBC doch gerade Pionier, wenn es darum geht, Nutzer-Inhalte sinnvoll in ein journalistisches Angebot einzubinden. Das Zitat stammt von Kevin Geary von BBC Interactive, der beim Welt Audio Festival in den Niederlanden einen Vortrag über den Wandel des öffentlich-rechtlichen Senders und Bürgerjournalismus gehalten hat. Die interessantesten Punkte seines Vortrags (laut De Nieuwe Reporter):

  • Die BCC erhält 15.000 E-Mails pro Tag.
  • Die BBC zahlt nur in Ausnahmefällen für User Generated Content (wenn aber etwas “Bürgerjournalismus” heiße, würden die Gewerkschaften Bezahlung für die Journalisten einfordern, meint Geary demnach. Eine steile These?).
  • Videos der Sendung “Newsnight” werden über YouTube häufiger gesehen als über die BBC-Website. Der Sender hat nichts dagegen und ermutigt die Nutzer zum Weiterpublizieren.
  • Rücksprache mit Einsender von Usermaterial für Erlaubnis und Verifizierung ist Standard.
  • Werbung auf der BBC-Website ist geplant.

Die Niederländer haben auch ein Audio-Interview mit Vicky Taylor von BBC Interactive online (auf englisch – mit schönen Skype-Sounds im Hintergrund): “Das letzte Jahr hat den Journalismus verändert. Und das ist erst der Anfang.”

YouTube-Wahlkampf in den USA

Thema u. a. bei Stern.de und tagesschau.de.

Online-Dokumentation zu “Medien 2.0. Eine Zwischenbilanz”

Zu ihrem zweitägigen Workshop “Medien 2.0. Eine Zwischenbilanz. Konsumenten als Produzenten in Print-, Online- und Hörfunkmedien” hat die Bundeszentrale für politische Bildung jetzt eine Online-Dokumentation fertiggestellt. Der Workshop fand Ende September in Frankfurt/Main statt.

Auf der Website gibt es unter anderem Interviews mit den Medienwissenschaftlern Steffen Büffel, Thomas Pleil, mit dem Blogger Johnny Haeusler und Spiegel Online-Redakteur Christian Stöcker. Außerdem gibt es ein “Live-Blog” zum Workshop. Als Moderator eines Podiums bei dieser Veranstaltung habe ich ein paar Hinweise auf meinem Weblog zusammengestellt.

Diekmann 2.0

Statt Fotos von Heiner Bremer in Badehose (wie Bild) möchte Bildbog Fotos von Kai Diekmann zeigen – in jeder erdenklichen Lebenslage sollen Bildblog-Leser auf den Auslöser drücken.

Schließlich ist Kai Diekmann Chefredakteur der “Bild”-Zeitung. Unter seiner Verantwortung ruft seit einiger Zeit auch “Bild” die Leser dazu auf, Fotos zu machen: von Unfällen, Naturereignissen und Beamten, vor allem aber von Prominenten und Nicht-Prominenten in kompromittierenden oder privaten Situationen.

argumentiert Bildblog und verweist auf das von der taz erstrittene Penis-Urteil, laut dem Diekmann bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer sucht”.

Erste Stimmen zum Spiel.

Die Peitschen-Borchert: “taz”-porträtiert die WAZ-Online-Chefin

Die seit August amtierende WAZ-Online-Chefin Katharina Borchert war schon öfter ein Thema hier (Interview mit einem anonymen WAZ-Blogger, Video-Interview mit Angela Merkel, Ich möchte Teil einer Online-Bewegung sein, RP-Ideen bei der WAZ, Bloggerin wird Chefredakteurin von “WAZ live”).

Die “taz” porträtiert Katharina Borchert in ihrer heutigen Ausgabe: “Die Peitschen Borchert”. Unverhofft werde ich übrigens am Samstag, 25.11., in Bochum die Ehre haben, mich mit Katharina Borchert beim Journalistentag des Deutschen Journalisten-Verbands, Landesverband Nordrhein-Westfalen, zu unterhalten. Da das Motto der dortigen Foren “Gespräch statt Vortrag” lautet, ist auch das Publikum eingeladen mitzudiskutieren. So weit ich weiß, ist der Eintritt übrigens gratis.

Neben dem Online-Forum gibt es noch weitere Foren zu Print, TV, Ethik, Bild, Zeitschriften, Sport, Sprache und PR mit jeweils einer sehr guten Besetzung. Einen Vorgeschmack bietet das Programm des Journalistentag 2005. Damals wurde zu Recht bemängelt (“Der DJV holt den Totschläger raus” (sic!)), dass es keine Online- bzw. Neue Medien-Foren gab. Auf das aktuelle Programm werden wir hier hinweisen.

Nachtrag 16.10.06

Über den oben genannten “taz”-Artikel und seine Entstehungsgeschichte wird in den Blogs Tom’s Diner (dessen Autor Ralf Albert kommt in dem Artikel vor) und bei Rebellen ohne Markt (dessen Autor Don Alphonso wurde vom “taz”-Autor etwas schräg angefragt) diskutiert. Es wird deutlich, dass der “taz”-Text kein journalistisches Meisterstück war.

Beauty-Queen in der BBC-Boeing

Sonst gibt es über die BBC ja fast nur Gutes zu berichten – deshalb sei Hinweis gestattet: Der aktuelle BBC-Artikel über die Entführung eines türkischen Passagierflugzeuges widmet sich erst in aller Ausführlichkeit der Lage und dröselt die teils widersprüchlichen Informationen auf. Im letzten Absatz stößt man dann allerdings auf ein seltsam fehl am Platz wirkendes Bild, das wie geradewegs aus einer Frauenzeitschrift kommend erscheint.

Doch weit gefehlt: “Miss India is among four beauty queens on the plane”, schreibt die BBC in der Bildunterschrift. Mit diesem Wissen ist sie der Konkurrenz wieder einmal weit voraus – vielleicht verdankt sie ja diesen Informationsvorsprung ihrer Bitte um Augenzeugen-Bericht (“Are you or anyone you know affected by this story? Are you in Brindisi?”), weil sich ein besorgter Beauty-Queen-Manager bei ihr gemeldet hat?

Live-Blog: Where does the love come from?

Zwei Zitate eines Workshops der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Bürgermedien und Web 2.0:

* Dr. Christoph Stöcker, Spiegel Online: “Wir lieben Blogs.” Spiegel Online bediene sich sehr oft an Informationen aus Blogbeiträgen. Was da die Bloggergemeinde zu sagt?
* Wieder einmal muss das Paradebeispiel Readers Edition sich fragen lassen, ob es einen originären Nutzen hat.”Wer liest denn sowas?” will unser Kollege Thomas Mrazek hören.

Mehr im Weblog iDemokratie, das die Tagung (Programm) bis morgen (29.09.) begleitet.

Web-2.0-Konferenz / Videogalerie

“Wohin des Weges, Web 2.0?” Vorträge einer Verstaltung zu diesem Thema, die das Center for Digital Technology and Management (CDTM) der Uni München, Zeit und Holtzbrinck verstaltet haben, hat die Zeit in einer Videogalerie aufbereitet (Hinweis aus der Redaktion von Zeit Online).

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