Archivierte Einträge für Citizen Journalism

Die demokratische Zeitung

Der “Seattle Post Intelligencer” experimentiert mit Editorials, an denen auch die Nutzer beteiligt sind. Unser Gastautor Marc Hofer sieht das Experiment mit Citizen Journalism in der Tradition der Zeitung als Element der Demokratisierung.

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“We Media” am 3./4. Mai

Das “globale Forum” zum Thema “We Media” hat ein pralles Programm und viele vielversprechende Namen aufzubieten. Ist jemand zufällig bei der Tagung (3./4. Mai in London) und möchte für uns berichten? Einfach melden … (redaktion at onlinejournalismus.de).

Nachtrag, 21. April: Netterweise hat sich Matthias Spielkamp (Immatriblog) bereit erklärt, für onlinejournalismus.de zu berichten. Er hat bereits früher Artikel für uns geschrieben.

Wikis: Vielseitige Plattform für journalistische Websites

Onkel Brumm (nebenbei: wann erhält der endlich einen vernünftigen Namen?) weist bei Zeit.de auf das Nordwest-Wiki der Oldenburger Nordwest Zeitung hin: “Hier sollen im Form eines Wikis alle Informationen rund um den Nordwesten gesammelt werden”, heißt im Wiki. Und natürlich kann jeder dort mitschreiben. Seit November 2005 sind so 350 Artikel entstanden. Brumm fragt sich, ob so etwas auch bei Zeit.de sinnvoll wäre.

Ähnliche Projekte gibt es beispielsweise beim “Handelsblatt”, dass Ende September 2005 sein Wirtschaftswiki startete (wir berichteteten) oder bei der PC-Welt. Eher für den temporären Einsatz gedacht ist das Fanportal der “Stuttgarter Zeitung”, Worldcupwiki von Fans für Fans. Auch als Wissenssammlung von Journalisten für Journalisten eignen sich Wikis, wie das Wiki des Journalistennetzwerks Jonet zeigt.

Anders machte es Jochen Magnus, Redaktionsleiter der Online-Ausgabe der Koblenzer “Rhein-Zeitung”, RZ Online. Dort wurde die vorhandene deutschsprachige Wikipedia im August 2004 komplett in das Online-Angebot eingebunden. Weitere Informationen zur Nutzung von Wikipedia als Journalist finden Sie auf meinem Weblog.

Newsvine jetzt frei zugänglich

Newsvine hat seinen beta-status verlassen und ist seit rund zwei Wochen frei zugänglich.

Newsvine ist ein Experiment, das einige der “Web 2.0″-Schlagwörter unter einem Dach vereint: es ist hochgradig vernetzt, interaktiv und persönlich, zum Beispiel durch blogähnlich kommentierbare Nachrichten (die zurzeit ausschließlich über AP ins System fließen), user-initiierte News-Seeds, Foren und Chats, einem Bewertungssystem usw.

Eine Übersicht über die Funktionen von Newsvine gibt’s auf der Website von Jonathan Dube [#1, #2]. Dass es natürlich auch bei Newsvine zu Problemen kommen kann, wenn man seine Community allzu weit öffnet, dokumentieren diese beiden Einträge in den E-Media Tidbits.

Epic 2006: Norddeutschlands meister Blogger

Von Andreas K. Bittner

Schon wieder eine Revolution im Web? Begriffe wie Wiki, Tagging, Folksonomy und Podcasting machen die Runde. Journalistisch interessant, das so genannte Blogging. Für die einen aggressiver Internet-Journalismus, für die anderen sind es wohl die größten Banalitäten der Welt. Es tut sich was im Web.

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“Die Bilderflut der Hobby-Fotografen”

London-Korrespondent Uwe Schwering berichtete gestern im Weltspiegel und hier bei tagesschau.de über die zunehmende Verwendung von Digitalfotos und Videos von Privatleuten bei professionellen Medien. Laut Schwering haben BBC, SkyNews und CNN Millionen investiert, um auf den privaten Bildersturm eingerichtet zu sein. Auch Bedenkenträger kommen zu Wort – einmal nicht Journalisten, die in ihren Berufsstand bedroht sehen, sondern solche, die um die Qualität der Berichterstattung besorgt sind und eine zunehmende Sensationsgier erwarten.

Unabhängig beschäftigte sich auch die FTD mit dem Thema.

Initiative Nachrichtenaufklärung: Worüber Medien 2005 nicht berichteten

Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) veröffentlichte gestern wieder ihre Top-Ten-Liste der vernachlässigten Nachrichten. Darüber berichten “Frankfurter Rundschau“, “Der Standard“, “Netzeitung” und “Rheinische Post” (via jonet-Medienlog). Bei Technorati gibt es 15 Blog-Beiträge zu diesem Thema, davon sechs, sieben aktuelle.

Über die vernachlässigten Themen im Jahr 2004 berichtete die INA-Mitstreiterin Christiane Schulzki-Haddouti letztes Jahr bei onlinejournalismus.de. Das ist nicht nur “Schnee von gestern”, Schulzki-Haddouti schreibt in diesem Beitrag auch über die Hintergründe dieses Projekts.

Es stellt sich die Frage, ob gewisse Themen, die bisher vernachlässigt wurden, durch Blogger oder Bürger-Journalisten nicht eine größere Chance bekommen, öffentlich zu werden. Freilich sind diese Themen oft sehr rechercheintensiv. Dies könnte ein interessanter Ansatz für eine Forschungsarbeit sein.

Ob Newsvine funktionieren wird?

Newsvine, bislang nur gegen Passwort auf Anfrage zugänglich, fasst viele Ansätze der Diskussion um Bürgerjournalismus unter einem Dach zusammen. Die Website ist eine Nachrichten-Site wie CNN oder SpOn, nur eben mit vielversprechenden Möglichkeiten für User, sich zu beteiligen.

So können beispielsweise Stories, die über Agenturen einlaufen, kommentiert oder in einem mit Flash realisiertem Chatroom live diskutiert werden. Und natürlich können User die Website als Reporter selbst mitgestalten. Dabei sollen sie am Gewinn, der durch Werbung eingespielt wird, beteiligt werden.

Einen umfangreichen Einblick in das Innenleben von Newsvine gibt es bei Solutionwatch, weitere Informationen im Online Journalism Review. Einen Überblick der Spielarten des Citizen Journalism hat Steve Outing zusammengestellt.

Linksammlung zu Citizen Media

Eine Überblick über wichtige Projekte und Artikel zum Thema habe ich vor einiger Zeit auf meiner Homepage netzjournalismus.de zusammengestellt.

Zwei Rechtsfragen zum Citizen Journalism

Cyberjournalist.net verlinkt auf zwei Überblicksartikel zu ungelösten Fragen:

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