Archivierte Einträge für Citizen Journalism

Initiative Nachrichtenaufklärung: Worüber Medien 2005 nicht berichteten

Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) veröffentlichte gestern wieder ihre Top-Ten-Liste der vernachlässigten Nachrichten. Darüber berichten “Frankfurter Rundschau“, “Der Standard“, “Netzeitung” und “Rheinische Post” (via jonet-Medienlog). Bei Technorati gibt es 15 Blog-Beiträge zu diesem Thema, davon sechs, sieben aktuelle.

Über die vernachlässigten Themen im Jahr 2004 berichtete die INA-Mitstreiterin Christiane Schulzki-Haddouti letztes Jahr bei onlinejournalismus.de. Das ist nicht nur “Schnee von gestern”, Schulzki-Haddouti schreibt in diesem Beitrag auch über die Hintergründe dieses Projekts.

Es stellt sich die Frage, ob gewisse Themen, die bisher vernachlässigt wurden, durch Blogger oder Bürger-Journalisten nicht eine größere Chance bekommen, öffentlich zu werden. Freilich sind diese Themen oft sehr rechercheintensiv. Dies könnte ein interessanter Ansatz für eine Forschungsarbeit sein.

Ob Newsvine funktionieren wird?

Newsvine, bislang nur gegen Passwort auf Anfrage zugänglich, fasst viele Ansätze der Diskussion um Bürgerjournalismus unter einem Dach zusammen. Die Website ist eine Nachrichten-Site wie CNN oder SpOn, nur eben mit vielversprechenden Möglichkeiten für User, sich zu beteiligen.

So können beispielsweise Stories, die über Agenturen einlaufen, kommentiert oder in einem mit Flash realisiertem Chatroom live diskutiert werden. Und natürlich können User die Website als Reporter selbst mitgestalten. Dabei sollen sie am Gewinn, der durch Werbung eingespielt wird, beteiligt werden.

Einen umfangreichen Einblick in das Innenleben von Newsvine gibt es bei Solutionwatch, weitere Informationen im Online Journalism Review. Einen Überblick der Spielarten des Citizen Journalism hat Steve Outing zusammengestellt.

Linksammlung zu Citizen Media

Eine Überblick über wichtige Projekte und Artikel zum Thema habe ich vor einiger Zeit auf meiner Homepage netzjournalismus.de zusammengestellt.

Zwei Rechtsfragen zum Citizen Journalism

Cyberjournalist.net verlinkt auf zwei Überblicksartikel zu ungelösten Fragen:

Time to get tough

… oder wie man mit anonymen Nutzerkommentaren umgehen sollte (OJR).

Die Barrikaden stehen schon

Stefan Niggemeier ruft in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung eine Medienrevolution aus, die bereits begonnen hat – und die die alten Medien zu verpassen drohen. Link zu Volltext und Kommentaren zusammengestellt bei Wortfeld.

Susanne Weingarten greift das Thema für den Spiegel auf, Schwerpunkt Fernsehen: “Der Intendant im Wohnzimmer”. Bei ihr kommt der Medienwirtschaftsprofessor Mike Friedrichsen zu Wort, der ARD und ZDF bedroht sieht:

“Sie verlieren ihre Kompetenzen”, sagt der Medienforscher Mike Friedrichsen. Und dadurch wird sich gerade für die Öffentlich-Rechtlichen, die ihre Gebührenfinanzierung bislang noch mit ihrem gesellschaftspolitischen Auftrag einer “Grundversorgung” begründen können, die Frage stellen, welche Aufgabe sie in dieser neuen TV-Welt noch erfüllen. “Irgendwann”, sagt Friedrichsen, “müssen wir die gesellschaftliche Entscheidung treffen: Wollen wir uns ARD und ZDF gönnen?”

Der ehemalige Verfassungsrichter Wolfgang Hoffman-Riem hat dagegen bei einer Jubiläumsveranstaltung des NDR und vor einigen Tagen in der SZ (kostenpflichtig) betont, dass die Ö-R deshalb umso wichtiger seien und nicht von neuen Verbreitungswegen ausgeschlossen werden dürften.

Iraner bloggt aus Israel

Patrick Gensing hat für tagesschau.de ein spannendes Interview mit dem iranischen Überblogger Hoder geführt, der zur Zeit aus Israel bloggt, um so zur Völkerverständigung (welch altmodisch anmutendes Wort!) berichtet.

Bürgerjournalismus: Ein Gespräch mit Dan Gillmor

Auf die Frage, ob man mit Citizen Journalism Geld verdienen kann, gab Dan Gillmor eine zurückhaltende, sehr skeptische Antwort.

Dass er vor wenigen Tagen das Ende seines ambitionierten Projekts Bayosphere verkündete, ist vor diesem Hintergrund keine Überraschung. Spätestens seit Gillmor, einer der profiliertesten Technologie-Journalisten und Autor von We the Media, für das Center for Citizen Media als Direktor aktiv wurde, stand hinter Bayosphere ein logisches Fragezeichen. Auch wenn Citizen Journalism als Geschäftsmodell bei diesem frühen Testlauf nicht gezündet hat – das Phänomen als solches verändert die Medienlandschaft nachhaltig.

Vor Beginn des Digital Lifestyle Day 06 in München hatte ich Gelegenheit, mit Dan Gillmor [Foto] über seine Erfahrungen als Citizen Journalist zu sprechen.

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Interview: “Medien sollen Nutzer-Beiträge einfordern”

Die Fachjournalistin Katja Riefler berät Zeitungsverlage beim Einsatz der neuen Medien. “Citizen Media”, in den USA eines der heißen Schlagwörter des letzten Jahres, hält sie ” für einen ganz wichtigen Trend, der in Deutschland seine Zukunft noch vor sich hat”. Darauf müssten sich die Medienhäuser einstellen. Gleichzeitig gibt Riefler im Interview zu bedenken: “Auch die Beteiligung an Mailinglisten war in Deutschland ja nie so stark wie bei vergleichbaren Initiativen in den USA.”

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Citizen Journalism: Die Laien kommen

Ob Surflehrer mit Internet-Tagebuch oder Touristin mit dem Fotohandy: Der Tsunami in Asien machte Augenzeugen von einem Augenblick zum anderen zu Reportern, Weblogs und andere Internet-Seiten zu wichtigen Nachrichtenquellen. Und spätestens seit Zeitungszar Rupert Murdoch im April in einer Rede vor dem US-Verlegerverband seinen Kollegen ins Stammbuch schrieb, sie hätten den Draht zu den Lesern verloren und stattdessen von miteinander kommunzierenden Bloggern und Podcastern schwärmte, ist klar: Im Netz passiert etwas, was die traditionellen Medien kaum ignorieren können.

Einige haben bereits reagiert: Vor allem in den USA sind in den letzten Monaten Internet-Projekte an den Start gegangen, bei denen die Nutzer selbst Artikel veröffentlichen können. Sie verstehen sich als “mikrolokale” Ergänzung der Tageszeitung – oder gar als deren Ablösung.

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