Archivierte Einträge für Citizen Journalism

Blogs, Politik und Journalismus in Deutschland

Brauchen Blogger den Mainstream? In der vorherigen Ausgabe der Medienzeitschrift Message wurde eine kommunikationswissenschaftliche Studie der Uni Leipzig veröffentlicht (Text als PDF). Sie hatte deutsche Blogs auf politische Inhalte untersucht (zum einen populäre Weblogs ausführlich, zum anderen mittels Analyse von Suchmaschinen-Ergebnissen, Untersuchung im Sommer 2008 – also für wissenschaftliche Verhältnisse geradezu brandneu). Zentrale Thesen waren: Viele Blog-Inhalten bauten auf den traditioneller Medien auf, wären mithin ohne diese nicht möglich. Politik sei ein Randthema in Blogs.

In der aktuellen Message-Ausgabe reagieren darauf Johnny Haeusler (Spreeblick), Stefan Niggemeier (Medienjournalist & -blogger), Lukas Heinser (Blog Coffee & TV) und Johannes Boie (bei Bloggern wenig beliebter SZ-Autor). Auch ich wurde Ende Dezember um meine Meinung gebeten. Hier ist sie.
Weiterlesen…

Leser schreiben Geschichte

Von Zeit zu Zeit-Website (Screenshot)

Auf dem Internet-Portal Von Zeit zu Zeit können Leser der „Stuttgarter Zeitung” seit September ihre Bilder und Erlebnisse aus dem 20. Jahrhundert veröffentlichen. Weiterlesen…

WAZ-Krise und DerWesten bei Pottblog

Manchmal reicht es einfach nicht, korrekt wie ein Buchhalter Beiträge in meine Delicious-Lesezeichen-Sammlung (inzwischen fast 3.500 Links) einzutragen: Besonders hinweisen möchte ich daher auf Jens Matheusziks im Pottblog veröffentlichtes Dossier rund um die WAZ-Krise und das einjährige Jubiläum von DerWesten. Jens, der kein Journalist ist (muss ich das immer betonen?), sammelt dort mehr und vor allem vielseitigere Informationen als manches nur nachplappernde, paraphrasierende oder mit Links um sich ballerndes Medienangebot (nein, “die Guten” meine ich damit nicht, wer auch immer das sein mag). Chapeau! Aktuell im Angebot: Ein Interview mit Don Alphonso über 13 Monate DerWesten.

re:publica 2009: “Shift Happens”

Die Web-Konferenz findet – wieder mit einem schönen Untertitel – vom 1. bis zum 3. April 2009 in Berlin statt. Neben der Kalkscheune stehen noch weitere Tagungsorte zur Verfügung, so dass diesmal Platz für alle Interessenten da sein sollte (hier die offizielle Ankündigung).

Mehr zu früheren Ausgaben der re:publica bei onlinejournalismus.de.

Anschläge in Bombay: Web-Quellen

Amy Gahran hat eine Linkliste zusammengestellt – vom Live-Stream eines indischen TV-Senders über Flickr-Bilder bis zu Twitter-Quellen: “Following Mumbai attacks via social media”. Zur Glaubwürdigkeit schreibt sie: “Use your own judgement regarding which to trust…” Blogger Vinu (auch Fotos) wurde inzwischen laut einem seiner Posts auch bei CNN International als Gesprächspartner geschaltet. Diskussion darüber und Links auch bei Techcrunch, wo es heißt “Forget CNN”.

In Deutschland greift das Meedia auf: “Twitter & Flickr schlagen CNN”: Bevor die ersten Horror-Meldungen, als Breakingnews die großen Nachrichten-Networks erreichten, ging die Nachricht bereits wie ein Lauffeuer durch den Mircroblogging-Dienst Twitter.” Der Autor bemerkt aber auch: “Andererseits zeigt vor allem ein Blick auf Twitter, dass es bei der aktuellen Geschwindigkeit, in der Kurz-Postings zum Thema veröffentlicht werden, schlicht unmöglich ist, die Echtheit und Relevanz einer Information zu prüfen. Die Nachrichten sind roh.”

Wirklich Neues kann ich jetzt aber nicht erkennen: Auch beim großen Erdbeben in China 2008 wurde auf Berichte bei Twitter verwiesen, beim Tsunami 2004 waren es Blogs. Und klar, dass bei einem solchen Ereignis in einer Stadt wie Bombay das Potenzial für Social Media viel größer ist als bei einem Vorfall in Tibet.

Update, 19:20 Uhr:
Zum Social-Media-Ereignis äußern sich auch Christian Stöcker (Spiegel Online), Thomas Knüwer,Jeff Jarvis, Clemens Lerche (“Das haben wir doch bereits 2001 oder 2003 gedacht”) und Falk Lüke.

Update, 05.12.2008:
Responsible Tweeting – Lehren aus dem Bombay-Twittern (Poynter).

Themen gesucht: Worüber Medien nicht berichten

“Heute, morgen und übermorgen kann man noch Themen oder Nachrichten bei der Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) einreichen, die von den Mainstream-Medien vernachlässigt wurden”, darauf weist Christiane Schulzki-Haddouti in ihrem Blog Kooptech hin.

Zu meinem Bedauern muss ich auch einmal mehr feststellen, dass ich dieses Thema, diese lobenswerte Initiative in den letzten Jahren selbst vernachlässigt habe.

Picnic 08-Notizen: Gemeinde-IPTV, öffentlich-rechtliches YouTube und Architektur-Fansite

Logo ‘Nederland P’ | Foto: Fiete StegersDrei ganz unterschiedliche Video-Projekte aus verschiedenen Ländern wurden auf der Konferenz Picnic 08 bei Sessions des Netzwerks Citizen Media präsentiert: Klassischer Bürgerjournalismus – aber mit Unterstützung einer Telekom-Firma, dann ein Projekt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in den Niederlanden und eine Architektur-Fansite, der alle Anwesenden schließlich die besten Zukunftschancen einräumten.
Weiterlesen…

Online Journalism Review: Auf ein Neues!

Im Juli stellte das Online Journalism Review der Annenberg School of Communication an der University of Southern California den Betrieb ein. Zuvor war es jahrelang eine der wichtigsten Publikationen für den Onlinejournalismus gewesen, zuletzt in Blogform aber etwas ins Hintertreffen gegenüber anderen, jüngeren Websites geraten.

Jetzt tut sich beim OJR wieder etwas: Die neue Annenberg-Direktorin Geneva Overholser kündigt in einem Editorial an, dass die Publikation in veränderter Form zurück ist. Das OJR ist nun Teil des Knight Digital Media Centers, zweimal in der Woche soll es neue Beiträge geben, man setzt besonders auf die Konversation mit den Nutzern und sowie auf vier thematische Schwerpunkte:

1. Journalismus in einer “Konversationsumgebung”, in der das Publikum auch eine Stimme hat

2. Investigative Recherche im Internet-Zeitalter

3. Neue Geschäftsmodelle für den Journalismus

4. “Guerilla-marketing” für Nachrichten – SEO usw.

Weitere Links
bei onlinejournalismus.de:

Citizen- … journalism? CNN-Vizepräsidentin Grant über iReport

Susan Grant | Foto: Sebastian GerhardRichtig durchgestartet sei das Citizen-Journalism-Programm von CNN mit dem Amoklauf am Virginia-Tech-College, erzählt CNN Executive Vice Präsident Susan Grant. Weltweit strahlten Sender die Videobilder aus, die ein Student mit seinem Handy aufgenommen und auf CNNs “iReport”-Seite eingereicht hatte. Wie sich das iReport-Programm aus Sicht des Senders heute darstellt und warum explizit nicht “Journalismus” drübersteht, schildert Grant im Interview (Audio) mit onlinejournalismus.de

[Update: Jetzt auch deutsche Textversion]

Weiterlesen…

CNN: iReporter, Journalist Award (live)

Unsere alte G8-Mannschaft von Gipfelblog.de ist wieder beisammen. In den nächsten ein, zwei Stunden wird live von einer Diskussion zum Einsatz von Bürgerjournalisten bei CNN gebloggt. Susan Grant von CNN berichtet über das iReport-Programm des Senders. Abends berichten wir auch von der Preisverleihung des CNN Journalist Award (wo wir in der Kategorie Online selbst nominiert sind).

 « 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 14 15 16 »


onlinejournalismus.de beobachtet die Entwicklung des Journalismus im Internet.

onlinejournalismus.de wird mit WordPress betrieben (Theme: Modern Clix von Rodrigo Galindez).