Archivierte Einträge für Citizen Journalism

Auf zum Revival der .orgs

Diese .orgs kämpfen für das Gute: Sechs Internetprojekte mit der Top Level Domain “.org” wurden als “”weltweite Sprachrohre in Deutschland” geehrt.

Von Jens Steiner

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Online- und Bürgerjournalismus & Internet: Zwei Bücher zum kostenlosen Download

Die Münchner Journalistenakademie Dr. Hooffacker & Partner weist auf zwei Bücher hin, die auf ihrer Website kostenlos als Download erhältlich sind.

  • Wer macht die Medien? Back to the Roots of Journalism. Online-Journalismus zwischen Bürgerbeteiligung und Professionalisierung. Zehn Interviews im Rahmen im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Mediencampus Leipzig. Herausgegeben vom Verlag Dr. Gabriele Hooffacker. Mit einem Vorwort von Gabriele Hooffacker, Leiterin der Journalistenakademie Hooffacker, München.

    Interviews mit: Don Alphonso (Journalist und Blogger u.a. Rebellen ohne Markt und Blogbar), Gabriele Bartelt-Kircher (Leiterin der Journalistenschule Ruhr), Steffen Büffel (Medienberater und Blogger), Götz Franke (Geschäftsführender Redakteur Capital Online und Impulse Online), Christian Jakubetz (Dozent, Journalist, Blogger), Ulrike Kaiser (stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes und Koordinatorin der Initiative Qualität im Journalismus), Bernd Mann (Gewerkschaftssekretär der IG Medien und bei der Deutschen Journalistenunion (dju) Bayern), Stefan Niggemeier (freier Medienjournalist und Blogger, u.a. Bildblog), Anton Simons (Redakteur bei der “Rhein Zeitung” und Autor “Redaktionelles Wissensmanagement”), Matthias Spielkamp (Freier Journalist und Berater für Print, Online und Radio; Buchautor, Referent und Trainer der Journalistenfortbildung).

    Gabriele Hooffacker (Hg.): Wer macht die Medien? Back to the Roots of Journalism. Online-Journalismus zwischen Bürgerbeteiligung und Professionalisierung. Verlag Dr. Gabriele Hooffacker, 2008, 53 Seiten, 12 Euro, ISBN 978-3-9805604-4-3.
    Download als PDF-Datei, 187 KB: www.tinyurl.com/66mp2b

  • Wem gehört das Internet. Dokumentation zum Kongress “20 Jahre Vernetzung” 16. und 17. November 2007, München. Rund 25 Aufsätze über das Internet damals und heute. Mit einem Vorwort von Peter Lokk.

    Gabriele Hooffacker (Hg.): Wem gehört das Internet? Dokumentation zum Kongress “20 Jahre Vernetzung”
    16. und 17.November 2007, München
    . Verlag Dr. Gabriele Hooffacker, 2008, 61 Seiten, 19 Euro, ISBN 978-3-9805604-3-6.
    Download als PDF-Datei, 938 KB: www.tinyurl.com/4tp88u

Amateur-Videos: Fußballverband grätscht Hartplatzhelden vor Gericht ab

Das Landgericht Stuttgart hat gestern der Klage des Württembergischen Fußballverbands (WFV) entsprochen, der dem Portal Hartplatzhelden untersagen will, Videos von Wettbewerbsspielen aus seiner Region zu zeigen. Ein formidables Eigentor haben die WFV-Apparatschiks aus Stuttgart da geschossen.

Aber noch gibt es Hoffnung: “[D]ie Hartplatzhelden nehmen die Hinspielniederlage aufgrund schwacher Schiedsrichterleistung sportlich und gehen in die nächste Instanz”, schreibt Jürgen Kaube in der “FAZ” in seinem außergewöhnlich parteiischen Artikel “Kein Platz für Amateure im Internet”.

Auch ich bin parteiisch in dieser Sache: Ich drücke dem geschätzten Journalisten-Kollegen und anerkannt Fußballverrückten Oliver Fritsch, der mit seinem Team dieses Portal betreibt, die Daumen für das “Rückspiel”.

Auf Hartplatzhelden.de kann man sich in einer Unterschriftenliste solidarisch mit den Betreibern zeigen, dort findet sich auch ein Pressespiegel, der den Ärger über das mangelnde Medien- und Kulturverständnis der württembergischen Fußballfunktionäre eindrucksvoll dokumentiert.

Anlaufstelle für O-Ton-Sammler


Screenshot “Dokublog” (Montage: ojour)
Mikrofon an, Record drücken. Dann hochladen und es vielleicht ins Radio schaffen: Das “Dokublog” des SWR ruft zum Mitmachen auf. Eine interesssante Idee mit bisher verhaltenem Web-Echo.
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Neues Mitmachangebot: Webnews beglückt die Bürger

“Bürgerjournalismus startet in Deutschland unter www.webnews.de/augenzeuge“, teilte eben Webnews (Investoren: European Founders Fund, Holtzbrinck Ventures, Lukasz Gadowski, Oliver Jung, Stefan Glänzer) mit. Bisher war das in Köln ansässige Unternehmen nur im Bereich Social News tätig. Obacht, die “Augenzeugen” nicht verwechseln mit Augenzeuge.de, der Fotoplattform des “Stern”.

Nicht nur diese Namensgleichheit deutet darauf hin, dass der Markt mit solchen Mitmachangeboten unübersichtlicher wird. Ich bin mal gespannt, was sich davon durchsetzt; als Nicht-Journalist ist doch mein Zeit- und Medienbudget auch nur begrenzt, wer soll, wer will denn da noch überall mitmachen?

Und natürlich hegt Webnews nur hehre Absichten: “Der Bürgerjournalist nimmt einen ganz anderen Blick­winkel als ein professioneller Journalist ein und trägt damit zur Meinungsvielfalt in Deutschland bei.” Auf der Website verheißt ein Slogan: “Schreib dich glücklich bei Webnews”. Wem dieses therapeutische Versprechen noch nicht aus dem Tränental hilft, für den gibt es noch weitere Anreize: Die zehn besten Augenzeugen (“Dabei ist nicht nur die Anzahl der Berichte bzw. deren Punkte entscheidend, sondern auch insbesondere die Qualität der eingestellten Beiträge.”) können nach drei Monaten von Webnews für einen “echten Presseausweis” vorgeschlagen werden (wo steht leider nicht dabei), außerdem bekommen sie “Kleidung im Webnews-Look”. Da soll noch mal einer über “AAL” meckern. (-;

Bemerkenswert ist, wie das Holtzbrinck-Portal Deutsche Startups die fade Pressemitteilung aufsext: “Die News-Community Webnews setzt mit der brandneuen Rubrik “Augenzeuge” auf das Trendthema Bürgerjournalismus.” Freilich weist Autor Alexander Hüsing nicht darauf hin, dass es sich bei Webnews auch um eine Holtzbrinck-Beteiligung handelt und dass Webnews-Gründer Stefan Vosskötter und die Samwer-Brüder (European Founders Fund) wiederum mit Deutsche Startups verbandelt sind. Auf eine unabhängigere Alternative zum “unkritischen” Deutsche Startups hat kürzlich Medienlese mit Blase2null hingewiesen.

Update 14.02.08
Auch Thomas Lückerath von DWDL hat sich seine Gedanken über Webnews gemacht und bemängelt unter anderem den Slogan “Schreib dich glücklich bei Webnews”, im Hintergrund zu diesem Werbespruch ist übrigens zeitweise auch ein brennendes Haus zu sehen. Wenn die Anbieter bei so einfachen Dingen schon so wenig Fingerspitzengefühl beweisen, darf man gespannt sein, was in Zukunft noch auf dieser Plattform zu sehen sein wird.

Alternativer Medienpreis 2008: Jetzt bewerben

Zum neunten Mal haben Medienschaffende die Möglichkeit, die Jury des Alternativen Medienpreises mit ihren Beiträgen zu überzeugen. Teilnehmen können laut Website “alle, die journalistisch tätig sind in nichtkommerziellen Medien; Medien, die sich aus den neuen sozialen Bewegungen entwickelt haben und die mit ihrer Arbeit einen emanzipatorischen Beitrag leisten”.

Der Preis wird in diesem Jahr in den Sparten Internet, Print sowie Audio und Video verliehen. Erstmals können auch Podcasts eingereicht werden. Der Alternative Medienpreis wird von der Nürnberger Medienakademie e.V., dem Münchner Medienladen und von Radio Z, dem einzigen alternativen, nicht-kommerziellen Radio in Bayern ausgeschrieben.

Als Preisgeld gibt es sechs Mal 500 Euro zu gewinnen. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2008. Überreicht werden die Preise am 25. April 2008 in Nürnberg. Mehr dazu unter: www.alternativer-medienpreis.de.

Mehr zum Thema bei Onlinejournalismus.de:
Charme abseits des Mainstreams: Alternativer Medienpreis verliehen (Artikel vom 11.05.2007)

Klassentreffen: re:publica’08 Anfang April in Berlin

Unter dem Titel “re:publica’08: Die kritische Masse” findet vom 2. bis 4. April 2008 zum zweiten Mal ein Treffen von Bloggern und anderen Netzbewohnern in Berlin statt. Fiete Stegers bezeichnete die erste re:publica 2007 bei Tagesschau.de als “großes Klassentreffen, Bestandsaufnahme und Ideenschmiede der Szene”.

In der Pressemitteilung zur “re:publica’08″ heißt es: “Das Konferenz-Motto “Die kritische Masse” steht für verschiedene Seiten des gleichen Komplexes: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web 2.0-Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern. Und zum anderen steht auch die Fähigkeit der Masse zur Kritik im Zentrum des dreitägigen Events.”

Die Besucher können laut den Veranstaltern, Spreeblick und newthinking communications,
vermutlich zwischen fast 100 Vorträgen, Diskussionen und Workshops auswählen. Das Programm verspricht einige sehr attraktive Inhalte: Datenschutz im Web 2.0, Zukunft der Social Networks, Qualitätsdebatte Blogs vs. Journalismus?, Miez – Über Sinn und Unsinn von Katzencontent, Porno 2.0, Placeblogging und Stadtwikis, Geld verdienen mit Blogs – reloaded (leider ohne Don Alphonso aber dafür mit Johnny Haeusler, Robert Basic und Sascha Lobo), Was dürfen wir bloggen? Recht im Web 2.0, Abgeordnetenwatch, Plagiarismus 2.0, Was ist öffentlich-rechtlich im digitalen Zeitalter? Die Internet-Strategie der ARD im Realitätscheck.

Mehr unter: www.re-publica.de

N24.de (noch nicht) relauncht

N24 hat einen umfangreichen Relaunch vor und wirbt dafür mit einer dicken Anzeige im gedruckten Spiegel (22.01.2008). Noch ist aber wohl noch nichts passiert.

Wie es werden soll, erfährt man in diesem Video im May-Blog von N24-Moderatorin Michaela May (das ist die, bei der die Kommentatoren im Blog Autoren genannt werden), das auch einige Screenshots zeigt. Stichworte: mehr Kommentarmöglichkeiten für Nutzer, die auch direkt eigenes Bild- und Video-Material zu Nachrichtenthemen hochladen können. Vor allem will N24 seine Bewegtbildinhalte in den Vordergrund der Site stellen und in einer Mediathek, die “Mediacenter” heißen wird, zusammenfassen. Versprochen werden auch Download-Möglichkeiten für die Inhalte (endlich Flugzeugträger-”Dokumentation” unterwegs anschauen!).

Update:
Inzwischen ist der Relaunch da. Mehr dazu von Roman Mischel.

Gut gemeintes Kyrill-Special

Zum Jahrestag des (für deutsche Verhältnisse verheerenden) Wintersturms “Kyrill” hat der Der Westen sein erstes (mir bekanntes) umfangreiches Dossier aus Texten und einem Multimedia-Special veröffentlicht. Im Dossiers spiegelt sich im Kleinen wieder, was wir von Der Westen im Ganzen kennen: einige gute Ideen, hier und da Experimentierfreude, aber in der Umsetzung dann doch (noch) nicht so wirklich gelungen. Weiterlesen…

Konken, Knüwer, Alphonso im Livestream

Am Donnerstagabend, 10.01., findet in Berlin die Diskussion über die Qualität des Journalismus im Netz statt, bei der der DJV-Vorsitzende Michael Konken auf seine Kritiker wie Thomas Knüwer und Don Alphonso trifft. Konkens Rede zum Thema, die er auf dem DJV-Verbandstag hielt, hatte nach einem Hinweis von onlinejournalismus.de ein starkes Gegenecho geernet.

“Die Diskussion ist bereits ausgebucht, kann aber live im Internet unter http://www.djv.de/livestream ab 19.00 Uhr bis zum vorgesehenen Ende gegen 21.00 Uhr verfolgt werden”, teilt der DJV mit.

Update 10.01.08

Auch die am 15. Januar in Berlin stattfindende Konferenz “Neue Öffentlichkeit? Was Videojournalismus, Bloggen und Co. für Gesellschaft und Auslandsrundfunk bedeuten” bietet einen Livestream an.

Mehr:

Update 11.01.08
DJV-Qualitätsdiskussion: Niveau einer Christiansen-Sendung

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