Archivierte Einträge für Debatte

Wunschzettel für 2008

Onlinejournalismus 2008 (Foto: Stegers)

Letztes Jahr gab es einen Merkzettel mit den angekündigten Vorhaben der Redaktionen. Diesmal drehen wir den Spieß um: Was wollen wir 2008 im Onlinejournalismus sehen, damit es voran geht? Für einen Weihnachtswunschzettel sind wir zwar fast schon ein wenig spät dran, aber über gute Vorsätze zu Neujahr dürfen sich die Onlineredaktionen, Blogger, Video-Vorkämpfer und Bürgerjournalisten da draußen gerne jede Menge Gedanken machen. Wir bitten um Vorsatz-Vorschläge unten in den Kommentaren

(Und frohe Festtage wünschen wir unseren Lesern natürlich auch!)

DJV lädt zur Podiumsdiskussion “Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www” ein

Update 11.01.08
DJV-Qualitätsdiskussion: Niveau einer Christiansen-Sendung

Update 09.01.08: Die Podiumsdiskussion am Donnerstag, 10.01.08, ist bereits ausgebucht, kann aber live unter www.djv.de/livestream ab 19.00 Uhr bis zum vorgesehenen Ende gegen 21.00 Uhr verfolgt werden.

Nachdem der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Michael Konken, sich kürzlich mit seinen umstrittenen Äußerungen über Blogs einige Kritik von Bloggern und Journalisten anhören musste (siehe: “Müll von Qualität trennen”: Rede des DJV-Bundesvorsitzenden), gibt es am 10. Januar 2008, 19 Uhr in Berlin-Mitte Gelegenheit unter anderem mit ihm darüber zu sprechen. Hier der Text zu der Veranstaltung “Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www”:

Brauchen Online-Medien klar umrissene journalistische Grundregeln, vergleichbar dem Pressekodex für Zeitungen und Zeitschriften? Welche Rolle spielt Qualitätsjournalismus im Internet? Welche Bedeutung kommt im journalistischen Alltag den Blogs zu? Diese Fragen werden vor allem in Internetblogs immer wieder sehr strittig diskutiert. Der DJV will die Diskussion öffentlich mit Medienexperten und Praktikern führen. Über den Journalismus im world wide web diskutieren am 10. Januar unter anderem DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken, Hans-Ulrich Jörges vom Stern, Prof. Dr. Wolfgang Donsbach von der Universität Dresden, Thomas Knüwer vom Handelsblatt-Blog und der Blogger Don Alphonso.

Bitte lassen Sie uns bis spätestens 21. Dezember 2007 per E-Mail an djv@djv.de wissen, ob Sie an der Podiumsdiskussion teilnehmen möchten. Weitere Details zu der DJV-Podiumsdiskussion teilen wir zu einem späteren Zeitpunkt mit.

Nachtrag 18.12.07
Das Podium ist nun vollständig: Hans-Ulrich Jörges vom “Stern”, Prof. Dr. Wolfgang Donsbach von der Universität Dresden, Thomas Knüwer vom Handelsblatt-Blog, Michaela May von N 24 (Chefkorrespondentin Politik), Björn Sievers von Focus Online, der Blogger Don Alphonso und DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.

Stattfinden wird das Ganze am Donnerstag, den 10. Januar 2008 um 19.00 Uhr im Automobil Forum Unter den Linden in Berlin-Mitte. Laut Pressemitteilung sind noch Anmeldungen unter djv@djv.de möglich.

“Müll von Qualität trennen”: Rede des DJV-Bundesvorsitzenden

Update 11.01.08
DJV-Qualitätsdiskussion: Niveau einer Christiansen-Sendung

Update 09.01.08: Die Podiumsdiskussion am Donnerstag, 10.01.08, ist bereits ausgebucht, kann aber live unter www.djv.de/livestream ab 19.00 Uhr bis zum vorgesehenen Ende gegen 21.00 Uhr verfolgt werden.

Update 27.11.07: Der DJV lädt zu einer Diskussion mit Michael Konken ein.
Der unten aufgeführte Text ist ein Ausschnitt aus der Rede des Bundesvorsitzenden des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Michael Konken, anlässlich des DJV-Verbandstags, der vom 5. bis 7. November 2007 in Saarbrücken stattfand. Ich bin auch Mitglied im DJV und dort ehrenamtlich engagiert, an dem Verbandstag habe ich auch teilgenommen.

Mit Konkens Aussagen bin ich fast in keinem Punkt einverstanden, leider habe ich mich nicht dazu aufraffen können, beim Verbandstag Widerrede zu halten. Ich würde mich freuen, wenn hier eine sachliche Debatte über diesen Redeausschnitt stattfinden würde. Ich denke, dass es auch im Sinne des Verfassers, Michael Konken, ist, dass eine öffentliche Diskussion über diese Aussagen stattfindet. Bitte beachtet/beachten Sie unsere Kommentar-Regeln. Die vollständige Rede ist auf der Website des DJV abrufbar. Weiterlesen…

I know more than you about the internet! No, you don’t.

Stephen Colbert lässt dem papiertrollenden Internet-Paranoiker Andrew Keen die einzig richtige Behandlung angedeihen – die humoristische. [Video bei Comedy Central] Wir sollten vielleicht öfter gleich die Komiker reinrufen, statt unsere Zeit bei wichtigtuerischen Journalisten-Panels und Kongressen zu verplempern…

Kulturpessimismus: “Technisch geht es bergab in den Medien”

“Bei vielen onlinejournalistischen Angeboten wird kritisiert, dass sie die Möglichkeiten der Multimedialität, also die Wahl des jeweils geeigneten Kommunikationskanals, unzureichend ausschöpfen”, heißt es im Wikipedia-Beitrag zum Online-Journalismus. Dem kann ich zustimmen. Manchmal ist es aber auch des Multimedialen zu viel oder die Qualität auf diesen Ausspielkanälen ist einfach schlecht. Das stellt Thomas Hollmann in der aktuellen Ausgabe seiner “Mediennachlese” im Inforadio des RBB fest.

Hollmann nennt Audio-Angebote von Zeitungen und berichtet von seinen Erfahrungen damit:

“Leider nur liest nicht der Autor seinen Artikel vor, sondern ein Computerprogramm wandelt die Schrift in Sprache um. Was eindeutig zu Lasten von Klaus Wowereit geht. Denn der heißt Klaus Wauwereit und trinkt gerne Chaumpagner. Was sich nicht schön anhört. Tragisch wird es, wenn das Zeitungsvorleseprogramm aus MS-Patienten Millisekunden-Patienten macht. Und der Artikel-Roboter in einem fort leiert und falsch betont und Wörter verstümmelt, dass einem das Trommelfell blutet.”

Für Hollmann sind solche Misstöne beispielhaft und er folgert: “Technisch geht es bergab in den Medien”. Als weitere Belege für die These erwähnt er schlechte Bilder bei CNN – “Wichtig ist die kostengünstige Krise, nicht die Qualität ihrer Abbildung”, und Fotos von Leserreportern der “Bild”.

Schuld an der mangelhaften Qualität sei “zu viel mediale Technik in dieser Welt und viel zu viele, die sie ohne Hemmungen” benutzen und verbreiten. Die Folgen seien “fatal”: “Wir gewöhnen uns an einen technischen Standard, der ständig sinkt. Denn wenn die Form wurscht ist, dem ist irgendwann auch der Inhalt egal”. Das klingt doch ein bisschen zu kulturpessimistisch.

Diesmal hat Axel Springer recht

Unglaublich – ich bin mal einer Meinung mit Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner.

Denn die Idee, dass für Videopodcasts und andere von Online-Medien verbreitete Bewegtbildinhalte eine Sendelizenz notwendig sei, ist absurd und anachronistisch. Weiterlesen…

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