Archivierte Einträge für Design

ARD-Mediathek startet mit Testversion

ARD-Mediathek (Screenshot) | [M]: ojour.de

Still und leise – nicht mal eine Pressemeldung wurde herausgegeben – startete die ARD an diesem Wochenende ihre Mediathek, zu finden unter: www.ardmediathek.de. Die Seite ist mit einer roten Banderole versehen: Testversion. So lässt etwa die Übersichtlichkeit noch zu wünschen übrig. +++ Update 19.05.08 +++
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Original elektronische Presse

Zurück zum Print-Design: Spiegel Online hat eine Seite 2 eingeführt. Sie verspricht “Reportagen, Analysen, Interviews”, die nicht auf der Startseite untergehen sollen. Die Seite 2 wird prominent beworben: in der rechten Spalte der Homepage unter dem Video-Kasten – dort, wo bis vor kurzem noch unter dem Stichwort “exklusiv” zwar keine exklusiven, aber immerhin Autorenstücke beworben wurden. Möglicherweise wechseln sich die beiden Kästen auch nur ab oder es handelt sich um einen Testbetrieb – wir sind gespannt.

Nachtrag, 9.5.2008:

Turi und DWDL haben die Entschleunigungskomponente inzwischen auch entdeckt. Der laut DWDL designierte Blumencron-Nachfolger Rüdiger Ditz kündigt “für die kommenden Wochen … weitere Neuerungen für die “Seite 2″-Rubrik bei “Spiegel Online” an, die sich derzeit allerdings noch in der technischen Entwicklung befänden.”

BR-Online in frischem Gewand: Mia gfoits

Screenshot: BR Online

Nach gefühlten 20 Jahren hat der Bayerische Rundfunk am Montag sein neu gestaltetes Web-Angebot freigeschaltet: Mir gefällt’s. Freilich bin ich Lokalpatriot. Weiterlesen…

Die Netzeitung ist tot, es lebe die neue Netzeitung

Sauber, schlicht, ein wenig kühl, übersichtlich, mit einheitlicher Typographie – so ist mein Eindruck von der neu gestalteten Netzeitung. “Sieben Jahre nach ihrer Gründung hat sich die Netzeitung eine neue Farbe und ein zeitgemäßeres Layout gegeben”, schreibt Chefredakteurin Domenika Ahlrichs. Auch ein neues Logo wurde kreiert, der Seitenkopf ist jetzt grün. Auf den ersten Blick erkenne ich die Netzeitung nicht wieder.

Eigentlich ganz gelungen. Eigentlich. Aber, kein Vorwurf an den Designer und die anderen Verantwortlichen, die Seite wirkt auf mich auswechselbar, fast beliebig – Web-Zwo-Null-Stil von der Stange. Und – auch dies soll kein Vorwurf an die Redakteure sein –: “groß” gehört hat man von der Netzeitung seit einem Jahr nicht mehr, sie arbeitet wohl solide aber mit sprödem Stil vor sich hin. Möge ihr das neue Gewand wieder ein wenig mehr Leben einhauchen.

FAZ-Relaunch: Breit und blass

Ich bin nur ein sporadischer Nutzer von FAZ.net. Auch nach dem Relaunch wird das nur so bleiben: nichts, was mich nach den ersten paar Klicks umgehauen und zum Dauernutzer konvertiert hätte. Zugegeben, viel Zeit um mich zu überzeugen habe ich den Frankfurtern nicht eingeräumt.

Aber was man sieht, sieht – wie schon erste andere Stimmen zum Relaunch sagen – wenig überraschend aus: Die Site ist in die Breite gegangen, setzt nur noch eine Top-Navigation ein (wie früher allerdings mit mit einer mich etwas verwirrenden, weil optisch wenig trennscharfen Subnavigation darunter), rechts oben wird ein Kommentar platziert (wie bei sueddeutsche.de), darunter das Videoangebot (gab’s das vorher schon? Vermutlich gut versteckt). Die Homepage wirkt weniger vollgepackt und ist es wahrscheinlich auch. Die vielen blauen Hintergründe sind verschwunden, stattdessen setzt man auf Weißraum – gut für die Lesbarkeit, böse formuliert aber blass, wie ein Kommentator im Jonet anmerkte.

Und die Gesamtwirkung?

Another news website in Germany looks like anybody else. (Talking about Spiegel.de, Focus.de, Suedeutsche.de, Welt.de,…)

Come to think of it, I should be rather proud, as the recipe everybody is converging upon is basically the same that we came up with nearly 10 years ago when we worked on the 1998 Spon5 relaunch.

schreibt Lorenz Lorenz-Meyer, seinerzeit Redakteur bei Spiegel Online – und noch ein paar weitere Sätze über Ähnlichkeiten und zur langfristigen Design-Entwicklung.

Ex-FAZ.net-Redakteur Peter Schumacher findet das neue Design seiner alten Kollegen gelungen, hat aber auch noch ein paar Verbesserungsvorschläge.

Zwei Sites, auf deren Meinung ich gespannt bin, haben sich noch nicht geäußert: das Design Tagebuch und Alexander Svenssons Wortfeld.

Update, 20.11.2007: Sieben Verbesserungsvorschläge bei Wortfeld – und hier die Analyse des Design Tagebuchs.

Platz für etwas, das nicht ins TV passt

Folge-Mag (Screenshot [M]: ojour.de)
Beim ersten Mal war er seiner Zeit voraus. Diesmal sollte es angesichts des Video-Booms im Netz eigentlich genau der richtige Zeitpunkt sein, dachte Frerk Lintz. Sein neues Projekt ist ein erstklassig produziertes Interview-Magazin, das im Web seinesgleichen sucht. Allerdings bisher auch noch einen Abnehmer.
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Treffer, leider versenkt

Zwei Jahre nach dem verheerenden Hurrikan Katrina beschreibt das “Time Magazine” in einem Schwerpunkt die Konsequenzen, die New Orleans und Lousiana aus der Katastrophe gezogen haben. Ein sehr lesenswerter Bericht, dessen Tenor eine vernichtende Kritik an Politikern und dem für den Hochwasserschutz zuständigen Army Corps auf Engineers ist, die auf verhängnisvolle alte Fehlentscheidungen neue folgen lassen. Gewürzt wird der Bericht immer wieder mit trockenen Kommentaren und Zitaten (“Rückzug ist unamerikanisch. Deshalb brauchen wir ein besseres Wort dafür.”), die ihn umso lesenswerter machen. Nachlesen lässt sich der Report in voller Länge auch online. Dort ist er Teil eines noch ausführlicheren Specials, das um zusätzliche Blickwinkel auf das Geschehen erweitert wurde.

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NZZ / Redesign

Redesign auch bei der NZZ, berichtet Medienlese – und wie stets gibt es unter den Kommentaren derjenigen Nutzer, die sich öffentlich zu Wort melden, zahlreiche verärgerte.

Schäuble, schön gelöst

Nach der Kritik das Lob: Was heute.de als “interaktiv” verkauft, schafft die Zeit ebenso ohne überflüssiges Flash und mit schöneren Bildern: Schäubles Schreckensliste.

Spiegel Online lädt zum Textvergleich zwischen dem Bundesinnenminister und seinem Vorgänger: “Schily reloaded”.

Und noch ein Positivbeispiel für die oft gescholtene Darstellungsform Quiz: “Wer fordert mehr?” beim Zünder der Zeit (via Coffee and TV).

Tagesspiegel, Relaunch

Bei mir ist es häufig der erste Eindruck, der zählt, wenn ich eine Website besuche. Bisher hatte der Tagesspiegel da keine Chance: Die Seite sah im Vergleich zur Konkurrenz langweilig aus. Gelandet bin ich dort nur zufällig über Suchmaschinen.

Der alte Tagesspiegel.

Seit heute Nachmittag ist der neue Tagesspiegel online – und der sieht wirklich gut aus. Auf den ersten Blick erinnert er mich an eine Mischung aus ZEIT und New York Times.

Der alte Tagesspiegel.

Dass sich die Website ein wenig wie Zeitung anfühlt, liegt neben der Farbgebung sicher auch an der Serifenschrift “Georgia”, die fast durchgängig (selbst für die Menüführung) benutzt wird. Und natürlich an den vielen Spalten.

Im Vergleich zur alten Site (den man kaum anstellen kann) ist die Navigationsleiste jetzt nach oben in die Horizontale gewandert – ein Trend, der bei vielen Relaunches der letzten Monate zu beobachten war (außer bei den Machern von Welt Online, die sich bewusst dagegen entschieden haben).

Das Layout ist im Großen und Ganzen zweispaltig, zumindest auf Artikelebene. Hier ist mir persönlich die Hauptextspalte etwas zu breit geraten, durch die langen Zeilen strengt das Lesen auf Dauer schon sehr an. Was auf jeden Fall positiv ist: Die Redaktion will mit ihren Lesern kommunizieren. Die Artikel sind kommentierbar, vorausgesetzt, User überwinden vorher die Registrierungshürde.

Während die rechte Spalte wegen diverser Werbeformen immer gleich groß bleibt, wird die Hauptspalte auf den Centerpages aufgeteilt und macht damit die Teasertexte natürlich wieder viel lesbarer. Klickt man sich in ein beliebiges Ressort (z.B. “Berlin”), öffnet sich in einer mittleren Spalte eine Stichwortsammlung zu aktuellen Themen. Das Ganze funktioniert vermutlich ähnlich wie Tag-Wolken auf diversen anderen Sites, sieht nur eben anders aus.

Multimedia scheint der optischen Gewichtung nach beim Tagesspiegel in Zukunft eine große Rolle zu spielen: Auch hier ist der “Video”-Reiter ganz oben platziert. Außerdem befindet sich auf der Startseite eine große Multimedia-Box mit Teasern zu Videos und Fotostrecken in der Hauptspalte auf der Startseite.

Im Video-Archiv (das in einem POP-Fenster öffnet) befinden sich immerhin schon 20 Produktionen, darunter neben größtenteils redaktionseigenen Stücken auch Episoden des Elektrischen Reporters, die ja auch beim Handelsblatt zu finden sind (wenige Stunden nach dem Relaunch funktionieren die Videos bei mir noch nicht; das wird aber sicher bald behoben sein).

Der neue Tagesspiegel sieht auf jeden Fall gelungen aus und spielt für mich rein optisch in der ersten Liga.

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