Archivierte Einträge für Design

Innenansichten beim Tagespiegel

Aus unseren Technorati-Referrern: Die neue Chefredakteurin Mercedes Bunz und ihr Kollege Markus Horeld wollen den Relaunch der Tagesspiegel-Website in einem Blog begleiten. Nach dem (unbeabsichtigten?) “Hello World!” gibt es bei innenansichten.tagesspiegel.de jetzt auch den ersten substanziellen Eintrag. Vorgestellt werden sollen unter anderem die Design-Entwürfe – der Relaunch-Termin ist aber schon für Anfang Mai/Ende Juni angesetzt.

Neue ZEIT online

Zeit online relaunch
Von wegen Montag.Es ist Sonntagnachmittag und DIE ZEIT online klebt noch ein bisschen mehr am linken Bildschirmrand als sonst. Sie ist stark verschlankt, und gefällt ganz wie das gedruckte Mutterblatt über dem Knick mit viel Bild.

Die neue Startseite funktioniert, denn sie ist nicht länger nur Sprungbrett, sondern kann an vielen Stellen unmittelbar “benutzt” werden: ein kleiner Videoplayer, die Merkliste mit all den kleinen Merkzetteln, der Bildungshappen und der Servicekasten – man schaut nicht nur aufs Angebot drauf, sondern ist bereits mittendrin, obwohl man gerade erst gekommen ist.

Ein kleines Fragezeichen steht hinter der Drehscheibe, bei der jedem Betrachter schwindelig werden dürfte. Ein Großes steht hinter dreierlei Reiternavigationen, denn jede verhält sich anders. Und dann ist da noch die linke Spalte, die ihre irgendwie lieblose Gestaltung wieder wettmachen könnte, ließen sich die bereits stark modulhaft anmutenden Boxen auch tatsächlich als solche behandeln, also verschieben und vielleicht sogar personalisierbar an- oder ausknipsen.

In den Leser-Kommentaren überwiegt jedenfalls bislang eher die Skepsis gegenüber dem neuen Outfit – und ein schwer seufzendes “wir gewöhnen uns schon dran”.

DAG, Nederland!

Screenshot DAG-Titelseite Die Niederlande haben mit DAG eine neue Gratiszeitung. Die setzt auf kurze Texte und große Bilder – nicht gleich an “Bild” denken, die Optik ist um einiges moderner.

Dag (Eigendarstellung) will außerdem auf die Verknüpfung von Online, Print und Mobil setzen, weist in der gedruckten Ausgabe (PDF-Version) u. a. auf Videos hin, die aufs Handy gezogen oder online angeschaut werden können. Auch könnten Bilder gezeigt werden, die nicht mehr in die Zeitung passt, sagte der Chefredakteur gegenüber dem NOS Journaal. DAG begreift das Netz fast auschließlich visuelles Ergänzungsmedium – ergänzende Texte und Hintergrundinformationen finden sich überhaupt nicht. Die Site erinnert an die Online-Auftritt von Magazinen, keine Ähnlichkeit mit Newsportalen. Entsprechend sieht auch die Mannschaftsstärke aus: 16 Printredakteuren, 7 Bild- und 2 Videoredakteuren stehen 4 Onlineredakteure gegenüber (5 Schlussredakteure – für Print? – gibt es auch noch).

Eine Abteilung “Citizen Journalism” gibt es auch – aber dass ein Gratisprodukt, das Leute in der U-Bahn lesen und dann in die nächste Mülltonne schmeißen, attraktiv genug für eine entsprechende Community ist, bezweifele ich. Immerhin: Die Leser-Beiträge sind offenbar tendenziell länger als die der Online-Redaktion.

Mehr: De nieuwe Reporter über DAG.

NDR geht in die Breite

In aller Kürze: Die Kollegen des NDR haben ihrer Startseite (aber noch nicht mit allem, was dahinter liegt) ein neues Gesicht verpasst, das moderner wirkt und mehr Platz für großformatige Fotos lässt. Hinter den Kulissen wird ein neues CMS eingesetzt.

Nachtrag: Das Blog “Design Tagebuch” hat sich die Site bereits genauer angesehen.

re:publica / Alte und Neue Medien

Einige – nicht wörtliche – Eindrücke von der Hauptdiskussionsrunde der re:publica, Titel: “Die Medien(r)evolution – wie überholt sind die alten Medien, wie innovativ die neuen?”
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Movers & Shakers auch im Web

Es war ja irgendetwas zwischen seltsamer Arroganz und unverständlicher Blödheit, dass Vanity Fair Deutschland zum Magazinstart mit einer gigantischen Werbekampagne beglückte, die dazugehörige Website aber auch im “Web First”-Zeitalter erst etliche Wochen später starten wollte. Jetzt ist die Site online. Einige Eindrücke: Alles sehr flashig und verspielt, magazinig und eigentlich gar nicht mal schlecht. Aber Usability ist dann aber doch eher was anderes.

  • Auf den Artikelseiten werden große Flashvideos eingebunden, die an dieser prominenten Stelle tatsächlich den Text ergänzen könn(t)en. Macht sich gut beim Thema Fantastische Vier, im Fall Eva Padberg weiß man allerdings gar nicht, worüber die Frau da redet. Nervig ist vor allem, dass die Videos automatisch starten.
  • Es gibt eine “Video Cloud”: Haschmich-Spielen mit Teaser-Bildchen. Die “Fact Cloud” ist offenbar so beweglich, dass sie schon wieder verschwunden ist.
  • Standardschriftgröße in Artikeln arg klein.
  • RSS-Feeds für die einzelnen Ressorts: Längst noch nicht überall anders Standard.
  • Gala lässt grüßen: Ein Geburtstagskalender für Prominente.
  • Code-Validation: “66 Errors”
  • Bei den Blogs habe ich mich dagegen an Rainald Goetz’ Ergüsse herangetraut, über die ich schon im Heft den Kopf geschüttelt hatte. Das wiederholt sich hier. Obendrein setzt Vanity Fair hier bei der Darstellung (unfreiwillig?) auf absolute Nüchternheit: Design wie 1996.

(via Medienrauschen)

Experimentierfeld Tagging

Tagging (Grafik: ojour)
Tags sind bei den großen Online-Medien noch selten: Auch deshalb wurden ihre Einführung beim Welt Online besonders beachtet. jetzt.de setzte bereits bei seinem Relaunch vor mehr als einem Jahr auf Tags – und musste auch Lehrgeld zahlen. [Bildstrecke mit Audio-Kommentar].
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Relaunch RTL.de

Auch offtopic? Schwierige Frage, immerhin geht es bei uns vornehmlich um Journalismus. Jedenfalls ist auch bei RTL.de alles neu. Stefan Niggemeier, der ja auch vor längeren Neun-Live-Sessions nicht zurückschreckt, hat sich intensiver damit beschäftigt und jede Menge aufschlussreiche Screenshots gezogen. Sein Zwischenfazit:

Selbst wenn RTL.de es irgendwann schaffen sollte, die unfassbare Zahl von Programmier-Fehlern zu korrigieren, bleiben die Seiten eine unfassbare Zumutung. Nach wie vor packt RTL.de Nachrichten in endlose Bildergalerien (wie diese) von unbestimmter (und nie angegebener) Größe, bei denen die Texte unter wahllos zusammengeklaubten und dazu eher nur zufällig passenden Fotos stehen.

Immerhin kann man RTL.de zugute halten, dass die Startseite jetzt etwas aufgeräumter und weniger mit Links zugekleistert aussieht. Die gesamte untere Hälfte rangiert übrigens unter einer “Shopping” betitelten Trennlinie. Übervorsichtig? Neben Partnerschaftsvermittlung und Tittenfotos werden dort auch ein Superstar-Video und ein Oscar-Special annonciert, die – zumindest auf den ersten Blick – als normale Programmbegleitung durchgehen würden.

Userfeedback sammelt RTL vorsichtigerweise nur als E-Mail (userfeedback@rtl.de).

Auf der Suche nach “Net-Credibility” und einem potenten Käufer

“Die Netzeitung steht zum Verkauf und putzt sich heraus – gerade noch rechtzeitig” – so beginnt heute eine umfangreiche Zustandbeschreibung des Online-Mediums in der “Süddeutschen Zeitung”: Nach der “optischen Entschlackung” von Anfang der Woche werden ein paar inhaltliche Neuerungen angekündigt, von denen aber keine umwerfend klingt.

Unklar bleibt auch, wie sich die Netzeitungs-Mannschaft verstärkt auf Internet-Themen stürzen will: Heißt das, aus Blogs abschreiben? Und was soll dann die “Net-Credibility” sein, die sich die Netzeitung selbst zubilligt? Damit sind schon andere auf die Nase gefallen. Die entsprechende Passage in der “SZ” ist ziemlich verquast – aber vielleicht liegt das ja auch daran, dass die neuen Netzeitungs-Chefs Ehlert und Angele selbst noch nicht genau wissen, was sie eigentlich wollen/sollen. Weiterlesen…

Relaunch bei El Pais

El Pais hat eine Relaunch hinter sich: Die Site geht deutlich in die Breite (Fotos auf Artikelebene betrachten) und liegt auch sonst im Trend der jüngsten Relauches: Flash-Videos auf der Startseite, eine Tag Cloud und eine Homepage, auf der mehrere große jeweils quer orientierte Blöcke untereinander stehen. Letzteres sieht bei El Pais erstens ein bißchen nach too much aus und vermittelt zweitens beim Scrollen den Eindruck, man sei bereits am Seitenende angelangt. (via E-Media Tidbits)

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