Archivierte Einträge für Downloads

Umfangreiche Studie zum Online-Journalismus

“Ein Twitter-Beitrag, der maximal 140 Zeichen lang sein darf, ist in Sekundenschnelle getippt und veröffentlicht. Dieses Buch ist genau das Gegenteil dazu: Es hat nicht nur viele Seiten, sondern auch eine lange Vorgeschichte”, heißt es im Vorwort zum eben erschienenen Werk “Journalismus im Internet. Profession – Partizipation – Technisierung”, herausgegeben von Christoph Neuberger, Christian Nuernbergk und Melanie Rischke.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse liefern die Herausgeber in der Ausgabe 4/2009 der “Media Perspektiven” (PDF, 15 S., 160 kb):

“Wie wandeln sich Journalismus und aktuelle Öffentlichkeit, wenn sich mit dem Internet die medialen Randbedingungen ändern? Diese Frage stand im Mittelpunkt des DFG-Forschungsprojekts „Vermittlungsakteure, -strukturen und -leistungen der aktuellen Internetöffentlichkeit“, das am Institut für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität durchgeführt worden ist (2006 bis 2008). Im Folgenden werden ausgewählte Ergebnisse des Projekts vorgestellt.”

Internetfernsehen und UGC

Nach “Das Verschwinden der Zeitung?” noch ein interessanter Basis-Reader der Friedrich-Ebert-Stiftung: “Internetfernsehen von TV-Sendern & User Generated Content”. Autoren sind Claudia Gerhards und Sven Pagel, die an der FH Düsseldorf lehren.

Einen Download-Link habe ich bisher noch nicht gefunden, aber an anderer Stelle gibt es ein Vortragsmanuskript der beiden zu ihrer Untersuchung (PDF).

Basislektüre: “Das Verschwinden der Zeitung?”

Die Medienwissenschaftler Stephan Weichert und Leif Kamp haben kürzlich für die Friedrich-Ebert-Stiftung einen Band über “Das Verschwinden der Zeitung?” verfasst. Ganz habe ich es noch nicht gelesen, aber die einleitenden Thesen und Handlungsempfehlungen fassen schön zusammen, was Grundwissen sein sollte, wenn man derzeit einen Artikel zum Thema verfasst oder ein Diskussionspodium erklimmt.

(Download als PDF, es gibt auch eine Printversion)

Expertenbefragung des Bundestages zum Onlinejournalismus

Der Unterausschuss neue Medien des Deutschen Bundestags bat kürzlich unseren Mitstreiter Matthias Spielkamp um Stellungnahme zu einem Fragenkatalog zum Onlinejournalismus. Neben Spielkamp wurden befragt: Dr. Andreas Bittner, Mitglied des Bundesvorstands des Deutschen Journalisten-Verbands, Dr. Mercedes Bunz, Chefredakteurin Tagesspiegel.de, Dr. Alexander Görke, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der FU Berlin und Steffen Grimberg, Netzwerk Recherche, Medienredakteur bei der “taz”.

Die Stellungnahmen der vorgenannten Personen können jetzt auf der Website des Deutschen Bundestags als PDF abgerufen werden.

Wie gehen Hauptstadtjournalisten mit Spiegel Online, SMS und Merkels Videoansprachen um?

Wie sich die Zeiten ändern: In der letzte Woche veröffentlichten Studie von Netzwerk Recherche, für die Autoren Leif Kramp und Stephan Weichert Experteninterviews mit 33 Journalisten, Pressesprechern und Kommunikationsberatern im Berliner Politikbetrieb geführt haben (Studie als PDF, 636 KB, 86 Seiten), finden sich einige interessanten Aussagen, die grob unserer Themenfeld betreffen.
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Suchmaschinenoptimierung im Onlinejournalismus: Eine Einführung

Mit einem verbalen Hieb gegen die Chefredakteure von Spiegel Online und stern.de eröffnete Peter Schink seinen Vortrag über “Suchmaschinenoptimierung als journalistischer Erfolgsfaktor” auf dem Jahrestreffen des Netzwerk Recherche.

“Kompletter Nonsens” seien die jüngsten Statements von Wolfgang Büchner (“Mit Sicherheit werden wir nicht soweit gehen, schöne kreative Headlines zu verbieten, weil diese für den Google-Spider schlechter zu finden sind.”) und Frank Thomsen (“Suchmaschinenoptimierung wird für für Online-Seites das, was ABS für Autos ist. Man muss es haben, um überhaupt am Markt zu sein, weil alle es haben. Aber man verkauft kein Auto mehr dadurch.”).

Büchner und Thomsen werden in einem aktuellen “Horizont”-Artikel zitiert, in dem ein dritter Onlinechefredakteur gegen “unstatthafte Maßnahmen” in der Suchmaschinenoptimierung mancher journalistischer Websites wettert und sich über die hohen Zugriffsanteile von Suchmaschinen-Nutzern bei Welt Online nicht recht freuen kann.

Schink, Produktentwickler bei Welt Online, sieht das ganz anders: Suchmaschinenoptimierung – nicht Manipulation – sei nicht nur legitim, sondern ein notwendiger Vertriebskanal, lautete der Tenor seines Vortrags beim Jahrestreffen des Netzwerks Recherche. Seine gelungene Einführung ins Thema Suchmaschinenoptimierung für Journalisten dokumentieren wir als Audio zum Nachhören. Weiterlesen…

Online- und Bürgerjournalismus & Internet: Zwei Bücher zum kostenlosen Download

Die Münchner Journalistenakademie Dr. Hooffacker & Partner weist auf zwei Bücher hin, die auf ihrer Website kostenlos als Download erhältlich sind.

  • Wer macht die Medien? Back to the Roots of Journalism. Online-Journalismus zwischen Bürgerbeteiligung und Professionalisierung. Zehn Interviews im Rahmen im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Mediencampus Leipzig. Herausgegeben vom Verlag Dr. Gabriele Hooffacker. Mit einem Vorwort von Gabriele Hooffacker, Leiterin der Journalistenakademie Hooffacker, München.

    Interviews mit: Don Alphonso (Journalist und Blogger u.a. Rebellen ohne Markt und Blogbar), Gabriele Bartelt-Kircher (Leiterin der Journalistenschule Ruhr), Steffen Büffel (Medienberater und Blogger), Götz Franke (Geschäftsführender Redakteur Capital Online und Impulse Online), Christian Jakubetz (Dozent, Journalist, Blogger), Ulrike Kaiser (stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes und Koordinatorin der Initiative Qualität im Journalismus), Bernd Mann (Gewerkschaftssekretär der IG Medien und bei der Deutschen Journalistenunion (dju) Bayern), Stefan Niggemeier (freier Medienjournalist und Blogger, u.a. Bildblog), Anton Simons (Redakteur bei der “Rhein Zeitung” und Autor “Redaktionelles Wissensmanagement”), Matthias Spielkamp (Freier Journalist und Berater für Print, Online und Radio; Buchautor, Referent und Trainer der Journalistenfortbildung).

    Gabriele Hooffacker (Hg.): Wer macht die Medien? Back to the Roots of Journalism. Online-Journalismus zwischen Bürgerbeteiligung und Professionalisierung. Verlag Dr. Gabriele Hooffacker, 2008, 53 Seiten, 12 Euro, ISBN 978-3-9805604-4-3.
    Download als PDF-Datei, 187 KB: www.tinyurl.com/66mp2b

  • Wem gehört das Internet. Dokumentation zum Kongress “20 Jahre Vernetzung” 16. und 17. November 2007, München. Rund 25 Aufsätze über das Internet damals und heute. Mit einem Vorwort von Peter Lokk.

    Gabriele Hooffacker (Hg.): Wem gehört das Internet? Dokumentation zum Kongress “20 Jahre Vernetzung”
    16. und 17.November 2007, München
    . Verlag Dr. Gabriele Hooffacker, 2008, 61 Seiten, 19 Euro, ISBN 978-3-9805604-3-6.
    Download als PDF-Datei, 938 KB: www.tinyurl.com/4tp88u

Weblogs sind für Politikjournalisten eher unbedeutend

“Welche Bedeutung haben Weblogs für die tägliche Arbeit von Politikjournalisten in Deutschland?”, lautete die Ausgangsfrage für Peter Bihrs Magisterarbeit am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin. Bihr befragte dazu Politikjournalisten aus den Redaktionen deutscher Tageszeitungen (Print und Online) und von Nachrichtenagenturen. Das Ergebnis: “Die befragten Politikjournalisten bescheinigten Weblogs mehrheitlich eine geringe Bedeutung für ihre tägliche Arbeit. Für die Auslandsberichterstattung wurde Weblogs eine größere Bedeutung zugeschrieben als für die innenpolitische Berichterstattung.”

Die mit der Note 1,0 (”sehr gut”) bewertete Arbeit veröffentlichte Arbeit ist hier im Volltext abrufbar: www.thewavingcat.com/weblogs-und-politikjournalisten

www.online-volontaer.de

Gleich zweimal wurden in der vergangenen Woche Online-Volontäre im Hamburger Abendblatt gesucht: Einmal vom Job-Portal Stepstone, einmal von einem mir bisher unbekannten Informationsdienst für Ärzte.

Renommiertere Redaktionen, die mit speziellen Volontariaten Online-Journalisten ausbilden wollten, haben diese Programme ja mittlerweile meist mit ihren normalen Volontariaten verschmolzen oder ganz eingestellt wie Gruner und Jahr. Ausnahme offenbar: Vorreiter ProSiebenSat1, die erst kürzlich noch jemanden für ihr Online-Volontariat suchten. Die Aufgaben umfassen allerdings auch “Konzeption und Umsetzung von Sales-relevanten Themen in Zusammenarbeit mit Produktmanagement” (Ausschreibung).

Die Boomzeit der damals neu aus der Taufe gehobenen Online-Volontariate war um 2000/2001. Damals habe ich diese in einer Pionierstudie detailliert untersucht. “Ausbildung für den Online-Journalismus” gibt es nun auch hier zum Download (PDF, ca. 1,9 MB). Mehr Informationen zur Studie auf meiner Homepage. Veränderungen der Lage bis 2003 dokumentierte ein Artikel im alten Design von onlinejournalismus.de.

Studien zum Download bei onlinejournalismus.de

In der Vergangenheit haben wir bereits mehrfach wissenschaftliche Arbeiten in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Autoren als Volltext im PDF-Format angeboten. Auch in Zukunft sind wir dafür offen. Hier einmal die bisherigen Download-Texte im Überblick.

Ohne Content keine Comments
Weblogs und ihre Auswirkungen auf den traditionellen Journalismus
Autor: Walter Fikisz
Diplomarbeit an der Fachhochschule Eisenstadt (Österreich), 2004
(PDF, ca. 260 KB)

Onlinespezifisch vs. crossmedial
Online-Medien in der Journalistenausbildung an deutschen Hochschulen. Inhaltsanalyse und Expertenbefragung.
Autoren: Dr. Wiebke Loosen et. al.
Universität Hamburg, 2003.
(PDF, ca. 440 KB)

Online-Journalismus in Deutschland und den USA
Daten der ersten repräsentativen Erhebung zum Online-Journalismus
Autoren: Thomas Hanitzsch, Thorsten Quandt, Martin Löffelholz & Klaus-Dieter Altmeppen
TU Ilmenau / Universität München, 2004.
(PDF, 320 KB).



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