Archivierte Einträge für E-Paper

„Warum sollte ausgerechnet Spiegel Online Vorreiter sein?“

ruediger_ditz_spiegel_onlineSpiegel Online-Chefredakteur Rüdiger Ditz spricht in unserem Interview über das angeblich nahe Ende der Gratiskultur im Internet. Weiterlesen…

Was mir gefällt: Heute HAZ.de

Hannoversche Allgemeine

So, in einem Weblog darf es ja auch mal etwas subjektiver sein, mal schauen, ob “Was mir gefällt” sich in Zukunft auch mit Inhalten füllen lässt. Freilich soll das Ganze auch relativ kurz und wie gesagt auch mit etwas Bauchgefühl ausgestattet sein. Jetzt aber los: Ja, HAZ.de, der neu gestaltete (um das Wort Relaunch zu vermeiden) Online-Auftritt der “Hannoverschen Allgemeinen” gefällt mir gut. Weiterlesen…

Die Wunschzeitung kommt!

Eigentlich dachte ich, die Folie kommt jetzt dann mal. Die Folie von der ich so gerne rede. Wie zum Beispiel damals – vor wahrscheinlich bald fünf Jahren – als ich in meiner Ex-WG meinen renitenten Mitbewohner nach drei bis vier Bier die Zukunft erklären wollte. “In wenigen Jahren gibt es keine Zeitung auf Papier mehr”, habe ich ihm damals gesagt. “In Zukunft wirst Du Deine Zeitung auf einer Folie lesen. Die kannst Du falten wie Papier, Du kannst sie auf dem Klo und in der U-Bahn lesen nur: Deine Zeitung ist nicht gedruckt. Deine Zeitung ist ein Bildschirm, der seine Infos aus dem Internet saugt. Sieht aus wie eine Printprodukt – aber mit einem Klick auf die entsprechenden Artikel kommst Du zu allen Zusatzfeatures: O-Töne, Videos, Dossiers, Interviews. Lang lebe der Onlinejournalismus.”   Weiterlesen…

Nachrichten für die Tonne

Zeitungen gehören in den Müll. In den Papiermüll. Lose Zeitungsseiten, die der Wind durch Großstadtstraßen trägt, liegen gelassene Ausgaben in den Straßenbahnen, schrumplige Zeitungsstapel in den Badezimmern und marmeladeverschmierte Titelseiten auf den Frühstückstischen zeigen, dass eine Zeitungsausgabe schnell ausgedient hat – und dass zu viele Menschen ihre Zeitungen nicht ordentlich entsorgen. Die Mülltonne ist die Zukunft der Zeitung. Eine ziemlich grandiose Zukunft.

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Wo ist der Schäuble?

Terroristen töten, “Gefährder” wegsperren, Verdächtigen das Telefonieren verbieten – am Wochenende hat Wolfgang Schäuble noch mal erklärt, was seiner Meinung nach nötig sei, um Deutschland vor Terroristen zu schützen. Den Versuchsballon startete er diesmal in einem Spiegel-Interview.

Leider bietet Spiegel Online auch zwei Tage später aber nicht den Volltext, sondern nur eine Zusammenfassung mit AFP-Einstieg. Auch über das Archiv ist das Interview scheint’s nur im kostenpflichtigen E-Paper des aktuellen Hefts erhältlich. Ob das die richtige Taktik bei einem derart diskutierten Text ist? Die Diskussion ging doch hin zu “Weg von closed garden mit minimalen Paid-Content-Erlösen, wir setzen auf Reichweite.”

Wo wir gerade beim Kritteln sind: Das ZDF bietet zu dem Thema einen Flash-Überblick über “Schäubles Innere Sicherheit” von “Bundeswehr im Inland” bis “Vorratsdatenspeicherung”, der als “Tipp” und “interaktiv” angepriesen wird. Inhaltlich zwar solide, die Interaktivität beschränkt sich allerdings auf die Möglichkeit, klicken zu dürfen, die Darstellung nutzt Flash nicht aus. Reiner Text hätte die gleiche Wirkung erzielt. Da sind schon die kleinen Flash-Erklärboxen sinnvoller, die Spiegel Online zuweilen einsetzt, da diese direkt in den Hauptartikel integriert werden und nicht wie beim ZDF mit einem Popup funktionieren.


(An dieser Stelle sei auch noch mal ein Hinweis auf unseren Film “Alltag Überwachung” gestattet).

DAG, Nederland!

Screenshot DAG-Titelseite Die Niederlande haben mit DAG eine neue Gratiszeitung. Die setzt auf kurze Texte und große Bilder – nicht gleich an “Bild” denken, die Optik ist um einiges moderner.

Dag (Eigendarstellung) will außerdem auf die Verknüpfung von Online, Print und Mobil setzen, weist in der gedruckten Ausgabe (PDF-Version) u. a. auf Videos hin, die aufs Handy gezogen oder online angeschaut werden können. Auch könnten Bilder gezeigt werden, die nicht mehr in die Zeitung passt, sagte der Chefredakteur gegenüber dem NOS Journaal. DAG begreift das Netz fast auschließlich visuelles Ergänzungsmedium – ergänzende Texte und Hintergrundinformationen finden sich überhaupt nicht. Die Site erinnert an die Online-Auftritt von Magazinen, keine Ähnlichkeit mit Newsportalen. Entsprechend sieht auch die Mannschaftsstärke aus: 16 Printredakteuren, 7 Bild- und 2 Videoredakteuren stehen 4 Onlineredakteure gegenüber (5 Schlussredakteure – für Print? – gibt es auch noch).

Eine Abteilung “Citizen Journalism” gibt es auch – aber dass ein Gratisprodukt, das Leute in der U-Bahn lesen und dann in die nächste Mülltonne schmeißen, attraktiv genug für eine entsprechende Community ist, bezweifele ich. Immerhin: Die Leser-Beiträge sind offenbar tendenziell länger als die der Online-Redaktion.

Mehr: De nieuwe Reporter über DAG.

Der Anfang vom Ende …

… bei OnRuhr? Über die geheimnisvollen Geldgeber hörte man in der Vergangenheit ja wenig, jetzt sucht die PDF-Zeitung weitere Investoren – und kündigt an, wegen sparsamen Wirtschaftens in den nächsten Wochen “dünner” zu werden, schreibt Jens Matheuszik im Pottblog. Der taz-Lokalteil NRW sucht derweil Abonnenten, sonst droht (wieder einmal) das Aus.

Mehr über OnRuhr bei uns.

Aktualisierung 17.46 Uhr
Jens Matheuszik hat inzwischen einen weiteren Beitrag zum Thema geschrieben: “OnRuhr stoppt Zahlungen an freie Autoren”.

OnRuhr und das Franchise-Konzept (Knüpfer-Interview Teil 2)

Von Jens Matheuszik, Pottblog

“Wir suchen lokale Partner” sagt Uwe Knüpfer. Gestern berichteten wir vom wir vom ersten Teil des Interviews mit dem Geschäftsführer und Chefredakteur des neuen Internet-Projektes OnRuhr. OnRuhr wird am 17. November 2006 starten und soll dem Ruhrgebiet in den Zeiten des Zeitungssterbens und der Monopolisierung eine neue journalistische Facette bieten. Dabei konkurriert OnRuhr mit den Internet-Plänen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), der größten Tageszeitung des Ruhrgebietes, die Anfang 2007 ihr überarbeitetes Internet-Angebot starten möchte.

Inzwischen ist der zweite und letzte Teil des Interviews verfügbar: Knüpfer spricht darin über das Geschäftsmodell und verteidigt das Konzept seines Projekts gegen kritische Stimmen, die nicht an Werbung in einer PDF-Zeitung glauben und meinen, dass seine kleine Redaktion die inhaltlichen Ziel nicht erfüllen kann. Wir dokumentieren die interessantesten Auszüge. Weiterlesen…

OnRuhr: Uwe Knüpfer im Interview

Von Jens Matheuszik, Pottblog

Das Online-Erwachen im Ruhrgebiet beginnt in Kürze: Am 17. November 2006 startet das ambitionierte Projekt OnRuhr, eine Internet-Zeitung für das Ruhrgebiet. Der ehemalige Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), der größten Zeitung des Ruhrgebietes, tritt damit in direkte Konkurrenz zu seinem ehemaligen Arbeitgeber, denn die WAZ-Mediengruppe plant unter dem Arbeitstitel WestEins eine eigene neue Internet-Plattform für das Ruhrgebiet.

Im Pottblog gibt es aktuell zum Start von OnRuhr jetzt den ersten Teil eines Interviews mit Uwe Knüpfer, dem Geschäftsführer und Chefredakteur von OnRuhr. Wir dokumentieren jeweils die interessantesten Auszüge. Weiterlesen…

0nRuhr: Fassade bereits online

Bei onRuhr (www.onruhr.eu) tut sich etwas: Größtenteils ist die Site der als tägliche Online-Lokalzeitung zum Selberausdrucken geplanten Angelegenheit , vor der dereinst die Lokalkonkurrenz der mächtigen WAZ-Zeitungsgruppe erzittern soll, zwar noch eine Baustelle, aber ein bisschen was kann man schon sehen.
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