Archivierte Einträge für Ereignisse

“Einfach der Wahnsinn” – ein ORF-Blog aus Peking

Vor einigen Tagen habe ich hier das Blog des freien Journalisten Jens Weinreich als großen Blogsport angepriesen. Auch der Österreichische Rundfunk bloggt aus Peking: “Thomas Hölzl schildert in seinem Blog Eindrücke und Impressionen rund um die Olympischen Spiele in China”.

Wer’s gerne “kuschelig” mag, der kommt in diesem “Blog” (ohne Kommentarfunktion!) voll auf seine Kosten: Hölzl findet einfach alles leiwand, gigantisch, supertoll (“Einfach der Wahnsinn”) und – ganz wichtig für ein Blog – er bietet viele handverlesene Links zu den Architekten der Spielstätten, der Wettervorhersage für Peking, dem Hotel undsoweiterundsofort … Endlich wird man als Leser mal nicht der ständigen Stinkstiefelei von Journalisten ausgesetzt. Einzig über den erwähnten “Smog” müsste man vielleicht noch mal mit Hölzl reden. Hier geht’s zum Olympia-Wohlfühl-Blog.

Nachtrag 12.08.08

Weitere Olympia-Blogs/”Tagebücher” von Journalisten:

(Die ersten drei Blogs fand ich in Jens Weinreichs Blog, dort finden sich auch Links zu Blogs von ausländischen Kollegen.)

Noch ein Meta-Blog: “Die gelben Seiten” bei taz.de: “Wie reagieren die nichtoffiziellen Teile der chinesischen Öffentlichkeit auf die olympischen Spiele? Shi Ming beobachtet für die taz die Blogger-Szene in China.”

Auch in diese Auflistung gehört das “Olympia-Tagebuch – Medien unter Kontrolle” von Medienlese.com.

Ganz großer Blog-Sport

Nicht erst seit seiner Ankunft in Peking bietet der Sportjournalist Jens Weinreich großen Sport in seinem Blog: Hintergründiges, Persönliches, witzig geschrieben. So solls sein. Wie immer in Hochform ist auch Kai Pahl mit seinem Blog allesaussersport.

Beim Kölner “Express” tickt man durch …

Die Daum-Entscheidung (wie, Sie wissen nicht, um was es geht?*) scheint derzeit das öffentliche Leben in Köln völlig lahmzulegen. Die Köbesse lassen die Gäste verdursten; selbst der in ganz Deutschland für seine Integrität bekannte Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) lässt gerade seine Amtgeschäfte ruhen, das Handy-Netz ist längst zusammengebrochen, wenigstens kann uns “Express”-Reporter Markus Krücken seit siebeneinhalb Stunden (Stand 17.10 Uhr) mit seinem Live-Ticker über die neuesten Entwicklungen im Bilde halten. Vor der Daum-Villa spielen sich bewegende Szenen ab. Hier die besten Auszüge. Weiterlesen…

Grimme Online Award: Grantler kommen auf ihre Kosten …

Aus Zeitgründen nur ganz kurz der Hinweis: das Adolf Grimme Institut hat heute die Nominierungen für den Grimme Online Award bekanntgegeben; zumindest so viel sei kommentiert – es ist für jeden Grantler etwas dabei: Die Berliner Blog-Mafia hat wohl wieder zugeschlagen, einige öffentlich-rechtliche Internet-Angebote (die trauen sich was, die von der Nominierungskommission) sind mit von der Partie, Spiegel Online ist auch dabei, etwas ziemlich Unfertiges (Beta, Beta) usw.

Aber zumindest finde ich auch Neues, “Nischiges”. Unter dem Strich hoffe ich, dass durch den Wettbewerb wieder Sehenswertes an die Oberfläche gekommen ist, hier finden sich die Nominierten.

Leider einmal mehr pomadig ist die Pressearbeit des Grimme Instituts: Die Pressemitteilung habe ich bis jetzt nicht erhalten; besser bedient ist man da beispielsweise mit Twitter (via Viralmythen).

Nachtrag
Um 15.36 Uhr, eine Viertelstunde nach Absenden dieses Beitrags traf die Pressemitteilung mit allen Nominierten dann doch ein. Passt schon.

Nachtrag 2
Thomas Knüwer hat zu allen nominierten Angeboten ein paar Sätze geschrieben, sein Resümee lautet: “Die Nominierungen bewegen sich zwischen erwartetem und Kann-man-nicht-böse-drüber-sein. Richtig dicke Überraschungen, Angebote, die mich staunen lassen, vermisse ich.” Siehe Beitrag: “Grimme spielt auf Nummer sicher”.

Mehr zu Nominierten bei onlinejournalismus.de:

Axel-Springer-Preis für junge Journalisten: Großer Andrang von Online-Bewerbern

“Zum ersten Mal in der Geschichte des Axel-Springer-Preises hatte die Kategorie Internet die zweithöchste Zahl an Bewerbern nach der Kategorie Print”, heißt es auf Welt Online. Der Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ist der einzige Nachwuchspreis, der alle Mediengattungen berücksichtigt und wird seit 1991 verliehen.

Hier die Preisträger in der Kategorie Internet:

1. Preis: Sebastian Göllner: “Achtung, positiv!” – Das Doping-Webmagazin bei sport.ARD.de, online seit 27.03.2007
2. Preis: Julia Kiehne/Kathrin Klöpfer: “G8-Gipfel in Heiligendamm” auf heute.de, online seit 31.05.2007
3. Preis: Stephanie Lachnit: “Stadt statt Land: Wo lebt es sich besser?” auf einslive.de, online seit 03.07.2007.

Außerdem werden noch drei Angebote für “Herausragende Leistungen” genannt:

Beobachter x. Ordnung

Die Internetkonferenz re-publica 2008 läuft noch zwei Tage, den Nicht-Anwesenden entgeht das ganze positive wie negative Konferenz-Drumherum und vermutlich der eine oder andere Leckerbissen aus den Foren. Aber inhaltlich hat Felix Schwenzel vielleicht jetzt zur re-publica 2008 schon alles gesagt, was zu sagen ist:

die 900 die hier sind konsumieren alles auf einmal: sie hören und gucken sich die veranstaltung an, lesen und sehen was andere darüber schreiben oder foto- oder videografieren. wer kein gerät zum publizieren dabei hat, wird hier als behinderter angesehen. publish or stay home. oder so.

und genau diese kommunikationsmetaebene, von einer veranstaltung zu berichten über die fast tausend andere ebenfalls berichten und dabei unmengen an daten zu produzieren, genau das ist hier auf der republica das thema.

Möglicherweise wird dem Untertitel der Veranstaltung – “Die kritische Masse” – dann aber doch im Verlauf der Konferenz mehr Ehre getan. Wer sich selbst ein Urteil bilden oder mehr wissen möchte: Live-Stream und Berichterstattung zur Konferenz.

US-Wahlkampf / sueddeutsche.de

Mal was anderes: sueddeutsche.de macht an diesem nachrichtenarmen Tage wie die gesammelte Konkurrenz mit dem “Super Tuesday” im US-Vorwahlkampf auf. Allerdings nicht mit einem Nachrichtenstück, sondern mit einem neuen “Videoblog” (Eigenbezeichnung), das eigentlich aber eher ein klassisches Korrespondentengespräch mit den SZ-Vertretern in Washington ist.

Leider sind die beiden Herren sichtlich nicht kameragewohnt, der hallige Ton und die über Lautsprecher zugeschaltete Telefoninterviewer-Stimme verleiten zum Abschalten. Außerdem gibt es derzeit offenbar noch keine Möglichkeit, das Videoblog auch als Podcast zu abonnnieren. “Daher mein Appell: Weiter machen – aber Profis ans Werk lassen, damit die Videos neben der Vermittlung von Informationen auch einfach schön anzuschauen sind”, heißt es in einem Nutzerkommentar.

Mehr:

Alternativer Medienpreis 2008: Jetzt bewerben

Zum neunten Mal haben Medienschaffende die Möglichkeit, die Jury des Alternativen Medienpreises mit ihren Beiträgen zu überzeugen. Teilnehmen können laut Website “alle, die journalistisch tätig sind in nichtkommerziellen Medien; Medien, die sich aus den neuen sozialen Bewegungen entwickelt haben und die mit ihrer Arbeit einen emanzipatorischen Beitrag leisten”.

Der Preis wird in diesem Jahr in den Sparten Internet, Print sowie Audio und Video verliehen. Erstmals können auch Podcasts eingereicht werden. Der Alternative Medienpreis wird von der Nürnberger Medienakademie e.V., dem Münchner Medienladen und von Radio Z, dem einzigen alternativen, nicht-kommerziellen Radio in Bayern ausgeschrieben.

Als Preisgeld gibt es sechs Mal 500 Euro zu gewinnen. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2008. Überreicht werden die Preise am 25. April 2008 in Nürnberg. Mehr dazu unter: www.alternativer-medienpreis.de.

Mehr zum Thema bei Onlinejournalismus.de:
Charme abseits des Mainstreams: Alternativer Medienpreis verliehen (Artikel vom 11.05.2007)

Grimme Online Award: Ab heute darf nominiert werden

Ab heute bis zum 31. März 2008 können Internet-Nutzer und Website-Anbieter ihre Vorschläge für den Grimme Online Award 2008 einreichen. In vier Kategorien werden insgesamt maximal acht Preise vergeben, heißt es auf der Website.

“Hoffentlich wird die Preisverleihung diesmal nicht so pannenträchtig wie im vergangenen Jahr”, mahnt die Netzeitung. Denn im vergangenen Jahr wurde die Preisverleihung von zahlreichen Pannen geprägt: “Die Gewinner waren versehentlich zwei Tage vor dem offiziellen Termin im Internet bekannt gegeben worden. Einer der Preisträger war erst nach kurz vor seiner Nominierung als Juror zurückgetreten.” Der Imageschaden für das Adolf-Grimme-Institut war beträchtlich.

Klassentreffen: re:publica’08 Anfang April in Berlin

Unter dem Titel “re:publica’08: Die kritische Masse” findet vom 2. bis 4. April 2008 zum zweiten Mal ein Treffen von Bloggern und anderen Netzbewohnern in Berlin statt. Fiete Stegers bezeichnete die erste re:publica 2007 bei Tagesschau.de als “großes Klassentreffen, Bestandsaufnahme und Ideenschmiede der Szene”.

In der Pressemitteilung zur “re:publica’08″ heißt es: “Das Konferenz-Motto “Die kritische Masse” steht für verschiedene Seiten des gleichen Komplexes: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web 2.0-Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern. Und zum anderen steht auch die Fähigkeit der Masse zur Kritik im Zentrum des dreitägigen Events.”

Die Besucher können laut den Veranstaltern, Spreeblick und newthinking communications,
vermutlich zwischen fast 100 Vorträgen, Diskussionen und Workshops auswählen. Das Programm verspricht einige sehr attraktive Inhalte: Datenschutz im Web 2.0, Zukunft der Social Networks, Qualitätsdebatte Blogs vs. Journalismus?, Miez – Über Sinn und Unsinn von Katzencontent, Porno 2.0, Placeblogging und Stadtwikis, Geld verdienen mit Blogs – reloaded (leider ohne Don Alphonso aber dafür mit Johnny Haeusler, Robert Basic und Sascha Lobo), Was dürfen wir bloggen? Recht im Web 2.0, Abgeordnetenwatch, Plagiarismus 2.0, Was ist öffentlich-rechtlich im digitalen Zeitalter? Die Internet-Strategie der ARD im Realitätscheck.

Mehr unter: www.re-publica.de

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