Archivierte Einträge für Ereignisse

Alternativer Medienpreis 2008: Jetzt bewerben

Zum neunten Mal haben Medienschaffende die Möglichkeit, die Jury des Alternativen Medienpreises mit ihren Beiträgen zu überzeugen. Teilnehmen können laut Website “alle, die journalistisch tätig sind in nichtkommerziellen Medien; Medien, die sich aus den neuen sozialen Bewegungen entwickelt haben und die mit ihrer Arbeit einen emanzipatorischen Beitrag leisten”.

Der Preis wird in diesem Jahr in den Sparten Internet, Print sowie Audio und Video verliehen. Erstmals können auch Podcasts eingereicht werden. Der Alternative Medienpreis wird von der Nürnberger Medienakademie e.V., dem Münchner Medienladen und von Radio Z, dem einzigen alternativen, nicht-kommerziellen Radio in Bayern ausgeschrieben.

Als Preisgeld gibt es sechs Mal 500 Euro zu gewinnen. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2008. Überreicht werden die Preise am 25. April 2008 in Nürnberg. Mehr dazu unter: www.alternativer-medienpreis.de.

Mehr zum Thema bei Onlinejournalismus.de:
Charme abseits des Mainstreams: Alternativer Medienpreis verliehen (Artikel vom 11.05.2007)

Grimme Online Award: Ab heute darf nominiert werden

Ab heute bis zum 31. März 2008 können Internet-Nutzer und Website-Anbieter ihre Vorschläge für den Grimme Online Award 2008 einreichen. In vier Kategorien werden insgesamt maximal acht Preise vergeben, heißt es auf der Website.

“Hoffentlich wird die Preisverleihung diesmal nicht so pannenträchtig wie im vergangenen Jahr”, mahnt die Netzeitung. Denn im vergangenen Jahr wurde die Preisverleihung von zahlreichen Pannen geprägt: “Die Gewinner waren versehentlich zwei Tage vor dem offiziellen Termin im Internet bekannt gegeben worden. Einer der Preisträger war erst nach kurz vor seiner Nominierung als Juror zurückgetreten.” Der Imageschaden für das Adolf-Grimme-Institut war beträchtlich.

Klassentreffen: re:publica’08 Anfang April in Berlin

Unter dem Titel “re:publica’08: Die kritische Masse” findet vom 2. bis 4. April 2008 zum zweiten Mal ein Treffen von Bloggern und anderen Netzbewohnern in Berlin statt. Fiete Stegers bezeichnete die erste re:publica 2007 bei Tagesschau.de als “großes Klassentreffen, Bestandsaufnahme und Ideenschmiede der Szene”.

In der Pressemitteilung zur “re:publica’08″ heißt es: “Das Konferenz-Motto “Die kritische Masse” steht für verschiedene Seiten des gleichen Komplexes: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web 2.0-Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern. Und zum anderen steht auch die Fähigkeit der Masse zur Kritik im Zentrum des dreitägigen Events.”

Die Besucher können laut den Veranstaltern, Spreeblick und newthinking communications,
vermutlich zwischen fast 100 Vorträgen, Diskussionen und Workshops auswählen. Das Programm verspricht einige sehr attraktive Inhalte: Datenschutz im Web 2.0, Zukunft der Social Networks, Qualitätsdebatte Blogs vs. Journalismus?, Miez – Über Sinn und Unsinn von Katzencontent, Porno 2.0, Placeblogging und Stadtwikis, Geld verdienen mit Blogs – reloaded (leider ohne Don Alphonso aber dafür mit Johnny Haeusler, Robert Basic und Sascha Lobo), Was dürfen wir bloggen? Recht im Web 2.0, Abgeordnetenwatch, Plagiarismus 2.0, Was ist öffentlich-rechtlich im digitalen Zeitalter? Die Internet-Strategie der ARD im Realitätscheck.

Mehr unter: www.re-publica.de

Der zweite Kanal

Fernsehberichterstattung am (Vor-)Wahlabend – das bedeutet viel Hin- und Hergeschalte. Als Interviewpartner oder Reporter kann man froh sein, wenn man nicht plötzlich von der Regie zugunsten eines wichtigeren Gesprächspartners im Regen stehen gelassen wird, als Zuschauer, wenn die Schalte auch tatsächlich wie angekündigt klappt. CNN geht an die Sache pragmatisch ran und benutzt bei der Berichterstattung – gerade gesehen bei den Florida Primaries – einfach das Netz als zweiten Kanal: Sie wollen die Clinton-Ansprache live weitersehen, während das Programm wieder zu den Republikanern schaltet? “Go to CNNPolitics.com” empfiehlt das TV-Insert – dort wird Clinton weiter live gestreamt.

Gut gemeintes Kyrill-Special

Zum Jahrestag des (für deutsche Verhältnisse verheerenden) Wintersturms “Kyrill” hat der Der Westen sein erstes (mir bekanntes) umfangreiches Dossier aus Texten und einem Multimedia-Special veröffentlicht. Im Dossiers spiegelt sich im Kleinen wieder, was wir von Der Westen im Ganzen kennen: einige gute Ideen, hier und da Experimentierfreude, aber in der Umsetzung dann doch (noch) nicht so wirklich gelungen. Weiterlesen…

DJV-Qualitätsdiskussion: Niveau einer Christiansen-Sendung

Kommentar 12.01.08
Mag sein, dass die Rederunde aus verschiedenen Gründen nicht unmittelbar ertragreich war, das wird wohl keiner bestreiten, das war auch nicht unbedingt zu erwarten. Aber das ist nicht wichtig. Ohne es zu glorifizieren: Allein die aufgrund dieser Runde von Neuem begonnene Debatte auf der Metaebene (siehe etwa Schulzki-Haddouti, Jarchow, Niggemeier) kann dereinst noch Früchte tragen. Stets bereichernd für die Praxis ist es, wenn Fehler und Fehlentwicklungen rücksichtslos und sofort aufgezeigt werden. Selbst hierfür lieferte die DJV-Diskussion nolens volens Anschauungsmaterial (siehe etwa Don Alphonsos und Thomas Knüwers Kritik an einem “FAZ”-Artikel oder das Beispiel von “Win-Win-Win-Win-Journalismus” bei Stern.de und beim “Stern”).

Medienschau – Update 19.01.08
“Das große Hauen fand nicht statt”, beschreibt der Weltenweiser in seinem Blog die gestrige Podiumsdiskussion des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) “Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www”. Leider konnte ich den Livestream – wie offenbar viele andere Nutzer auch – nicht sehen, hier eine kleine Medienschau. Ein Mitschnitt ist unter www.djv.de/livestream abrufbar.

Die Veranstaltung war wohl eher enttäuschend, Medienberater Steffen Büffel schreibt: “Die DJV-”Talkrunde” hatte das Niveau einer brillianten Christiansen-Sendung. Wer mich kennt weiß, dass das kein Kompliment ist.” Weiterlesen…

ZDF: Mekka-Blog

Als Darstellungsform für Reportage-Reisen sind Blogs ideal. Ein gelungenes Beispiel findet sich gerade beim ZDF: Dort berichten derzeit drei Autoren im Mekka-Blog von der traditionellen Pilgerfahrt der Muslime (nicht zu verwechseln mit dem “Mecker-Blog” der Zeit). Hintergründiges, Beobachtungen, Banales – alles dabei. An den Bildern könnten die Herren aber teilweise noch etwas arbeiten. Andererseits, schön, dass sie keine falsche Eitelkeit kennen. Man darf ihnen auch bei der Mundhygiene mit einer traditionellen arabischen Zahnbürste zusehen.

Münte wirft die Flinte – und die Onliner der “Berliner Zeitung” auch

“Franz Müntefering wird als Vizekanzler und Bundesarbeitsminister zurücktreten. Das meldet die “Berliner Zeitung”. Der Schritt erfolge aus “rein familiären Gründen”", berichtet eben Spiegel Online, ebenso natürlich die meisten anderen Online-Medien. Viel gibt’s noch nicht zu berichten zum Thema, “mehr in Kürze” heißt es. Also wirft man einen Blick auf die Website der “Berliner Zeitung” – die werden wohl die ganze Geschichte haben. Fehlanzeige. Chance vertan.

Nachtrag, 11:19 Uhr
Jetzt ist es auch bei der “Berliner Zeitung” online zu lesen.

Wie bei SpOn die Züge stillstehen …

Nach dem gestrigen Rüffel in anderer Sache wieder mal ein Lob für Spiegel Online – dafür, wie heute der Bahn-Streik angepackt wird: Neben dem jeweiligen Hauptartikel begleitet uns eine kontinuierlich aktualisierte Ticker-Sammel-Meldung durch den Tag (bewährtes Format bei Spiegel Online).

Zudem bitte man Nutzer, ihre Streikerlebnisse zu mailen (gute Ergänzung, auch wenn die mittlerweile keiner mehr hören mag). In einer Flash-Grafik wird mit Geo-Tags dargestellt, wo die Züge stillstehen: Schöne und sinnvolle Idee, auch wenn sie es wahrscheinlich nicht so ganz trifft, da auf der Karte einzelne Orte getagt werden, aber wohl eher Strecken und Regionen betroffen sind, die Visualisierung also nicht ganz stimmig ist. Besser zu sehen ist das auf der Überblickstabelle.

Und anderswo?

Auch Wettwerber sueddeutsche.de möchte seine Nutzer zur Wort kommen lassen. Die Umsetzung ist aber völlig Banane: Unkommentierte und mangels Quellenangabe überhaupt nicht einzuordnende Nutzeräußerungen, dargeboten als Durchklick-Format nach dem Beispiel der berühmt-berüchtigten Bilderstrecken der Redaktion.

Bei WDR.de (einen meiner Auftraggeber) gibt es eine Art Video-Blog, in dem Passanten auf den Bahnhöfen Dortmund und Köln ihre Eindrücke in die Kamera schildern. Gemacht wird das mit einem Video-Handy.

Nutzer-Statements zum Streik bei sueddeutsche.de (Screenshot)

Brückeneinsturz in Breitwand und Farbe

Wie bei allen größeren Nachrichtenereignissen mit US-Relevanz lohnt sich der Blick über den großen Teich. Wie wurde die Nachricht dort aufbereitet?

CNN hat natürlich ein dickes Paket. Interessant: Die ersten Bilder kamen erneut von einem Bürgerjournalisten. Und der hat CNN.com gleich mit ordentlichen Fotos für eine ganze Galerie versorgt. Außerdem gibt es eine Info-Grafik zur Brücke mit Vorher-Nachher-Ansichten.

USA Today bietet u. a. eine Infografik, in der einzelne Detailfotos im Gesamtzusammenhang verortet sind.

Die New York Times hat eine Sammel-Newsstory. Diese verweist vor allem auf die zahlreichen weiteren Beiträge im eigenen Angebot – vom Podcast eines Times-Reporters über Kurzmeldungen bis hin zu Videos, aber es finden sich auch Hinweise auf offizielle Statements im Netz und User- und Blogger-Meinungen. Augenblickblich macht die Times statt mit einem normalen Foto mit einer 5-teiligen Bilderstecke auf, die die bauliche Struktur der Brücke erläutert, aber einen nicht wirklich vom Hocker haut. Auch eine weitere Infografik ist eigentlich nur eine banale Karte.

Nachtrag: Wired-Artikel zu “Internet-Reaktionen”.

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