Archivierte Einträge für Ereignisse

Mehr Meinung

Mutig: SpOn macht seine Seite heute Abend mit einem Kommentar auf – zu den Warnungen des Ex-Regierungssprechers Heye, schwarze WM-Touristen sollten Ostdeutschland wegen rassistischer Gewalt besser meiden.
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Eine Milliarde SMS- wofür? (Tag 2 der WeMedia-Konferenz in London)

Die Chinesen sind zufrieden mit der Politik ihrer Regierung, die Araber mit ihren Medien. In Indien wird nicht zensiert, und eine Milliarde SMS an die Macher der „Wer wird Millionär“-Show in Indien sind citizen journalism. So könnte man Vormittag des zweiten Tags beim Global Forum zusammenfassen. Falls das für manchen Leser zynisch klingt, so kommt das nicht von ungefähr.
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WeMedia-Konferenz in London, Nitin Desai – Berater von Kofi Annan

Nitin Desai – Berater von Kofi Annan, hatte einige sehr interessante Bemerkungen, weshalb ich ihn gern ausführlicher zu Wort kommen lasse.
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WeMedia-Konferenz in London, Tag 1/2

Das Vertrauen in die Medien ändert sich. Allerdings weiß niemand genau, wie.

“Trust”, Vertrauen, war das große Thema des ersten Panels der WeMedia-Konferenz in London, die heute und morgen bei der BBC und bei Reuters stattfindet. Mit dabei viele derjenigen, die in der Szene Rang und Namen haben. Ob das was hilft, lasse ich erstmal dahin gestellt. Die erste Diskussionsrunde hat jedenfalls nicht den Eindruck vermittelt.
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Grimme Nominierungen

Der Grimme Online Award hat heute 22 Websites in drei Kategorien bekanntgegeben, aus denen bis zum 2. Juni die Gewinner ausgewählt werden. In der Auswahl habe ich einige alte Bekannte aus dem journalistischen Bereich entdeckt: z.B. jetzt.de (das Jugendmagazin der SZ), worldtrip.tv (Multimedia-Experiment bei Spiegel.de, Rezension dazu in meinem Weblog), eines der bekanntesten Weblogs in Deutschland, Spreeblick und das stark beworbene Themenportal zu Krebs bei der ARD, Leben – was sonst?. Alle Nominierungen findet man bei heise.de.

Und weil es ojour-Kollege Fabian Mohr in seinem Weblog so vorbildlich mit Hinweisen zur eigenen Verstrickung handhabt, tue ich es ihm gleich: Ich bin freier Mitarbeiter bei jetzt.de.

Blum: “Keine Zukunft fürs Massenblatt”

Glückliche Schweiz? Der Berner Medienprofessor Roger Blum über das, was die gedruckte Presse im Nachbarland erwartet. Ein Interview von Michael Soukup.
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Überschriften-Terror bei Spiegel Online

“Hansa-Hooligans verwüsten Stendal”, titelte Spiegel Online gestern. Klar, es gab üble Ausschreitungen von Rostocker Hooligans am Bahnhof Stendal (vier Beamte verletzt, zwei davon schwer; neun Autos angezündet). Dennoch sollte die Überschrift etwas weniger martialisch ausfallen, die rund 37.000 Einwohner große Stadt wurde nicht verwüstet. Andere News-Seiten blieben da sachlicher, wie ein Blick auf Google News zeigt. Bei “Bild” wäre so etwas – zumindest in der Theorie – nicht möglich, wie appellierte doch Chefredakteur Kai Diekmann einst in einem internen Memorandum: “Übergeigte Überschriften, die vom Text nicht gehalten werden, haben in BILD nichts zu suchen”.

“99 Prozent der Blogs einfach nur Müll”

onlinejournalismus.de: Stichwort “Medium der Zukunft”. Kürzlich erschien mit interner Link”Blogs!” ein Buch, in welchem einer der Autoren, Don Alphonso, behauptet, dass Blogs künftig “den Journalismus im Internet aufmischen” werden. Sehen Sie das auch so dramatisch?

Blumencron: Ich glaube Blogs sind eines der Hype-Themen, die wir alle paar Jahre haben. Mal ist es Paid Content, 1999/2000 war es die Konvergenz von TV und Internet – alles wird eins, hieß es damals. Das sind schöne Phantasien. Und genauso verhält es sich mit der These, dass Blogs den Journalismus verdrängen oder grundsätzlich revolutionieren werden. Das ist für mich völliger Nonsens! Blogs sind wichtig, wenn sie gut gemacht sind und interessante neue Stimmen liefern

Aber so revolutionär sind sie in vielen Dingen dann auch nicht. Seit es das Internet gibt, gibt es auch interessante Autoren, die mit ihren Homepages im Netz sind; es gibt Kolumnen oder Tagebücher, die vom üblichen Stil etwa einer Tageszeitung abweichen. Aber heutzutage muss eben alles Blog heißen. Dazu kommt, dass 99 Prozent der Blogs einfach nur Müll oder zumindest journalistisch einfach nicht relevant sind. Es handelt sich um eine interessante Entwicklung, die aber den Journalismus nicht grundsätzlich verändern wird.

Das klassische Zitat von Spiegel-Online-Chef Mathias Müller von Blumencron stammt aus einem Interview, das Teil unseres Dossiers zu zehn Jahren Onlinejournalismus in Deutschland war und im Oktober 2004 online ging. Häufig wurde es verkürzt wiedergegeben, die Blogger-Meute stürzte sich drauf – ebenso, als sich Blumencron 2005 auf dem Jonet-Tag noch einmal anders äußerte.

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