Archivierte Einträge für Forschung

Online Journalism Review: Auf ein Neues!

Im Juli stellte das Online Journalism Review der Annenberg School of Communication an der University of Southern California den Betrieb ein. Zuvor war es jahrelang eine der wichtigsten Publikationen für den Onlinejournalismus gewesen, zuletzt in Blogform aber etwas ins Hintertreffen gegenüber anderen, jüngeren Websites geraten.

Jetzt tut sich beim OJR wieder etwas: Die neue Annenberg-Direktorin Geneva Overholser kündigt in einem Editorial an, dass die Publikation in veränderter Form zurück ist. Das OJR ist nun Teil des Knight Digital Media Centers, zweimal in der Woche soll es neue Beiträge geben, man setzt besonders auf die Konversation mit den Nutzern und sowie auf vier thematische Schwerpunkte:

1. Journalismus in einer “Konversationsumgebung”, in der das Publikum auch eine Stimme hat

2. Investigative Recherche im Internet-Zeitalter

3. Neue Geschäftsmodelle für den Journalismus

4. “Guerilla-marketing” für Nachrichten – SEO usw.

Weitere Links
bei onlinejournalismus.de:

ARD/ZDF-Online-Studie: Rückgang der Blognutzung

Die ausführliche Auswertung der ARD-/ZDF-Online-Studie 2008 ist veröffentlicht worden. Ich habe sie noch nicht gelesen, aber der Kommunikationswissenschaftler Jan Schmidt. Interessant findet er zum Beispiel:

Mit Ausnahme der Netzwerkplattformen ist die Nutzung der “großen” Web 2.0-Anwendungen weiterhin für die Mehrheit passiv-rezipierend.

Die Autoren erklären (S. 363) den Rückgang der Blognutzung u.a. mit dem Erfolg von Communities/Netzwerkplattformen; meines Erachtens eine sehr plausible Überlegung.

Zentrale Ergebnisse auch in der Pressemitteilung: Jugendliche länger im Netz als vor dem Fernseher.

Auf Wiedersehen, OJR.org

Nach rund zehn Jahren stellt das Online Journalism Review der USC Annenberg seine Arbeit ein. Schade, dort hatte ich immer wieder gute Analysen rund um die Entwicklung der Branche gefunden, vor allem in einer Zeit, in der es noch nicht so viele lesenswerte Fachblogs gab.

Die Diskussion um den Backpack-Journalismus beispielsweise wurde hier bereits 2002 geführt – fünf Jahre, bevor das Berufsbild in Deutschland in der Realität überhaupt ankam.

Wie es aussieht, bleibt die bisherige Website aber als Archiv bestehen.

Wie gehen Hauptstadtjournalisten mit Spiegel Online, SMS und Merkels Videoansprachen um?

Wie sich die Zeiten ändern: In der letzte Woche veröffentlichten Studie von Netzwerk Recherche, für die Autoren Leif Kramp und Stephan Weichert Experteninterviews mit 33 Journalisten, Pressesprechern und Kommunikationsberatern im Berliner Politikbetrieb geführt haben (Studie als PDF, 636 KB, 86 Seiten), finden sich einige interessanten Aussagen, die grob unserer Themenfeld betreffen.
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Die Kartographierung der deutschen Blogosphäre

Markus Beckedahl von netzpolitik.org stellt in Artikel und Podcast ein höchst interessantes Forschungsprojekt vor, an dem er und Jan Schmidt zusammen mit dem US-Forscher John Kelly arbeiten: der Versuch, Größe, Vernetzung und Inhalte der deutschen Weblog-Szene visuell darzustellen. Kelly hat ähnliches schon mit der Blogszene in den USA und im Iran gemacht.

Erste Auffälligkeit bei einem Testlauf der Blogerfassung von ca. 10.000 Websites: Es gibt tatsächlich einen abgeschlossenen Cluster von Strickblogs, die mit anderen Blogs außerhalb kaum vernetzt sind. Und zahlreiche “Spamblogs”, die nur als Linkfarmen oder zum User aggregieren existieren.

Auf die späteren Forschungsergebnisse kann man sehr gespannt sein.

“Zeitenwechsel”: Sueddeutsche.de-Serie zur Zukunft des Journalismus

Zusammen mit dem Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik bereitete Sueddeutsche.de unter dem Titel “Zeitenwechsel” in den letzten Wochen Interviews mit namhaften Experten zur Zukunft des Journalismus auf. Heute endet diese Serie mit einem Interview mit dem “Guardian”-Chefredakteur Alan Rusbridger. Eine sehr gelungene Idee, alle elf Folgen sind unter www.sueddeutsche.de/zeitenwechsel nachlesbar.

Ähnlich informativ ist übrigens auch die Serie “Unter Druck. Medien in Zeiten des Umbruchs” bei Spiegel Online, die seit April 2005 auf über 200 Artikel (aufgelistet auf einer Seite!) angewachsen ist.

In Zeiten von mitunter oberflächlichen und unkritischen “2.0″-Mediendiensten sind solche Quellen manchmal eine regelrechte Oase.

Umfrage zu “Erfolgsfaktoren von Online Video Advertising”

Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Rheinischen Fachhochschule Köln mit dem Thema: “Analyse der Erfolgsfaktoren von Online Video Advertising” bittet Tom Töpfer bei einer etwa zehnminütigen Umfrage mitzumachen.

Worum geht es?

“Online Videowerbung (Werbung innerhalb von Online Videos), als eine der gefragtesten und neusten Werbeformen im Internet, soll in meiner Diplomarbeit genauer analysiert werden. Dabei soll ebenfalls ein Zusammenhang zu dem Werbeumfeld, also den Online Videos auf Webseiten wie beispielsweise RTLnow, YouTube, Clipfish, Spiegel.de, Zeit.de, hergestellt werden.”

Hier geht es zu der Umfrage: www.unipark.de/uc/k_rfh_medien/50da.

An dieser Stelle auch ein Hinweis in eigener Sache: Wir veröffentlichen gerne solche Hinweise, wenn uns die Umfragen seriös und plausibel erscheinen. Gerne stehen wir natürlich auch für entsprechende Interviews bereit, wenn vorgenannte Voraussetzungen erfüllt sind. Wir würden uns selbstverständlich auch darüber freuen, wenn wir und vor allem unsere Leser dereinst über die Ergebnisse solcher Arbeiten informiert werden.

Umfrage des IW Köln zum Online-Journalismus

Einige interessante Fakten bietet eine Umfrage des arbeitgebernahen Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) zum Online-Journalismus. Befragt wurden Online-Redaktionen in 46 Zeitungshäusern. Interessant sind die zahlreichen Fakten in Bezug auf Redaktionsgrößen, Einsatz von Bewegtbildern, Zusammenarbeit mit den Öffentlich-Rechtlichen, Nutzerteilnahme, Aussagen zum Dasein der “armen Verwandten” in den Online-Redaktionen. Auch eines der Resümees ist erwähnenswert: “Für den hochwertigen Journalismus im Netz sind das nicht die besten Bedingungen.”

Publiziert wurden einige der Ergebnisse in zwei Beiträgen des vom IW herausgegebenen “Medienspiegel”: Teil 1, Teil 2.

Umfrage zu Krisen-Weblogs

Barbara Surrey, Diplomandin an der TU Ilmenau im Studiengang Angewandte Medienwissenschaft, sucht für den empirischen Teil ihrer Diplomarbeit noch Journalisten, die einen Fragebogen online ausfüllen (es dauert zirka fünf Minuten):

“In meiner Diplomarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema „Weblogs als Tool der Krisen-PR – eine qualitative Studie über die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Implementierung eines Krisen-Weblogs. Mein Ziel ist es herausfinden, ob sich Corporate Weblogs für die Krisenkommunikation eignen und wie diese von den Anspruchsgruppen angenommen werden. Aus den Ergebnissen möchte ich Handlungsempfehlungen für Unternehmen ableiten, sich für oder wider den Einsatz eines Krisen-Weblogs zu entscheiden.”

Teilnahme unter: www.surreysdiplomumfrage.de.vu

Umfrage: Boulevardisierung von Nachrichtenseiten im Internet

Andreas Klatt von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg bat uns auf seinen Fragebogen zur “Boulevardisierung von Nachrichtenseiten im Internet” hinzuweisen. Die Befragung findet im Rahmen einer Diplomarbeit statt, das Fach nannte Klatt leider nicht.

“Information oder Unterhaltung: Webportale setzen professionelle Nachrichtenseiten wie stern.de oder spiegel.de zunehmend unter Druck. Sollen sie sich dem “Massengeschmack” beugen und klickträchtige Themen mit Sexappeal bevorzugen oder wird der Journalismus damit überflüssig? Um diese Frage zu beantworten, sind die Motive der Nutzer von Nachrichtenseiten zu berücksichtigen: Eine Studie untersucht, was Rezipienten sich vom Besuch einer Nachrichtenseite versprechen.”

Die Teilnahme an der Studie dauert knapp fünf Minuten; mir erscheinen die Fragen etwas zu knapp, aber schauen Sie es sich selbst an: Zur Umfrage.

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