Archivierte Einträge für Forschung

Umfrage zum Thema nutzergenerierte Videos

Jan Schmidt macht auf eine wissenschaftliche Umfrage aufmerksam (via Metablocker) und schreibt:

Patrick Rohrmeier studiert an der LMU und schreibt seine Diplomarbeit zum Thema “User Generated Content”, wobei er sich insbesondere auf Videoinhalte konzentriert (die bspw. bei Youtube eingestellt werden). [... ] Jetzt hat er mir den Link zu einer Online-Befragung geschickt, bei der es vor allem um die Motive geht, Videoinhalte online zu veröffentlichen.

Zur Umfrage (kurz, aber viel klicken) geht es hier. Tatsächlich wird viel nach Motiven der Nutzer gefragt – und wenig nach den Inhalten der Videos.

Video-Encoding, Studie

Eine aktuelle Studie der Indiana University-Purdue University Indianapolis ist eine gute Entscheidungshilfe für Redaktionen, die künftig Videos in ihr Angebot integrieren wollen. Fünf verschiedene Encoding- und Streaming-Technologien werden darin im Hinblick auf Qualität, Usability und Kosten miteinander verglichen.

Am besten geeignet sei die relativ unbekannte VX30-Technologie, da sie ohne einen speziellen Player auskommt (die Videos werden über ein Java-Applet abgespielt), der Encoder zügig arbeite und die Kosten sehr gering seien.

In kurzen Tutorials erklären die Macher der Studie, welche Parameter man wählen sollte, um Videos mit den verschiedenen Technologien zu kodieren.

Ein paar weitere Infos zur Studie habe ich hier aufgeschrieben.

(via)

Mitmachen: Deutsche Zeitungen und die Bloggerei

Wortfeld-Blogger Alexander Svensson möchte einen systematischen Überblick zu den Blog-Aktivitäten deutscher Tageszeitungen geben. Da er dies nicht alleine stemmen kann, hat er ein Wiki aufgemacht und bittet um Mithilfe. Immerhin sind so bisher Daten von rund einem Drittel der ausgewählten 101 Zeitungen zusammengekommen. Wir halten Sie über die Ergebnisse auf dem Laufenden. Nebenbei: Eine feine Idee.

Im Quotenparadies

Es soll ja Print-Journalisten geben, die fürchten sich davor zu wissen, was ihre Leser eigentlich lesen und was nicht. Und während der klassische Branchenpart noch zaghaft über Sinn und Zweck des “Reader Scan” diskutiert, hat sich in den Online-Redaktionsstuben längst der ständige Blick auf PageImpressions, Click-Through-Rates und HeatMap etabliert. Die Quoten werden immer genauer, immer schneller und immer besser in den Arbeitsalltag integriert.

Wie Klickzahlen die redaktionelle Arbeit verändern – ein Beitrag von Benedikt Tüshaus und Klaus Meier
Weiterlesen…

Halbwertszeit von Online-Meldungen

Florian Rötzer hat sich bei Telepolis vor kurzem mit einer US-Studie beschäftigt, die zu einem folgendem Schluss kommt:

Die Halbwertszeit von Artikeln in Online-Medien folgt einem allgemeinen Muster und hängt weniger von der Popularität, sondern von der Präsentation und den Verhaltensmustern der Besucher ab

.

Eine US-Studie unter Leitung von Dr. Albert-László Barabási von der University of Notre Dame kommt zu dem Ergebnis, dass die Halbwertszeit […] 36 Stunden beträgt. In dieser Zeit hat rund die Hälfte der Leser eines Artikels den Beitrag gelesen.

Die Studie ist von 2005 und hat vor allem eine (ungarische) Website untersucht. Hier wurde schon einmal darüber berichtet.

Weblogs, Forschung, Kritik

Der Bamberger Medienforscher Jan Schmidt kündigt eine Nachbefragung zu seiner Studie “Wie ich blogge?!” (erste Welle: über 5000 Umfrageteilnehmer) an, deren Ergebnisse im September veröffentlicht werden sollen. Spannend zu lesen ist außerdem Schmidts konstruktive Auseinandersetzung mit dem Buch “Kopfjäger im Internet”, der Blog-Studie von Matthias Armborst. Schmidt setzt Armborsts Erkenntisse, die sich ja speziell mit dem Thema Blogs und Journalismus beschäftigten, in Bezug zu den Ergebnissen seiner eigenen, breiter angelegten Untersuchung.

In dem Zusammenhang noch mal der Hinweis auf unser altes Dossier zum Thema (“Einmal gebloggt, nie mehr gestoppt”), das in vielem nichts von seiner Aussagekraft verloren hat.

Jeder zwölfte bloggt

“Wer sind die Blogger?” hat sich eine neue Studie des Pew-Insitituts in den USA gefragt und jetzt seine Zahlen präsentiert.

Kurzfassung bei Poynter:

* 39% of net users (about 57 million American adults) read blogs — a significant increase since the fall of 2005. And 8% of net users (about 12 million American adults) keep a blog.
* Most US blogs are personal journals. Most bloggers do not consider their blogging journalism. However, 57% of bloggers include links to original sources either “sometimes” or “often.” And 56% spend extra time trying to verify facts they want to include in a post either “sometimes” or “often.”
* 54% of bloggers are under 30.
* US bloggers are evenly divided between men and women — so anyone who continues to ask “where are the women bloggers?” is probably not really looking.

“Glanzlos aus Hamburg”

Weil ich viel als freier Mitarbeiter für tagesschau.de arbeitete, interessiert es mich natürlich besonders: Im Rahmen eines Dossiers des Schweizer Medienhefts zu den Internet-Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat sich der Kommunikationswissenschaftler Robin Meyer-Lucht mit der Tagesschau-Website auseinandergesetzt – und geht mit ihr hart ins Gericht. Zuwenig eigenes journalistisches Profil, langweilig, zu langsam, unterfinanziert sind die Hauptkritikpunkte in seinem “Glanzlos aus Hamburg” überschriebenen Artikel, der zum Teil auf älteren Forschungsergebnissen basiert. Vergleichsobjekt für Meyer-Lucht ist dabei immer wieder Spiegel Online.

Lesenswert sind auch die übrigen Texte des Dossiers , die natürlich besonders die die Situation in der Schweiz betrachten, wo die SRG offenbar auch erst spät in Sachen online schaltet (via netzpolitik).

Beim Online-Vorreiter BBC gibt es derweil deutliche organisatorische – und finanzielle – Umstrukturierungen. Bei Wortfeld pflückt NDR-Kollege Alexander Svensson die Entwicklungen auseinander, die bislang vor allem in der britischen Presse und Blogs Widerhall fanden.

2006.videojournalismus.org

Der erste und zunächst leider auch letzte Jahrgang des Projekts “Video- und Backpack-Journalismus” am Institut für Journalistik der Uni Dortmund hat soeben seine Video-Website mit einigen Arbeiten veröffentlicht.

Im Großen und Ganzen ist das Seminar-Konzept aufgegangen: Ausgestattet mit der am Markt üblichen Technik für Videojournalisten haben acht Studierende gemeinsam mit mir als “Coach” ein Jahr lang ausprobiert und gelernt, wie man solo Beiträge für das Fernsehen und das Internet produziert.

Ein paar Anmerkungen dazu gibt es hier.

ARD/ZDF-Online-Studie 2006

Zitierfähiges Zahlenmaterial als Beweis dafür, dass in Sachen Internet-Nutzung und -Nachfrage irgendwie alles ansteigt, bietet die jährlich durchgeführte und repräsentative ARD/ZDF-Online-Studie in ihrer neuesten Auflage, die in Kürze zum Beispiel an dieser Stelle zu finden sein wird.

In der Pressemitteilung dazu werden bereits ein paar Fakten genannt, die wenig überraschen. Unter anderem zum Beispiel, dass die Hälfte aller Onliner in Deutschland mittlerweile über einen Breitbandanschluss verfügt – ein Grund dafür, dass auch die Nachfrage nach Video- und Audiomaterial steigt.

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