Archivierte Einträge für Forschung

HR-Intendant erwartet “digitalen Tsunami”

ZDF und ARD haben die Ergebnisse ihrer Langzeitstudie Massenkommunikation vorgestellt (Pressemitteilung).

“In den kommenden vier Jahren wird sich mehr ändern als in den vergangenen 40 Jahren”, sagte ZDF-Intendant Markus Schächter laut dpa. Scharfe Worte aus Frankfurt: HR-Intendant Helmut Reitze prophezeite für die nahe Zukunft einen”digitalen Tsunami” und forderte die Aufhebung der Budget-Beschränkung für die öffentlich-rechtlichen Online-Angebote. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass digitale Videorekorder mit den entsprechenden Folgen für das Fernsehen in Deutschland noch kein Massenphänomen sein – aber die Digitalisierung sich bei Audiogeräten und DVD-Plänern längst durgesetzt haben.

Auszüge der Studie in der ARD-Zeitschrift “Media Perspektiven”

Mitmachen: Umfrage zum Verbraucherjournalismus

Andreas Eickelkamp (u.a. Mitautor des Werkes “Nutzwertjournalismus”, Rezension von mir) bittet für seine Doktorarbeit über Verbraucher- und Ratgeber-Journalismus um Teilnahme an einer Online-Befragung. Die Umfrage richtet sich an alle Mediennutzer.

Ziel der Befragung ist, Verbraucher- und Ratgeber-Journalismus besser an die Wünsche der Leserinnen und Leser anzupassen.

Dazu liest Du zwei oder drei Texte und gibst Deine Meinung dazu ab (je 5-10 Minuten), und ein Mal beantwortest Du Fragen zu Deiner Mediennutzung (10 Minuten). Mitmachen kann jede Person, die gut Deutsch spricht und mindestens 18 Jahre alt ist. Besondere Kenntnisse sind nicht nötig.

Die Umfrage ist vollständig anonym. Sie findet im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojektes an der Universität Leipzig statt und verfolgt keinerlei kommerziellen Interessen. Sie finden die Umfrage unter: www.nutzwertjournalismus.de/befragung

Wir werden über die Ergebnisse insofern sie den Online-Bereich betreffen, berichten.

www.online-volontaer.de

Gleich zweimal wurden in der vergangenen Woche Online-Volontäre im Hamburger Abendblatt gesucht: Einmal vom Job-Portal Stepstone, einmal von einem mir bisher unbekannten Informationsdienst für Ärzte.

Renommiertere Redaktionen, die mit speziellen Volontariaten Online-Journalisten ausbilden wollten, haben diese Programme ja mittlerweile meist mit ihren normalen Volontariaten verschmolzen oder ganz eingestellt wie Gruner und Jahr. Ausnahme offenbar: Vorreiter ProSiebenSat1, die erst kürzlich noch jemanden für ihr Online-Volontariat suchten. Die Aufgaben umfassen allerdings auch “Konzeption und Umsetzung von Sales-relevanten Themen in Zusammenarbeit mit Produktmanagement” (Ausschreibung).

Die Boomzeit der damals neu aus der Taufe gehobenen Online-Volontariate war um 2000/2001. Damals habe ich diese in einer Pionierstudie detailliert untersucht. “Ausbildung für den Online-Journalismus” gibt es nun auch hier zum Download (PDF, ca. 1,9 MB). Mehr Informationen zur Studie auf meiner Homepage. Veränderungen der Lage bis 2003 dokumentierte ein Artikel im alten Design von onlinejournalismus.de.

Studien zum Download bei onlinejournalismus.de

In der Vergangenheit haben wir bereits mehrfach wissenschaftliche Arbeiten in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Autoren als Volltext im PDF-Format angeboten. Auch in Zukunft sind wir dafür offen. Hier einmal die bisherigen Download-Texte im Überblick.

Ohne Content keine Comments
Weblogs und ihre Auswirkungen auf den traditionellen Journalismus
Autor: Walter Fikisz
Diplomarbeit an der Fachhochschule Eisenstadt (Österreich), 2004
(PDF, ca. 260 KB)

Onlinespezifisch vs. crossmedial
Online-Medien in der Journalistenausbildung an deutschen Hochschulen. Inhaltsanalyse und Expertenbefragung.
Autoren: Dr. Wiebke Loosen et. al.
Universität Hamburg, 2003.
(PDF, ca. 440 KB)

Online-Journalismus in Deutschland und den USA
Daten der ersten repräsentativen Erhebung zum Online-Journalismus
Autoren: Thomas Hanitzsch, Thorsten Quandt, Martin Löffelholz & Klaus-Dieter Altmeppen
TU Ilmenau / Universität München, 2004.
(PDF, 320 KB).

Initiative Nachrichtenaufklärung: Worüber Medien 2005 nicht berichteten

Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) veröffentlichte gestern wieder ihre Top-Ten-Liste der vernachlässigten Nachrichten. Darüber berichten “Frankfurter Rundschau“, “Der Standard“, “Netzeitung” und “Rheinische Post” (via jonet-Medienlog). Bei Technorati gibt es 15 Blog-Beiträge zu diesem Thema, davon sechs, sieben aktuelle.

Über die vernachlässigten Themen im Jahr 2004 berichtete die INA-Mitstreiterin Christiane Schulzki-Haddouti letztes Jahr bei onlinejournalismus.de. Das ist nicht nur “Schnee von gestern”, Schulzki-Haddouti schreibt in diesem Beitrag auch über die Hintergründe dieses Projekts.

Es stellt sich die Frage, ob gewisse Themen, die bisher vernachlässigt wurden, durch Blogger oder Bürger-Journalisten nicht eine größere Chance bekommen, öffentlich zu werden. Freilich sind diese Themen oft sehr rechercheintensiv. Dies könnte ein interessanter Ansatz für eine Forschungsarbeit sein.

Mitmachen: Nutzung von Weblogs im Vergleich zur klassischen Printmedien-Nutzung

Im Rahmen einer Magisterarbeit für das Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW) der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München findet derzeit eine Online-Befragung statt, bei der es um die Nutzung von Weblogs im Vergleich zur klassischen Printmedien-Nutzung geht.

Die Umfrage (knapp 30 Fragen) dient wissenschaftlichen Zwecken und hat keinen kommerziellen Hintergrund. (Mehr dazu im Projektblog.)

Zum Fragebogen …

Anmerkung: Die Ergebnisse möchte die Magistrandin unter die Creative Commons-Lizenz stellen, das heißt, sie können von allen Interessierten eingesehen werden. Wir werden natürlich dann darauf hinweisen.

Irrwege in Forschung und Lehre

Schon merkwürdig: Da forschen Forscher seit Jahren auf dem Gebiet der Medien und kommen mehrheitlich zu dem Schluss, dass das Internet für den Journalismus in Zukunft wohl eine ziemlich bedeutende Rolle spielen wird.

Das Institut für Journalistik der Universität Dortmund, bekannt für seinen recht praxisnahen Ausbildungsansatz, hat das zum Beispiel sehr früh erkannt: Schon vor rund fünf Jahren wurde dort eine eigene Lehrredaktion Online ins Leben gerufen. In dem Online-Magazin DOnews experimentieren Studierende mit neuen Darstellungsformen – mit Audio, Video und allem, was den Online-Journalismus interessant macht.

Jetzt soll der Laden dicht gemacht werden – aus Kostengründen, weil der wesentlich geldhungrigen Lehrredaktion Fernsehen angeblich das Geld ausgeht. Während die Professoren sich einig sind und DOnews schließen wollen, fürchten viele Studenten einen Verlust in der Qualität der Lehre.

Text und Audios dazu bei DOnews.

Einmal gebloggt, nie mehr gestoppt

Unser Dossier beleuchtete bereits 2004 anhand einer ganzen Reihe von Artikeln zentrale Fragen zum Thema Weblogs und Journalismus, gibt aber auch praktische Tipps. Erstellt haben das Dossier Studierende des Darmstädter Studiengangs Online-Journalismus..

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