Alle Beiträge der Kategorie 'Fortbildung'

DSLR News Shooter

Von Fiete Stegers am 13. Januar 2010

Um Nachrichten-Kameraleute, die mit (hochgerüsteten) Spiegelreflex drehen, geht es im Blog “DSLR News Shooter” von Dan Chung.

“So aufregend die schöne neue DSLR-Welt auch ist: Sie bleibt zunächst weiterhin der fiktionalen und der dokumentatorischen Schiene vorbehalten. Halt allem, was nicht bei Drei schon auf dem Sendemast sitzen muss”, kommentiert Markus Hündgen angesichts der Produktionsdauer eines dort Beispiels aus dem Blog.

(via Claus Hesseling/Regina McCombs).

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Audio-Slideshow vs. Video: Nie mehr als Nische?

Von Fiete Stegers am 10. Januar 2010

Soundslides-Logo [Montage]
Matthias Eberl hat kürzlich den Deutschen Reporter-Preis für eine Audio-Slideshow gewonnen und dabei einige Aufmerksamkeit auf diese onlinespezifiische Darstellungsform gelenkt, für die er sich seit Jahren einsetzt.

Fabian Mohr hat sich nun Gedanken zum Thema Audio-Slideshow vs. Video gemacht und kommt zu dem Schluss: Audio-Slideshows “stagnieren kreativ”. Sie werden nie aus der Nische herausfinden, waren vielleicht nur ein Übergangsphänomen multimedialen Erzählens. Mit HD und videofähigen DSLR-Kameras geraten reine Audio-Slideshows ins Hintertreffen, meint der Zeit Online-Entwicklungsredakteur, der beide Darstellungsformen kennt und beherrscht. Er führt einige treffende Argumente ins Spiel, unter anderem:

  • den Arbeitsaufwand für eine ausgefeilte Slideshow
  • die Tatsache, dass schon ein schlechtes Bild in einer Slideshow enorm stören kann - während eine Video-Sequenz weniger störend auffällt
  • die Hürden, die es selbst beim Erstellen mit dem Wunderwerkzeug Soundslides innerhalb einer Online-Redaktion gibt (FTP-Upload-Rechte? Einbinden externer Flash-Objekte?)
  • die auf Video ausgelegte Infratstruktur von Online-Redaktionen und externen Hosting-Plattformen

Wer als Multimedia-Reporter arbeiten will, solle sich auf Video konzentrieren, rät Fabian Mohr deshalb. Richtig? Ich finde viele Argumente sehr nachvollziehbar, vermisse ähnlich scharfe Überlegungen für den Einsatz von Video. Dort hat sich ja einerseits immer wieder gepredigte Einsatz von schnell gedrehten Sequenzen, die in textegetriebene Beiträge eingebunden werden, bisher - ähnlich wie die Slideshows - noch nicht durchgesetzt. Und qualitativ hochwertige gedrehte und geschnittene Video-Beiträge sind andererseits in der Gesamtproduktion immer noch ein wenig komplexer zu erstellen als vergleichbare Audio-Slideshows.

In nächster Zeit werden sich die Produktionsvoraussetzungen dank Flip-Kameras in Lokalredaktionen und videofähigen DSLR weiter verändern. Aber die potenziellen technischen Möglichkeiten bedeuten ja nicht zwangsläufig, dass diese auch extensiv genutzt werden: Kurze Video-Schnipsel, aufwändige Audio-Slideshows und noch aufwändigere Kombinationen aus Video, Audio und Stills könnten auch weiterhin die Ausnahme bleiben, während eingleisige Formate - stumpfer Text, bloßes Video oder stumpfe Bilderstrecke - weiter dominieren.

(Matthias Eberl und Fabian Mohr sind/waren Autoren von onlinejournalismus.de).

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… bei onlinejournalismus.de:

Stimmen zu Fabian Mohrs Blog-Post:

  • Marco Maas: “[Fabian Mohr] hat wohl leider recht.”
  • Oliver Bechmann: “… fasst gut zusammen, warum ich mich von Soundslides & Audio-Slideshows ab- und den Video-Audio-Slide-Kombis zugewandt habe. […] Ich glaube allerdings nicht an das vollständige Aus der Audioslideshows.”
  • Steffen Leidel (Deutsche Welle) “Im Prinzip stehen wir am Ende der Ära von reinen Audioslideshows und am Anfang einer neuen Zeit im Multimedia-Storytelling, in der es um die Frage geht, wie man Foto, Ton und Film am besten zusammenführt.”
  • Markus Hündgen (DerWesten): “Auch wir haben damit experimentiert. Und nach einigen Versuchen das Stilmittel zu den Akten und Soundslides in den Papierkorb geschoben. Ausschlaggebend war nicht das User-Feedback - dieses war durchgehend positiv - sondern schlicht ökonomisches Kalkül.”
  • Dirk Kirchberg (HAZ): “Guter Journalismus, egal welche Gattung, war schon immer eine Nische (…). Daher darf es nicht um Technik oder Vermarktung gehen.”
  • Fabian Schweyher: Das Missverständnis liegt in der Annahme, dass Audio Slideshows eine gleichwertige Alternative zu Videos darstellen. Denn Ton-Bild-Strecken bieten sich nur für ganz bestimmte journalistische Darstellungsformen an.

“Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.”

Von Fiete Stegers am 7. September 2009


Internet | Foto: Fiete Stegers
Auch ohne oder trotz Sachkenntnis kannt man ja heutzutage Erklärungen in die Welt posaunen oder fromme Wünsche formulieren oder forsche Forderungen aufstellen. Wir haben versucht, Sachkenntnis einfließen zu lassen. Auch wenn wir uns an manchen Stellen nicht einigen konnten und andererorts auf abwägendes Einerseits-Andererseits zugunsten der Thesenhaftigkeit der große Linie mit dem griffigen Kürzel Internet-Manifest verzichtet wurde.

1. Das Internet ist anders.
Es schafft andere Öffentlichkeiten, andere Austauschverhältnisse und andere Kulturtechniken. Die Medien müssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verfügung stehenden Technik den bestmöglichen Journalismus zu entwickeln - das schließt neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.

Formuliert und unterzeichnet haben diese und 16 weitere Behauptungen zum Journalismus im Internet-Zeitalter Johnny Haeusler, Thomas Knüwer, Stefan Niggemeier, Mario Sixtus u. a.

Update:
Da der Internet-Manifest-Server auch ohne Link von Heise oder SpOn schon ächzt, gibt es gesamte Manifest jetzt auch hier.


Update, 08.09.2009:
Internet-Manifest, ein Beitrag zur Diskussion

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Deutscher Reporterpreis prämiert auch Web-Reportagen

Von Thomas Mrazek am 26. August 2009

Das 2007 gegründete Reporter-Forum schreibt erstmals den Deutschen Reporterpreis – “Ein Preis von Journalisten für Journalisten” – aus. In der Ausschreibung heißt es: “Der Reporterpreis wendet sich an Journalisten in großen Blättern ebenso wie an Reporter in kleineren Zeitungen. Noch ist nicht abzusehen, wie eines Tages im Internet journalistisch erzählt wird – der Reporterpreis möchte sich schon jetzt beteiligen an der Suche nach den Web-Reportern von morgen.” Das ist sehr löblich. Mehr auf der Website des Reporterforums, und obacht: Zeit mitbringen, denn die Website lädt zum Stöbern ein, unter anderem gibt es in der Rubrik “Wie man’s macht” Texte wie “Die Reportage im Netz”.

Bald: “Scoopcamp”. 2009: re:publica

Von Fiete Stegers am 13. August 2009

dpa einmal ganz anders: In knapp einem Monat lädt die Nachrichtenagentur zusammen mit Hamburg@work zum “Scoopcamp”:

Welcher Scoop stellt schon bald die Medienwelt auf den Kopf? Antworten suchen wir beim scoopcamp 2009: Die Veranstaltung möchte den Dialog zwischen den Machern der klassischen Medienbranche und den Innovationstreibern aus der Web 2.0-Szene anzetteln und fördern, und damit Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammenführen, die sich im Alltag nicht begegnen.
Das scoopcamp wird keine klassische Tagung oder Frontalveranstaltung, sondern eine Mischung aus Camp und Konferenz mit einer moderaten Teilnahmegebühr von 100 Euro.

Die Organiatoren der re:publica haben den Termin für die vierte Auflage der Konferenz “re:publica” ihrer Konferenz bekanntgegeben. Sie wird vom 14. - 16. April 2010 in Berlin stattfinden. Erstmalig werden in Kooperation mit der Deutschen Welle deren zuletzt etwas untergegangenen “BOBs - Best of the Blogs Awards” im Rahmen der re:publica verliehen.

Hut ab: IIJ-Websites zu Social Media in Entwicklungsländern

Von Matthias Spielkamp am 8. August 2009

share-it

Wer sich gefragt hat, was aus den Journalistinnen und Journalisten geworden ist, die ich kürzlich hier vorgestellt habe und mit denen ich auf Tour durch Deutschlands Online-Redaktionen gegangen bin, der kann sich jetzt ein Bild machen:

Share it! | People-Power | Media Ladder

Das sind die Websites, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses “Multimedia- und Online-Journalismus” des Internationalen Instituts für Journalismus von InWEnt aufgebaut haben. Sie sind die Abschlussprojekte eines neunwöchigen Kurses, den ich zusammen mit meinem Kollegen Joachim Vögele konzipiert und geleitet habe.

Neun Wochen, in denen Journalisten aus elf Entwicklungsländern (Bangladesch, Ghana, Indien, Indonesien, Kenia, Pakistan, Philippinen, Simbabwe, Tansania, Uganda, Vietnam) all das gelernt haben, was man für den Online-Journalismus braucht: Schreiben fürs Web (Headlines, Intros, Captions, Subheads, Links etc.), Multimedia-Reporting (Slideshows, Podcasting, Mobile Video etc.), Bildbearbeitung, CMS, Webdesign und Navigation, Internet-Technologie, Datensicherheit, User generated content, Social Media und einiges mehr.

So viel davon wie möglich sollten (konnten, durften) die Kolleginnen und Kollegen dann in einem einwöchigen Projekt umsetzen. Das Thema: What is the impact of social media on developing countries?

Die meisten der TeilnehmerInnen kamen dieses Mal ohne große Vorkenntnisse in den Kurs; die meisten arbeiten (noch) nicht in einer Online-Redaktion. Ich kann nur sagen: Hut ab vor dem, was sie am Ende geleistet haben. Und wenn wir einen Programmierer und einen Designer gehabt hätten, um sie zu unterstützen, hätte das alles noch viel besser ausgesehen.

Good experience, not a lot to show

Von Matthias Spielkamp am 21. Juli 2009

Mobile reporting can be a frustrating experience. The worst part is lack of connectivity. G3 is just not fast enough to make uploading video files and even audio files a worthwhile experience, and when travelling the signal is to unstable to do anything other than checking email (with a client, no web mail) and Twittering.

Technical difficulties add to the problem: my – very interesting – short Audioboo interview with Thomas H. Kaspar, Executive Editor for Community at Chip, a community with 1.5 million members and outlets in more than 10 European countries and India, vanished from the face of the earth without the option to make a backup before publication. And the Qik videos my colleague Van from Vietnam supposedly live streamed this morning during our visit to jetzt.de never showed up on the website. I have no idea where they went.

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Auf Reisen in Deutschland mit Multimedia- und Online-Journalisten aus 11 Ländern

Von Matthias Spielkamp am 18. Juli 2009

Ich bin mal wieder zu Gast bei Onlinejournalismus, denn seit heute bin ich mit 15 Journalisten aus 11 Entwicklungsländern unterwegs durch Deutschland. Was genau wir vorhaben, steht unten auf Englisch erklärt. Ich unterrichte derzeit beim Internationalen Institut für Journalismus (IIJ) den Kurs „Multimedia and Online Journalism“, der neun Wochen dauert und auch diese Exkursion mit einschließt. Obwohl ich den Kurs bereits zum dritten Mal unterrichte, ist es meine erste Exkursion, da wir immer zwei Dozenten sind und in der Vergangenheit die Kollegen die Study Tour geleitet haben.

Ich kann nicht verhehlen, dass ich recht stolz auf das Programm bin, das uns zu acht interessanten Online-Redaktionen bringt, wo wir mit den verantwortlichen RedakteurInnen sprechen. Ich denke, dass das eine oder andere auch für meine deutschen Follower interessant sein könnte. Daher habe ich unter Tweetdeck, das ja mehrere Accounts erlaubt, auch einen IIJ-Account eingerichtet und werde das meiste, was ich twittere, auf beide Accounts schicken. Wer sich für mehr Informationen von der Tour interessiert, der sollte Follower von IIJ werden, denn die Tweets, die andere vom IIJ-Account aus schreiben, kommen natürlich nicht über meinen spielkamp-Account.

Bloggen werde ich hier, im IIJ-Blog und bei immateriblog.de.

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“Lernt die Kultur kennen!”

Von Fiete Stegers am 18. Mai 2009

Regina McCombs | Foto: Fiete Stegers

Journalisten müssen die “Kultur” von Social Media verstehen und diese Techniken selbst ausprobieren, meint Regina McCombs im Audio-Interview mit onlinejournalismus.de

Sie ist Journalismus-Ausbilderin am Poynter Institute in Florida. Zuvor arbeitete sie bei einem lokalen Fernsehsender in Minneapolis und als verantwortliche Video- und Multimediaredakteurin bei der Minneapolis Star Tribune.

Insbesondere für thematische spezialisierte Journalisten sei es unverzichtbar, Social Media zu ihrem Fachgebiet zu verfolgen, sagt McCombs. Aber auch alle anderen sollten sich damit beschäftigten. “Auch wenn gerade erst herausfinden, wie wir die Anwendungen als Journalisten verwenden sollten und was wir nicht tun sollten - zum Beispiel nicht von einer Beerdigung zu twittern.”


Interview in englischer Sprache [MP3, 9′49 min, 9 MB, Download]

Woher Journalisten angesichts ihrer bisherigen Arbeitsbelastung die Zeit nehmen soll, nebenher mit Social Media zu experimentieren - dafür hat Combs leider auch keinen Tipp. Angesichts der Wirtschaftskrise und Angst vor Jobverlust sei die Bereitschaft dazu aber auch bei Skeptikern gestiegen.

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… im übrigen Internet:

Plädoyer für den multimedialen Zeitungsjournalisten

Von Fiete Stegers am 4. Mai 2009
Die multimediale Schonfrist für Zeitungsjournalisten ist vorbei. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Videokameras ebenso zur Grundausstattung gehören wie Stift und Notizblock. Wer sich dessen verweigert, sollte lieber heute als morgen über einen Job als Bratwurstverkäufer in der Bochumer Innenstadt nachdenken.

… fordert Markus Hündgen, Videochef beim WAZ-Portal Der Westen.

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… bei onlinejournalismus.de