Archivierte Einträge für Fortbildung

Wie Zeitungen eine Video-Redaktion aufbauen können

Wenn sie es richtig anstellen, haben Zeitungen im Internet die Chance, einen wesentlich besseren Videojournalismus zu etablieren als ihre TV-Konkurrenz, ist der langjährige Videojournalist, Berater und Gründer des viewmagazine.tv David Dunkley Gyimah sicher.

Im Editors Weblog gibt Dunkley gute und nachvollziehbare Anregungen, wie sich Zeitungsredaktionen auf Videojournalismus einlassen können – und zwar mit realistischem Aufwand.

Es geht um strategische vorbereitende Fragen, um Personalrekrutierung, Equipment, Trainingsaufbau und -dauer, Arbeitsorganisation und warum Videos von Zeitungs-VJs möglicherweise “besser” sein könnten als die von TV-Spezialisten.

Warum Schreiben allein nicht mehr reicht

“…the best way for students to position themselves in this climate of layoffs and tightening budgets is to have Web –- especially multimedia -– skills. My feeling is that we will no longer hire people without multimedia skills, since we’re learning it’s cheaper to hire those skills at the beginning than have to train people in them after the fact.”

Regina McCombs, Multimedia Producer bei Startribune.com / Quelle: Innovation in College Media

“Weblogs, Podcasting und Online-Journalismus”

Moritz Sauer hat es mit einem Rundumschlag versucht: Auf 336 Seiten bietet er eine praxisorientierte Einführung in “Weblogs, Podcasting & Online-Journalismus”. Das ist eine ganze Menge. Eine Rezension. Weiterlesen…

Frankfurter Rundschau stellt auf Tabloid um

… das ist eigentlich eine Meldung etwas abseits unseres Themenfelds. Aber neben der Tatsache, dass sie interessant ist, kann sie auch als Lehrbuchbeispiel dienen, wie man eine E-Mail-Pressemitteilung auf keinen Fall versenden sollte.

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Expertenrunde “Zukunft Online-PR”

Einen Überblick zu aktuellen Entwicklungen in der Online-PR bietet am 8. Februar der Studiengang Online-Journalismus der Hochschule Darmstadt. U.a. wird das studentische Projekt “Case Studie zu Social Software und Online-PR” vorgestellt. Über die “Chancen und Risiken” von Web 2.0 und Soical Software diskutieren neben anderen Robert Basic (Basic Thinking Blog) und Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach (Edelman). Die Veranstaltung wird von Studenten organisiert und von der Bertelsmann Stiftung gefördert. Schade nur, dass kein PR-Kritiker wie etwa Don Alphonso mitdiskutiert. Weitere Informationen unter www.zukunft-onlinepr.de.

Online News Association in Hamburg

Wie berichtet wollen Ulf Grüner (Medienberater und Trainer) und Daryl Lindsey (SpOn English Edition) die Online News Association (ONA) Germany in Hamburg mit Leben füllen. Am 6. Dezember findet von 17 bis 20 Uhr bei Gruner + Jahr eine Veranstaltung statt, bei der Paul Brannan (BBC News) die neue BBC-Abteilung User Generated Content vorstellt, Katie King von der ONA-Konferenz 2006 und über Online Journalism Awards 2006 berichtet.

Anmeldung per Mail an ona-hamburg at ulfgruener.de.

Handwerkszeug heute und morgen

Das Blog der Darmstädter Online-Journalisten macht auf eine Studie aufmerksam, die im Rahmen einer Masterarbeit an der Medill School of Journalism und in Kooperation mit der Online News Association durchgeführt wurde (PDF hier). Gefragt wurde nach den Online-Nachrichtenredaktionen geforderten Fähigkeiten. Befragt wurden einmal ONA-Mitglieder, zum zweiten gab’s eine Selbstrekrutierung über Blogs.

Der Studie zufolge kommt es weniger auf spezifisch online-technische Produktionskompetenzen an, als auf klassische journalistische Fähigkeiten: Aufmerksamkeit fürs Detail, Nachrichtenbewertung, Sprachkompetenz (Grammatik und Stil), die Fähigkeit, unter Zeitdruck zu arbeiten, mehrere Dinge gleichzeitig im Blick zu behalten etc.

So fasst Lorenz Lorenz-Meyer die Ergebnisse zusammen. So viel hat sich also nicht verändert – diese Prioritäten kamen auch in früheren Studien zutage, wie ich schon seinerzeit bei meiner Studie “Ausbildung für den Online-Journalismus” (2001) festgestellt habe. Lorenz-Meyer merkt an:

Erstaunlich vielleicht, dass Multimedia-Authoring und Audio- und Videoproduktion praktisch noch keine Rolle spielen. Dabei sollte man sich aber klar machen, dass es sich hier nicht um eine Trendstudie handelt, sondern um eine Bestandsaufnahme, die vor ca einem Jahr erhoben wurde.

Und: Audio- und Video-Bearbeitung erhalten jeweils Zustimmungsraten um die 20 Prozent, wenn nach erforderlichen/tatsächlich gebrauchten Fähigkeiten von Online-Journalisten gefragt wird. Damit wird beidem schon ein deutlich höherer Stellenwert eingeräumt als in meiner Befragung von Ausbildungsverantwortlichen seinerzeit. In jedem Fall können wir gespannt sein, wie der Online-Video-Boom im nächsten Jahr weitergeht (Stichwort Focus Online et al). Die Anzahl an Fortbildungsmöglichkeiten für Video-Journalisten wächst im Moment jedenfalls deutlich, so mein Eindruck.

Online-Dokumentation zu “Medien 2.0. Eine Zwischenbilanz”

Zu ihrem zweitägigen Workshop “Medien 2.0. Eine Zwischenbilanz. Konsumenten als Produzenten in Print-, Online- und Hörfunkmedien” hat die Bundeszentrale für politische Bildung jetzt eine Online-Dokumentation fertiggestellt. Der Workshop fand Ende September in Frankfurt/Main statt.

Auf der Website gibt es unter anderem Interviews mit den Medienwissenschaftlern Steffen Büffel, Thomas Pleil, mit dem Blogger Johnny Haeusler und Spiegel Online-Redakteur Christian Stöcker. Außerdem gibt es ein “Live-Blog” zum Workshop. Als Moderator eines Podiums bei dieser Veranstaltung habe ich ein paar Hinweise auf meinem Weblog zusammengestellt.

Die Peitschen-Borchert: “taz”-porträtiert die WAZ-Online-Chefin

Die seit August amtierende WAZ-Online-Chefin Katharina Borchert war schon öfter ein Thema hier (Interview mit einem anonymen WAZ-Blogger, Video-Interview mit Angela Merkel, Ich möchte Teil einer Online-Bewegung sein, RP-Ideen bei der WAZ, Bloggerin wird Chefredakteurin von “WAZ live”).

Die “taz” porträtiert Katharina Borchert in ihrer heutigen Ausgabe: “Die Peitschen Borchert”. Unverhofft werde ich übrigens am Samstag, 25.11., in Bochum die Ehre haben, mich mit Katharina Borchert beim Journalistentag des Deutschen Journalisten-Verbands, Landesverband Nordrhein-Westfalen, zu unterhalten. Da das Motto der dortigen Foren “Gespräch statt Vortrag” lautet, ist auch das Publikum eingeladen mitzudiskutieren. So weit ich weiß, ist der Eintritt übrigens gratis.

Neben dem Online-Forum gibt es noch weitere Foren zu Print, TV, Ethik, Bild, Zeitschriften, Sport, Sprache und PR mit jeweils einer sehr guten Besetzung. Einen Vorgeschmack bietet das Programm des Journalistentag 2005. Damals wurde zu Recht bemängelt (“Der DJV holt den Totschläger raus” (sic!)), dass es keine Online- bzw. Neue Medien-Foren gab. Auf das aktuelle Programm werden wir hier hinweisen.

Nachtrag 16.10.06

Über den oben genannten “taz”-Artikel und seine Entstehungsgeschichte wird in den Blogs Tom’s Diner (dessen Autor Ralf Albert kommt in dem Artikel vor) und bei Rebellen ohne Markt (dessen Autor Don Alphonso wurde vom “taz”-Autor etwas schräg angefragt) diskutiert. Es wird deutlich, dass der “taz”-Text kein journalistisches Meisterstück war.

Live-Blog: Where does the love come from?

Zwei Zitate eines Workshops der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Bürgermedien und Web 2.0:

* Dr. Christoph Stöcker, Spiegel Online: “Wir lieben Blogs.” Spiegel Online bediene sich sehr oft an Informationen aus Blogbeiträgen. Was da die Bloggergemeinde zu sagt?
* Wieder einmal muss das Paradebeispiel Readers Edition sich fragen lassen, ob es einen originären Nutzen hat.”Wer liest denn sowas?” will unser Kollege Thomas Mrazek hören.

Mehr im Weblog iDemokratie, das die Tagung (Programm) bis morgen (29.09.) begleitet.

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