Archivierte Einträge für Interview

Der Lokalredakteur Frank Spiegel im Video-Porträt (ABZV Videoreporter Folge #8)

Ich finde es immer schön Menschen dabei zuzusehen, wenn sie etwas mit Leidenschaft tun und trotz gelegentlich stressiger Momente dabei einfach nicht aus der Ruhe zu bringen sind. Frank Spiegel ist so jemand. Er arbeitet als Lokalredakteur für das Westfalen-Blatt in der kleinen Stadt Brakel im Osten Nordrhein-Westfalens.

Für die achte Folge der Serie ABZV Videoreporter habe ich ihn einen Tag lang bei seinem Job begleitet und dokumentiert, wie die Realität des journalistischen Alltags in einer kleinen Zweieinhalb-Mann-Redaktion aussieht. Im Interview mit ihm geht es um ganz verschiedene Fragen, u.a. Nähe und Distanz zu Lesern, Twitter und Facebook für die Recherche und wie man neben Fotos auch noch Videos macht.

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

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Die Community-Redakteurin: Annika von Taube (Zeit Online) im Video-Porträt

Wenn ich mich auf Zeit Online informiere, lande ich oft – noch bevor ich überhaupt Artikel lese – im Kommentarbereich darunter. Warum? Weil mir häufig schon die ersten drei bis vier bestbewerteten Nutzer-Reaktionen Aufschluss über die Relevanz des Themas oder dessen Aufbereitung geben. Das klappt zwar nicht immer, aber dennoch verblüffend oft.

Auf vielen anderen Nachrichtenangeboten würde diese Vorgehensweise nicht funktionieren, weil die Nutzer dort in den Kommentarbereichen oft ihrem eigenen Schicksal überlassen werden und nicht selten die verbale Brechstange herausholen.

Seit Juni 2013 leitet Annika von Taube die Community-Redaktion bei Zeit Online. Für die siebte Folge des Journalisten-Berufsporträt-Formats ABZV Videoreporter habe ich mit ihr ein ausführliches Interview geführt und sie und ihr Team einen Tang lang bei der Arbeit beobachtet.

“Wir sind berühmt und berüchtigt dafür, sehr stark in die Debatten einzugreifen”, sagt Taube und spricht auf die zahlreichen Kommentare an, die ihr Team im täglichen Geschäft kürzt oder sogar komplett entfernt. “Der Zensurvorwurf hängt ständig über unserer Arbeit”, sagt die Community-Chefin und stellt klar: “Wir zensieren nicht, sondern wir lenken Debatten.”

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

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Mal das Tempo rausnehmen und Horst Schilling zuhören…

Ein Journalistenporträt auf Onlinejournalismus.de, bei welchem der Netzjournalismus keine Rolle spielt? Ja, das ist in diesem Fall tatsächlich so.

Wir zeigen dieses Video über Horst Schilling, weil wir glauben, dass auch ein Journalist aus der Vor-Internet-Generation uns – und vor allem „den Jüngeren“ – wichtige und letztlich motivierende Botschaften zu vermitteln hat. Ohne eine ethische Grundhaltung, ohne Mut lässt sich nämlich der Medienwandel nicht fundiert gestalten.

Horst Schilling ist 82 Jahre alt und hat sich fast sein gesamtes Berufsleben lang (und auch danach) für die Ausbildung von jungen Journalisten stark gemacht – nicht nur bei der Rhein-Zeitung, wo er später auch als Chefredakteur tätig war.

Das Porträt ist der sechste Teil der Serie ABZV Videoreporter, in der ich hauptsächlich der Frage nachgehe, wie Journalisten heute arbeiten, was sie antreibt und wo ihre Grenzen liegen.

Wie alle anderen Teile des ABZV Videoreporter wurde auch dieses Video unter Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE) veröffentlicht, das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Der Social Media-Redakteur: Lars Wienand im Video-Porträt

“Wenn da nur die fiesen Fragen zur Trennung von Beruf & Freizeit nicht gewesen wären…”, twitterte Lars Wienand am 18. April direkt nach unseren Dreharbeiten für die fünfte Folge des Journalisten-Berufsporträt-Formats ABZV Videoreporter. Als so fies habe ich meine Fragen eigentlich gar nicht empfunden. Die Antworten des Rhein-Zeitung-Redakteurs waren aber umso ehrlicher und differenzierter.

Lars Wienand ist der wohl erste Social Media-Redakteur einer Regionalzeitung in Deutschland, was – wenn man es sich aus leichter Distanz anschaut – unspektakulär, vielleicht sogar ein bisschen langweilig aussieht: Ein Mann, der den größten Teil seines Arbeitstages vor zwei großen Monitoren sitzt, auf denen unaufhörlich ein Strom von Tweets und anderen Informationshäppchen vorbeifließt.

Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass hinter seinem Job im besten Fall spannender Journalismus steckt, von dem seine Kollegen jeden Tag profitieren können – wenn sie denn wollen…

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

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Topfvollgold oder komm mit ins Regenbogenland …

Mats Schönauer (links) und Moritz Tschermak

Mats Schönauer (links) und Moritz Tschermak. Foto: Privat (der Fotograf möchte nicht genannt werden)

… der Eintritt kostet den Verstand. Seit April betreiben die Dortmunder Journalistikstudenten Mats Schönauer und Moritz Tschermak das Watchblog Topfvollgold. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit berichten sie dort über die deutsche Regenbogenpresse. Den Verstand haben sie dabei noch nicht verloren, ganz im Gegenteil: mit Witz und Sachverstand geben sie prägnante Einblicke in ein bislang noch wenig erkundetes Mediensegment und freilich spielt auch das Thema Online hierbei eine Rolle. Wir haben ein E-Mail-Interview mit Mats und Moritz geführt. Weiterlesen…

Wie NOZ-Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke auf den digitalen Wandel reagiert

In seiner Rolle als Chefredakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) will Ralf Geisenhanslüke sein Blatt “als erster und bester” der Branche in Deutschland fit machen für das digitale Zeitalter – eine Aufgabe, die so ziemlich jeder Tageszeitung in den vergangenen Jahren Sorgen bereitet hat.

Für den ABZV Videoreporter habe ich Geisenhanslüke im Februar getroffen und einen Tag lang bei seiner Arbeit begleitet.

Im Interview äußert er sich u.a. dazu, wie lange der Umbruch dauern wird und was er für seine Kollegen bedeutet, wie er seine eigene Rolle als Chefredakteur dabei interpretiert und wo die gesamte Branche in etwa zehn Jahren stehen könnte.

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Tschüs, Berlinfolgen. Und danke!

Folge 15 war mein erster Kontakt mit den Berlinfolgen, und ich war von der ersten bis zur letzten Sekunde gefesselt. Ein wirklich berührendes Porträt über Gero, einen Obdachlosen aus Berlin.

“Fotofilm” nennen die Macher von 2470media das Format, im Grunde genommen ein alter Hut: Eine dramaturgisch durchdacht montierte Interviewspur samt Atmo-Tönen, kombiniert mit oft beeindruckenden Reportage-Fotos und immer wieder kurz eingespielten Video-Elementen. Die Idee kann noch so alt sein, das spielt gar keine Rolle. Die Umsetzung ist einfach gelungen.

Insgesamt 100 Folgen haben die Macher in Zusammenarbeit mit der taz produziert, jetzt ist Schluss.

Für den ABZV Videoreporter habe ich das 2470media-Team eine Weile bei ihrer Arbeit an den letzten Berlinfolgen begleitet. Herausgekommen ist dabei dieses etwa 11 Minuten lange Porträt, das für alle interessant sein dürfte, die sich für die Machart solcher Fotofilme interessieren. In dem Video geht es um gute Reportagefotos, den dramaturgischen Aufbau von Fotofilmen und zahlreiche Erfahrungen aus der praktischen Arbeit.

Mini-Doku über den Hauptstadtkorrespondenten Thorsten Denkler von Süddeutsche.de

Zum ersten Mal ist mir Thorsten Denkler vor mehr als zehn Jahren aufgefallen. Wenn man ein bisschen in den Archiven von onlinejournalismus.de gräbt, stößt man auf einen Hinweis in unserem damals regelmäßig erschienenen Newsletter auf das erste Treffen des Kreises Berliner Onlinejournalisten, den er gemeinsam mit Markus Deggerich (heute beim Spiegel) gründete.

Bereits 2001 arbeitete Thorsten Denkler als Korrespondent des Online-Dienstes der Süddeutschen Zeitung, der sich damals noch SZonNet nannte. Inzwischen haben sich technisch bedingt nicht nur die Arbeitsweisen des Online-Korrespondenten geändert, sondern auch seine Akzeptanz. Als er Politiker seinerzeit um Interviews bat und sich mit “Thorsten Denkler, Süddeutsche Online” vorstellte, “kam bei manchen eben nur ‘Online’ an”, erzählt er im Interview. “Da lag die Vermutung schnell nahe, dass man denen einen Internetanschluss verkaufen” will. Heute könne sich kein Politiker mehr leisten, keine Schnittstellen zu Online-Medien zu haben.

Ich habe Thorsten Denkler einen Tag lang mit der Kamera bei seiner Arbeit begleitet, einfach um zu sehen und zu verstehen, wie er heute arbeitet. Wenige Tage später haben wir uns zum ausführlichen Interview getroffen, woraus dann diese Mini-Doku über ihn und seine Arbeit entstand.

Das Video ist der Auftakt zu einer Serie weiterer Porträts über Journalisten, die ich in Zusammenarbeit mit der ABZV produziere und unter videoreporter.abzv.de veröffentliche (in Folge 2 habe ich Michael Kappeler, den Cheffotografen der DPA begleitet). Mich interessiert, wie Journalisten in den verschiedenen Medienbereichen heute arbeiten. Ich will wissen, was sie antreibt und wo sie an ihre Grenzen stoßen.

Alle Videos werden unter einer Creative Commons Lizenz (BY-NC-ND 3.0 DE) veröffentlicht, das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten in andere Kontexte ist erwünscht, solange dies zu nicht-kommerziellen Zwecken geschieht.

Über Kritik, Vorschläge und Anregungen für folgende Videos freue ich mich.

„Ich mache hier die Online-Gemeindezeitung“

Screenshot Eimsbüttel-Seite auf Facebook

Hyperlokaler Journalismus gilt als das nächste große Ding. Vor allem online. Ohne es beabsichtigt zu haben, ist Mareke Stein (30) aus Hamburg auf diesem Gebiet zur Vorreiterin geworden.  Hier spricht sie über Bürgersinn, Crowdfunding und verrät, was einen Blog überleben lässt.

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SZ-Social-Media-Presseschau: Warum, wie, was nicht?

Social-Media-Presseschau der SZ (Screenshot [M])

“Meistgelesene Beiträge” oder “Meistempfohlen” sind Features auf vielen (News-)Websites. Die Süddeutsche Zeitung ist einen Schritt weiter gegangen. Ihre neue “Facebook-Twitter-Presseschau” namens “Leser empfehlen” zeigt auch an, was die Leser bei anderen Online-Medien gerne lesen. Chefredakteur Stefan Plöchinger erläutert im Interview mit onlinejournalismus.de die Technik dahinter, warum er die Grenzen der eigenen Website aufbricht und wieso es bisher auf dem deutschen Markt noch keinen großen erfolgreichen News-Aggregator gibt. Weiterlesen…

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