Ob Surflehrer mit Internet-Tagebuch oder Touristin mit dem Fotohandy: Der Tsunami in Asien machte Augenzeugen von einem Augenblick zum anderen zu Reportern, Weblogs und andere Internet-Seiten zu wichtigen Nachrichtenquellen. Und spätestens seit Zeitungszar Rupert Murdoch im April in einer Rede vor dem US-Verlegerverband seinen Kollegen ins Stammbuch schrieb, sie hätten den Draht zu den Lesern verloren und stattdessen von miteinander kommunzierenden Bloggern und Podcastern schwärmte, ist klar: Im Netz passiert etwas, was die traditionellen Medien kaum ignorieren können.
Einige haben bereits reagiert: Vor allem in den USA sind in den letzten Monaten Internet-Projekte an den Start gegangen, bei denen die Nutzer selbst Artikel veröffentlichen können. Sie verstehen sich als “mikrolokale” Ergänzung der Tageszeitung – oder gar als deren Ablösung.
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