Archivierte Einträge für Langtext

Super: NSA-Enthüllungen im Snowfall-Stil

"NSA Files: Decod" auf der Website des Guardian | Foto: Fiete Stegers

Ein halbes Jahr nach Beginn nach seinem ersten Bericht fasst der Guardian die bisherigen Enthüllungen auf Basis der Snowden-Informationen zusammen. Das ist grandios geglückt: „NSA Files: Decoded“ zieht den Nutzer multimedial durch die Story, stellt die wichtigsten Fakten heraus und erläutert, was sie bedeuten – politisch und direkt für den einzelnen Nutzer.

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Topfvollgold oder komm mit ins Regenbogenland …

Mats Schönauer (links) und Moritz Tschermak

Mats Schönauer (links) und Moritz Tschermak. Foto: Privat (der Fotograf möchte nicht genannt werden)

… der Eintritt kostet den Verstand. Seit April betreiben die Dortmunder Journalistikstudenten Mats Schönauer und Moritz Tschermak das Watchblog Topfvollgold. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit berichten sie dort über die deutsche Regenbogenpresse. Den Verstand haben sie dabei noch nicht verloren, ganz im Gegenteil: mit Witz und Sachverstand geben sie prägnante Einblicke in ein bislang noch wenig erkundetes Mediensegment und freilich spielt auch das Thema Online hierbei eine Rolle. Wir haben ein E-Mail-Interview mit Mats und Moritz geführt. Weiterlesen…

Ende der Ära Blumencron für Spiegel und SpOn

Vom 1. Dezember 2000 bis Anfang 2008 war der nun abberufene Mathias Müller von Blumencron Chefredakteur von Spiegel Online, bis er zusammen mit Georg Mascolo an die Spitze des Print-Spiegels rückte. Ab Februar 2011 war Blumencron offiziell der Digital-Beauftragte des Doppelspitze, trotz oder wegen der kolportierten Auseinandersetzungen um die Digitalstrategie des Spiegels und das Reizwort Paid Content (Die Devise: “Gemeinsam Marschieren, getrennt schlagen” ging freilich nicht ganz auf.).

Ingesamt war Blumencron also mehr als 12 Jahre für die Ausrichtung von Spiegel Online verantwortlich, seit der ehemalige US-Korrespondent des gedruckten Spiegel die SpOn-Chefredaktion nach einer hektischen Boomphase unter seinem Vorgänger Hans-Dieter Degler übernahm.

Blumencron machte SpOn endgültig zum Nachrichten-Marktführer des deutschen Online-Journalismus und zum Leitmedium für die Berliner Republik (auch wenn das Kollegen anderer Medien lange nicht zugeben wollten). Immer wieder kritisiert wurde – auch von onlinejournalismus.de – hingegen der gefühlt wachsende Anteil von Boulevardthemen, die teilweise hektische Überdrehtheit von Teasern und Schlagzeilen auch bei harten Themen.

Was die Weiterentwicklung von interaktiven und multimedialen Formaten angeht, verfolgte SpOn unter Blumencron wie beim Design angekommen den Kurs behutsamer Neuerungen, setzte immer wieder Zeichen, ohne wirklich zum Avantgardisten zu werden. Ähnlich die abwartende Haltung in Sachen Bezahlinhalte: “Warum sollte ausgerechnet Spiegel Online Vorreiter sein?“ fragte Rüdiger Ditz 2009, der Blumencron als direkter Spiegel-Online-Chef nachfolgte.

Der Erfolg dieser Linie Recht – vor allem in Vergleich mit den Schlingerkurs anderer Printhäuser. Man darf gespannt sein, was jetzt kommt. Vielleicht kehrt ja mit Wolfgang Büchner von der dpa jemand zurück, der schon mal im Team mit Ditz für die operative Umsetzung der Blumencron-Linie verantwortlich war.

Dazu drei aktuelle Stimmen – und rückblickend auf die Ära Blumencron ein paar Links auf ältere Beiträge von uns.

Wolfgang Blau, bis vor kurzem Chef von Zeit Online und nun beim Guardian:

Die Geschäftsführerin von Standard.at meint:

Und Thierry Chervel vom Perlentaucher analysiert:

Mehr über Mathias Müller von Blumencron bei onlinejournalismus.de:

Multimediales Erzählen in einer Nachhaltigkeitsserie – ein Praxisbericht

Screenshot GEO.de Special: EU-Fischerei in der Krise

Multimedial, mehrdimensional und spannend – wie lässt sich mit diesen Zielen eine Serie bei Geo.de zum Thema der Überfischung konzipieren?

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SZ-Social-Media-Presseschau: Warum, wie, was nicht?

Social-Media-Presseschau der SZ (Screenshot [M])

“Meistgelesene Beiträge” oder “Meistempfohlen” sind Features auf vielen (News-)Websites. Die Süddeutsche Zeitung ist einen Schritt weiter gegangen. Ihre neue “Facebook-Twitter-Presseschau” namens “Leser empfehlen” zeigt auch an, was die Leser bei anderen Online-Medien gerne lesen. Chefredakteur Stefan Plöchinger erläutert im Interview mit onlinejournalismus.de die Technik dahinter, warum er die Grenzen der eigenen Website aufbricht und wieso es bisher auf dem deutschen Markt noch keinen großen erfolgreichen News-Aggregator gibt. Weiterlesen…

Audio – das schwarze Schaf des Online-Journalismus

Schwarzes Schaf

Audio wird im Online-Journalismus noch stiefmütterlich behandelt. Das liegt auch daran, dass zu wenig Experten in die Entwicklung neuer Projekte einbezogen werden – oder sich überhaupt dafür interessieren, meint Martin Hoffmann.

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US-Wahlkampf: “Social Media ist ein Muss”

Tim Grieve (Foto: Fiete Stegers)

Der US-Wahlkampf setzt seit jeher Meilensteine – sowohl in der Benutzung des Internets durch Politiker und politisch interessierte als bei der Entwicklung neuer Formen der Berichterstattung im Onlinejournalismus. Tim Grieve, Chefredakteur von Politico, sprach mit onlinejournalismus.de darüber, was diesmal zu beobachten ist und erklärte die spezielle Nische seiner Website.

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“Texten fürs Web” von Stefan Heijnk

Buchcover "Texten fürs Web" von Stefan Heijnk (Foto: Fiete Stegers)

Wer noch ein Very-Last-Minute-Geschenk für eine angehende Internet-Redakteurin sucht oder einen Journalisten kennt, der sich im kommenden Jahr erstmals neben seinem althergebrachten Print- oder TV-Geschäft mit diesem Online beschäftigen soll, kann bedenkenlos zu Stefan Heijnks kürzlichem erschienenem Buch “Texten fürs Web” greifen.

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Nachrichten im Internet: Wer soll das bezahlen?

Paid Content beim Hamburger Abendblatt [M]

Dröge Agenturtexte, uninspirierte Aufmachungen, langweilige Bilderstrecken: Wer bitte soll für Online-Nachrichten in Deutschland jemals Geld bezahlen? So wird Paid-Content jedenfalls nicht funktionieren …

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Prozessjournalismus und Ägypten: Deutschsprachige Onlinemedien enttäuschen

Von Lorenz Matzat

Was Spiegel-Online und Welt-Online in ihren Live- oder Nachtichtentickern bringen, ist in der Ignoranz des Potentials von Onlinejournalismus mehr als befremdend. Es drückt sich aber auch schon in den Begrifflichkeiten aus: Das Wort Live-Blog wird vermieden. Beide Websites, nach Bild-Online die Meistgelesenen – setzen im Jahr 2011 kein einziges Link auf Quellen außerhalb ihres eigenen Angebots.

Soziale Medienkanäle, wie Twitter, YouTube oder Flickr werden gänzlich ignoriert. Nur klassische Nachrichtenagenturen und etablierte Sender wie die BBC gelten als verlässliche Quellen. Insofern spielt es für die deutschsprachige Onlineberichterstattung eigentlich überhaupt keine Rolle, dass in Ägypten das Internet durch die Regierung abgeschaltet wurde
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