Archivierte Einträge für Literatur

Der alte Wolf und die Online-Journalisten

In den letzten Tagen gab es heftige Kritik von netzaffinen Journalisten am “Neuen Handbuch des Journalismus und des Online-Journalismus”, verfasst von Sprachpapst Wolf Schneider und Paul-Josef Raue, dem Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, erschienen bei Rowohlt und in einer derzeit vergriffenen Ausgabe der Bundeszentrale für Politische Bildung.

Statt vieler Worte an dieser Stelle eine kleine Linkschau:

Eitelkeiten scheinen in der gesamten Diskussion in der Tat eine Rolle zu spielen.

* Zu denen sich der Verfasser dieses Blogeintrags zählen kann.

“Texten fürs Web” von Stefan Heijnk

Buchcover "Texten fürs Web" von Stefan Heijnk (Foto: Fiete Stegers)

Wer noch ein Very-Last-Minute-Geschenk für eine angehende Internet-Redakteurin sucht oder einen Journalisten kennt, der sich im kommenden Jahr erstmals neben seinem althergebrachten Print- oder TV-Geschäft mit diesem Online beschäftigen soll, kann bedenkenlos zu Stefan Heijnks kürzlichem erschienenem Buch “Texten fürs Web” greifen.

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Internetfernsehen und UGC

Nach “Das Verschwinden der Zeitung?” noch ein interessanter Basis-Reader der Friedrich-Ebert-Stiftung: “Internetfernsehen von TV-Sendern & User Generated Content”. Autoren sind Claudia Gerhards und Sven Pagel, die an der FH Düsseldorf lehren.

Einen Download-Link habe ich bisher noch nicht gefunden, aber an anderer Stelle gibt es ein Vortragsmanuskript der beiden zu ihrer Untersuchung (PDF).

Basislektüre: “Das Verschwinden der Zeitung?”

Die Medienwissenschaftler Stephan Weichert und Leif Kamp haben kürzlich für die Friedrich-Ebert-Stiftung einen Band über “Das Verschwinden der Zeitung?” verfasst. Ganz habe ich es noch nicht gelesen, aber die einleitenden Thesen und Handlungsempfehlungen fassen schön zusammen, was Grundwissen sein sollte, wenn man derzeit einen Artikel zum Thema verfasst oder ein Diskussionspodium erklimmt.

(Download als PDF, es gibt auch eine Printversion)

“Alpha-Journalisten Online”

Die 2007 erschienene Porträt-Sammlung über Deutschlands “Alpha-Journalisten” muss wohl recht erfolgreich gewesen sein: Klar, eine Top-Liste + Personality – das kommt auch in Journalisten-Kreisen an, obwohl die Herausgeber des Buches ihre Autoren (meist Medienjournalisten und -wissenschaftler) keine Lobhudeleien schreiben ließen. Also hält sich der Verlag ans Spin-Off-Prinzip: Im Herbst soll dort ein Band namens “Alpha-Journalisten Online” erscheinen. Onlinejournalisten waren unter den Alpha-Exemplaren der ersten Runde ebenso wie Hörfunkkollegen überhaupt nicht vertreten: alles Print und TV ( okay, Henryk M. Broder war dabei, falls man ihn gelten lassen will).

Zu den Auserwählten zählen nun auf jeden Fall Hans-Jürgen Jakobs, Jochen Wegner und Jörg Sadrozinski. SpOn wird sicherlich auch vertreten sein, ebenso wie Katharina Borchert und Wolfgang Blau, Stefan Niggemeier und die Bildblogger als Kollektiv. Ansonsten: Fleißiges Tippen (auf 30 Porträts – wie im ersten “Alpha-Journalisten”-Band zu kommen, wird sicher gar nicht so einfach)!

Typologie der Audio-Slideshow

Titelbild

Im folgenden Aufsatz werde ich verschiedene Formen der Audio-Slideshow unterscheiden. Dabei werde ich nicht nach verwendeten Formaten gliedern, wie es ewa Fabian Schweyher in seiner Diplomarbeit zur Audio-Slideshow versucht hat. Sondern ich möchte die möglichen Formen der Audio-Slideshow nach ihrer Vermittlungsform kategorisieren. Grundlage sind die verschiedenen Arten des Erzählers, die der französische Literaturwissenschaftler Gérard Genette in seinem Werk “Die Erzählung” unterscheidet. Daraus ergeben sich auch Erkenntnisse für die praktische Umsetzung einer Audio-Slideshow.
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Online- und Bürgerjournalismus & Internet: Zwei Bücher zum kostenlosen Download

Die Münchner Journalistenakademie Dr. Hooffacker & Partner weist auf zwei Bücher hin, die auf ihrer Website kostenlos als Download erhältlich sind.

  • Wer macht die Medien? Back to the Roots of Journalism. Online-Journalismus zwischen Bürgerbeteiligung und Professionalisierung. Zehn Interviews im Rahmen im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Mediencampus Leipzig. Herausgegeben vom Verlag Dr. Gabriele Hooffacker. Mit einem Vorwort von Gabriele Hooffacker, Leiterin der Journalistenakademie Hooffacker, München.

    Interviews mit: Don Alphonso (Journalist und Blogger u.a. Rebellen ohne Markt und Blogbar), Gabriele Bartelt-Kircher (Leiterin der Journalistenschule Ruhr), Steffen Büffel (Medienberater und Blogger), Götz Franke (Geschäftsführender Redakteur Capital Online und Impulse Online), Christian Jakubetz (Dozent, Journalist, Blogger), Ulrike Kaiser (stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes und Koordinatorin der Initiative Qualität im Journalismus), Bernd Mann (Gewerkschaftssekretär der IG Medien und bei der Deutschen Journalistenunion (dju) Bayern), Stefan Niggemeier (freier Medienjournalist und Blogger, u.a. Bildblog), Anton Simons (Redakteur bei der “Rhein Zeitung” und Autor “Redaktionelles Wissensmanagement”), Matthias Spielkamp (Freier Journalist und Berater für Print, Online und Radio; Buchautor, Referent und Trainer der Journalistenfortbildung).

    Gabriele Hooffacker (Hg.): Wer macht die Medien? Back to the Roots of Journalism. Online-Journalismus zwischen Bürgerbeteiligung und Professionalisierung. Verlag Dr. Gabriele Hooffacker, 2008, 53 Seiten, 12 Euro, ISBN 978-3-9805604-4-3.
    Download als PDF-Datei, 187 KB: www.tinyurl.com/66mp2b

  • Wem gehört das Internet. Dokumentation zum Kongress “20 Jahre Vernetzung” 16. und 17. November 2007, München. Rund 25 Aufsätze über das Internet damals und heute. Mit einem Vorwort von Peter Lokk.

    Gabriele Hooffacker (Hg.): Wem gehört das Internet? Dokumentation zum Kongress “20 Jahre Vernetzung”
    16. und 17.November 2007, München
    . Verlag Dr. Gabriele Hooffacker, 2008, 61 Seiten, 19 Euro, ISBN 978-3-9805604-3-6.
    Download als PDF-Datei, 938 KB: www.tinyurl.com/4tp88u

“Zeitenwechsel”: Sueddeutsche.de-Serie zur Zukunft des Journalismus

Zusammen mit dem Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik bereitete Sueddeutsche.de unter dem Titel “Zeitenwechsel” in den letzten Wochen Interviews mit namhaften Experten zur Zukunft des Journalismus auf. Heute endet diese Serie mit einem Interview mit dem “Guardian”-Chefredakteur Alan Rusbridger. Eine sehr gelungene Idee, alle elf Folgen sind unter www.sueddeutsche.de/zeitenwechsel nachlesbar.

Ähnlich informativ ist übrigens auch die Serie “Unter Druck. Medien in Zeiten des Umbruchs” bei Spiegel Online, die seit April 2005 auf über 200 Artikel (aufgelistet auf einer Seite!) angewachsen ist.

In Zeiten von mitunter oberflächlichen und unkritischen “2.0″-Mediendiensten sind solche Quellen manchmal eine regelrechte Oase.

Kostenloses Web 2.0-Dossier: Chancen und Risiken der Mediengesellschaft 2.0

Das Magazin der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), “tendenz”, beschäftigt sich in seiner aktuellen Ausgabe mit den gesellschaftlichen Auswirkungen des Web 2.0.

Für die Experten wird zwar nichts Neues dabei sein, doch es ist eine gelungene Zusammenfassung bedeutender Aspekte zum Thema Web 2.0. U.a. gibt es folgende Artikel darin: “Zwischen Freiheit und Verantwortung. Chancen und Risiken der Mediengesellschaft 2.0″, sechseitiger Aufsatz von Sueddeutsche.de-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs. Der Informationsethiker Rafael Capurro spricht in einem Interview über “gesellschaftliche, journalistische und politische Auswirkungen des Web 2.0″. Weitere Themen sind u.a.: “Datenschutz in Zeiten von Web 2.0″; “Community-Laws als Ausweg aus dem Web 2.0-Dilemma?”; “Der Nutzer: Konsument, Kontrollinstanz und Koproduzent. Chancen von Web 2.0 für die Medienbranche”; “Unter Freunden. Social Networking aus München: Die Lokalisten”. Auch interessant ist die 28-seitige “tendenz”-Beilage zu den Medientagen München 2007: “Media Yourself – Wie das Internet Medien und Gesellschaft verändert.”

Die Artikel gibt es als abstracts sowie als pdf zum Download auf der Website der BLM, außerdem kann das Heft kostenlos bestellt werden.

Journalism 2.0, PDF-Download

Unter einer Creative Commons-Lizenz ist das 132-seitige Buch “Journalism 2.0 – How To Survive and Thrive” (PDF-Download, 2 MB) erschienen und scheint sich vor allem an Einsteiger zu wenden.

Beim Überfliegen hatte ich das Gefühl, dass alle möglichen Themen kurz angerissen werden: Was sind RSS-Feeds und wie kann man sie lesen? Wie lassen sich “Tools and Toys” wie der iPod für die journalistische Berichterstattung einsetzen? Wie funktioniert Podcasting und welche Technik braucht man? Und natürlich kommt das Thema Video auch nicht zu kurz.

(Fundstelle: Mindy McAdams)

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