Archivierte Einträge für Multimedia

Wall Street Journal gibt seine Videos für Blogs frei

Wer die Videos des Wall Street Journal in sein Blog einbinden will, kann das schnell und einfach über die im Player integrierte Funktion “Embed Code” erledigen. Laut Beet.TV ist das WSJ einer der wenigen Nachrichtenanbieter, der seine Videos auf diese Art und Weise auf die Reise schickt.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Werbung, die mit den Videos verbunden ist, wird auf diesem Weg viel breiter gestreut, was die Einnahmen für das WSJ steigen lässt.

Nachteil: Für Werbetreibende ist immer auch der Kontext wichtig, in denen ihre Werbespots erscheinen. Dieser Kontext wird nicht nur durch das Video selbst bestimmt, sondern auch durch die Websites, in die das Video eingebunden wird.

Das WSJ nutzt den Video-Dienstleister Brightcove (mehr dazu im Blog Digitaler Film), der sich von Diensten wie YouTube oder Sevenload (die natürlich auch über eine Embed-Funktion verfügen) vor allem darin unterscheidet, dass er sich hauptsächlich an professionelle Video-Produzenten wendet.

Ob eine Embed-Funktion in absehbarer Zeit wohl eine Rolle für Nachrichtenangebote wie Spiegel Online, Focus Online oder gar die Öffentlich-Rechtlichen spielt?

Und wie sieht es dann mit rechtlichen Fragen aus? Was wenn beispielsweise Musik in einem Clip genutzt wird? Wer zahlt dafür die Lizenzgebühren? Der Urheber des Videos? Oder der Blogger?

Zeitungs-TV im Netz

Zeitungs-TV im Netz

Den Tageszeitungen bieten sich vor allem im lokalen Bereich realistische Chancen, im Internet-TV Fuß zu fassen. Kurze Videos sind sowohl für das Publikum als auch für die Werbewirtschaft interessant. Wie das lokale TV-Format einer Zeitung im Netz aussehen kann, zeigt das Beispiel des “Kölner Stadt-Anzeigers”. Weiterlesen…

Schwächen der Einbindung von Videos

Matthias Kretschmer kritisiert in seinem Blog Print To Internet, dass Videos auf Nachrichten-Sites oft wie Fremdkörper wirken, weil sich scheinbar kaum jemand Gedanken macht, wie man sie sinnvoll einbinden könnte.

In der Regel werden die Videos in einem separaten Video- oder Multimedia-Bereich abgelegt und nicht mit korrespondierenden Artikeln, Bildergalerien oder Umfragen kombiniert. Das ist ungefähr so, als würde man in der Zeitung erst alle Texte abdrucken, dann alle Fotos und abschließend alle Infografiken.

Der User muss in solchen Fällen auf der Site von Sektion zu Sektion springen, wenn er sich zu einem Thema umfassend mittels Text und Video informieren möchte.

Werden Videos direkt in einen Artikel eingebunden, vermitteln sie oft keine neuen Informationen. Der fehlende Mehrwert wird dadurch kaschiert, dass kurze, erklärende Texte – ähnlich einer Bildunterzeile – schlicht fehlen. So ist Video anschauen online meistens Glückssache.

Eigentlich liegen sinnvolle Text-Video-Kombinationen ja auf der Hand: Wird in einem Text beispielsweise ein Politiker zitiert, so könnte in der Nähe des Zitats das entsprechende Video-Interview platziert werden. Mehrwert: Für User würde deutlich, wie und auf genau welche Frage der Politiker geantwortet hat.

Räumt man Videos genug Platz in der Textspalte ein – wie es aktuell zum Beispiel tagesschau.de mit ihrem neuen Flash-Player tut -, könnte der Text gezielt auf das Video “hinarbeiten”. Text und Bild sind dann eine dramaturgische Einheit. Die hohe Kunst besteht bei solchen Kombinationen wohl darin, dass der Text auch ohne das Video noch irgendwie funktionieren sollte.

Fleißkärtchen für Spiegel Online

Salopp gesagt “nervig” war Spiegel Online vor Weihnachten mit einer Vielzahl von Boulevardgeschichten (siehe hierzu Thomas Knüwers Blog-Beitrag Der Müll, das Netz und Spiegel Online). Heute gibt’s hingegen für fünf erwähnenswerte Medienberichte an zwei Tagen ein Fleißkärtchen. Als da wären: Anzeigen-Vertrieb: Google gewinnt mit Print; “Wall Street Journal”: Alte Dame, auf jung getrimmt; “Wall Street Journal”: Premiere für das Schrumpfblatt; Neue Zeitungsmodelle: Rückkehr der rasenden Reporter und Community-Millionendeal: Holtzbrinck schnappt sich StudiVZ. Ob diese geballte Seriosität mit dem morgigen 60. Geburtstag des “Spiegels” zusammenhängt, weiß ich nicht.

Merkzettel 2007

Online-Offensiven allerorten – falls Sie schon den Überblick verloren haben, hier eine kleine Zusammenfassung der Vorhaben fürs nächste Jahr. Lässt sich auch ausdrucken und dann in einigen Monaten mal mit den Resultaten abgleichen:

  • sueddeutsche.de: Will auf 25 Redakteure aufstocken und mit neuem Chef nach vorne. [mehr]
  • Focus Online: Relaunch Anfang 2007, Personalisierung, eigenes Videoteam, mehr Kooperationen mit Heft und TV, Community. Jagd auf den Spitzenreiter. [mehr]
  • ZDF: Mehr öffentlich-rechtliche Inhalte online. [mehr]
  • Welt.de: Ist in den integrierten Newsroom umgezogen und will damit Ernst machen. Online first, lautet die Devise. Auch bei Bewegtbildern und Community soll den Nutzern einiges geboten werden. [mehr]
  • Handelsblatt: Vermutlich auch weitere Ausbauten in Sachen Multimedia. [mehr] Bereits Umstrukturierungen Richtung Newsdesk. [mehr]
  • WAZ: Die große Regionale aus dem Ruhrgebiet hat die ganz große Nummer vor. Bloggerin Katharina Borchert steht am Ruder. [mehr]
  • MSN: Nach der Trennung von Tomorrow Focus startet MSN in neuem Design ab 4. Januar mit Meldungen von Welt.de. [mehr]
  • Spiegel Online: Will vorne bleiben, klar, vermutlich mehr Video. Hat keine Offensive angekündigt.

Mehr verrät Spiegel-Online-Chef Mathias Müller von Blumencron in unserer kleinen Serie “Einschätzungen für 2007″ (bisher: Christoph Neuberger, Thomas Knüwer, Jan Schmidt).

Die Welt der Überwachung als Flash-Animation

Panopti.com – Die schöne neue Welt der Überwachung lautet der Titel einer sehr sehenswerten, non-linear aufgebauten und vertonten Flash-Animation, die als Bachelor-Abschlussarbeit im Studiengang Digital Media an der Hochschule Ulm entstanden ist.

Inhaltlich geht es um das Thema Datenschutz. Anhand des Tagesablaufs einer fiktiven Person “Paul” wird nachgezeichnet, an welchen Stellen wir heute schon überall digitale Spuren hinterlassen.

(via Spreeblick)

Online-Video und Zeitungen

Flash-Videoplayer auf Nachrichtenseite (Foto: Mischel)

“Video” war eines der Schlagwörter 2006. Und wie aus Branchenkreisen zu hören ist, wollen einige Online-Redaktionen im kommenden Jahr beachtliche Summen investieren, um ihre Berichterstattung mit bewegten Bildern zu bereichern. Grund genug für eine Momentaufnahme: Wie setzen deutsche Online-Redaktionen, deren Ursprung im Print liegt, heute Video ein? Ein kurzer Überblick.

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Springers Online-Offensive startet mit Torte von Spiegel Online

Das Bemerkenswerteste beim heutigen Start von Springers so genannter Online-Offensive war wohl die Torte, die Mitbewerber Spiegel Online den Berliner Kollegen spendierte. Selbstironisch befassten sich die Springer-Leute mit dieser Geste. Kräftig wurde aber auch die Werbetrommel gerührt:

“In der Nachrichtenzentrale werden künftig alle Inhalte gebündelt. Neben den Printmedien werden Websites und neue Medienkanäle wie Mobildienste, Videos und Podcasts beschickt. Da kommt die Konkurrenz ausstattungsmäßig nicht mit,” protztschreibt Welt.de über den Start des “größten integrierten Newsroom Deutschlands”.

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“Newsdesk” und “crossmedia”

“New Newsroom” nennt die “Financial Times” in London ihre neue Multimedia-Redaktion, die sich sowohl für die Print- als auch die Online-Ausgabe verantwortlich zeichnen soll. Doch nicht nur im Ausland wird sie hoch gehandelt, diese eine unter den vielen Strategien, sich gegenüber den medialen Herausforderungen der Zukunft zu wappnen. Das redaktionelle Rüstzeug für den digitalen Wandel hält längst auch in Deutschland Einzug: Am “Doppel-Newsdesk” der “Rheinischen Post”, im Rahmen der aktuellen Umstrukturierungen beim Handelsblatt oder bei “Welt” und “Berliner Morgenpost”, die schon seit einigen Monaten laut über die universelle Nachrichtenredaktion nachdenken.

Dabei kommt der Vorreiter eigentlich aus Würzburg: Bereits Anfang 2003 leitete die “Main-Post” die Verschmelzung der medialen Geschwister Print und Online ein. Noch einen Schritt weiter ging ein dänisches Medienhaus. Bei “Nordjyske Medier” versammelte man gleich die ganze Großfamilie wieder unter einem Dach. Tina Bettels hat beide Redaktionen besucht.
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Video-Offensive bei Handelsblatt.com

“Spannende Gespräche und Reportagen” im Bewegtbild kündigt Handelsblatt.com an und startet zwei neue Video-Formate: Ein mobiles Video-Blog, in dem Webreporter per UMTS-Handy live berichten. Und den Elektrischen Reporter, ein Video-Blog, in dem einmal wöchentlich Trends aus der Online-Welt vorgestellt werden.

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