Archivierte Einträge für Multimedia

10 Jahre Flash

Flash tends to degrade websites for three reasons: it encourages design abuse, it breaks with the Web’s fundamental interaction principles, and it distracts attention from the site’s core value.

…schrieb Jakob Nielsen, von der New York Times damals als „Usability-Guru“ bezeichnet, im Oktober 2000 über die Adobe-Software Flash.

Man kann über Flash geteilter Meinung sein: Tatsache aber ist, dass die Software und das Browser-Plugin den Online-Journalismus maßgeblich mitgeprägt und neue Darstellungsformen überhaupt erst möglich gemacht haben. Zahlreiche Beispiele werden bei Interactive Narratives oder Joe Weiss verlinkt.

Seit heute gibt es Flash seit genau zehn Jahren. Anlässlich des Geburtstags hat Adobe eine Microsite veröffentlicht. Unter anderem ist dort eine Galerie verlinkt, wo sich User bekannte Flash-Sites der vergangenen Jahre anschauen und über die beste abstimmen können.

Video Journalism Award von DW-TV

Das deutsche Auslandsfernsehen DW-TV ruft alle Videojournalisten auf, ihre Filme für den 3rd International Video Journalism Award in Berlin einzureichen. Vom 27. bis 29. Oktober 2006 werden die besten Arbeiten im Berliner Kino „Babylon“ gezeigt und prämiert. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 01.09.2006. Das Anmeldeformular und die Wettbewerbsbedingungen gibt es unter www.videoreporter.org. (via Newsletter des Bayerischen Journalisten-Verbands)

Videoeinbindung bei SpOn, Teil 5

Roman weist in einem Beitrag darauf hin, dass Video schauen online reine Glückssache ist. Er findet einige Beispiele für Videos, die in Artikel eingebunden werden oder sogar als Teaser-Bild auf Startseiten erscheinen, denen aber noch jegliche Anmoderation oder ein Hinweis auf den eigentlichen Inhalt des Stücks fehlt. Das ganze wird zusätzlich erschwert, wenn auch noch das Thumbnail nichts mit dem Inhalt des Clips zu tun hat. Dazu ein aktuelles Zidane-Beispiel in diesem Artikel, in dem man angesichts des Teasers und des Artikeleinstiegs zumindest einen Teil des Geständnisses von Zidane, einen Ausschnitt von der PK, o.ä. erwartet. Das Video aber hat „nur“ Kneipenatmo und viele Fans zu bieten…

Bürgerjournalisten verbessern / Links

Wenn Bürgerjournalismus Erfolg haben soll, gilt für ihn das gleiche wie für den „normalen“ Journalismus – er muss interessante Themen in attraktiver Darstellung bieten. Wenn professionelle Medien Bürgerjournalismus integrieren wollen, müssen sie die Citzen Journalists entsprechend anschieben. Das meinen zumindest viele, die sich in den USA mit dem Thema auseinandersetzen. Weiterlesen…

jetzt.de, Multimedia-Experimente

Matthias Eberl experimentiert in seinem Blog ja schon seit einiger Zeit mit ganz ungewöhnlichen multimedialen Darstellungsformen. Schön zu sehen, dass es auch Redaktionen gibt, die sich darauf einlassen.

Für jetzt.de hat Matthias eine Multimedia-Reportage mit dem Titel Warum sah Henriette den Elfmeter nicht? entwickelt. Seine ungewöhnliche Technik beschreibt Matthias so:

Seit über zwei Jahren verfolge ich hartnäckig die Idee, ein neues Multimediaformat zu entwickeln, das die erzählerische Stärke des Wortes mit der sinnlichen Erfahrung von Bild und Ton kombiniert, ohne den Leser dabei auf eine Rezeptionsgeschwindigkeit festzulegen, wie es Film und Radioreportage tun.

Der User scrollt dabei die entsprechenden Elemente (sei es Text oder Bild) in eine markierte Fläche. Sobald sie sich darin befinden, läuft zum Beispiel im Hintergrund ein O-Ton ab, der das Gesehene bzw. Gelesene akustisch unterstützt.

Wäre schön, wenn solche Formen öfter zu sehen wären – denn es macht Spaß, auf diese Weise selbst das vom Reporter Erlebte zu erfahren. Auch wenn der Programmieraufwand dahinter offenbar größer ist.

Anmerkungen dazu sind in Matthias Blog sehr willkommen.

Lesen, ausprobieren, schauen/hören

Fabian Mohr stellt noch einmal Soundslides, das von ihm hochgeschätzte, weil simple Tool für vertonte Bildergalerien vor, welches jetzt auch in einer PC-Variante erhältlich ist. Auch einen Blick in die Kommentare werfen.

Washington Post, Video

„I use a video camera as my reporter’s notebook“, schrieb Jane Stevens vor vier Jahren im Online Journalism Review, als sie das Tätigkeitsprofil von „Backpack-Journalisten“ erklärte. Damals las sich das wie eine Beschreibung, die wegen des hohen technischen Anteils eher an den Job eines Producers erinnerte, nicht aber an den eines Journalisten.

Die Kamera als digitaler Notizblock des Reporters – eine interessante Vorstellung angesichts immer kompakterer Videokameras, die eine ständig bessere Aufnahmequalität liefern und dabei einfach zu bedienen sind. Bei der Washington Post scheinen Jane Stevens Worte jetzt Gehör zu finden. Denn laut Washingtonian Online sind bereits 50 Reporter der Zeitung mit kleinen, digitalen Videokameras ausgestattet – und es werden mehr.

James Brady, executive editor der Washingtonpost.com, wird mit den Worten zitiert:

We would buy the cameras and give them to reporters to shoot still pictures, record voice, or shoot video. It’s a triple-threat device. It adds a whole different dimension than you can get on the print side.

Das Material landet aufbereit in Photos & Video auf der Website der Washington Post. Und sieht gar nicht mal schlecht aus.

(gefunden bei Medianerds.de)

SpokesmanReview.com, Videos

The Spokesman Review ist eine Zeitung im Nordwesten der USA mit einer Auflage irgendwo zwischen 100.000 und 250.000. Sie könnte vielen hiesigen Zeitungen als Vorbild dienen, wie man den schleichenden Prozess vom bedruckten Papier hinein ins Web zu einem vollständig multimedial arbeitenden Informations-Anbieter über die Jahre hinweg gestalten kann.

Unter anderem setzt die Zeitung auch auf individuell produzierte Videos – ein Trend, der sich in Deutschland so langsam erst bei einigen größeren Nachrichten-Sites durchsetzt.

Colin Mulvany war 17 Jahre lang als Fotograf für den Spokesman Review tätig – heute ist er Multimedia-Redakteur und hat Video für sich als neue Möglichkeit für das Storytelling entdeckt. Hauptsächlich veröffentlicht er seine Geschichten im Video Journal der Zeitung.

Wie sein Weg vom Fotografen zum Videographer und Multimedia-Redakteur aussah, welche Probleme unterwegs auftauchten, wie sich seine Arbeitsweisen verändert haben und mit welcher Technik er arbeitet, beschreibt er in einem lesenswerten Interview mit dem Online-Magazin Sports Shooter.

(gefunden bei Medianerds.de)

Google in a box

Ein schönes Beispiel für eine Zweitverwertung. Oder sollte ich sagen: Neuverwertung? Das Multimedia-Dossier „Google – die Macht einer Suchmaschine“ basiert auf einem Zapp-Spezial, das vor einigen Tagen im NDR lief und nun bei tagesschau.de in eine Media-Mix-Slideshow gepackt wurde; nach dem selben Prinzip, wie die Event-Box von sportschau.de. Ein durch und durch alltagstaugliches Format für die Redaktion, sicherlich nicht in einer Stunde produziert, aber dennoch die Möglichkeit, „mal schnell“ mit Videos zu arbeiten und nicht mehr länger nur zu experimentieren (den Video-Giganten im Hintergrund immer vorausgesetzt). Mehr davon!

Übrigens: Die besten Voraussetzungen, den Unterschied zu spüren, den Schritt nach vorn, den diese Art der journalistischen Umsetzung ausmacht, haben wohl die, die sich zuvor haben berieseln lassen, vom Filmbeitrag im Dritten, in voller Länge, spätabends, müde…

FIFA World Cup 2006 / Multimedia

Was tun, wenn man den Sieg der eigenen Mannschaft in Bild und Ton nacherzählen möchte, aber keine Rechte an den Bewegtbildern hat? Die Website der spanischen Tageszeitung Elpais.es baut z.B. aufwändige Infografiken, um die entscheidenden Spielzüge zu visualisieren. Das ganze – höchstemotional – unterlegt mit der Stimme eines enthusiastischen Reporters.

Ein paar Highlights der multimedialen WM-Berichterstattung sind bei Interactive Narratives verlinkt.

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