Archivierte Einträge für Multimedia

Datenjournalismus als Geschäftsmodell

OpenDataCity Homepage mit Referenzprojekten

Der SZ-Zugmonitor hat den Datenjournalismus in Deutschland um ein Referenzprojekt bereichert und ist in der Szene oft und meist positiv besprochen worden. Weitaus weniger im Rampenlicht steht die Agentur, die hinter dem Zugmonitor steckt: OpenDataCity. Ein Porträt.

Weiterlesen…

Auf dem Holzweg: Zwei Pressemitteilungen aus dem Tageszeitungs-Milieu

Da waren zum einen die „Badische Neuste Nachrichten“ („BNN“) mit einer bleiwüstigen PM – ohne jeden Absatz -: „Badische Neueste Nachrichten: BNN Kommentar zu Regionalzeitungen“. Ich weiß gar nicht genau, was der Urheber der PM, der Chefredakteur Klaus-Michael Baur, mir damit sagen will und warum er dies ausgerechnet in einer Pressemitteilung schreibt. Doch eines ist mir nach der Lektüre schon klar: Print ist irgendwie ganz prima, nein wunderbar, „alternativlos“ (sic!) und und und … Ach, und seine Zeitung ist „gut aufgestellt“.

Ein Blick auf die „BNN“-Website sorgt für Klarheit: Die „BNN“ habe eine neue Druckmaschine gekauft und die Zeitung erscheint nun „in handlicherer Form mit erweitertem Inhalt und Angebot“. Mehr erfährt man natürlich nur in der gedruckten Zeitung, denn mit dem Internet haben es die Karlsruher wohl nicht so. Ich mag es ungern sagen, es klingt vielleicht abgedroschen und vielleicht sogar ungerecht: Aber diese Zeitung scheint konsequent auf dem Holzweg zu sein, mögen sie meinetwegen damit Recht behalten und mich eines Besseren belehren.

Und da ist noch die „Drehscheibe“ aus Lokalredaktionen für Lokalredaktionen. Für die bin ich auch ab und zu mal tätig. Die „Drehscheibe“ ist letztes Jahr 30 geworden und gibt jetzt eine Ipad-App anlässlich dieses Jubiläum raus. Auf den ersten Blick überzeugt mich diese App leider nicht. In der Pressemitteilung schreiben die Kollegen: „Texte aus 30 Jahren drehscheibe, Videointerviews mit renommierten Journalisten und eine interaktive Deutschlandkarte mit Informationen zu über 300 Tageszeitungen – all das bietet die neue App zur Jubiläums-drehscheibe.“

Die Deutschlandkarte ist natürlich prima, aber die könnte, nein müsste man unbedingt auch auf der Website anbieten; ich weiß nicht, ob es Sinn und Zweck einer App ist, solche – fein aufbereiteten – aber mehr oder weniger statischen Inhalte auf diesem Weg zu verbreiten? Oder bin ich da – als Ipad-Novize (seit Mitte Januar) – auch auf dem Holzweg?

Audio – das schwarze Schaf des Online-Journalismus

Schwarzes Schaf

Audio wird im Online-Journalismus noch stiefmütterlich behandelt. Das liegt auch daran, dass zu wenig Experten in die Entwicklung neuer Projekte einbezogen werden – oder sich überhaupt dafür interessieren, meint Martin Hoffmann.

Weiterlesen…

Ohnesorg-Recherche: Glanz im Print, Lücken online

Im gedruckten „Spiegel“ findet sich diese Woche eine neue Rekonstruktion des Tods des Berliner Studenten Benno Ohnesorg 1967. Beruhend auf neuen Ermittlungserkenntnissen und eigenen Recherchen, die sich vor allem auf teilweise unveröffentliche Foto-, Film- und Ton-Aufnahmen stützen, kommen die Autoren zu dem Schluss, dass die Berliner Polizei den Täter Kurras, einen Beamten, deutlich stärker gedeckt hat als bisher bekannt und von Notwehr – wie vermutet – überhaupt keine Rede sein kann.

Im „Spiegel“ gibt es neben acht Seiten Text eine großformatige Info-Grafik, die anhand der einzelnen Bildindizien den wahrscheinlichen Tathergang aufschlüsselt. Spiegel Online berichtete am Sonntag vorab ausführlich über die neuen Erkenntnisse, was wie nicht anders zu erwarten auf große Interesse stieß (wie z. B. die gesammelten Reaktionen bei Rivva oder Google News zeigen).

Sehr schade allerdings: Die große Geschichte lässt sich derzeit online offensichtlich nur im kostenpflichtigen E-Paper lesen. In der Bilder-Strecke zum Online-Text fehlen die bisher unbekannten Aufnahmen. Zu sehen gibt es die entscheidende Szene nur ganz kurz am Ende dieses im Artikel verlinkten Videos; das zunächst etwas lieblos wenig aufschlussreiches Bilder und bekannte Szenen aneinanderreiht, erst ohne Off-Kommentar, dann von einem O-Ton eines „Spiegel“-Autors erläutert.

Verpasst wurde die Chance, diese Grafik mit Foto, Video- und Audio-Elemente interaktiv für das Netz aufzubereiten, wie es wohl die „New York Times“ gemacht hätte. Spannend wäre außerdem ein „Making-Of“ der Spiegel-Rechercheure gewesen: Von wem ging der Anstoß für die Recherche aus? Wie bekamen sie Zugriff auf die Ermittlungsergebnisse? Welchen Anteil haben ihre eigenen Rechercheergebnisse?

P.S.: Schön allerdings, dass sich das Video einbetten lässt.

Weitere Links

  • RBB-Abendschau: Der Beitrag über die neuen Erkenntnisse zeigt einen Teil der Foto- und Filmaufnahmen, die neue Hinweise gaben.

Audio-Einsatz: Teenager-Tagebücher reloaded

Viel zu selten im Onlinejournalismus eingesetzt, in diesem Fall ein Muss und auch besser als Video: Im Artikel „Liebes Tagebuch, ich bin verliebt. Endgültig!“ bei Spiegel Online lesen Studentinnen und Studenten aus ihren einst geheimgehaltenen Pubertätstagebüchern vor und blicken so auf die eigene Jugend zurück.

Etliche der amüsanten wenngleich etwas ungelenkt vorgelesenen Zitate sind als Audio-O-Töne eingebunden: an promimenter Stelle, auch gleich im Teaser beworben („Mit Hörproben“) und deutlich mehr als die Text-Zitate.

Preisverdächtige Webreportagen

Am 5. Dezember verleiht das Reporter-Forum wieder den Deutschen Reporterpreis. Nominiert ist in der Kategorie Webreportage u. a. eine grandiose halbstündige Dokumentation über Fußball-Fans in Argentinien, gedreht von Studenten mit Spiegelreflexkamera.

Los Cerveceros de Quilmes – Die Bierbrauer aus Quilmes von FirleFranz.

Besonders webspezifisch ist sie allerdings nicht, sieht man mal vom Einsatz von Standbildern wie in Audio-Slideshows ab. Sie hätte auch in einem – guten – Fernsehprogramm laufen könne. Das ist für die Nominierten symptomatisch.

Weiterlesen…

SZ auf dem iPad: Multimedial top, interaktiv ein Flop

So sieht die Startseite einer iPad-Ausgabe aus. Die Navigation links ist immer präsent

Vier Monate nach dem SZ-Magazin geht nun auch die Süddeutsche Zeitung selbst mit einer eigenen iPad-App an den Start: Die Benutzerführung ist logisch, optisch ist die App ansprechend, es wird auch viel multimedialer Mehrwert geboten. Schade ist nur, dass die App in sich abgeschlossen ist und auch kein Feedback erlaubt. Weiterlesen…

BR.de-Relaunch: schön, aber mit Schönheitsfehlern

BR.de im neuen Look&Feel

Der Bayerische Rundfunk hat seiner Website die dringend nötige Frischzellenkur genehmigt. Was auf den ersten Blick schön aussieht, hat aber ein paar inhaltliche Schönheitsfehler.

Weiterlesen…

Mach deinen eigenen Scoop!

Transparent "Scoopcamp 2011" (Foto: Fiete Stegers)

  Bei der Konferenz Scoopcampin Hamburg ging es zum dritten Mal ums „New Storytelling“. Unter der Devise: „Einfach machen“. Weiterlesen…

Zeitgemäße App: Schönheit und Selbstbeschränkung

Sie wird Bildergalerien enthalten! Bildergalerien! Es wird eine Suchfunktion geben! Eine Suchfunktion! Und obendrein hier und da Links zu Multimedia und weiterführenden Informationen – teilweise sogar ins wilde Internet außerhalb der eigenen Website. Nein, wahnsinnig innovativ klingt es nicht, was die aufgebotenen fünf Herren und eine Dame von der „Zeit“ bei der Vorstellung der neuen App fürs iPad zu verkünden haben. Warum die App doch zeitgemäß ist.

Weiterlesen…

 « 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 15 16 17 »


onlinejournalismus.de beobachtet die Entwicklung des Journalismus im Internet.

onlinejournalismus.de wird mit WordPress betrieben (Theme: Modern Clix von Rodrigo Galindez).