Archivierte Einträge für Multimedia

Was mir gefällt: Heute HAZ.de

Hannoversche Allgemeine

So, in einem Weblog darf es ja auch mal etwas subjektiver sein, mal schauen, ob „Was mir gefällt“ sich in Zukunft auch mit Inhalten füllen lässt. Freilich soll das Ganze auch relativ kurz und wie gesagt auch mit etwas Bauchgefühl ausgestattet sein. Jetzt aber los: Ja, HAZ.de, der neu gestaltete (um das Wort Relaunch zu vermeiden) Online-Auftritt der „Hannoverschen Allgemeinen“ gefällt mir gut. Weiterlesen…

sueddeutsche.de: Soundslides mit Musik

Achtung, wer Boxen an seinen Computer angeschlossen hat, sollte besser die Lautstärke herunterregeln, bevor er diese Audio-Slideshow bei sueddeutsche.de anklickt. Der Soundtrack zur Bildergalerie über die Finanzkrise ist ein halbwegs martialisch geratener Industrialsong – für alle, denen das Einstürzen dieses ökonomischen Kartenhauses noch nicht dramatisch genug war? Grundsätzlich keine schlechte Idee, aber in diesem Fall ist man doch über das Ziel hinaus geschossen – zumal die mit Soundslides produzierte Slideshow mit einem Autostart aufwartet und mehr als zwei Minuten lang ist. Die meisten Nutzer sind wahrscheinlich schnell wieder weg, geschweige, dass jemand bei der Vertonung Muße zum Lesen der Bildunterschriften aufbringt.

Bei seiner Slideshow über die Amtseinführung von Barack Obama verzichtet sueddeutsche.de ebenfalls auf einen Sprechertext. Die Tonspur besteht in diesem Fall aus versöhnlichen Popklängen mit kurzem Rock-Klimax. Auch nicht jedermanns Geschmack, aber besser zu ertragen.

Ob es irgendwo eine Gesamtübersicht über alle Audio-Slideshows von sueddeutsche.de gibt, ist nicht auf Anhieb ersichtlich.

Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de:

… im sonstigen Internet:

Obama und der Amtseid im Web

Screenshot SpOn
Zur Inaugurationszeremonie in Washigton haben ja alle Nachrichtensites groß aufgefahren. Ein paar subjektive Eindrücke: Spiegel Online hat wieder mal ein Liveblog (gut) von vor Ort (besser), für dieses aber immer noch keinen RSS-Feed (unverständlich) und eine seltsame Dachzeile (noch viel unverständlicher).

Die User mitreden lassen

Screenshot BBC Stream zur Inauguration Barack ObamasDer Livestream der BBC war bis auf einen kurzen Aussetzer exzellent, außerdem mit Reporter- und User-Kommentaren (u. a. via Twitter) verbunden. CNN integrierte Facebook-Kommentare bei seinem Stream.

Interessant, aber unverständlich fand ich den „Scroll-Strahl“ des Vorab-Features „The Preparers“ bei der Washington Post, die dafür Vuvox einsetzen.

Was war sonst gut, was schlecht? Andere Eindrück gerne in die Kommentare.

Nachträge, 21.01.2008:
Poynter hat Screenshots von US-Websites gesammelt (1, 2, 3). Thomas Knüwer ist von CNN und der neuen Website des Weißen Hauses begeistert. Spaß macht mir „Faces in the crowd“ der Washington Post (gefunden in der Linksammlung von tagesschau.de). Soundphotographer.de bespricht weitere Multimedia-Beiträge zum Thema.

Die besten Multimedia-Beiträge 2008

Bevor das Jahr zu Ende ist und einige nationale und internationale Glanzstücke des multimedialen Onlinejournalismus endgültig im Archiv verschwinden, wollen wir unsere jeweiligen Favoriten für 2008 herausgreifen:

Fiete Stegers hat sich für das interaktive Flash-Tool Parlameter der ZDF-Mediathek entschieden.

Matthias Eberl hat eine Audio-Slideshow von Bill Cunningham zum Herbst in New York von der New York Times als Favoriten ausgewählt.

Philip Dudek hat per E-Mail einen Link gesendet: ein multimediales Feature der Washington Post über problematische Situation der Schulen in Washington D.C..

Gerne nehmen wir weitere Hinweise entgegen. Onlinejournalismus.de wünscht allen Lesern ein schönes neues Jahr!

Multimedia 2008: Das „Parlameter“ des ZDF

Parlameter des ZDF (Screenshot)

Die Idee kam von Rufposten-Betreiber Matthias Eberl: Er bat einige Kollegen, die sich für multimediale Darstellungsformen interessieren, zum Jahresabschluss zu überlegen, welche Highligths in Sachen Video, Audio-Slideshow, Infografik o. ä. ihnen in den vergangenen zwölf Monaten besonders aufgefallen sind, und dazu ein paar Worte dazu zu schreiben.

Mir ist in Deutschland besonders das „Parlameter“ in der ZDF-Mediathek im Gedächtnis geblieben (laut Netzpolitk wohl im September online gegangen). Dieses von der Firma 4=1 gebaute Flash-Tool visualisiert das Abstimmungsverhalten der Bundestagsabgeordneten bei wichtigen Parlamentsentscheidungen von den Auslandseinsätzen der Bundeswehr bis zur Erbschaftssteuer. Dabei können die Nutzer nicht nur nachschauen, wie die Fraktionen und einzelnen Parlamentarier abgestimmt haben, sondern sich auch Gruppen nach bestimmten Filtern anzeigen lassen – also etwa das Abstimmungsverhalten nach Männern und Frauen, oder dasjenige kinderloser Parlamentarier aus dem Saarland oder bayerischer MdBs über 70.

Das Parlameter ist zwar in der ZDF-Mediathek eingesperrt, dafür verweisen die darin enthaltenen Porträts der Abgeordneten aber nach „außen“ auf deren Homepages und verraten dem interessierten Bürger gleich deren E-Mail-Adresse. Besonders hervorzuheben ist, dass das Parlameter bisher nicht das Schicksal anderer vielversprechend gestarteter, aber dann im Alltagstrott versandeter Projekte teilt. Seit dem Launch ist es mit den Daten zu weiteren Abstimmungen gefüttert worden.

Sollten mir in den nächsten Tagen noch weitere besonders bemerkenswerte Beiträge aus 2008 einfallen, trage ich die hier nach. Vor allem bin ich gespannt, was von anderer Seite nominiert wird.

Ein Videopunk als Abteilungsleiter

Markus Hündgen | Foto: Fiete Stegers
„DerWesten“ hat längst nicht alle hochtrabenden Erwartungen erfüllt, die er vor seinem Launch im Oktober 2007 geschürt hatte. Aber zumindest in Sachen Video zeigt sich das WAZ-Portal experimentierfreudig. Das liegt auch an Markus Hündgen. Er ist einer der wenigen Video-Spezialisten bei Regionalzeitungen. Hündgen probiert aus, schreibt darüber und stört sich nicht daran, wenn es mal schief geht. Die Zukunft muss multimedial sein, ist er überzeugt. Weiterlesen…

Etikettenschwindel: „Bilderserie, 1 Bild“

Etikettenschwindel beim ZDF: Heute.de preist diese Telefonschalte seines Korrespondenten aus Bombay auf der Startseite als „Bilderserie“ an. Offenbar bietet die (für reine Bildergalerien meiner Meinung nach auch aus Usersicht viel zu komplizierte) Mediathek die Möglichkeit, mit Bordmitteln des CMS eine Audio-Slideshow zu basteln.

Leider ist gut gemeint auch in diesem Fall nicht gut gelungen: Während des ganzen Berichts sehen wir lediglich ein und dasselbe Bild des Korrespondenten (was in der Mediathek bei genauem Betrachten, auf der Heute-Startseite aber nicht ersichtlich ist). Kann man machen, aber dann doch bitte nicht als Bilderserie anpreisen. Und ein Zeitstempel, von wann genau der Bericht ist, fehlt bei diesem so zeitkritischen Ereignis leider auch.

Screenshot der ZDF-Mediathek

Wo funktioniert Online-Video?

DV-Kamera mit Laptop für den Videoschnitt
Ein paar Fragen an alle, die sich für Online-Video interessieren: Kennt jemand ein Beispiel, wo Video online so eingesetzt wurde, dass daraus eine neue, in anderen Mediengattungen nicht reproduzierbare journalistische Darstellungsform geworden ist? Weiß jemand, wo Online-Videos in der journalistischen Berichterstattung wirklich funktionieren und einen Mehrwert bieten? Wo sie sich deutlich von dem, was man im Fernsehen findet, unterscheiden? Wo sich geschriebener Text und Bewegtbild einander ergänzen, aufeinander aufbauen? Ich suche solche Beispiele, habe aber wahrscheinlich die ganze Zeit Tomaten auf den Augen.

Liebe Leser und User, welche Online-Videoformate schätzen Sie und warum?

Henri-Nannen-Preis für Onlinejournalisten offen – zumindest teilweise

Einer der renommiertesten Journalistenpreise in Deutschland ist 2009 erstmal nicht nur für Printjournalisten offen:

Für den Henri Nannen Preis 2009 können journalistische Arbeiten eingereicht werden, die in deutscher Sprache verfasst und im Jahr 2008 in einer deutschsprachigen Zeitung oder Zeitschrift oder auf einer deutschsprachigen Website veröffentlicht wurden

Die Beiträge müssen allerdings als PDF eingereicht werden. Das macht es für multimediale Formate eher schwierig (dass der Preis weiterhin nur für reine Textformate vergeben wird, steht in den Teilnahmebedingungen nicht). Aber die Jury kann ja hoffentlich auf Links klicken.

Die Juroren sind namhafte Printjournalisten, ein Fotograf sowie Elke Heidenreich, bei der Vorauswahl sollen Journalistenschüler helfen. Einsendeschluss für Vorschläge ist der 15. Januar 2009.

Update, 16:55 Uhr:
Der Veranstalter hat auf Nachfrage von onlinejournalismus.de reagiert und seine Teilnahmebedingungen geändert:

Der Henri Nannen Preis ist nach wie vor eine reine Auszeichnung für Texte (journalistische Artikel und Fotoreportagen). Lediglich neu ist, dass diese Arbeiten auch auf deutschsprachigen Internetseiten veröffentlicht worden sein können. Es tut uns leid, wenn das in der Ausschreibung nicht deutlich genug zum Ausdruck gekommen ist. Wir haben diese inzwischen konkretisiert.

Ich glaube jedoch, dass die Abgrenzung zwischen Texten und multimedialen Formaten möglicherweise sehr schwer sein kann. Wie wird zum Beispiel eine als Slideshow aufbereitete Fotoreportage eingestuft?

Moderne Diashows

Reportagen und Porträts lassen sich im Internet dank Audio-Slideshow besonders emotional und persönlich erzählen. Videos und Bildergalerien waren lange die Favoriten in den Onlineredaktionen. Doch langsam etabliert sich die Audio-Slideshow im journalistischen Alltag – auch wenn sie pro Leser nur einen Klick bringt.
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