Archivierte Einträge für Negativbeispiel

So unrecht hat Michael Konken eigentlich gar nicht …

In seiner umstrittenen Rede zum DJV-Verbandstag sagte der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) unter anderem:

“Der Online-Journalismus hat seinen festen Platz im deutschen Medienangebot. Ohne Medienethik ist er nicht denkbar. Die glaubwürdige journalistische Arbeit muss geschützt werden, damit die, die wirklich qualitative journalistische Arbeit leisten, geschützt werden. Wir müssen in den nächsten Monaten eine quantitative Entrümpelung vornehmen, müssen qualitativ ausdünnen und festlegen, was unseren journalistischen Ansprüchen genügt.”

Hm, wenn ich mir heute beispielsweise anschaue, wie “Kress – Der Mediendienst” unter der Überschrift “Studis zum Anfassen” einen StudiVZ-Kalender (mit Bildchen) anpreist:

“Das studiVZ erorbert (sic) die reale Welt mit einem “Eleganz-Kalender”. Hierfür ließen sich je 12 Studentinnen und Studenten von dem Fotografen Max Seam halbnackt ablichten. Heraus kam ein Wendekalender – je nach Vorliebe räkeln sich entweder leicht bekleidete Mädels oder Jungs in einem “eleganten Ambiente”. (…) Das gute Stück gibt’s ab 1. Dezember 19,90 Euro auf www.studivz-eleganz.net. Interessenten (sprich: Freunde und Bekannte der Models) müssen dann ganz schnell sein, die Auflage ist nämlich limitiert!”

Tja, und an anderer Stelle, in der Blogbar, arbeitet sich Don Alphonso auf andere Weise an StudiVZ ab, und hat dazu wohl nicht – mehr oder weniger lustvoll – im StudiVZ-Kalender (“Ihr persönliches Exemplar!” steht da bestimmt dabei) geblättert und als Dank dafür einen Anzeigentext geschrieben, er schreibt nämlich über: “Da lacht der Landser: StudiVZ und der Umgang mit Rechtsradikalen”.

So kommt halt jeder seinem Auftrag, seinen Interessen und natürlich den Interessen seiner Zielgruppen nach. Und die Richtlinien des Deutschen Presserats, beispielsweise Richtlinie 7.2 Schleichwerbung, gelten ja noch nicht für Online-Medien. Aber vielleicht gibt es ja in den nächsten Monaten tatsächlich eine “quantitative Entrümpelung”. Meinen journalistischen Ansprüchen (oha!) entspricht die Kress.de-Trallala-Berichterstattung schon seit längerem nicht mehr.

Nachtrag 30.11.07
Herrje, wie hätte man denn als Mediendienst ansatzweise anders über das Thema berichten können? So wie Olaf Kolbrück im Horizont-Blog Off the Record etwa, der im StudiVZ-Kalender ein Geschmacksverbrechen sieht und auch die braune Problemzone nicht zu erwähnen vergisst.

Schlagwort-Stuß: zeit.de/themen

Tags sind meiner Meinung nach als zusätzliche Möglichkeit zum Informationsmanagement grundsätzlich sehr sinnvoll – und auch Tagclouds würde ich nicht als überflüssige Spielerei schmähen, wie es mancher tut. So gibt die Tagcloud in der rechten Spalte von onlinejournalismus.de nicht nur einen schnellen Zugriff bei der thematischen Suche nach Artikeln, sondern zeigt neuen Nutzern auch gleich, was hier generell die thematischen Schwerpunkte sind.

Der Themenbrowser bei Zeit.de zeigt hingegen, wie man es nicht machen sollte. Über die Schlagworte kann man sich zwar immer weiter ins Detail klicken – aber erst auf der letzten Stufe werden auf einmal überraschend Artikel angezeigt, ohne dass klar wird, welchen Einfluss die jeweilige Auswahl des Nutzers hatte. Ob sich wirklich so viele User für den Unterpunkt “Verkehrsdelikte” interessieren? Eine thematische Gewichtigung ist auch nicht erkennbar. Dafür kann man sich die variable Tag-Teil-Wolke bildschirmfüllend anzeigen lassen – dann ist der Überraschungseffekt besonders groß …

Screenshot: Themenbrowser bei Zeit.de

Mehr bei onlinejournalismus.de:

Wie bei SpOn die Züge stillstehen …

Nach dem gestrigen Rüffel in anderer Sache wieder mal ein Lob für Spiegel Online – dafür, wie heute der Bahn-Streik angepackt wird: Neben dem jeweiligen Hauptartikel begleitet uns eine kontinuierlich aktualisierte Ticker-Sammel-Meldung durch den Tag (bewährtes Format bei Spiegel Online).

Zudem bitte man Nutzer, ihre Streikerlebnisse zu mailen (gute Ergänzung, auch wenn die mittlerweile keiner mehr hören mag). In einer Flash-Grafik wird mit Geo-Tags dargestellt, wo die Züge stillstehen: Schöne und sinnvolle Idee, auch wenn sie es wahrscheinlich nicht so ganz trifft, da auf der Karte einzelne Orte getagt werden, aber wohl eher Strecken und Regionen betroffen sind, die Visualisierung also nicht ganz stimmig ist. Besser zu sehen ist das auf der Überblickstabelle.

Und anderswo?

Auch Wettwerber sueddeutsche.de möchte seine Nutzer zur Wort kommen lassen. Die Umsetzung ist aber völlig Banane: Unkommentierte und mangels Quellenangabe überhaupt nicht einzuordnende Nutzeräußerungen, dargeboten als Durchklick-Format nach dem Beispiel der berühmt-berüchtigten Bilderstrecken der Redaktion.

Bei WDR.de (einen meiner Auftraggeber) gibt es eine Art Video-Blog, in dem Passanten auf den Bahnhöfen Dortmund und Köln ihre Eindrücke in die Kamera schildern. Gemacht wird das mit einem Video-Handy.

Nutzer-Statements zum Streik bei sueddeutsche.de (Screenshot)

Spiegel Online übergeigt’s mal wieder

Freilich fühlt es sich – vor allem für Außenstehende – manchmal wie Korinthenkackerei oder Schwarzmalerei an, so etwas anzukreiden. Aber als Nutzer darf man sich ruhig mal beleidigt fühlen und sollte sich nicht scheuen, solche Schludereien anzuprangern.

Zwei Beispiele von heute. Unter der Überschrift “Der Wahn von der Autobahn” erscheint folgender Teaser-Anfang:

“Nicht nur Ex-Nachrichtensprecherinnen verirren sich in der Geschichte: Viele Deutsche finden immer noch, es sei nicht alles schlecht gewesen im “Dritten Reich” – die Autobahn zum Beispiel. (…)”

Spiegel Online berichtet direkt vom Stammtisch, könnte man meinen, da halten sich ja bekanntlich viele Deutsche auf – ziemlich plump, wenn ein Text mit so einer unbebelegten, aber reißerischen Mutmaßung beginnt. (Nebenbei: Der Artikel erscheint übrigens im neuen Angebot einestages; bis man beim Text angekommen ist, bedarf es drei Klicks. Warum in der URL der Name Hans-Michael Kloth auftaucht und im Text der SPIEGEL-Autor Klaus Wiegrefe genannt wird, irritiert mich.)

Ein weiterer Text hält überhaupt nicht, was er verspricht und ist völlig übergeigt: “Personaleinsparung. Automatik-Züge machen Lokführer überflüssig”

“Es ist eine High-Tech-Vision und zumindest für Arbeitgeber ein Traum: Lokführer-Streiks könnten bald der Vergangenheit angehören, weil die Züge automatisch fahren. Auch in Deutschland sind immer mehr unbemannte Bahnen unterwegs – ohne dass die Sicherheit leidet.”

Von gerade mal zweieinhalb deutschen Projekten ist die Rede: Zum einen wird der Frankfurter Flughafen erwähnt, ohne allerdings auch nur ein Wort darüber zu verlieren, wie das mit der unbemannten Bahn dort aussieht. Dann wäre vielleicht das “immer mehr” etwas gemildert, denn die Hochbahn Sky Line fährt alle 2-3 Minuten gerade mal zwischen den Terminals, wie man etwa bei Expedia erfährt. In Dortmund sollen auch Zugfahrten ohne Fahrer stattfinden, erwähnt der Autor.

Aber immerhin: In Nürnberg soll ab Frühjahr 2008 die erste vollautomatische U-Bahn Deutschlands Fahrgäste befördern. Ja, es werden immer mehr und sie machen früher oder später die Lokführer tatsächlich überflüssig.

Späteinsteiger SpOn und das LKA-Dementi

Ich bin ja mal gespannt, wie sich das auflöst: Heute tickerten die Nachrichtenagenturen eine Spiegel-Vorabmeldung, nach der das bayerische LKA Trojaner einsetze, um Voice-over-IP-Kommunikation mitzuhören. Bei Spiegel Online war die Original-Meldung leider noch nicht zu lesen. Jetzt, gegen 20 Uhr, macht Spiegel Online auf einmal mit dem Thema auf – auf Basis einer ddp-Meldung, die auch schon Politiker-Reaktionen auf die Nachricht des Trojaner-Einsatzes enthält.

Auch das bayerische Landeskriminalamt bestätigt, dass es seit diesem Sommer in mehreren Fällen auf Computern Verdächtiger Programme installiert habe, um solche Internet-Gespräche abzufangen.

… heißt es in dem Artikel. Der Haken an der Sache: Mit keinem Wort wird darin erwähnt, dass das LKA am späten Nachmittag mitteilte, es sei falsch verstanden worden: Abhören ja, Trojaner aber nicht. Auch dazu gab es eine Agenturmeldung, von ddp-Bayern (sic).

Dass nicht alle Redaktionen, die am (Samstag-)Nachmittag auf die Agenturmeldung eingestiegen sind (oder automatische Agenturfeeds übernehmen) und jetzt mit dem Thema bei Google News vertreten sind, auch noch das Dementi nachgereicht haben – geschenkt. Aber das Nachzügler SpOn überhaupt nicht darauf eingeht, ist schon seltsam – zumindest ein triumphierendes Beharren (“Wir haben recht, nicht das LKA”) sollte drin sein …

“Abendzeitung” sagt im Netz: Tschüss München!

Bereits Ende Juli wurde vermutet, dass die Berliner Netzeitung bald die Münchner “Abendzeitung” bei ihrem dahindümpelnden Internet-Auftritt unterstützen soll (wir berichteten). In der “Welt am Sonntag” bestätigt dies nun Kai-Hinrich Renner: “Die Netzeitung wird künftig den Internetauftritt der Münchner “Abendzeitung” produzieren”. Äußern wolle sich noch keiner der Beteiligten, heißt es weiter.

Schon vor vier Jahren haben wir über die Internet-Probleme der “Abendzeitung” berichtet, getan hat sich seither fast nichts auf der Seite. Die Netzeitung, deren Vertrag für die Produktion der Website des Nachrichtensenders N24 laut “WamS” Ende des Jahres ausläuft, kann hier also nur Boden gut machen. Die Zugriffszahlen des Webauftritts der Münchner sind im Keller, für den August weist die IVW-Statistik 86.246 Visits und 464.396 Pageimpressions aus. Zum Vergleich: Ein Hobbyprojekt, wie das Stadtblog Muenchenblogger, hat nach eigenen Angaben täglich 3.000 Besucher.

Die Netzeitung wird es schaffen, die Seite wesentlich aufzupeppen, die Besucherzahlen werden steigen. Im besten Fall entsteht für beide Seiten in finanzieller Hinsicht eine Win-Win-Situation auf niedrigem Niveau. Trotzdem ist ein Artmutszeugnis für die “Abendzeitung”, dass sie es nicht schafft, mit den eigenen Leuten einen vernünftigen Internet-Auftritt hinzubekommen. Journalistisches Potenzial dafür hätte es jede Menge gegeben. Die “Abendzeitung” verspielt wohl ein für alle mal die Chance, ihre Marke und ihre speziellen Stärken (wie etwa lokale Kompetenz) im Netz zu etablieren. Ob sich die an Auflageverlusten leidende Straßenverkaufszeitung dies leisten kann, darf bezweifelt werden. Das “Servus Minga!” aus Berlin kann noch einen ganz faden Beigeschmack entfalten.

Weitere Links

bei onlinejournalismus.de:

“Rasiert, relaxed und reisefreudig”

Nein, die Rede ist nicht von Kurt Beck: stern.de schafft es, eine neunteilige Bildergalerie von einem Fotoshooting mit Murat Kurnaz in Berlin zu bauen, in der ständig von Kurnaz’ zeitweilig wallender Haar- und Barttracht die Rede ist. Zu sehen ist diese allerdings nur auf einer abfotograftierten Zeitschrift (Bild Nr. 8), frühere Fotos von Kurnaz sind nicht eingebaut. Textlich begleitet werden die Fotos stattdessen von Platitüden wie: “Der Bart war zum Symbol für Murat Kurnaz geworden”.

Welt Online: Bitte einen Bildredakteur anstellen!

Oder wenigstens den CvD aufwecken: Die üblichen Schönheiten, konstrastiert mit einer detaillierten Kannibalen-Meldung, flankiert einer unpassenden Tomatenblutsuppe und einer Hymne auf die “perfekte Tötungsmaschine.” Ein wenig geschmackvolles Ensemble, was Welt Online uns da heute im Mittelteil der Homepage präsentiert – sowas wird eigentlich nur noch von den traditionellen Kirchen-Meldung/Prostituiertenanzeigen-Kombos des anderen Springer-Blattes übertroffen.

Screenshot Welt Online, 29.08.2007
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“Magische Schwerter für Al Kaida”

Bisher haben wir uns hier immer um das Thema Second Life gedrückt – aus gutem Grund. Im Zuge der sich abzeichnenden Fantasy-Offensive deutscher Medienblogs und weil’s ein sonniger Sonntag ist, doch einmal der Hinweis auf ein Schmankerl:

Bombenanschläge, Attentate – Online-Welten wie Second Life werden zum Tummelplatz von Cyber-Terroristen

Diesen Knaller konnte sich die Berliner Zeitung nicht entgehen lassen, obwohl sie ihren eigenen Artikel gleich vom bekanntermaßen kompetenten BKA entkräften lässt:

Virtuelle Welten seien für Übungen und Anwerbung von Terroristen “generell nicht geeignet”, erklärte das Bundeskriminalamt der Berliner Zeitung. In Second Life könnten sich auch keine handwerklichen Fähigkeiten (Bombenbau oder Nutzung von Waffen) trainieren lassen. Überdies gebe es für die Kommunikation im Untergrund “deutlich komfortablere” Wege wie Internettelefonie oder Web-Portale.

Danke dennoch für die Warnung, immerhin geht dem Artikel eine gewisse Ironie nicht ab. Auch wenn’s natürlich schön wär, wenn die Durchgeknallten dieser Welt künftig sich und anderen nur noch virtuell die Schädel einschlagen würden.

(via Jonet)

Qualitätsjournalismus oder Stefan Niggemeier auf der Flucht?

Endlich hat sich mal ein so genanntes Qualitätsmedium der Abmahnerei von Blogs und anderen Internet-Seiten angenommen, wir hatten neulich kritisiert, dass dies zu selten der Fall sei. Der österreichische “Standard” widmete dem Thema in Print und Online 800 Zeichen, das ist wenig, aber dafür sind umso mehr Fehler in dem Beitrag. Gehen wir den Artikel doch mal der Reihe nach durch.

Die Überschrift:

“FAZ”-Journalist Niggemeier wegen Postings abgemahnt

Nicht ganz richtig: Niggemeier war von 2001 bis 2006 laut seinem Lebenslauf (der ist auch online einsehbar, das kann man also auch ohne zu telefonieren recherchieren) verantwortlicher Medienredakteur bei der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” und schreibt meines Wissens derzeit auf freier Basis für dieses Blatt.

Erster Satz des Artikels:

Stefan Niggemeier, Fernsehkritiker der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” wurde wegen zweier Postings auf seiner Homepage stefan-niggemeier.de verurteilt.

Jetzt wird’s a bisserl viel, Freunde: Also Niggemeier hat meines Wissens zwar viel Ahnung vom Fernsehen und schreibt auch gerne und oft darüber, aber er ist nicht explizit als “Fernsehkritiker” tätig, und wohl auch nicht (siehe oben) für dieses Blatt. Hui, “wegen zweier Postings auf seiner Homepage stefan-niggemeier.de” wurde er also “verurteilt”. Da nehme ich mal an, dass er die Postings auf seiner Homepage (und nicht seinem Weblog) verfasst hat. Ha, und “verurteilt” wurde er also auch gleich.

Aber der “Standard” bemüht sich Klarheit zu schaffen, das ist redlich – nächster Satz:

Der umstrittene Gewinnspieleveranstalter Callactive fühlte sich durch zwei Kommentare in Niggemeiers-Fernsehblog beleidigt und ließ den Journalisten abmahnen.
Aha, die “Postings” waren also “Kommentare”, hm, vielleicht hätte man dazu schreiben sollen, dass es sich um Leser-Kommentare handelte, wie Niggemeier in seinem Beitrag “In eigener Sache” schrieb. Aus der Homepage wird jetzt ein “Fernsehblog”, was der Sache wohl einigermaßen gerecht wird, genaugenommen ist es ein Medienblog. Interessant wäre es vielleicht für die Leser gewesen, zu erfahren, wo und wie der “umstrittene Gewinnspieleveranstalter Callactive” denn tätig ist.

Der nächste Satz:

Das Landgericht Hamburg erließ eine einstweilige Verfügung, die Niggemeier die in den Kommentaren gemachten Äußerungen untersagt.
Volltreffer: Dieser Satz ist richtig! Steht auch fast genauso auf Niggemeiers Blog.

Jetzt wird’s richtig spannend:

Der TV-Kritiker verabschiedete sich vorerst in den Urlaub, der Blog bleibt einstweilen geschlossen.
Den “TV Kritiker” schenken wir uns, wichtiger ist, dass er sich wohl nur wegen dieser Sache “vorerst” aus dem Staub gemacht hat, so könnte man das lesen. Immerhin verrät uns der “verurteilte” Niggemeier auf seinem Blog etwas von seinen Fluchtplänen: “Ich habe gehört, es gibt ein Leben außerhalb des Internets. Die nächsten zehn Tage gucke ich mal nach, ob das stimmt.” Dass das Blog “einstweilen geschlossen” bleibt, scheint auch nicht zu stimmen, es wird, wie Niggemeier ebenso mitteilte, von einem Vertreter bespielt und war auch in den letzten Tagen nicht offline.

Kommen wir zum letzten Satz:

Callactive geht auch gegen andere Kritiker vor: Die Plattform call-in-tv.de darf nach Gerichtsbeschluss nicht mehr von “verwirrten Anrufern” schreiben.
Ich würde sagen: Ist okay so. Hm, dann dürfen sie halt nicht mehr von “verwirrten Anrufern” schreiben, da wird ihnen wohl auch kein Zacken aus der Krone fallen, mag man als Leser denken. Für den gemeinen Leser etwas deutlicher schreibt es der Medienprofessor Horst Müller bei Blogmedien:
Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts München muss der Berliner [der Betreiber von call-in-tv.de, T.M.] mit einer Strafe von bis zu 250.000 Euro rechnen, wenn in seinem Forum noch einmal der Begriff “verwirrte Anrufer” im Zusammenhang mit Anrufsendungen des Endemol-Tochterunternehmens Callactive auftauchen sollte.

Sorry, liebe Kollegen vom “Standard”, aber das war wohl gar nichts.

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