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Visualisierung der “Maschsee-Mafia” mit Gephi

Claus Hesseling hat in seinem Blog das Gephi-Projekt: Wulff und die “Maschsee-Mafia” begonnen, dass die Beziehungen zwischen Bundespräsident Christiain Wulff und anderen dem “Hannoverschen Klüngel” zugerechnenten Politikern und Unternehmern visualisiert.

Die Daten beruhen nicht auf eigener Recherche, sondern auf einer Auswertung vorhandener Medienberichterstattung. Per Crowdsourcing werden Hinweise über das Beziehungsgeflecht auf in einer Google-Docs-Datei gesammelt. Die Informationen – wer wie mit wem verbunden ist – sind in der Grafik jedoch spärlich.

An einer eher klassischen Form der Visualisierung hatte sich bereits vor einigen Tagen die “Welt” versucht (hier leider nur in klein).

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Zwickau: Neonazi-Jagd per Crowdsourcing?

Die Ermittler hoffen auf die berühmten sachdienlichen Hinweise aus der Bevölkerung, um rückwirkend neue Erkenntnisse über die Bewegungen der Zwickauer Nazi-Terroristen zu gewinnen. Aufgerufen wird per PlakatCrowdsourcing analog zusagen. Interessant, dass die “Süddeutsche Zeitung” den Hinweis, dass dazu ein Plakat eingesetzt werden sollte, vor der heutigen Pressekonferenz der Bundesanwaltschaft als dramatische exklusive Info verkauft …

Warum nicht gleich echtes, digitales Crowdsourcing in einem NeonaziWiki oder ähnliches? Könnten so nicht viel schneller Erkenntnisse zu Tage gefördert werden und so nicht nur die Veröffentlichungen von Journalisten die Erkenntnisse von Polizei und Verfassungsschutz alt aussehen lassen, sondern die Intelligenz des Schwarms noch viel mehr?

Ich bin skeptisch. Anders als im Fall des GuttenPlag-Wikis liegen hier die allermeisten Quellen nicht offen und für jeden überprüfbar vor. Stattdessen müssten sich Betreiber und Benutzer mit Persönlichkeitsrechten auseinandersetzen. Es könnte gerade angesichts des schwer abgrenzbaren Themenfelds schnell eine Plattform für schwer nachweisbare Verdachtsäußerungen, falschen Verdächtigungen bis hin zur Menschenjagd entstehen – ein juristisches und ethisches Himmelfahrtskommando.

Oder?

(Positiv hervorheben kann man aber mal wieder den Wikipedia-Artikel zum “Nationalsozialistischen Untergrund”, der die zahllosen Fakten und Vermutungen, die sich in den Berichten jedes einzelnen Mediums über zahllose Einzelbeiträge verstreut finden, ordnet und verdichtet.)

Die rote Linie ist noch nicht gezogen

Der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hatte ein Gesetz angekündigt, in dem “rote Linien” für den Datenschutz im Internet gezogen werden sollten. Seit Dezember 2010 gibt es einen Entwurf (PDF) – aber kein Gesetz. Die Abstimmung mit anderen Ressorts in der Bundesregierung seit erfolgt, heißt es aus dem Innenministerium, aber eine überarbeitete Fassung ist noch nicht veröffentlicht worden.

“Aktuell ist der unveränderte Stand, dass man sich der Reflexionsphase befindet, das heiß, unter Einbeziehung der Wissenschaft und der Praxis aus diesem Bereich erörtert, wo die ‘rote Linie’ verlaufen soll”, sagt ein Ministeriumssprecher auf Anfrage. “Dabei muss auch berücksichtigtigt werden, dass es laufende Gesetzgebungsaktiviäten auf EU-Ebene gibt und deswegen bei einem vorgezogenen nationalen Schritt sowohl die fachliche Notwendigkeit als auch die Vereinbarkeit mit künftigen EU-Recht außer Frage stehen müssen.” Deshalb gebe es momentan noch keinen neuen Gesetzentwurf.

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Mach deinen eigenen Scoop!

Transparent "Scoopcamp 2011" (Foto: Fiete Stegers)

  Bei der Konferenz Scoopcampin Hamburg ging es zum dritten Mal ums “New Storytelling”. Unter der Devise: “Einfach machen”. Weiterlesen…

Your Life according to Facebook

Facebooks neue Timeline (Screenshot [M])

Facebook hatte Großes angekündigt – und zumindest das Medienecho auf die gestern bei der Entwicklerkonferenz F8 angekündigten Neuerungen bei dem Sozialen Netzwerk ist entsprechend. Eine Linkschau zur Facebook-Timeline.(Update, 26.09.2011)

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Die Chancen von Google+

Google+ (Screenshot [M])

Über Google+ ist bereits enorm viel geschrieben worden – auf gute Einführungsbeiträge habe ich an anderer Stelle hingewiesen. Die große Frage bleibt: Wie krempelt der Neuling, der inzwischen 10 Millionen Nutzer hat, die Social-Network-Szene um?

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LinkedIn: Wozu ein zweites Xing?

Die Netzwerk-Plattform LinkedIn habe ich mir vor geraumer Zeit mal angeschaut. Da ich nicht viele internationale Kontakte pflege, war sie für mich aber erst mal uninteressant. In den letzten Monaten entdecken aber offenbar zunehmend Deutsche LinkedIn für sich – zumindest nach der Zahl der Kontaktanfragen zu beurteilen, die mich so erreichen. Offenbar täuscht der Eindruck nicht.

Dirk Olbertz konstatierte 2007 “LinkedIn in Deutschland ist tot” – ganz recht hatte er wohl nicht.

Aber so sehr ich mich anstrenge: Ich kann aber bisher keinerlei Mehrwert gegenüber Xing erkennen, wenn man als typischer User wie ich das Business-Netzwerk vor allem als online abrufbares und sich selbst aktualisierendes Verzeichnis für aktuelle Telefonnummern und Mailadressen benutzt. Außer vielleicht, dass ich dort meinen Twitter-Feed einfließen lassen kann, um Aktivität zu simulieren.

Oder habe ich da irgendetwas übersehen? Welche Zukunft erwartet Xing und LinkedIn in Deutschland?

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Feedback-Phase für Innovationstipendium endet

Für das Knight-Mozilla News Technology Partnership – ein Stipendium für Innovation im Online-Journalismus – endet heute die Bewertungsphase, in der Stimmen für einen der vielen vorgeschlagenen Innovationsvorschläge abgegeben werden können. Die Stimmen sollen zusammen mit der Jury entscheiden, welche Vorschläge anschließend mit dem Stipendium umgesetzt werden sollen. Für die drei Bereiche “Neue Video-Features”, “Kommentarfunktionen neu gedacht” und “Web-Apps der Zukunft” wurden 112, 129 bzw. 73 Ideenskizzen eingereicht.

Bisher scheinen allerdings nur für sehr wenige Vorschläge tatsächlich Stimmen abgegeben worden sein (von mir gesichtete Höchstzahl für einen Vorschlag: 10). Das hängt mit Sicherheit auch mit dem Interface zusammen: Dass nur registrierte Nutzer (inkl. Open-ID) Stimmen abgeben können, ist eine bewusste Entscheidung der Ausrichter. Aber dass man sich erst durch auf mehrere Seiten aufgespaltete Vorschlagslisten klicken muss, statt sie als Überblick präsentiert zu bekommen, verleitet auch nicht zum Mitmachen.

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… im Internet:

  • Die Zeit ist deutscher Partner des Knight/Mozilla-Partnership und informiert über die Aktion.

Internetfernsehen für Digital Immigrants

Screenshot Spiegel.TV
“Neu fernsehen” – so sieht sich der Neustart Spiegel.TV selbst. Auf den ersten Blick wird das Versprechen nicht eingelöst: Die Website sieht es aus wie eine Mischung aus Zattoo und den bekannten Mediatheken größerer Fernsehsender. Vielleicht denkt Spiegel.TV aber auch schon weiter …
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Wann sind Facebook-Likes für News-Websites erfolgreich?

Yuri Lifshits hat bei Yahoo Labs eine interessante Studie dazu veröffentlicht, wie oft Storys von Online-Medien bei Facebook geliked werden und wie viel PageViews damit erzielt würden (bei letzterem bin ich nicht ganz sicher, wie das gemessen wurde). Einige wichtige Ergebnisse – nicht sehr überraschend, aber aufschlussreich:

  • Pro 1000 Visits geht Lifshits von 5-20 Usern aus, die auf Like klicken.
  • Wenige gute Storys erzielen die meisten Likes und Klicks
  • Bestimmte Themen funktionieren, andere nicht. Viele Likes erzeugen Meinungsbeiträge und “odd news”. Politik, aber auch Promithemen funktionieren weniger gut. Welche Themen funktionieren, unterscheidet sich aber je nach Site.

Lifshits empfiehlt daher unter anderem:

  • Promote deine besten Inhalte.
  • Investiere entsprechende Ressourcen in die am meisten gefragten Inhalte: “Publishers should ask themselves: Why do we write so many weak stories?”

(Via Holger Schmidt)

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