Archivierte Einträge für Nutzer

Fotos von den Fans

Ein Trend ist deutlich bei der massiven Berichterstattung rund um die Fußball-WM: Etliche Websites wollen ihr Angebot durch Bilder von Fans aufpeppen. Ein buntes Thema mit viel Begeisterung – sicher ideal, um mal das Potenzial für diese Spielart von Citizen Journalism auszuloten. So bittet zum Beispiel das ZDF unter www.ihrebilder.zdf.de um Digitalfotos (nicht vom doppelten Teaser irritieren lassen).
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HR-Intendant erwartet “digitalen Tsunami”

ZDF und ARD haben die Ergebnisse ihrer Langzeitstudie Massenkommunikation vorgestellt (Pressemitteilung).

“In den kommenden vier Jahren wird sich mehr ändern als in den vergangenen 40 Jahren”, sagte ZDF-Intendant Markus Schächter laut dpa. Scharfe Worte aus Frankfurt: HR-Intendant Helmut Reitze prophezeite für die nahe Zukunft einen”digitalen Tsunami” und forderte die Aufhebung der Budget-Beschränkung für die öffentlich-rechtlichen Online-Angebote. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass digitale Videorekorder mit den entsprechenden Folgen für das Fernsehen in Deutschland noch kein Massenphänomen sein – aber die Digitalisierung sich bei Audiogeräten und DVD-Plänern längst durgesetzt haben.

Auszüge der Studie in der ARD-Zeitschrift “Media Perspektiven”

Unfein: trueffeljaeger betreiben Nutzerverarschung

Ich habe die trueffeljaeger kostenlos abonniert. Was sind denn die trueffeljaeger? “Deutschlands erstes PDF-Magazin für Werbung, Medien und Trends”. In immer unregelmäßigeren Abständen kommt das Magazin per E-Mail. Die heutige Mail war besonders lustig, meinen die trueffeljaeger.
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Jetzt ein bißchen bloggiger

Screenshot Homepage jetzt.de
Er bittet um Ruhe im Vorraum, fragt sich gerade, ob alles klappt und ist schon länger auf jetzt.de – so stellt sich Dirk von Gehlen seiner Community vor. Als Redaktionsleiter von jetzt.de ist er da, wo SpOn-Chef Blumencron auch gerne wäre – auch wenn Gehlen das nicht wahr haben möchte. Mit onlinejournalismus.de sprach er darüber, warum das für den Grimme Online Award nominierte jetzt.de seiner Meinung nach trotz Relaunchs nicht so bloggig ist, wie es den Anschein hat.
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stern.de mit neuer Kommentarfunktion

stern.de lässt in Meinungsartikeln neuerdings seine User zu Wort kommen. Ähnlich wie in Blogs können Kommentare direkt unter dem Beitrag angefügt werden, allerdings muss man sich vorher registrieren.

Kommentare direkt unter dem Artikel funktionieren sicher besser als ein angedocktes Diskussionsforum, das einige Klicks weit entfernt liegt. Lediglich an der Usability könnten die Designer/Programmierer von stern.de noch etwas feilen: Wer sich registrieren will, muss das benötigte Formular (ganz am Ende der Seite unter den Kommentaren) wirklich suchen…

Die demokratische Zeitung

Der “Seattle Post Intelligencer” experimentiert mit Editorials, an denen auch die Nutzer beteiligt sind. Unser Gastautor Marc Hofer sieht das Experiment mit Citizen Journalism in der Tradition der Zeitung als Element der Demokratisierung.

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Nutzer als Regisseur

sport.ard.de setzt häufiger eine “Eventbox” genannte Schablone für einfache Multimedia-Specials aus Bild, Audio und Video ein. Erst kürzlich habe ich entdeckt, dass Nutzer auch mal selbst herumprobieren und aus einer Reihe vorgegebener Elemente ihr eigenes Event zusammenstellen können.

Auch aufgewacht?

Herr Murdoch hat seinen Verlegerkollegen schon letztes Jahr den Marsch geblasen. Herr Kundrun von Gruner und Jahr äußert jetzt auch für ein klassiches Medienhaus ungewohnte Töne:

«Wir müssen unsere Medien-Marken nicht mehr nur als reine Zeitschriftenmarken verstehen, sondern als Themenleuchttürme, die heute ihren Ausgangspunkt im Magazingeschäft haben, aber sehr viel mehr beinhalten können.» So erwartet Kundrun auch über das Internet neue Impulse. Immer mehr Menschen organisierten sich im Netz in neuen «Communities», der Verlag müsse «Leser und Anzeigenkunden» dorthin
begleiten, wo sie sich austauschen. (dpa)

In der klassischen Jahrebilanz bei G+J spielt Online allerdings keine Rolle.

Zeit.de schließt Kommentarbereiche zum Tod Milosevics

In ihrem Redaktions-Blog teilt die Zeit.de-Redaktion mit:

“Wir haben die Kommentarfunktion zu den Texten über den Tod von Slobodan Milosevic abgeschaltet. Wenige Stunden nach dem Erscheinen der ersten Texte, hatte sich der Kommentarbereich zu einem Forum für Leugner der Verbrechen des ehemaligen serbischen Ministerpräsidenten Milosevic entwickelt. Diesen wollen wir keinen Platz geben.”

Bei Focus Online ist das Forum zu diesem Thema hingegen weiter offen. Das Niveau der Beiträge darf ohne Übertreibung als grauenhaft bezeichnet werden.

Diese Beispiele zeigen wieder mal die Pole, zwischen denen sich Redaktionen in diesem Bereich bewegen: von restriktiv bis freizügig. Beide Strategien können den jeweiligen Medien schaden. Vor knapp drei Jahren habe ich für den “journalist” einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht: “Kommunikative Kundschaft“. Die Frage, wie Online-Redaktionen sinnvoll mit Nutzerkommentaren umgehen können, kann ich allerdings auch nicht endgültig beantworten.

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