Archivierte Einträge für Onlinejournalismus

Wenn „inaktive Nutzer“ mit Eigenwerbung belästigt werden

Screenshot von Süddeutsche.de

Die Funktion heißt „Inactivity layer“, „inactity note“ oder „timedout article“: Lästige Pop-Ups, die den Nutzer, der ein Browserfenster mal kurz allein gelassen hat, darüber informieren, dass die Online-Redaktion nicht ganz untätig sei und eine Menge interessanter Artikel zu bieten habe. Dabei will man doch eigentlich nur genau den Beitrag lesen, den man geöffnet hatte. Auch namhafte Online-Redaktionen pflegen diese Unsitte.

Darüber rege ich mich mal so richtig auf – nebenan bei ZAPP.

Missachtung des Urheberrechts oder „public service“?

Text auf der Facebook-Seite von Armin Wolf (Screenshot [M])

Ein bekannter Fernsehjournalist, eine erschütternde Reportage aus Syrien, und die Frage, ob die unautorisierte Übersetzung eines Artikels auf einer Facebook-Seite mit 250.000 Fans eine urheberrechtliche Petitesse ist. Andrej Reisin und Fiete Stegers meinen: Nein.

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Storytelling durch Scrollytelling

Wir beschäftigen uns hier ja häufig mit multimedialem Storytelling. Ein Trend dabei ist das „Scrollytelling“, also lange Reportagen zum Durchscrollen. Ich habe dazu mal ein Webinar gegeben, in dem es um Beispiele, Tools und konzeptionelle Hinweise geht. Hier sind die Slides dazu:


Storytelling durch Scrollytelling – multimediale Longreads from Bernd Oswald, Trainer für digitalen Journalismus

Neu im Scrollytelling-Test: Storyform und Racontr

Racontr Logo
Storyform Logo

Und nochmal ein Update in unserem ausführlichen Scrollytelling-Tool-Test vom letzten Jahr: Das WordPress-Plugin Storyform und das französische Racontr könnten nicht unterschiedlicher sein. Das eine ein Flop, das andere ein erstaunlich vielseitiges Werkzeug. Hier gehts zum kompletten Scrollytelling-Tool-Test.

Linius im Test

Linius Logo
Neu aufgenommen in unserem ausführlichen Scrollytelling-Tool-Test vom letzten Jahr: Das Scrollreportagen-Tool Linius vom BR. Der Vergleich mit den anderen Tools und die Beispielreportage zeigen: Vor allem für Freiberufler und kleine Projekte die einzige Option. Hier gehts zum kompletten Scrollytelling-Tool-Test.

Über Scrollytelling und andere multimediale Darstellungsformen

Drei Jahre nach Snow Fall wird mit Scrollytelling und anderen multimedialen Darstellungsformen in vielen Redaktionen nicht mehr nur experimentiert, sondern versucht, die damit verbundenen Arbeitsweisen bestmöglich in Redaktionsalltag und -technik zu integrieren.

Doch was macht gutes Scrollytelling aus? Wie baut man eine überzeugende Multimedia-Reportage? Welche Fallstricke gibt es und wie geht es weiter?

Für die 13. Folge der Serie ABZV Videoreporter haben mir Christine Liebhardt (Südwest Presse), Jennifer Wilton (Die Welt/Welt am Sonntag/N24) und Fabian Mohr (Zeit Online) in ausführlichen Interviews erzählt, welche Erfahrungen sie in den vergangenen drei Jahren mit multimedialen Darstellungsformen gesammelt haben.

Das Video steht unter der Creative Commons Lizenz (BY-ND 4.0), das heißt Teilen, Verbreiten und Einbetten ist auch in kommerziellen Kontexten erwünscht, solange das Video unverändert bleibt.

Weitere Links zum Thema:
… bei onlinejournalismus.de

… im übrigen Internet

ddjDach: deutschsprachige Datenjournalismus-Mailingliste gestartet

Datenjournalismus und Datenvisualisierung boomen. Viele Journalisten stehen hier aber erst am Anfang. Deswegen könnte die gerade gestartete deutschsprachige Datenjournalismus-Mailingliste www.ddjdach.de für sie interessant und nützlich sein. Weiterlesen…

Fehlerquellen im schnellen Datenjournalismus

Die 7 Widersacher des tagesaktuellen #ddj

Datenjournalismus und schnell? Das ist nicht nur auf den ersten Blick ein Gegensatz. Daten wollen besorgt (wenn nicht gar erhoben), womöglich erst digitalisiert und bereinigt, auf jeden Fall sorgsam analysiert und vielleicht raffiniert dargestellt werden. In Deutschland beschränkt sich Datenjournalismus deshalb meist auf größere (Leuchtturm-)Projekte, die nicht so unter Zeitdruck stehen. Eine Ausnahme: Christina Elmer und ihre Kollegen bei Spiegel Online, die immer wieder auch in der Aktualität datenjournalistische Herangehensweise ausprobieren. Welche Klippen es dabei zu umschiffen gilt, hat Elmer in einem Vortrag auf der Social Media Week Hamburg erläutert. Weiterlesen…

Der lokale Onlinejournalismus ist kaputt …

… könnte man meinen, angesichts der Nachricht vom vorläufigen (?) Ende des Hamburger Stadtteilmagazin altona.info. Diese erreichte mich nämlich ausgerechnet über einen Link auf einen kostenpflichtigen Artikel des großen Hamburger Abendblattes, bei dem das Ressort Lokales schon seit längerem hinter einer Paywall liegt. Und auch der anscheinend letzte Beitrag in eigener Sache auf altona.info ist ausgerechnet nur für zahlende Kunden abrufbar. Betreiber Christoph Zeuch hatte die Bezahlschranke dort im Sommer 2014 heruntergelassen, wie dem in der Mobilversion durchaus gratis abrufbaren Abendblatt-Artikel zu entnehmen ist.

„Zwar habe die Zahl der abgeschlossenen Abonnements die Erwartungen übertroffen. Allerdings wuchs die zahlende Leserschaft nicht schnell genug“, zitiert Zeuch ein nachgeschobener Beitrag des ehemaligen Dschungelcamp-Portals Meedia. Er wolle jetzt einen Investor finden, der seine Seite finanziert. So lange gibt es keine neuen Inhalte auf Altona.info.

Angesichts des Schwungs, ja der Euphorie bei neugegründeten Online-Lokal-Magazinen in den letzten zwei Jahren überrascht ein solcher Dämpfer nicht. Dass es jetzt ausgerechnet Zeuch trifft, der schon etwas länger dabei war und von Anfang an die finanzielle Seite seines journalistischen Projekts im Blick hatte (soweit ich das von außen beurteilen kann), ist schon überraschender.

Weitere Links

… bei onlinejournalismus.de:

 

Nachrichten: Wie viel Zusammenfassung darf es sein?

Wo gehören die neuen Fakten in einer Nachricht hin? Klar in die Überschrift, aber dann? In den Teaser? Lieber als Aufzählung am Beginn? Oder als Zusammenfassung am Ende? Ich habe das mit einigen Kollegen auf Twitter diskutiert. Hier die Ergebnisse.

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