Archivierte Einträge für Onlinejournalismus

Die Debatte über die Debatte im Netz – sechs Thesen

Die Debatte um den Wert der Debatte im Netz wird vor allem von Menschen geführt, die offenbar selber nicht an Debatten im Netz teilnehmen, sagt unser Gastautor Dirk von Gehlen. Zur Klärung hat er deshalb sechs Thesen zur Debattenkultur im Netz publiziert.

Weiterlesen…

Medien-Journalismus.de: Gehetze im Netz

Collage: onlinejournalismus.de Die Mediendienste im Web liefern sich ein Wettrennen um Nachrichten aus der Branche. Analyse und Einordnung bleiben dadurch häufig auf der Strecke. Dennoch sind die Angebote ein Gewinn für den Medienjournalismus. Weiterlesen…

Spickzettel für das Schreiben fürs Netz

Von Claus Hesseling

Spickzettel (engl. “Cheat sheets”) sind eine praktische Sache. Für meine Trainings zum Thema “Texten für das Internet” habe ich folgende DIN A5 Schnellübersicht erstellt, die praktischerweise in kaffeefleckensichere Plastikfolie laminiert und direkt neben den Computer platziert werden kann (Download).

Einige Themen:

  • Wie schreibe ich einen Teaser?
  • Was kommt in die Überschrift?
  • Was muss ich beim Thema SEO beachten?
  • Welche Internet-Textformen gibt es?
  • Und wie verlinke ich richtig bei Facebook und Twitter?

Das Ganze steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.

Online-Medien zur Explosion in Oslo

Onlinejournalist Alexander Svensson (NDR, Wortfeld) postet in seinem privaten Profil bei Google-Plus Updates zur Berichterstattung der norwegischen Online-Medien über die Explosion in Oslo. Ein Crosspost.

Was die norwegischen Medien in dieser Situation machen:

  • NRK weist auf den eigenen TV-Livestream hin und nutzt auf der Startseite eine Coveritlive-Chatbox.
  • VG hat ein wackliges Video seiner Reporterin und räumt auf der Startseite viel Platz für eine Frage-Antwort-Box, in der Nutzer Fragen stellen können.
  • Dagbladet: Die Hauptmeldung startet mit einem YouTube-Video (Oslo Explosion Aftermath.mp4)
  • TV2 benutzt ebenfalls Coveritlive.

Weitere Einträge von Alexander Svensson

(Hinweise auch gerne hier in den Kommentaren)

Zur Geschichte des Begriffs “presseähnlich”

Stefan Niggemeier schreibt in seiner sehr lesenswerten Analyse der “Klage der Verlage gegen die Tagesschau-App”:

Die Frage, was der Begriff „presseähnlich“ bedeutet, ist entscheidend bei der Beurteilung der Frage, ob die „Tagesschau“-App rechtswidrig ist. Die Medienpolitiker der Länder haben sich diesen Begriff ausgedacht, und er ist Ausdruck eines für diese traurige Spezies typischen faulen Kompromisses.

Die erste Nennung des Begriffs “pressseähnlich” im Zusammenhang mit Internetangeboten, die ich finden konnte, stammt von 2007. Robert Schweizer, der Justiziar des Burda-Verlages, fordert damals, in den Rundfunkstaatsvertrag folgenden Passus aufzunehmen:

Gebührenfinanzierte digitale, presseähnliche Textdienste sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Abgrenzung zu den Online-Tätigkeiten des gebührenfinanzierten Rundfunks erfolgt abwägend in der Weise, dass die Sender im Internet rundfunkähnliche Dienste anbieten dürfen.

Auch in der späteren Diskussion wurde der Begriff vor allem von der Verlegerseite benutzt, bis er schließlich Eingang in den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag fand. Die dortige Definition erläutert Niggemeier, ebenso wie die davon abweichende Auslegung der Verlage:

Im Kern ist die Argumentation gegenüber dem Gericht schlicht: „Presseähnlich“ sei all das, was Presseverlage machen.

Den Verlegerstandpunkt vertritt Christoph Keese vom Springer-Verlag in seinem Kampagnen-Blog.

(Ich arbeite u. a. für die Tagesschau.)

Kommentierte Linkliste zu Google+

Das Blog Onlinelupe hat eine lange Linkliste zusammengestellt: “100+ Dinge, die man über Google Plus wissen sollte”

Für den individuellen User bietet diese Präsentation einen optimalen Einstieg:

Die Linkliste widmet sich weiter praktischen Tricks vom Umgang mit dem eigenen Konto über die Auswirkungen auf Suchmaschinenoptimierung bis hin zu den strategischen Chancen von Google+.

Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de:

… im Internet

Schnell mal was eingebaut …

Heddesheimblog / Google-Verkehrsinfos [M]

So geht’s Business: Heute morgen meldete Meedia: “Google startet kostenlose Stauschau”. Heute Nachmittag schrieb Hardy Prothmann via Twitter (@heddesheimblog):

“Experiment: Haben gerade die Verkehrsinfo von Google in die Website eingebaut http://bit.ly/o4o9j

Nix Spektakuläres, aber doch ein schönes Beispiel, wie flexibel und schnell kleine Lokalblogs auf neue, nutzwertige Angebote von Google & Co. reagieren können. Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis Lokalzeitungen ihre Leser vermehrt auf solche praktische Angebote verweisen und sie in ihre Seiten einbauen. Da gibt es bei den einen technische Hürden (CMS & Co., das Layout), bei den anderen vielleicht verlagspolitische Gründe (unsere Leser freiwillig zum Dämon Google schicken – geht gar nicht) und bei manchen ist die Mär, dass man die Leser um Gotteswillen nur in Ausnahmefällen ins Netz schicken soll – und schon gar nicht von der Startseite aus –, weiterhin eine onlinejournalistische Kardinaltugend.

Häufig scheitert die Installation aber auch schlichtweg an langwierigen internen Entscheidungsprozessen. Positive Ausnahmen, etwa beim Einsatz von Google Maps, bestätigen die Regel. Die Leser des Heddesheim-Teils auf der Website des “Mannheimer Morgens” werden wohl in naher Zukunft kaum mit solchen praktischen Zugaben – sofern es sich nicht etwa mit Werbekooperationen verknüpfen lässt – rechnen können.

Kleine Anbieter können mit solcher Netzkompetenz bei den Lesern punkten und sie vielleicht zum Stammkunden machen. Und viele treue Besucher haben sie auch dringend nötig: “Im Schnitt verdiene er um die 1.500 Euro pro Monat”, heißt es etwa in im “taz”-Bericht “Ein Mann, ein Blog” vom Wochenende über Prothmanns mittlerweile auf fünf Lokalblogs angewachsenes Netzwerk. So flexibel in vielfacher Hinsicht und so unabhängig diese Angebote auch agieren können und damit letztlich auch einen positiven Beitrag für die Weiterentwicklung des Journalismus leisten, so fragil ist leider bis dato deren wirtschaftliche Basis.

Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de:

Nachrichten im Internet: Wer soll das bezahlen?

Paid Content beim Hamburger Abendblatt [M]

Dröge Agenturtexte, uninspirierte Aufmachungen, langweilige Bilderstrecken: Wer bitte soll für Online-Nachrichten in Deutschland jemals Geld bezahlen? So wird Paid-Content jedenfalls nicht funktionieren …

Weiterlesen…

Feedback-Phase für Innovationstipendium endet

Für das Knight-Mozilla News Technology Partnership – ein Stipendium für Innovation im Online-Journalismus – endet heute die Bewertungsphase, in der Stimmen für einen der vielen vorgeschlagenen Innovationsvorschläge abgegeben werden können. Die Stimmen sollen zusammen mit der Jury entscheiden, welche Vorschläge anschließend mit dem Stipendium umgesetzt werden sollen. Für die drei Bereiche “Neue Video-Features”, “Kommentarfunktionen neu gedacht” und “Web-Apps der Zukunft” wurden 112, 129 bzw. 73 Ideenskizzen eingereicht.

Bisher scheinen allerdings nur für sehr wenige Vorschläge tatsächlich Stimmen abgegeben worden sein (von mir gesichtete Höchstzahl für einen Vorschlag: 10). Das hängt mit Sicherheit auch mit dem Interface zusammen: Dass nur registrierte Nutzer (inkl. Open-ID) Stimmen abgeben können, ist eine bewusste Entscheidung der Ausrichter. Aber dass man sich erst durch auf mehrere Seiten aufgespaltete Vorschlagslisten klicken muss, statt sie als Überblick präsentiert zu bekommen, verleitet auch nicht zum Mitmachen.

Weitere Links
… im Internet:

  • Die Zeit ist deutscher Partner des Knight/Mozilla-Partnership und informiert über die Aktion.

Schwergewichtiger Support fürs iPhone

Hand hält OWLE Bubo

Noch nie ist es mir so schwer gefallen, in einer Rezension zu einem klaren Urteil zu kommen: Es geht um den Owle Bubo, eine Metallhalterung mit Objektivgewinde für das iPhone. Ein tolles Tool, dass das iPhone in ein Werkzeug für Profis verwandelt? Oder ein weitgehend überflüssiges Spielzeug?

Weiterlesen…

 « 1 2 3 ... 7 8 9 10 11 12 13 ... 76 77 78 »


onlinejournalismus.de beobachtet die Entwicklung des Journalismus im Internet.

onlinejournalismus.de wird mit WordPress betrieben (Theme: Modern Clix von Rodrigo Galindez).