Archivierte Einträge für Onlinejournalismus

taz bloggt los

Still und heimlich hatte die taz in den letzten Tagen das erste ihrer Blogs gestartet – zur WM. Jetzt gibt es mehr: Unter anderem eins von Barbara Winsemann – Stichwort “Stop 1984″. Das Medienblog Bildschirmtext verantwortet Philipp Dudek – eifrigen Lesern von onlinejournalismus.de durch seinen längeren Artikel zum Thema Citizen Media hier bekannt (der zuerst in der taz erschien).

Zum Abgleichen: Vor einigen Monaten hatte Thomas Mrazek taz-Projektchef Bröckers für uns über die Webpläne der taz befragt (dort kann man auch nachlesen, ob sich meine Prognosen zu den taz-Blogs bewahrheitet haben. Ein Medienblog ist auf jeden Fall dabei …)

Nachtrag: Der Link (siehe Kommentar) funktioniert doch auch so tadellos.

Crossmedia in der Region



Die “Rheinische Post” war einer Pioniere unter den deutschen Internetmedien. Lange galt sie als eine der wenigen gut aufgestellten Regionalzeitungen. Dann kam die Krise, und man hörte trotz weiterhin verhältnismäßig guter Ausstattung wenig aus Düsseldorf. Ende 2004 meldete sich rp-online mit “Opinio” zurück. Jetzt ist ein neuer Online-Chef mit großen Plänen angetreten – Oliver Eckert, zuvor bei Bild.t-online.
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Ach, das E-Paper gibt’s ja auch noch: Heute “Die Zeit”

Peter Giesecke musste kürzlich nolens volens auf die E-Paper-Ausgabe der “Zeit” zurückgreifen und schildert im – übrigens sehr empfehlenswerten – Blog Netzausfall seine Rezeptionsprobleme auf süffisante Weise.

Ich halte das E-Paper in den meisten derzeit angebotenen Formen für einen Rohrkrepierer. Das weiß man selbstverständlich auch bei den Medienhäusern. Wie es beispielsweise die “Zeit” entscheidend besser machen könnte – ich weiß es nicht. Und selbst mit ein besseren Lösung würde man so verwöhnte Nutzer, wie Peter Giesecke oder mich, wohl nicht vollkommen zufriedenstellen können. Schwer ist leicht was.

Online: Erwachen im Ruhrgebiet?

Den Zeitungen wachsen keine Leser nach – aber ob dies das Rezept ist? Uwe Knüpfer, früher Chef der WAZ in Essen, will seinem alten Arbeitgeber Konkurrenz machen: Mit einer kostenlosen Online-Zeitung. Oder eher einem E-Paper? “”Das Angebot besteht aus mehreren Lokalausgaben und wird – bis auf Ausnahmen – nicht ständig, sondern einmal täglich aktualisiert, so dass der Leser das zu Haus ausgedruckte Produkt wie eine Tageszeitung nutzen kann”, schreibt der Spiegel. Soviel zum Thema Vorteile des Online-Mediums (Der Spiegel-Artikel ist nicht online – wohl aber ein darauf basierender Text der Netzeitung).

Mit zunächst zwei Lokalteilen will Knüpfer den Zeitungen der WAZ-Gruppe auf den Pelz rücken. “Wir halten uns dabei an eine strikte Trennung von Redaktion und Werbung”, sagte Knüpfer der dpa.

Die WAZ, die nach massiven Investitionen in ihr Projekt Cityweb während der Boomzeit seit einigen Jahren nur noch ein Online-Angebot zum Abgewöhnen macht, will reagieren. Chefredakteur Ulrich Reitz arbeitet nach Spiegel-Angaben federführend an dem
Projekt “WAZ live”. Er führt ebenfalls große Worte im Munde: “Bis zum Jahresende haben wir Blogger in allen 28 Lokalredaktionen und zehn Redakteure in der Online-Mantelredaktion”. Bloggende WAZ-Redakteure? In einem Konzern, der seinen Mitarbeitern vor einigen Jahren nicht mal Internet-Zugänge gönnte?

BBC lässt sich in die Karten schauen

Was sonst höchstens Redakteure wissen: Bei der BBC kann man sich auf einer Weltkarte anzeigen lassen, welche Artikel die populärsten sind – auch nach Weltregionen getrennt. Weiter hereinzoomen wie beim Nachrichten-Weltatlas von tagesschau.de geht nicht. Ein nettes Spielzeug – und ein Generator für zusätzlichen Traffic?

(via Basicthinking)

Relaunch von kicker.de

Pünktlich zur WM wurde die Website von kicker.de gründlich überarbeitet. Was zuerst auffällt: Die Seite wirkt sehr viel aufgeräumter als zuvor. Das neue Layout ist nunmehr in fast fehlerfreiem XHTML 1.0 transitional kodiert – ein deutlicher Schritt nach vorn in Richtung Barrierefreiheit mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass der Code nur noch halb so viel auf die Waage bringt wie zuvor.

kicker.de Relaunch
kicker.de: vorher und nachher.

Die Seite ist für eine mittlere Bildschirmauflösung von 1024×768 Pixeln optimiert, wobei der rechte Rand ausschließlich für Werbung vorgesehen ist. Weil die damals links positionierte Navigationsleiste jetzt am oberen Bildschirmrand ist, wird der 768 Pixel breite Inhaltsbereich in zwei recht üppige Spalten geteilt: links die Artikel, rechts Schlagzeilen, Teaser und anderes. Die breiten Spalten lassen zusätzlichen Raum für Werbung. Ein Trend, der sich damals ja schon beim kleinen Relaunch von Spiegel Online (außer auf der Startseite) durchgesetzt hat, oder zum Beispiel auch bei stern.de zu sehen ist.

Urheberrechte, Haftung, Citizen Journalism

Am Beispiel der neuen Foto-/Video-Community Focus Live greift Don Alphonso in der Blogbar ein spannendes Thema auf: Wie sieht es eigentlich mit den Urheberrechten aus, und vor allem: Wer haftet, wenn Rechte Dritter verletzt wurden? Die User? Oder das veröffentlichende Medium?

Im Grunde ist die Frage übertragbar auf alle Angebote, die ihre User um Inhalte bitten. Denn jedes Foto, jedes Video birgt die Gefahr, dass dort Personen abgebildet werden, die das gar nicht wünschen. In welchen Fällen keinerlei Rechte verletzt werden, ist ohne Wissen des Kontextes, in dem das Foto/Video angefertigt wurde, oft schwer zu beurteilen. Das Risiko pauschal auf die User zu verlagern, ist sicher etwas zu kurz gedacht.

Und wie schaut es zum Beispiel mit Musikrechten aus, selbst wenn Musik von Netlabels benutzt wird, die unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht wurde? Die kommerzielle Nutzung wird durch eine CC-Lizenz meistens ausgeschlossen. Mal angenommen, ein musikuntermaltes Video landet zum Beispiel bei Focus Live – ist das dann kommerziell genutzt, weil Focus Online ohnehin wirtschaftliche Ziele verfolgt? Oder nichtkommerziell, weil die User ja kein Geld damit verdienen, anderen ihre musikuntermalten Videowerke zur Verfügung zu stellen?

Readers Edition offiziell gestartet

Die Readers Edition ist seit gestern für jedermann freigeschaltet und macht auf dem ersten Blick einen soliden Eindruck. Von den angestrebten 20 Millionen Redakteuren hat das von der Netzeitung initiierte Projekt schon etwa 50 gewonnen (Stand: 15:00 Uhr).

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Grimme Online Award 2006 – Auszeichnungen

Ausnahmsweise mal keine Preise für die Online-Angebote von ARD und ZDF. Stattdessen äußerte die Jury den Wunsch an die Öffentlich-Rechtlichen, künftig “mehr der interaktiven und hohen kommunikativen Potenziale im Netz” zu nutzen.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr sieben Websites von unabhängigen, nicht-institutionellen Anbietern, die nach Meinung der Jury “auf beeindruckende Weise neue Formen der Informationsvermittlung prägen, einen zeitgemäßen, zukunftsweisenden Beitrag zur Vermittlung relevanter Wissensinhalte liefern oder hochwertige kreative Formen der Unterhaltung entwickeln”:

Herzlichen Glückwunsch!

Wann funktioniert Online-Video?

Ist Online-Video mehr als nur witzige Clips an die Kollegen mailen? Das Online Journalism Review geht in einem lesenswerten Text der Frage nach, wann Videos auf Nachrichtenseiten funktionieren und berichtet über die Erfahrungen amerikanischer Sites. Eine an sich wenig überraschende Erkenntnis: Videos wirken, wenn das Thema nach Bewegtbildern verlangt (Action, Boulevard, etc.), es sich um ein interessantes Interview handelt oder einen “Dauerbrenner”.

Im notebook-onlinejournalismus sind Wolfgang Harrer und Mitdiskutanten einen Schritt weiter und widmen sich der Frage, wie man Videos “aufbohren” kann bzw. für die gängigen Informationskanäle im Web erschließen, d. h. mit Metadaten versehen oder an ein Transkript koppeln kann – oder es in Beta-Projekten teilweise auch schon tut.

Wir werden die Entwicklung insbesondere in Deutschland weiter beobachten – neben dem massiven Videoausbau bei Spiegel Online stand letztens “unter ferner” liefen in einem Artikel über die Bilanz des Süddeutschen Verlags das Wörtchen “IP-TV” (PDF). Bei der Zeit wird mit Online-Video experimentiert, Focus Online und Handelsblatt.com hegen ebenfalls entsprechende Pläne. onlinejournalismus.de experimentiert – sofern es die Kapazitäten eines Hobby-Projekts zulassen – selbst auch, z. B. in Video-Interviews mit Peter Schink von der Netzeitung und Oliver Eckert von rp-online, der ebenfalls von multimedialen Plänen spricht (erscheint demnächst).

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