Archivierte Einträge für Onlinejournalismus

Halbwertszeit von Online-Meldungen

Florian Rötzer hat sich bei Telepolis vor kurzem mit einer US-Studie beschäftigt, die zu einem folgendem Schluss kommt:

Die Halbwertszeit von Artikeln in Online-Medien folgt einem allgemeinen Muster und hängt weniger von der Popularität, sondern von der Präsentation und den Verhaltensmustern der Besucher ab

.

Eine US-Studie unter Leitung von Dr. Albert-László Barabási von der University of Notre Dame kommt zu dem Ergebnis, dass die Halbwertszeit […] 36 Stunden beträgt. In dieser Zeit hat rund die Hälfte der Leser eines Artikels den Beitrag gelesen.

Die Studie ist von 2005 und hat vor allem eine (ungarische) Website untersucht. Hier wurde schon einmal darüber berichtet.

Europäische Online-Medien

Collage: Eurosites

Was zeichnet europäische Online-Medien aus? Pascal Deter ging dieser Frage im Rahmen seiner Diplomarbeit nach, untersuchte bereits bestehende Angebote und erarbeitete Anforderungen für künftige Projekte. Kann das Internet zur Entwicklung einer europäischen Öffentlichkeit beitragen? Die Voraussetzungen sind gegeben. Nötig ist es zweifellos.
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Heise.de / Behind The Scenes

Die Redaktion der wichtigsten deutschen Website für Computerthemen sitzt in einer undurchdringlichen Festung. Jedenfalls freitags nach 16 Uhr, denn dann hat der Pförtner des Heinz-Heise-Verlags offenbar schon Feierabend. Mit dem Namen einer respektablen Hochschule im Rücken gelang es mir trotzdem, die Schleuse am Eingang zu überwinden. Weiterlesen…

„Glanzlos aus Hamburg“

Weil ich viel als freier Mitarbeiter für tagesschau.de arbeitete, interessiert es mich natürlich besonders: Im Rahmen eines Dossiers des Schweizer Medienhefts zu den Internet-Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat sich der Kommunikationswissenschaftler Robin Meyer-Lucht mit der Tagesschau-Website auseinandergesetzt – und geht mit ihr hart ins Gericht. Zuwenig eigenes journalistisches Profil, langweilig, zu langsam, unterfinanziert sind die Hauptkritikpunkte in seinem „Glanzlos aus Hamburg“ überschriebenen Artikel, der zum Teil auf älteren Forschungsergebnissen basiert. Vergleichsobjekt für Meyer-Lucht ist dabei immer wieder Spiegel Online.

Lesenswert sind auch die übrigen Texte des Dossiers , die natürlich besonders die die Situation in der Schweiz betrachten, wo die SRG offenbar auch erst spät in Sachen online schaltet (via netzpolitik).

Beim Online-Vorreiter BBC gibt es derweil deutliche organisatorische – und finanzielle – Umstrukturierungen. Bei Wortfeld pflückt NDR-Kollege Alexander Svensson die Entwicklungen auseinander, die bislang vor allem in der britischen Presse und Blogs Widerhall fanden.

Trendsport Happy Slapping

Dachzeilen und automatische Ressortzuordnungen sind ja manchmal ein Kreuz … mal wieder ein schönes Beispiel.

Screenshot Spiegel Online

Videoeinbindung bei SpOn, Teil 5

Roman weist in einem Beitrag darauf hin, dass Video schauen online reine Glückssache ist. Er findet einige Beispiele für Videos, die in Artikel eingebunden werden oder sogar als Teaser-Bild auf Startseiten erscheinen, denen aber noch jegliche Anmoderation oder ein Hinweis auf den eigentlichen Inhalt des Stücks fehlt. Das ganze wird zusätzlich erschwert, wenn auch noch das Thumbnail nichts mit dem Inhalt des Clips zu tun hat. Dazu ein aktuelles Zidane-Beispiel in diesem Artikel, in dem man angesichts des Teasers und des Artikeleinstiegs zumindest einen Teil des Geständnisses von Zidane, einen Ausschnitt von der PK, o.ä. erwartet. Das Video aber hat „nur“ Kneipenatmo und viele Fans zu bieten…

In sechs Semestern Online-Redakteur

Konrad Scherfer, FH Köln | Foto [M]: privat
Neben den Darmstädter Online-Journalisten gibt es auch noch einen Studiengang in Köln: In sechs Semestern bildet die Fachhochschule dort Online-Redakteure mit Bachelor-Abschluss aus. Professor Konrad Scherfer zieht im Interview mit onlinejournalismus.de eine erste Bilanz der Ausbildung. Weiterlesen…

Bürgerjournalisten verbessern / Links

Wenn Bürgerjournalismus Erfolg haben soll, gilt für ihn das gleiche wie für den „normalen“ Journalismus – er muss interessante Themen in attraktiver Darstellung bieten. Wenn professionelle Medien Bürgerjournalismus integrieren wollen, müssen sie die Citzen Journalists entsprechend anschieben. Das meinen zumindest viele, die sich in den USA mit dem Thema auseinandersetzen. Weiterlesen…

jetzt.de, Multimedia-Experimente

Matthias Eberl experimentiert in seinem Blog ja schon seit einiger Zeit mit ganz ungewöhnlichen multimedialen Darstellungsformen. Schön zu sehen, dass es auch Redaktionen gibt, die sich darauf einlassen.

Für jetzt.de hat Matthias eine Multimedia-Reportage mit dem Titel Warum sah Henriette den Elfmeter nicht? entwickelt. Seine ungewöhnliche Technik beschreibt Matthias so:

Seit über zwei Jahren verfolge ich hartnäckig die Idee, ein neues Multimediaformat zu entwickeln, das die erzählerische Stärke des Wortes mit der sinnlichen Erfahrung von Bild und Ton kombiniert, ohne den Leser dabei auf eine Rezeptionsgeschwindigkeit festzulegen, wie es Film und Radioreportage tun.

Der User scrollt dabei die entsprechenden Elemente (sei es Text oder Bild) in eine markierte Fläche. Sobald sie sich darin befinden, läuft zum Beispiel im Hintergrund ein O-Ton ab, der das Gesehene bzw. Gelesene akustisch unterstützt.

Wäre schön, wenn solche Formen öfter zu sehen wären – denn es macht Spaß, auf diese Weise selbst das vom Reporter Erlebte zu erfahren. Auch wenn der Programmieraufwand dahinter offenbar größer ist.

Anmerkungen dazu sind in Matthias Blog sehr willkommen.

Neues von Stern.de

Peter Turi fasst Infos über anstehende Umstrukturierungen bei stern.de und anderen G+J-Online-Projekten zusammen. Und sucht immer noch für die Badische Zeitung einen Community-Redakteur 2.0.

stern.de ist ja ein Phänomen: Nach Reichweite wie das Printvorbild seit ewigen Zeiten ganz weit oben (und im Gegensatz zu diesem auch in Sachen Design vorne), aber kein erkennbares eigenes Profil – sieht man vom Erotikbereich ab.

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