Archivierte Einträge für Onlinejournalismus

Irrwege in Forschung und Lehre

Schon merkwürdig: Da forschen Forscher seit Jahren auf dem Gebiet der Medien und kommen mehrheitlich zu dem Schluss, dass das Internet für den Journalismus in Zukunft wohl eine ziemlich bedeutende Rolle spielen wird.

Das Institut für Journalistik der Universität Dortmund, bekannt für seinen recht praxisnahen Ausbildungsansatz, hat das zum Beispiel sehr früh erkannt: Schon vor rund fünf Jahren wurde dort eine eigene Lehrredaktion Online ins Leben gerufen. In dem Online-Magazin DOnews experimentieren Studierende mit neuen Darstellungsformen – mit Audio, Video und allem, was den Online-Journalismus interessant macht.

Jetzt soll der Laden dicht gemacht werden – aus Kostengründen, weil der wesentlich geldhungrigen Lehrredaktion Fernsehen angeblich das Geld ausgeht. Während die Professoren sich einig sind und DOnews schließen wollen, fürchten viele Studenten einen Verlust in der Qualität der Lehre.

Text und Audios dazu bei DOnews.

Videos bei der New York Times

… und zwar eigens produzierte, nicht der Reuters-Kram. Hier: http://video.on.nytimes.com/.

Warten wir mal ab, was bei Spiegel Online passiert, wenn dort die im Dezember ausgeschriebene Video-Stelle (-Stellen?) besetzt ist.

Zwei Rechtsfragen zum Citizen Journalism

Cyberjournalist.net verlinkt auf zwei Überblicksartikel zu ungelösten Fragen:

Time to get tough

… oder wie man mit anonymen Nutzerkommentaren umgehen sollte (OJR).

Die Barrikaden stehen schon

Stefan Niggemeier ruft in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung eine Medienrevolution aus, die bereits begonnen hat – und die die alten Medien zu verpassen drohen. Link zu Volltext und Kommentaren zusammengestellt bei Wortfeld.

Susanne Weingarten greift das Thema für den Spiegel auf, Schwerpunkt Fernsehen: “Der Intendant im Wohnzimmer”. Bei ihr kommt der Medienwirtschaftsprofessor Mike Friedrichsen zu Wort, der ARD und ZDF bedroht sieht:

“Sie verlieren ihre Kompetenzen”, sagt der Medienforscher Mike Friedrichsen. Und dadurch wird sich gerade für die Öffentlich-Rechtlichen, die ihre Gebührenfinanzierung bislang noch mit ihrem gesellschaftspolitischen Auftrag einer “Grundversorgung” begründen können, die Frage stellen, welche Aufgabe sie in dieser neuen TV-Welt noch erfüllen. “Irgendwann”, sagt Friedrichsen, “müssen wir die gesellschaftliche Entscheidung treffen: Wollen wir uns ARD und ZDF gönnen?”

Der ehemalige Verfassungsrichter Wolfgang Hoffman-Riem hat dagegen bei einer Jubiläumsveranstaltung des NDR und vor einigen Tagen in der SZ (kostenpflichtig) betont, dass die Ö-R deshalb umso wichtiger seien und nicht von neuen Verbreitungswegen ausgeschlossen werden dürften.

Iraner bloggt aus Israel

Patrick Gensing hat für tagesschau.de ein spannendes Interview mit dem iranischen Überblogger Hoder geführt, der zur Zeit aus Israel bloggt, um so zur Völkerverständigung (welch altmodisch anmutendes Wort!) berichtet.

Bürgerjournalismus: Ein Gespräch mit Dan Gillmor

Auf die Frage, ob man mit Citizen Journalism Geld verdienen kann, gab Dan Gillmor eine zurückhaltende, sehr skeptische Antwort.

Dass er vor wenigen Tagen das Ende seines ambitionierten Projekts Bayosphere verkündete, ist vor diesem Hintergrund keine Überraschung. Spätestens seit Gillmor, einer der profiliertesten Technologie-Journalisten und Autor von We the Media, für das Center for Citizen Media als Direktor aktiv wurde, stand hinter Bayosphere ein logisches Fragezeichen. Auch wenn Citizen Journalism als Geschäftsmodell bei diesem frühen Testlauf nicht gezündet hat – das Phänomen als solches verändert die Medienlandschaft nachhaltig.

Vor Beginn des Digital Lifestyle Day 06 in München hatte ich Gelegenheit, mit Dan Gillmor [Foto] über seine Erfahrungen als Citizen Journalist zu sprechen.

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Einmal gebloggt, nie mehr gestoppt

Unser Dossier beleuchtete bereits 2004 anhand einer ganzen Reihe von Artikeln zentrale Fragen zum Thema Weblogs und Journalismus, gibt aber auch praktische Tipps. Erstellt haben das Dossier Studierende des Darmstädter Studiengangs Online-Journalismus..

Angebliches Anti-Blog gestartet

Die Welt berichtet über ein angebliches Anti-Blog, das ausgerechnet von einem ehemaligen Chefredakteur des renommierten Online Journalism Review gestartet worden sei.
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Dossier: 10 Jahre Journalismus im Netz

Im Oktober 2004 erschien unser Dossier
Online-Journalismus: .dekade 1. Über unsere alte Website ist es immer noch zugänglich und hat in vielem nichts von seiner Aktualität verloren.

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